Design trifft Klangqualität
Das Ohma World Motif Ribbon Teal & Apricot Bändchenmikrofon ist ein echter Hingucker. Wenn dieses Mikrofon ausgepackt wird, ist ein „Wow“ garantiert – und das gilt nicht nur für die Optik.
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- Was ist es? Ohma World Motif Ribbon Teal & Apricot, Bändchenmikrofon, vielseitig einsetzbares Studiomikrofon mit austauschbaren Körben und RCA-inspiriertem Sound
- Design & Verarbeitung: Auffällige Optik in Teal & Apricot mit nachhaltiger Verpackung und solider Bauweise made in USA
- Klangqualität: Ausgewogener, realistischer Klang mit geringem Eigenrauschen
- Besonderheiten: Wechselbare Mikrofonkörbe für flexible Klanggestaltung und integrierter Vorverstärker, benötigt +48 V Phantomspeisung
- Preis-Leistung: Für 699,- Euro ein hochwertiges Mikrofon mit Alleinstellungsmerkmal im Design und Funktionsumfang
Inhaltsverzeichnis
Ohma World Motif Ribbon Bändchenmikrofon
Wenn ein Mikrofon einen Designpreis verdient hat, dann wohl das Ohma World Motif Ribbon Bändchenmikrofon, das uns hier in der Teal-&-Apricot-Version vorliegt.
Das Ohma World Motif Ribbon ermöglicht durch wechselbare Mikrofonkörbe und Deckplatten nicht nur eine Veränderung des Designs, sondern auch des Sounds. Es eignet sich für eine Vielzahl von Anwendungen: Content Creation für YouTube oder TikTok steht genauso im Fokus wie Podcasts oder die Arbeit im Tonstudio.
Gerade im Tonstudio spielt bei der Gesangsaufnahme die Optik eine nicht zu unterschätzende Rolle. So wie eine Gitarre das Arbeitsgerät eines Gitarristen ist und die Optik in der Regel sorgfältig ausgewählt wurde, ist ein Mikrofon das Tool des Sängers. Gerade bei Gesangsaufnahmen sind Emotionen enorm wichtig, damit der Gesang überzeugend wirkt. Warum dann nicht auch ein Arbeitsgerät mit einem ansprechenden Design wählen?
Technische Daten
Wie es sich für ein Bändchenmikrofon gehört, besitzt das Ohma World Motif Ribbon Mikrofon eine Achtercharakteristik, ist also von der Vorder- und Rückseite her gleich empfindlich für Schall.
Der Übertragungsbereich reicht laut Hersteller von 20 Hz bis 20 kHz. Die Empfindlichkeit liegt bei 11,98 mV/Pa. Mit einem Grenzschalldruckpegel von 140 dB SPL dürfen auch lauteste Schallquellen wie Bläser oder Drums aufgenommen werden, ohne dass Verzerrungen zu befürchten sind.
Für ein Bändchenmikrofon außergewöhnlich ist hingegen die benötigte +48 V Phantomspeisung. Das liegt daran, dass ein passender Vorverstärker gleich integriert ist – und dieser benötigt eben eine Spannungsversorgung.
Das Mikrofon ist außerdem mit einem Ausgangsübertrager ausgestattet. Dieser wird sogar bei Lehle in Deutschland gefertigt und soll nach Aussage des Herstellers das Mikrofon zu einem richtig charaktervollen Schallwandler machen. Gefertigt wird das Bändchenmikrofon in L.A., USA.
Der Klangcharakter des Ohma World Motif Ribbon Mikrofons wird als RCA-Style angegeben. Der Klang wird als ausgeglichen beschrieben und das Mikrofon soll sich bestens für Sprache, Gesang sowie Instrumente eignen.
Das Frequenzgangdiagramm des Herstellers zeigt eine gute Linearität im Bereich von 100 Hz bis 4 kHz, eine deutliche Bassanhebung unterhalb von 100 Hz mit einem Peak bei 60 Hz sowie den typischen Höhenabfall oberhalb von 10 kHz. Eine leichte Senke gibt es auch bei 6 kHz. Der beim Testmodell verwendete Motif Screen sorgt für etwas mehr Höhenglanz und erweitert den Frequenzgang leicht über 10 kHz hinaus.
Klangverändernde Maßnahmen: Wechselkörbe
Durch den Austausch des Mikrofonkorbs lässt sich der Klang des Ohma World Motif Ribbon Mikrofons weiter beeinflussen. Auch die dekorative Deckplatte lässt sich tauschen. Folgende Möglichkeiten stehen zur Auswahl (Beschreibung laut Hersteller):
- Motif – Ausgewogen und geschmeidig. Ideal für Gesang, Voice-over und den universellen Einsatz.
