111 Algorithmen im Check – so klingt Ohmicide S
Ohmforce Ohmicide S ist ein Multiband-Distortion-Plug-in mit vielfältigen Modulations- und Morphing-Möglichkeiten sowie mit Effekten wie Filter-, Feedback- und Dynamik. Aber reicht es aus, um (wieder) die Spitze der klanglichen Zerstörung einzunehmen?
- Neuauflage: Komplett überarbeitetes Interface mit „Unified Look“ und besserer Bedienbarkeit.
- 111 Algorithmen: Drei Klangcharakter-Gruppen (STD, XXX, ODD) mit teils neuen Distortion-Modellen.
- Modulation: Acht Modulatoren, vier Makro-Regler und flexible Steuerung sämtlicher Parameter.
- Klang & Fazit: Von subtil bis zerstörerisch – einer der vielseitigsten Multiband-Distortion-Effekte am Markt.
Inhaltsverzeichnis
Ohmicide
Eine kleine Trigger-Warnung vorab, denn heutzutage kann man ja nicht vorsichtig genug sein: Da der Name des Plug-ins von „Homicide“, englisch für „Mord“, abgeleitet ist, ziehen sich durch das Plug-in auch diverse Horrorelemente. So wird z. B. bei jedem Neuaufruf der Session in der DAW im Display von Ohmicide S kurz ein Horrorbildchen eingeblendet. In Videospielen nennt man das „Jumpscare“. Das war schon im Original so und ich kenne keine Handvoll anderer Musiksoftware, die diesbezüglich so „thematisch“ ist. Für mich persönlich stellt das aber eher ein Plus dar.
Seit 2008 hat sich viel getan. Nicht nur hat Ohmforce ihre Legacy-Plug-ins kostenlos bereitgestellt, auch etliche zwischenzeitlich erschienene Plug-ins anderer Hersteller sind davon inspiriert, nicht zuletzt auch Ableton Live Roar.
Im Jahr 2024 stellte Ohmforce auf der Superbooth mit dem Ohmicide ER (= EuroRack) Distortion-Modul eines der coolsten Eurorack-Module des Jahres vor. Die digitale Hardware bietet satte 111 verschiedene Distortion-Algorithmen und hätte mich beinahe dazu gebracht, mit Eurorack anzufangen (aber Vor- und Folgekosten halten mich immer noch davon ab). Ein Affekt, den sonst nur Metasonix bei mir auslöst. Das Modul ist aber derzeit bzw. inzwischen vergriffen, also stellt sich das Problem erst einmal nicht mehr.
Hier unsere News und das Video dazu:
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Ohmforce Ohmicide S
Ohmforce Ohmicide S ist die Software-Version von Ohmicide ER (oder anders herum) und bietet ebenfalls die 111 Verzerrungsmodelle, die vom originalen Plug-in abstammen und zumindest teilweise überarbeitet wurden. Man kommt hier also nicht zu kurz, wenn man nicht gnadenlos dem Hardware-Fetisch unterliegt.
Das Plug-in läuft sowohl mit Intel-/M-Serie Macs wie auch Windows 10 (dessen Support Oktober 2025 eingestellt wurde) in den Formate AAX und VST3 (64 Bit), VST und AUv2 (32 und 64 Bit).
Wer mehr zum originalen Plug-in lesen möchte, kann dies hier im Testbericht von Ex-Kollege Thorsten Walter, den wir immer in Erinnerung behalten werden, tun.
Das neue Ohmforce Ohmicide S ähnelt zuerst einmal sehr dem Ohmforce Ohmboys Infinity Delay, das ich ziemlich genau vor einem Jahr getestet hatte. Waren die früheren Plug-ins von Ohmforce alle extreme Individualisten, was das Oberflächendesign und Bedienung angeht – zumindest, wenn man die Funky-Skin bei der Installation wählte – so ist nun ein starker „Unified Look“ angesagt. Der ist zwar nicht ganz so funky, ist dafür aber um einiges übersichtlicher, ohne dabei so trist zu wirken wie die „Classic“-Skins der alten Ohmforce-Plug-ins.
Wer Ohmboys Infinity oder das kostenlose Frohmager-Filter kennt, wird mit Ohmicide S keinerlei Einstiegsprobleme haben, sind die Meta- und Modulationssektionen doch absolut identisch. Was hier positiv zu verstehen ist, da die neuen Möglichkeiten in Ohmforce Ohmicide S deutlich mehr Freiheit bieten, als das beim Original der Fall war.
