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Test: Numark Party Mix, DJ-Controller


Kinderzimmer-Controller mit Lichtorgel

Numark Party Mix Kiste in Aktion

Der Party Mix von Numark ist ein sehr preiswerter all-in-one DJ-Controller für Einsteiger mit eingebauten Audiointerface, der sich innerhalb seines Marktsegments durch die eingebaute Lichtorgel von den Mitbewerbern abhebt.
Moment mal, habe ich eben wirklich „Lichtorgel“ gesagt? Den Ausdruck habe ich seit Jahrzehnten nicht mehr gehört, geschweige denn genutzt, aber hier passt er. Doch dazu später mehr.
Der Controller wird im Bundle mit Virtual DJ LE als DJ-Software ausgeliefert. Ob die kleine Kiste mehr als eine nette Spielerei für den Partykeller ist, erfahrt ihr in unserem Test.

Haptik und Qualität

Vorweg: Das Gerät erinnert von Maßen, Bedienelementen und der Haptik her stark an den Hercules DJControl Instinct P8. Auch das Layout weist große Ähnlichkeiten auf, so dass anzunehmen ist, dass beide Geräte auf die gleiche Hardware-Basis aufsetzen. Auf der Fläche eines DIN A4 Blatts finden ein kleiner 2-Kanal-Mixer und zwei Deck-Steuerungen Platz.
Der Party Mix fühlt sich insgesamt wertiger an als der Mitbewerber aus dem Hause Hercules. Die Fader sind wesentlich leichtgängiger, sind aber im Vergleich zur Traktor Kontrol Z1 deutlich kratziger. Den größten Anteil am wertigeren Gefühl gegenüber der Instinct P8 haben die Tasten und Pads. Beim Hercules kommen harte Taster mit exaktem Druckpunkt zum Einsatz, wo es beim Hercules nur zu schwammigen Gummiknöpfen reichte. Wo beim Hercules mein Fazit war, dass es einfach keinen Spaß macht, das Ding anzufassen, weil die Fader so schwergängig waren, dass das Gerät bei Benutzung über die Unterlage rutschte, kann ich mir durchaus vorstellen, ein Set mit dem Numark zu spielen. Notfalls natürlich.
Die Jog-Wheels genügen fürs Pitchbending und Scrollen durch die Tracks. Scratchen wäre aufgrund des kleinen Durchmessers eh schon kein Vergnügen, wird aber zusätzlich von den technischen Einschränkungen des Scrollwheels unmöglich gemacht. Da sie weder kapazitiv sind, noch mechanisch merken, wenn sie berührt werden, kann man mit ihnen das Abspielen eines Tracks nur solange anhalten, wie die Wheels in Bewegung sind. Hört man auf zu drehen, geht die Software nach einer kleinen Verzögerung wieder in den PLAY-Mode. Die Verzögerung ist viel zu groß, um zu scratchen, aber gut, dafür ist das Spielzeug auch nicht gemacht.

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    DJ Ronny ••

    Danke für den Bericht. Mir kam beim lesen der Gedanke, “ diesen Controller hätte ich zu meiner Anfangszeit (14 Jahre alt) als DJ gerne gehabt „. Aber da musste/ konnte/durfte ich mir sogar das Mischpult selber bauen. Die Lichtorgel auch und die bestand schon 1975 aus 27 LED. Ich denk mal als Spielzeug für den frühen Anfänger ganz gut.
    Ich finde das mit Der Software auch nicht schlimm. Denn wenn der angehende Dj wirklich interessiert ist und das Teil nach ein bisschen herumspielen nicht in irgend einer Ecke landet, hat z.B. der Opa ( wie ich ) ein Geschenk für die nächste Gelegenheit.

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    Stephan M. RED

    Moment mal, Mitte der 70er Jahre für eine Lichtorgel brauchbare LEDs noch dazu mit automatischen Modi? Ich kenne aus meiner Kindheit in dieser Zeit nur die typischen analogen Lichtorgeln mit E14- und E27-Fassung, da gab es nur Empfindlichkeitsregler. Auch in den 80er Jahren habe ich selten überhaupt helle, farbige LEDs gesehen, das ging doch eigentlich erst richtig in diesem Jahrtausend los oder ist mir da was entgangen? Ich erinnere mich noch an die ersten Deko-Beleuchtungen, deren LEDs schon nach kurzer Dauerlast merklich nachdunkelten. Würde mich mal interessieren, was Du damals gebastelt hast.

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    DJ Ronny ••

    Ich hatte mir erst mal was mit 12 V Lampen aufgebaut, ich glaube 2.5 W Autolampen. Doch leider hielten die Netzteile die ich gebaut hatte nicht lange durch. Mit Relais hatte mir nicht gefallen, weil die Lampen dann nur an und aus gingen. Dazu noch die Info, ich bin ein Kind der DDR. Ich hatte mir jeden Monat die Zeitung, der Funkamateur gekauft. Da war dann ein Schaltplan für eine Aussteuerungsanzeige mit LED drin. 1 Rot, 1 Grün, 1 Weis. Die Schaltung habe ich mir dann umgetüftelt auf jeweils 9 LED von jeder Farbe. Die je Farbe auf eine Universal Leiterplatte und in in das Loch von je einen Nebelscheinwerfer gebastelt. Das war natürlich von de Lichtausbeute nicht so toll, aber für die kleinen Partys mit Freunden hat es gereicht.
    Als ich dann für die ersten Partys Geld bekam, habe ich die Variante mit Relais benutzt. Ich wollte dann was bauen, so mit ca 60 LED pro Farbe. Das wäre aber zu teuer geworden und diese LED gab es auch nicht mehr zu kaufen, sondern nur noch schwächere.

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Numark Party Mix

Bewertung: 3 Sterne Bewertung des Autors
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