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Test: OBNE Dark Star Stereo Reverb, Effektpedal

Mal wieder etwas sehr Spezielles aus dem Hause OBNE

1. Februar 2026

OBNE Dark Star Stereo Reverb Aufmacher

Das OBNE Dark Star Stereo Reverb ist kein gewöhnlicher Halleffekt. Zwischen Ambient-Flächen, Pitch-Experimenten und LoFi-Texturen wird es schnell zum Sounddesign-Tool für kreative Köpfe und Individualisten.

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Old Blood Noise Endeavors (OBNE) Dark Star Stereo Reverb

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Kurz & knapp
Was ist es? OBNE Dark Star Stereo Reverb, Boutique Reverb-Pedal für Ambient, Experimental und Sounddesign.
  • Klangkonzept: Von dezenten Hallräumen bis zu extremen, synthetischen Ambient-Texturen.
  • Ausstattung: Stereo-Ein- und Ausgänge, Presets, MIDI- und Expression-Steuerung.
  • Klangformung: Pitch, Lag, Crush und Multiply ermöglichen tiefgreifendes Sounddesign.
  • Zielgruppe: Ideal für experimentelle Gitarristen und Ambient-Musiker, weniger für Puristen.

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Old Blood Noise Endeavors Dark Star Stereo Reverb
Old Blood Noise Endeavors Dark Star Stereo Reverb
Kundenbewertung:
(11)

OBNE Dark Star Stereo Reverb

Old Blood Noise Endeavors (OBNE) ist eine US-Effektschmiede, die sich in den letzten Jahren einen Ruf als Geheimtipp unter experimentellen Gitarristen, Ambient-Freaks und Sounddesign-Nerds erarbeitet hat. Ihre Pedale sind technisch anspruchsvoll, musikalisch oft ungewöhnlich und gehen klanglich weit über das hinaus, was man von klassischen Bodeneffekten kennt. Das Dark Star Stereo Reverb setzt diese Linie konsequent fort – es soll kein Mainstream-Reverb sein, sondern ein Klangwerkzeug, das breite Klangflächen, wild gewordene Texturen und ambientartige Soundscapes erzeugt.

Gleichzeitig soll das OBNE Dark Star Stereo Reverb aber auch „normale“ Reverb-Sounds mühelos liefern. Kurz gesagt: Der Dark Star ist viel mehr als nur ein weiterer Halleffekt aus dem amerikanischen Boutique-Pedal-Kosmos, denn er wird ganz sicher nicht jedem Gitarristen gefallen. Wem er vermutlich gefallen mag und wem nicht, versuchen wir im folgenden Review zu klären.

Facts & Features

Das OBNE Dark Star präsentiert sich als voll ausgestattetes Stereo-Pedal mit umfangreicher Klangformung, das deutlich über klassische Hallgeräte hinausgeht. Zehn Potis (sieben große und drei kleine) befinden sich auf der Oberfläche, mit denen sich der Charakter des Effekts beeinflussen lässt. Über den Mix-Regler wird das Verhältnis zwischen Originalsignal und Effektanteil bestimmt, während der Decay-Regler die Länge der Hallfahne festlegt.

Von kurzen, räumlichen Akzenten bis hin zu nahezu endlosen Ambient-Flächen soll hier fast alles möglich sein. Mit dem Volume-Regler lässt sich die Gesamtlautstärke des Effekts anpassen. Der Spread-Regler beeinflusst die Stereobreite des Halls und verteilt das Effektsignal stärker oder dezenter auf die beiden Kanäle, wodurch sich der räumliche Eindruck von kompakt bis extrem breit verändern lässt – sicherlich eine reizvolle Option für Instrumente mit Stereosignalen oder beim Einsatz im Studio.

OBNE Dark Star full view

Für die eigentliche Klanggestaltung bietet das Pedal mehrere Werkzeuge. Der Filter-Regler arbeitet je nach Stellung als Hoch- oder Tiefpass und formt den Frequenzbereich des Halls, sodass der Effekt entweder dunkler und weicher oder heller und damit präsenter klingt. Zwei separate Pitch-Regler ermöglichen es, die Tonhöhe des Reverb-Signals unabhängig für linken und rechten Kanal zu verändern, wodurch im Stereobetrieb schwebende Oktaven, chorartige Effekte oder bis zur Unkenntlichkeit verstimmte Texturen entstehen können.