Metaparameter in Ohmforce Ohmicide S
Wie gesagt, hat Ohmicode S bis auf die Effekte, strukturell alles aus Ohmboys Infintiy übernommen.
Am Anfang der Signalkette finden sich gleich die Meta-Parameter, also das Trimmen der Ein- und Ausgangslautstärke, die Stärke des Effektanteils (wet/dry), die benötigte Lautstärke, um die Hüllkurve zu aktivieren (ADSR-Sense) und die Dichte der Hüllkurvenaktivierung.
Um Letzteres zu verstehen, nehmen wir mal einen Drum-Loop als Ausgangsmaterial. Dann lässt sich mit den Sense-Parametern erreichen, dass die Hüllkurve nicht durch jeden Transienten ausgelöst wird und dadurch der Effekt weniger perkussiv arbeitet. Es ist dabei zu beachten, dass in der Modulationssektion ADSR oder Hüllkurvenverfolger auch als Modulator ausgewählt sein muss, um wirksam zu sein.
Schließlich findet sich hier noch der Stereo-Link als winziges Symbol unter der Anzeige des Eingangspegels sowie die Voreinstellungen unter der Ausgangspegelanzeige. Hier lässt sich u. a. die Oberflächenskalierung bis zu 200 % auswählen, womit Ohmforce Ohmicide S auch mit Bildschirmauflösungen von 4K+ eine Freude ist.
Mörderische Algorithmen
Eigentlich sind es keine 111 völlig verschiedenen Distortion-Modelle, sondern je 37 in den drei Haupgruppen STD (Standard), XXX und ODD, die verschiedene Klanggewichtungen haben, genau wie beim Original. Allerdings wurde in Ohmeforce Ohmicide S über die Hälfte davon entweder ersetzt oder überarbeitet.
STD sind die Algorithmen in ihrer „ungeschönten“ digitalen Reinheit mit oftmals mehr Definition und geringer CPU-Belastung als die anderen Modelle, falls das heutzutage noch ein Kriterium ist.
XXX bietet dieselben Algorithmen, aber auf „analoge Verzerrung“ getrimmt. Zusammen mit dem BIAS-Parameter, der eine Hardware-Schaltung emuliert, die dabei ist ihren Geist aufzugeben, und dem Waveshaper lässt sich so etwas wie ein Gitarren-Amp emulieren – inklusive DC-Offest (Brummschleifen), die in die Verzerrung eingespeist wird.
ODD setzt den Schwerpunkt bei der Verzerrung der ungeraden harmonischen Signalanteile. Allerdings lassen sich speziell mit dem ODD Fractal-Algorithmus auch die harmonischen Anteile mit dem MOD-Parameter einstellen.
Das zuschaltbare zweifache Oversampling ist laut Handbuch eher eine Klangvariante als eine tatsächliche „Klangverbesserung“. In der Praxis scheint die maximal Mehrbelastung durch das Oversampling bei ca. 30 % zu liegen, wobei ich kein Preset gefunden habe, das in Reaper auf meinem M4 Pro Mac mini unter macOS 26 mehr als 1,7 % CPU-Last erzeugt.
Auch der Lastenzuwachs zwischen den „anspruchsvolleren“ Modi scheint bei ca. 10 % sein Maximum zu erreichen.
Hier die Algorithmen, die alten sind in Klammern angegeben:
- Distorion (vorher: Porridge) – Limiter
- Soft Clip – Waveshaper
- Harder – Waveshaper
- Stronger – Waveshaper
- Crest – Waveshaper
- Fezz (vorher: Hollowed) – Waveshaper
- Fuss (vorher: Lopsided) – Waveshaper
- Attractor – Distorion
- SmartE – Waveshaper
- Sastrugi – Waveshaper
- Wavefolder (vorher: Puncher)
- NoizE – Wavefolder
- Antipole – Clipper
- Antipole + (vorher: Rotten Luck) – Clipper
- Crossover (vorher: Vacuum) – Low even Harmonics
- Cubic – Waveshaper
- V-Shaped (vorher: Rectifier) – „Pitchshifter“
- Square (vorher: Squared ) – Waveshaper even Harmonics
- LowFi (vorher: Slew 1 ) – Limiter
- LowerFi (vorher: Slew 2) – Waveshaped Distortion
- Brown Noise (vorher: Random Walk)
- Filter (vorher: Angry Mouse) Waveshaper + Filter
- Decimator – Vintage DAC
- Bitcrusher (vorher: Bitcrush)
- Jellyfish – ???
