Test: Numark PT01 Scratch, Portabler DJ-Plattenspieler

1. März 2018

Itchy & Scratchy im Kofferformat

Ein Produkt. Zwei Tests. Ein kleines Vorwort zu einer ungewöhnlichen Entscheidung. Ungewöhnlich vor allem deswegen, weil der Numark PT01 Scratch beileibe kein Produkt ist, das durch tiefgehende Software-Ebenen auffällt, auch nicht durch besonders viele Anwendungsbereiche und Einsatzmöglichkeiten. Wieso also zwei Tests?
Nun, eigentlich ist es ganz einfach. Es kommt nicht häufig vor, dass ein Produkt mit „ungenügend“ benotet wird. Kommt es jedoch vor, fragen wir uns natürlich auch, warum dies so ist. Manchmal hilft dabei eine zweite Meinung als Referenz, mit neuen Eindrücken vom Gerät, anderen Kritikpunkten, positiv oder negativ und auch einer anderen Betrachtungsweise.

Aus diesem Grund gibt es zum einen den Test und die Gedanken zu dem Numark PT01 Scratch von Walter Marinelli und zum anderen den Test von Bolle (HIER zu lesen), also diesen hier. Wir empfehlen, beide Tests zu lesen. Viel Spaß dabei!

Numark PT01 Scratch

Als ich ein Kind war, liefen mir immer wieder mal alte Kofferplattenspieler über den Weg. Bei den Großeltern von Freunden, aber auch in der Schule standen sie noch herum. In Holz- oder Plastikschachteln eingebaute Vinyl-Dreher einfachster Bauart, die den Lautsprecher meist im Deckel hatten. Der Sound der Dinger war irgendwo zwischen „gar nicht mal so gut“ und „übelste Grütze“. Ich war halt schon in jungen Jahren ein Tieftonliebhaber. Aber wenigstens hatte man damals versucht, soviel Membranfläche wie möglich unterzukriegen, was man von der neuesten Inkarnation des Kofferplattenspielers nicht behaupten kann.

Der V511automatic von Telefunken mit Lautsprecher im Deckel und 8-fachem Plattenwechsler. (Bildquelle:WikipediaCC-Lizenz )

Der Numark PT01 Scratch ist ein tragbarer Plattenspieler, dessen Fokus auf der – Überraschung – scratchenden Zunft liegen soll.
Er kann seine Ähnlichkeit zum Numark PT01 Touring nicht leugnen, den Bolle schon vor einem Jahr einer kritischen Inaugenscheinnahme unterzog.

Der PT01 ist in eine schmucke Plastikkiste mit Griff eingebaut, in die auch das mitgelieferte Netzteil passt. Soweit, so praktisch.
Auf der linken Seite des Gerätes befinden sich ein USB-Anschluss, ein Audioeingang im Miniklinkenformat und Gain-Regler für den Eingang.
Auf der anderen Seite des Gehäuses befindet sich die Buchse für das mitgelieferte Netzteil und die Ausgänge. Für die Verbindung zur Außenwelt sorgen jeweils ein Kopfhörerausgang für große und kleine Klinke sowie der Line-Ausgang im Cinch-Format.
Was die Anschlussmöglichkeiten betrifft, gibt sich das gute Stück also durchaus erwachsen.

Auf der Unterseite sitzt das Batteriefach, in das volle 6 Monozellen passen.
Der PT01 Touring verfügte noch über einen Akku, der per USB-geladen werden konnte. Die Variante mit den Batterien ist dagegen etwas unsexy, aber praktischer, denn man kann diese schnell wechseln, wenn man das mit seinem Umweltgewissen vereinbaren kann.
Man kann natürlich auch die passenden Akkus kaufen, das verteuert den PT01 Scratch dann aber nicht unwesentlich, denn Monozellen sind nicht gerade die billigsten Akkus.

Hat man den Deckel abgenommen, kommt wie beim Touring-Modell ein Plattenteller in der Größe einer 7″-Single zum Vorschein. Da der Numark PT01 Scratch ja explizit zum Scratchen gedacht ist, der Plattenteller aber viel kleiner als eine LP ist, sitzt der Teller fast bündig im Gehäuse, in das neben dem Teller vier Filzpads eingelassen sind, die wie eine Art fest integrierte Slipmats aus Filz funktionieren, über die die Platten beim Scratchen gleiten können. Klingt komisch, fühlt sich auch so an, funktioniert aber einigermaßen. Die mitgelieferte Slipmat ist übrigens auch aus rotem Filz, was insgesamt gar nicht schlecht aussieht. Da ich das aber erst gemerkt habe, nachdem ich die Photos geschossen hatte, müsst ihr halt mit meiner schicken Erasure-Single vorlieb nehmen. Und ich mit einem Outing als alter Popper.

Forum
  1. Profilbild
    DJ Ronny  

    Ähmmm…. Warum noch so einen Test. Du weißt doch schon vorher, dass das Teil nur eine Umwelt Belastung ist.
    Reicht jetzt als Kommentar. Ich will den anderen noch Platz zum loben lassen.

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