Der Crush-Regler kombiniert zwei klangverändernde Ansätze: Beim Drehen nach links klingt das Signal zunehmend digital aufgelöst und körniger, in die andere Richtung erhält der Hall eine leicht bis deutlich gesättigte, raue Struktur. Mit dem Lag-Regler lässt sich der Attack des Reverbs beeinflussen, was dem Effekt mehr Tiefe und ein verzögertes Ansprechen verleiht. Der Multiply-Regler wiederum führt Anteile des Hallsignals zurück in das Effektsignal und erhöht so die Dichte und Bewegung der Hallfahne. Die drei LEDs ganz rechts markieren die drei Presets, die im Pedal gesichert und abgerufen werden können.

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Old Blood Noise Endeavors Dark Star Stereo Reverb BK
Old Blood Noise Endeavors Dark Star Stereo Reverb BK
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Gesteuert wird das OBNE Dark Star über zwei Fußschalter. Der rechts platzierte Hauptschalter aktiviert oder deaktiviert den Effekt, wobei wahlweise True-Bypass oder ein Buffer-Modus mit ausklingenden Hallfahnen genutzt werden kann. Der zweite, sogenannte Aux-Schalter dient als Performance-Werkzeug und kann je nach Konfiguration verschiedene Funktionen übernehmen, etwa das Einfrieren der aktuellen Hallfahne oder das temporäre Aktivieren bestimmter Klangmodi.

Für externe Steuerung stehen Anschlüsse für Expression-Pedale und MIDI zur Verfügung, womit sich einzelne Parameter in Echtzeit verändern oder Presets abrufen lassen. Die Audioanschlüsse sind als echte Stereo-Ein- und Ausgänge ausgeführt, wodurch sich das Dark Star sowohl in Mono-Setups als auch in komplexeren Stereo-Rigs mit zwei Verstärkern oder im Studio problemlos integrieren lässt. TRS-Klinkenkabel sorgen hier für die nötige Konnektivität.

Die Stromversorgung erfolgt über ein externes 9-V-Netzteil mit erhöhtem Strombedarf, was dem leistungsstarken digitalen Innenleben geschuldet ist und einen Batteriebetrieb ausschließt. Entsprechend gibt es auf der Unterseite des Pedals auch nichts weiter zu entdecken. So, genug zur grauen Theorie – hören wir im Praxisteil mal rein in diese sehr spezielle Kiste.

OOBNE Dark Star Stereo Reverb Anschlüsse

Old Blood Noise Endeavors Dark Star Stereo Reverb, Anschlüsse

In der Praxis

Im praktischen Einsatz zeigt sich schnell, dass das OBNE Dark Star Stereo Reverb zwar als Reverb-Pedal kategorisiert ist, sich klanglich aber eher wie ein eigenständiges Sounddesign-Werkzeug verhält. Mit moderaten Einstellungen lassen sich klassische Hallräume realisieren, die das Gitarrensignal sauber einbetten, ohne sich in den Vordergrund zu drängen. Mit kurzen Decay-Zeiten, niedrigem Mix-Anteil und neutral eingestelltem Filter eignet sich das Pedal problemlos für dezente Raumtiefe bei Clean-Sounds oder leicht angezerrten Parts. Gut gefällt auch die Dynamik: Die Anschlagsstärke der Saiten wird sauber übertragen, das Reverb reagiert sensibel auf leise wie auch auf kräftige Signale, ohne den Grundsound zu verschmieren oder zu komprimieren. Auch bei komplexeren Akkorden bleibt die Transparenz erhalten.

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Old Blood Noise Endeavors Dark Star Stereo Reverb PK
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Der Lag-Regler sorgt in der Praxis für einen Effekt, der sich eher wie ein musikalisches Atemholen anfühlt: Der Hall setzt nicht sofort ein, sondern folgt dem Anschlag mit leichter Verzögerung, was vor allem bei langsamen Melodielinien oder einzelnen Tönen sehr organisch wirkt. Diese Verzögerung trägt dazu bei, dass das Direktsignal klar im Vordergrund bleibt, während sich das Reverb wie eine zweite Ebene dahinter aufbaut. In Kombination mit dem Multiply-Regler lässt sich diese Ebene zusätzlich verdichten, womit die Hallfahne fast schon synthartig klingt. Hier entstehen Texturen, die kaum noch an klassische Gitarreneffekte erinnern und bei denen ich mir, ganz ehrlich gesagt, kaum einen sinnvollen Einsatz vorstellen kann – zumindest nicht im Gitarrenbereich. Aber Spaß macht es trotzdem!