- Fractal – Distortion
- Accumulator – Distortion
- Timefreeze (vorher: Freezer)
- Clicks – Vinly Clicks
- Chastity Belt – Distortion
- Suspender Belt – Distortion
- Vary Waveshaper (vorher: Hole)
- Vinyl (vorher: Hip) – Vinyl Nadel Dsitortion
- Vynil (vorher: Hop) – … mit DC-Offset
- Bounce – Ball-Emulation
- Zippy – Distortion
- Valve – Waveshaper
Besonders charmant ist hier, dass Algorithmen als Periodensystem angeordnet sind und dass es für jeden auch noch eine kleine Beschreibung zu den Besonderheiten gibt.
Jeder Algorithmus hat dieselben Kernparameter SHAPE, BODY, MOD, BIAS und GAIN.
SHAPE-Regler ist linksseitig ein Upward-Kompressor/Expander, d. h. nicht die Pegelspitzen werden reduziert und dann das Signal insgesamt angehoben, sondern die leisen Signale werden angehoben und die lauten belassen, was besonders die Texturen des Signals hervorhebt.
Rechtsseitig ist der Regler ein Expander, der besonders Transienten noch mehr betont und dem Material mehr Perkussivität verleiht.
BODY ist der Dry/Wet-Regler dazu, der bestimmt, wie stark SHAPE sich auswirkt. Zusätzlich limitiert BODY das Signal aber auch, je weiter es aufgedreht wird.
MOD ist ein vom Algorithmus abhängiger Regler. In den Beschreibungen zu den Verzerrermodellen wird explizit angegeben, welche Funktion er hier erfüllt.
BIAS emuliert, wie erwähnt, das Fehler-/Ausfallverhalten eines Schaltkreises. Der Parameter ist sehr feinfühlig und schon kleine Veränderungen können drastische akustische Veränderungen mit sich bringen.
Das Handbuch merkt an, dass im ODD-Modus mit BIAS eine Frequenzverschiebung (Pitch-Shifting) durchgeführt wird, bevor das Signal in den Algorithmus geschickt und das Signal danach wieder auf die ursprüngliche Frequenz zurückgeschoben wird. Dieser spezielle Trick sei verantwortlich für besonders böse Glitches und Frequenzverläufe.
Unter den Peripherie-Parametern eines jeden Algorithmus finden sich das Noise-Gate, die Feedback-Regelung mit einem extra „Endlos“-Schalter, das Multimode-Filter mit dem Vibe des Frohmager sowie die Output-Sektion. Alle diese Sektion machen das, was draufsteht und es gibt keine Überraschungen bzgl. ihres Verhaltens.
Zur Ausgangssektion sei angemerkt, dass zwischen Mid/Side und Panoramaposition umgeschaltet werden kann. Da die interne Signalverarbeitung in Ohmforce Ohmicide S grundsätzlich in Stereo stattfindet und Monosignale zuerst in Stereo gewandelt werden, hat die Mid/Side-Einstellungen beim eingespeisten Monosignalen keinen Effekt.
Das alles gibt es pro Frequenzband, von denen es sieben gibt.
Die Bänder des Plug-ins
Der Vorgänger bot zwar effektiv auch vier Bänder, mit Pre- und Post-Distortion, aber nun sind auch diese beiden ebenfalls komplett als „Kanalzug“ aufgebaut. Die Bänder 1 bis 4 liegen zwischen Pre- und Post-Band und können parallel oder seriell geschaltet werden. Das neu hinzugekommene X-Band liegt zwischen Ein- und Ausgang und läuft immer parallel zu Pre- und Post-Distortion. Doch haben alle Bänder dabei einheitliche Parametersätze, was das Verständnis erheblich erleichtert.
Im Display lassen sich die Bänder direkt mit der Maus einstellen, horizontal für den Frequenzbereich/Cross-Over, vertikal für Gain. Die Bänder können einzeln auf Bypass, Solo oder Stumm gesetzt werden.
Das Umschalten des Status ist aber recht frickelig und auch der Wechsel der Rottöne, um anzuzeigen, welcher Zustand gerade aktiv ist, lässt sich nur schwer erfassen. Da kann einem schon mal die Axt aus der Hand fallen. Aber das ist wirklich der einzige Kritikpunkt, den ich bei Ohmicide S anbringen kann.
