Test: Novation Launchkey MK2 25, 49, 61, Controllerkeyboard

4. November 2015

Launchkey Runde 2

Die Launchkey Serie von Novation ist seit rund zwei Jahren erhältlich. Jetzt bringt der Hersteller eine neue, Novation Launchkey MK2 genannte Version seiner USB-Controllerkeyboards auf den Markt. Was das Update mit sich bringt und ob es sich das Update für den Käufer lohnt, wollten wir genauer wissen und haben das gute Stück einmal genauer unter die Lupe genommen.

Novation Launchkey 49 MK2

Novation Launchkey 49 MK2

Aufbau und Verarbeitung

Für unseren Test stellte uns Novation die 49 Tasten Version des Launchkey MK2 zur Verfügung. Genau wie die erste Generation gibt es das USB -Controllerkeyboard weiterhin in den drei Größen 25, 49 und 61 Tasten. Da sollte für jeden Nutzer und jedes Einsatzgebiet also etwas dabei sein.

Nach dem Auspacken stellt sich bei mir zunächst etwas Ernüchterung ein, denn optisch kann ich zunächst keine Unterschiede zur ersten Generation feststellen. Auf den ersten Blick zu erkennen ist nur die Farbe des Gehäuses, das MK2 Modell kommt nämlich nicht mehr in Grau, sondern im klassischen Schwarz daher. Die Unterseite ist dazu im auffallenden Türkis gehalten.

Die Unterseite ist im auffallenden Türkis gehalten

Die Unterseite ist im auffallenden Türkis gehalten

Bei den Bedienelementen gibt es zunächst ebenfalls keine nennenswerten Unterschiede. Das Launchkey 49 MK2 verfügt über jeweils ein Pitch Bend- und Modulationsrad, Oktavierungs- und Track-Tasten samt numerischem 3-Zeichen-LED-Display. Neun Fader samt zugehörigem Button sind ebenfalls wieder mit dabei wie auch acht Potis, 16 Pads, eine kleine Transportsektion und fünf Funktionstasten. Klassischerweise verfügen das 49er und 61er Modell über die gleiche Anzahl an Bedienelementen, lediglich das kleinere Modell mit 25 Tasten kommt etwas abgespeckter daher. Immerhin verfügt dieses 25er Modell aber über die vollen acht Potis und 16 Pads, lediglich die Fader wurden größtenteils eingespart. Das Launchkey 25 verfügt nämlich nur über einen einzelnen Fader.

Einen ersten Unterschied erkennt man dann allerdings nach dem Anschalten des Controllerkeyboards. Die 16 Pads verfügen ab sofort nämlich über RGB-Farben, was nicht nur optisch ein Hingucker ist. Ableton Nutzer freuen sich bereits, denn die Anpassung an Clips wird dadurch noch besser und klarer. Die Pads sind allesamt anschlagsdynamisch spielbar, d.h. Drum Grooves und Beats lassen sich hiermit sehr realistisch einspielen. Der Anschlag ist dabei sehr gelungen und trotz der relativ kleinen Größe der Pads von knapp 2 x 2 cm kommt man damit gut zurecht.

Launchkey MK2

Wie bei der ersten Generation der Launchkeys auch ist die Verarbeitung weiterhin sehr gut. Hier und da ist mir das zwar zu leichtgängig, beispielsweise bei Pitch Bend- und Modulationsrad, aber hier braucht man definitiv keine Angst zu haben, dass etwas seinen Geist aufgibt. Die acht Potis sind weiterhin nicht gerastert, auch für die Mittenposition gibt es keinen Anhaltspunkt. Allerdings ist die rundherum gezogene Linie mittlerweile gestrichelt, somit hat man zumindest einen groben Anhaltspunkt. Die Fader sind schön griffig und laufen sauber in ihren Bahnen.

Das Gehäuse des Launchkey 49 MK2 besteht aus Kunststoff, so dass das Keyboard gerade einmal 3,1 kg auf die Waage bringt. Die Maße belaufen sich auf 77,0 x 8,1 x 27,0 cm.

Forum
  1. Profilbild
    Dalai Galama  

    Bei den Minus-Punkten fehlt noch:
    – keine DIN-MIDI Schnittstellen
    – kein Software Editor
    Ich suche schon seit einiger Zeit nach einem gut ausgestatteten Controller-Keyboard. Die hier von mir angeführten Punkte fallen für mich eindeutig ins Gewicht, so dass das Gerät aus der engeren Wahl fällt.

  2. Profilbild
    Markus Galla  RED

    Mir fehlt bei PLUS eindeutig der Preis, denn für den Preis bekommt man unterm Strich doch ein ordentliches Produkt. Mit ähnlicher Ausstattung findet man bei den 61er Keyboards nur das M-Audio Code 61, welches auch 50€ teurer ist. Hier bekommt man dann den Aftertouch. Dafür hat man dann aber eine m. E. sehr ungünstige Anordnung der Pads, weil man diese zwangsläufig mit der linken Hand bedienen muss. Aber immerhin gibt es hier MIDI DIN-Buchsen zu verzeichnen. Über das Design lässt sich bei M-Audio aber trefflich streiten.

    Für Interessenten, die nicht zwingend auf Ableton und viele bunte Pads angewiesen sind, sei noch das Impulse 61 von Novation empfohlen, welches Aftertouch besitzt, sehr gut verarbeitet ist und über einen MIDI I/O verfügt.

  3. Profilbild
    gaffer  AHU

    „Wie auch bei der ersten Generation verfügt die Tastatur leider nicht über Aftertouch. Schade, denn gerade bei einem Controllerkeyboard mit solch weitreichender Ausstattung darf das meiner Meinung nach nicht fehlen.“

    Felix: klasse!

    Was mich bei Novation seit mindestens 10 Jahren schaudern lässt ist diese unglaublich strutzige Lösung namens Automap, die, wenn ich sie nur sehe die Fussnägel hochkringeln lässt. Da bekommst Du einen Song von einem Musiker, der die gleichen Plugs wie Du hat, aber er lädt nicht, denn es fehlt (PlugIn) Automap. Du hast das PlugIn, nur zum Glück OHNE Automap, das wird nicht akzeptiert. Wann endlich schreiben die eine Software, die den Job erledigt, ohne den Arbeitsfluss zu behindern

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