Das Crush-Poti erweitert das Klangspektrum des OBNE Dark Star noch einmal deutlich und ist in der Praxis einer der kreativsten, aber auch polarisierendsten Regler des Pedals. In moderaten Einstellungen verleiht er dem Hall eine leichte Körnung oder ein raueres Obertonspektrum, was besonders bei verzerrten Sounds gut funktioniert und dem Reverb mehr Durchsetzungskraft verleiht. Dreht man den Regler weiter auf, wird der Effekt zunehmend LoFi-artig und kann bewusst destruktiv wirken, was für experimentelle Klanglandschaften oder Noise-orientierte Musikrichtungen durchaus reizvoll ist. Hier zeigt sich sehr deutlich der typische OBNE-Charakter: Das Pedal lädt zum Ausprobieren ein, fordert aber auch die Bereitschaft, sich auf ungewöhnliche Klänge einzulassen.

Der zusätzliche Fußschalter des OBNE Dark Star erweist sich in der Praxis als effektives Werkzeug, insbesondere wenn er zum Einfrieren der Hallfahne genutzt wird. So lassen sich flächige Sounds erzeugen, über die anschließend weiter gespielt werden kann, ohne dass sich der Grundteppich ständig verändert. Diese Funktion lädt förmlich dazu ein, das Pedal nicht nur als Effekt, sondern als aktiven Bestandteil der Performance einzusetzen.

OBNE Dark Star Detail

Trotz der stark kreativen Ausrichtung bleibt das Dark Star im Alltag erfreulich gut kontrollierbar. Die Rauschwerte sind auch bei hohen Mix- und Decay-Einstellungen sehr niedrig. Selbst bei langen, schwebenden Hallfahnen entsteht kein störendes Grundrauschen, das sich zwischen Spielpausen bemerkbar macht. Darüber hinaus arbeiten die Regler butterweich und ermöglichen ein feinfühliges Einstellen. Auch der Rest der Hardware überzeugt und genügt zweifellos den Anforderungen an ein handgefertigtes Pedal dieser Preisklasse.

Klangbeispiele

Die ersten vier Klangbeispiele präsentieren einige der typischen Sounds des OBNE Dark Star. Klangbeispiel 5 zeigt einen „normalen“ Hall – auch das beherrscht das Pedal in vielen Facetten. Eingespielt wurden die Tracks mit meinem Test-Setup aus Music Man Silhouette, Orange Micro Dark, einer daran angeschlossenen 1×12″-Celestion-Vintage-30-Box und einem AKG C3000 Mikrofon. Außer den Effekten des Dark Star sind keine weiteren Effekte zu hören.

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Klangbeispiele
Fazit

Das OBNE Dark Star Stereo Reverb ist wahrhaftig kein Pedal für jede musikalische Situation. Wer in erster Linie einen unkomplizierten, neutral klingenden Hall in Studioqualität sucht, wird hier möglicherweise mehr Funktionen vorfinden, als im Alltag benötigt werden und muss sich bewusst auf die teils eigenwillige Klangästhetik einlassen. Für Gitarristen, die Freude an Soundscapes, experimentellen Texturen und ungewöhnlichen Reverb-Strukturen haben, eröffnet das Pedal hingegen eine enorme Spielwiese, die weit über das hinausgeht, was klassische Hallgeräte bieten. Genau darin liegt letztlich auch der Reiz dieses Effekts: Er ist weniger Werkzeug für Nebenbei-Effekte, sondern vielmehr ein eigenständiges Instrument, das die Kreativität anregen kann.

Plus

  • Konzept
  • Klangqualität
  • Stereo- und MIDI-Option
  • robuste Schalter & Regler
  • hohes Kreativitätspotenzial

Preis

  • 349,- Euro
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Über den Autor
Profilbild

Stephan Güte RED

Seit den frühen 80ern an den Drähten, die die Welt bedeuten. Musikalisches Mädchen für alles, sei es nun das Produzieren im Studio oder für Engagements als Bühnenmusiker. Seit 2004 im Team von Amazona.

Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    ollo AHU

    Die Oberfläche scheint ja quasi gespiegelt zum Sunlight Stereo Reverb aus gleichem Hause zu sein. Würde sich schon rein optisch anbieten, die beide nebeneinander haben zu wollen.

  2. Profilbild
    Garfield Modular AHU

    @Stephan, Danke Dir für das Review. Die Soundbeispiele 2 & 5 sind einfach genial, sehr schön gemacht und man will sofort das Pedal kaufen! :-)
    Viele Grüße, Garfield.

  3. Mehr anzeigen
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