Modulationsmöglichkeiten
Für jeden Parameter von Ohmforce Ohmicide S gibt es eine eigene Modulatorsektion, die beim Anklicken automatisch angezeigt wird. Zugewiesen werden die Modulatoren einfach durch das Einstellen der Schieberegler in positiver oder negativer Richtung. Mit einem Doppelklick werden sie wieder auf Null gesetzt.
Es gibt acht Modulationsquellen und vier Makro2-Regler, die mit Grundfarben gekennzeichnet sind. Jede Modulationsquelle bietet 13 Schwingungsformen inklusive Step-Sequencer, mit bis zu 16 Schritten und Hüllkurvenverfolger. Als weitere Parameter gibt es „Phasenlage“, einstellbares „Sample & Hold“, „Weichzeichner“ und „Chaos“. Es gibt auch eine Verzerrung der Schwingungsform (Dist Amount), wobei hier 50 % eine exakt symmetrische Periode darstellt. Bei Werten darunter oder darüber wird der Nulldurchgang der Periode entsprechend nach vorne oder hinten verschoben, z. B. von Rechteck zum Nadelimpuls.
Ist die „Dist Amnt“ nicht auf 50 % eingestellt, lassen sich mit „Distortion-Offset“ die asymmetrischen Schwingungshälften innerhalb der Gesamtperiode verschieben. Die Phasenlage kann mit dem Plus/Minus-Taster noch zusätzlich invertiert werden und die Schwingungsdauer reicht von 10 ms / 1/64-Takten bis 100.000 ms / 128 Takten.
Makro2
Den Makro2-Reglern von Ohmforce Ohmicide S können beliebig viele Parameter zugewiesen werden und ein Parameter kann auch allen vier Makro2-Regler zugewiesen werden, wenn gewünscht. Mit einem Sekundärklick auf den Marko-Regler lässt sich die Liste der zugewiesenen Parameter einsehen und durch Listenauswahl auch Einzeleinträge löschen.
Dabei ist besonders schön, dass pro Parameter-Zuweisung nicht nur das Regulierungsverhältnis der Parameterlaufwerte über den farbigen Schieberegler eingestellt wird, sondern auch der Wertebereich in dem der Makro-Regler, ab der aktuellen Postion des Parameters er wirkt. Das geschieht über das Parameter/Makro2-Diagramm. Die Transferkurve lässt sich hier mit den beiden kleinen Pfeilen anpassen.
Nimmt man noch dazu, dass die Parameter selber auch noch gleichzeitig extern per MIDI kontrolliert werden können, sind der Modulation keine Grenzen auferlegt und man verliert trotzdem nie die Übersicht. Außerdem können die Makro2-Regler zu besseren Übersicht auch umbenannt werden.
Das Einzige, was es hier zu bemängeln/betrauern gibt, ist der Verlust des Melohman-Modus. Damit ließen sich im Original 12 Presets auf die Klaviatur legen und per MIDI-Noten zwischen ihnen überzublenden, schnell und elegant über eine einstellbare Zeit von bis zu 256 Takten. Zwar ist in Ohmforce Ohmicide S jeder Parameter über Makro2-Regler und LFOs automatisierbar und bietet damit mehr Möglichkeiten, aber es ist einfach nicht dasselbe.
Verwaltung
Der Browser von Ohmeforce Ohmicide S ist vorbildlich! Nicht nur werden die Presets und Bänke sauber und übersichtlich dargeboten, sondern sie haben mit Bildchen und Preset-Beschreibungen auch einen hohen Wiedererkennungswert. Für eigene Bänke können ebenfalls Bilder eingebaut werden. Dazu muss einfach eine PNG-Datei im Ordner hinterlegt werden. Wie das genau geht, steht im knappen, aber ausreichend detaillierten englischsprachigen PDF-Handbuch.
Klang und Konkurrenz
Mit den sieben Distortion-Einheiten muss schon sehr filigran gearbeitet werden und dann muss man noch wissen, was die 37 teils sehr unterschiedlichen Algorithmen machen, damit man am Ende an seine Ziele gelangt.