- Scales – Hell und Pop orientiert. Perfekt zum Schichten von Gesang und für moderne Produktionen.
- Stripes – Mittenbetont und druckvoll. Entwickelt für Verstärker, Schlagzeug und rauen Gesang.
- Holes – Transparent und flexibel. Der Allrounder fürs Studio.
- Windows – Offen und natürlich. Ideal für Räume, Overheads und akustische Instrumente.
Die Ohma-World-Screens sind als Wechselkorb-Set jeweils für 59 ,- Euro im Fachhandel erhältlich.
Lieferumfang des Bändchenmikrofons
Vielleicht noch einige Worte zum Lieferumfang: Neben dem Bändchenmikrofon ist der jeweils gewählte Screen enthalten (für Vorder- und Rückseite), ein Tool zum Austauschen (in Form eines dicken Gitarren-Picks) und eine Shockmount-Halterung. Das alles wird in einem nett gestalteten Pappkarton geliefert. Kunststoff sucht man hier vergeblich – und das ist auch gut so.
Praxis
Viel zu tun gibt es im Falle des Ohma World Motif Ribbon Mikrofons nicht: Mikro auf das Stativ schrauben, Kabel anschließen, Phantomspeisung einschalten, Mikrofon zur Schallquelle hin ausrichten, aussteuern, Aufnahme starten – klingt.
So einfach soll das gehen, Herr Galla? Ja, so einfach geht das mit einem guten Mikrofon, einem guten Instrument und einer guten Ausrichtung.
Ich habe das Mikrofon mit einer Akustikgitarre und zwei verschiedenen Shakern ausprobiert. Gerade Bändchenmikrofone haben nicht den Ruf, glitzernde Höhen zu erzeugen – und doch überraschen sie immer wieder an solchen Instrumenten. Es wäre auch langweilig, immer nur E-Gitarren damit aufzunehmen. Schließlich wurde das Bändchenmikrofon ursprünglich als Allrounder konzipiert und nicht als Spezialist.
Mit einer guten Taylor-Akustikgitarre mit ordentlich runtergespielten Saiten geht es also vor das Mikrofon. Meine Taylor 310ce Akustikgitarre zeichnet sich durch ein großes Klangvolumen und satte Bässe aus. Mit dem Plektrum gespielt, klingt die Gitarre trotz der alten Saiten immer noch brillant genug in den Höhen, um damit die Fähigkeiten des Mikrofons auszutesten.
Die Ausrichtung ist ganz einfach: von oben schräg auf den Übergang zwischen Schallloch und Hals. Das ist meine Lieblingsposition.
Außerdem kamen ein Soft Shaker und zwei One-Shot-Shaker spontan zum Einsatz, um eine der Gitarrenaufnahmen zu untermalen. Ihr hört in den Klangbeispielen 1 und 2 die Gitarre und die Shaker trocken (ohne EQ, Kompressor oder Effekte), im Klangbeispiel 3 dann alles im Zusammenspiel mit EQ, Kompressoren und Halleffekt.
Die Klangbeispiele 4 und 5 demonstrieren noch einmal das Strumming mit offenen Akkorden sowie Fingerpicking. Beim Fingerpicking habe ich bewusst sehr leise gespielt und dann im Anschluss das Signal normalisiert. Selbst jetzt hält sich das Rauschen in erfreulich niedrigen Grenzen, sodass selbst diese Aufnahme problemlos für einen Mix verwendet werden könnte.
Was mir besonders gut gefällt: Alle Aufnahmen klingen exakt so, wie ich die Gitarre und die Shaker im Raum gehört habe. Es wird nichts hervorgehoben oder beschnitten – das Mikrofon bildet die Realität im Aufnahmeraum exakt ab. So soll es sein.







































Diese Lösung sollten andere Hersteller auch gehen. Der oft zitierte Fakt, dass Phantomspeisung Bändchenmikros killen kann, ist hier wirkungslos. Man muss sie sogar einschalten.
Gebe dir Recht, schönes Mikro.
oberste regel für gutes design: form follows function. das ist hier wahrlich nicht der fall, das ist eher die fraktion ‚ich hab’s gern kuschelig‘.
Ich war von der Innenansicht auch maximal enttäuscht, ohne dieses Hintergrundwissen hätte es auch ein Alibaba Teil sein können.