Das verleitet sehr dazu, sich in Details zu verlieren. Nicht dass ich das bemängeln wollte und sicher ist es besser zu „haben“, als zu „wollen“ und wenn man die Cymbals, Snare, Bassdrum und 3 Toms getrennt verzerren will, so lässt sich das leicht genug bewerkstelligen. Meistens reichen aber oft schon ein bis zwei Bänder aus. Von dezentem Ambiente und „analoger Bewegung“ bis hin zu „völlig kaputt“ ist hier natürlich alles drin. Dabei versprüht Ohmforce Ohmicide S jede Menge Vibe. Ja, auch Krachen, Zirpen und Rauschen haben musikalisch evokative Komponenten.
iZotope / NI Trash
Ich kenne jetzt Trash 3 nicht, aber Version 2 hat mich damals im Test nicht vom Hocker gerissen, da mir die Sounds basismäßig zu krachig, der Vibe zu wenig und die Bedienung zu frickelig waren. Aber genügend Leuten muss es gefallen haben, sonst hätte iZotope nicht – auf vielfachen Wunsch – mit Trash 3 nachgelegt. Es ist vom Funktionsumfang her Ohmicide am ähnlichsten.
FabFilter Saturn 2 ist eher zur Veredelung und Aufwertung von Instrumenten und Mixen gedacht und bietet neun Modelle, von denen aber nur vier oder fünf für härtere Distortion geeignet sind. Für dieses Aufgabenfeld wäre es nicht meine erste Wahl, ist aber machbar und bietet immherin sehr umfangreiche Modulationsmöglichkeiten.
Bei D16 Group Devastator 2 sieht es für mich mit dem Vibe deutlich besser aus, auch wenn es klanglich nicht ganz so drastisch ist wie Ohmicide. Allerdings bietet es keine internen Modulaltionsöglichkeiten.
Audio Damage Kombinat-Tri ist und bleibt ein Klassiker, der allerdings auf digitale Distortion setzt, indem er die Bits selbst durcheinanderwürfelt. Leider gibt es hier keine internen Modulationsmöglichkeiten.
MeldaProduction MDistortionMB bietet unter der Haube einen Edit-Modus mit bis zu sechs Frequenzbändern, jeweils mit den Modulen Amp-Simulator, Destroyer und Equalizer. Obwohl klanglich top und vielseitig einsetzbar, gibt es hier keinerlei interne Modulationsmöglichkeiten.
Blue Cat Destructor 2 ist mehr auf Amp-Simulation ausgelegt, bietet aber eine Reamp-Sektion mit umfangreicher Waveshaping-Multiband-Distortion und hat etliche Effekte eingebaut. Auch hier gibt es leider keine weiteren internen Modulationsmöglichkeiten.







































Vielleicht mit nicht so weitreichenden Bearbeitungsmöglichen wie Ohmicide aber für mich völlig ausreichend ist Dist COLDFIRE von Arturia. Von dezenter Klangveredelung bis hin zur kompletten Zerstörung ist damit sehr viel machbar. Ebenfalls mit analogem oder digitalem Beigeschmack …
Ich würde mir im Leben kein Distortionplugin mit 111 Algorithmen zulegen. Da blickt doch keiner mehr durch, wie soll man sich das merken, was as macht? Völliger option overkill.
Vielleicht liegt es am Alter, aber ich bevorzuge immer mehr einfachere plugins, die nicht allzu viel Auswahl bieten. Mehr als fünf Optionen für Algorithmen, egal ob jetzt distortion, reverb, filtertypen oder sonst was, will ich eigentlich gar nicht haben.
@janschneider Kann ich gut nachvollziehen
@Tai Ich würde das einfach als Presets sehen, und nicht als Algorithmen, die man wirklich verstehen muß…
@mort76 Ich klicke mich auch nicht durch 111 presets, auch da bekomme ich bei mehr als fünf, die nicht funktionieren, keine Lust mehr. Ich da zugegebenermaßen auch etwas ungeduldig, dagegen verbringe ich dann lieber zehn Minuten damit, selber was hinzupfriemeln 😂
@janschneider Ich habe eine Handvoll PlugIns, die zwar viele Presets HABEN, aber ich nutze da immer ein bestimmtes Preset, das mir besonders gefällt. Beispielsweise ein bestimmtes 3/4-Preset beim OhmBoyz-Delay.
Hat man EINMAL etwas gefunden, das halt paßt, kann man da bleiben.
In jedem Fall nehmen einem „viele Presets“ nichts weg…wärend einem im ungedrehten Fall vielleicht einfach etwas fehlt.
Kurz gesagt: Es kann nicht schaden.
@mort76 wie bei meinem Rad damals. 21 gänge, aber vielleicht 3 benutzt 😂
@mort76 Ja, ich editiere seit 35 Jahren nur noch wenig, nehme also fast immer Presets. Aber wenn ich eingreife, ist mir ein einfaches Modell grundsätzlich lieber.
@janschneider „it goes to 111!“
@Numitron Verdammt, warum ist mir das nicht eingefallen – das wäre der Aufmacher gewesen! Großartig! :D
crank it up to 111!
besser lässt sich Ohmicide nicht beschreiben.
@Markus Schroeder danke! kann man ja noch ändern 😄
der zweite spinal tap ist übrigens auch Recht gut!
@janschneider Zur Info:
Es sind ja nur 37 Algorithmen in jeweils den drei Geschmacksrichtungen Digital, Analaog und unharmonische Verzerrung und die Algos werden On-Screen erklärt.
Zwei Mausklicks, das ist einfacher als ein Presets auszuwählen. :)
@Markus Schroeder “Zwei Mausklicks”… sind das denn immer zwei Mausklick und muss man da immer ein Menu aufrufen, oder kann man da wenigstens mit vorwärts/rückwärts durchsteppen? Ersteres kann dann nämlichzu einer Klickorgie ausarten, wenn man mehrere ausprobieren will und ist für mich ziemlich schlechte UX. Ein Grund, warum ich auch die vielverehrten Valhalla plugs kaum einsetze…
Aber gut, ich bin halt speziell 😁 und nicht die Zielgruppe für diese Plugin, kein Problem, gibt ja tausend andere…
@janschneider Steht alles im Abschnitt „Mörderische Algorithmen“.
Wenn das „Periodensystem“ als Übersicht aufgerufen ist: ein Klick, um den Algo auszuwählen und einen für die Variante (STD XXX ODD).
@janschneider Ich halte es bei Plug-Ins wie bei Synthesizern. Ein Synth, den ich mir kaufe, sollte mehrere Synthesen bieten aber zumindest muss er verschiedene OSC-Modelle besitzen. Ich habe mir gerade den Modal Carbon8 bestellt, sollte heute ankommen. 😄 Fünfzehn OSC-Modelle, darunter drei Phase-Distortion-Modelle, fünfzehn LFO-Modelle. OSCs und LFOs können nach der eigentlichen Synthese weiter verbogen werden, bevor sie in einen von 34, teilweise mehrbandigen Filtern gehen. Das ist eine Vielseitigkeit nach meinem Geschmack. Da können mich 111 Algos nicht abschrecken.
@Mac Abre viel Spaß!
hatte Mal den skulpt.
allererste Version vom crowdfunding.
aber deiner natürlich eine andere Liga! 😁
@Numitron Danke, Spaß werde ich haben.
@Mac Abre Jeder Jeck ist halt anders 😁
Ich habe den Cobalt8, benutze den aber nur als MIDI keyboard, es bringt mit einfach keinen Spass, die Komplexität über das Panel zu bedecken (und die App ist eine UI/UX-Katastrophe). Dann lieber gleich einen Softwaresynth, bin ich schneller mit…
Aber für dich scheint es dann henau das richtige zu sein 🎹🤟
Ich wüsste spontan nicht wofür ich ein solches PlugIn mit X- Verzerrugen brauchen könnte. Für gelegentliche „Verbesserungen“ durch Verzerrung reicht mir von Fabfilter das Saturation PlugIn.
Das Ohmforce Ohmicide S ist wohl eher etwas für die stärkere Klangbearbeitung.
Vielleicht für Movie, Games oder Metal?
@Mixit frag Mal Ola „will it chug“ Englund 😎🤘🎸
Besitzer der 1.0 Version bekommen 20 € Rabatt verglichen mit Neukauf, soweit ich mich erinnere.
Ohne mich.
Ich persönlich bevorzuge auch lieber einen flexibel parametrierbaren Effekt mit weniger (3-5) Modellen.
Weniger ist oft mehr. Stichwort „Auswahlparalyse“.
Dass die vier linken Potis aussehen wie alte Keramiksicherungen, finde ich nicht uncool.