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Test: Olympus LS-5 Portabler Recorder

Kein Fotoapparat!

27. September 2010

Olympus ist eine sehr bekannte Firma, allerdings eher im Bereich der Photographie und der Medizintechnik. Dennoch wird der eine oder andere Chef unter uns diese Marke auch an seinem Diktiergerät gesehen haben und somit auch eine nicht unbeträchtliche Anzahl von Sekretärinnen. Olympus baut nämlich seit Jahrzehnten Geräte für das Aufzeichnen von Diktaten und hatte zu Cassettenzeiten sogar ein eigenes Format entwickelt, die sog. Micro Cassette. Und zu diesen Aufzeichnungsgeräten gab es vor 30 Jahren sogar Aufstecktuner, um Musik vom Radio mitzuschneiden. So unbedarft ist diese Firma also nicht in Sachen Audio, und nun wollen wir doch mal sehen, was der neueste „Tonband-Spross“ aus diesem Hause so zu bieten hat.

Äußeres

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Optisch lacht einem ein freundlich gestyltes Gerät in blau entgegen, dessen Mikrofone sich wie zwei neugierig gespitzte Hundeohren in die große, weite Welt strecken. Die Empfindlichkeit der Mikros lässt sich in zwei Stufen anpassen, und es steht auch ein Low Cut-Filter zur Verfügung, mit dem sich beispielsweise bei Konferenzen eine wesentlich bessere Sprachverständlichkeit ergibt. Das Display ist groß und scharf, die Bedienelemente auch für dickere Finger gut anzufassen, und alles wirkt sehr hochwertig. Es knarzt auch nichts am Gehäuse, auf das in der Rückseite eine Gewindebuchse für Fotostative eingelassen ist sowie ZWEI Lautsprecher. Okay, ist ja nett gemeint mit den zwei Tröten, aber ein WIRKLICHES Stereo-Image soll sich hier bitte keiner erwarten.

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Forum
  1. Profilbild
    zakb

    Hi! Beim Olympus scheint ja das Preis Leistungsverhältnis zu stimmen ! Wie schneidet das Produkt im Vergleich zur Zoom Produktreihe ab? (beispielsweise der Zoom q3). Ich fände eine gegenüberstellung wirklich interessant, da bei uns auf dem Campus alles „Zoom verseucht“ ist :). Eine Alternative wäre bestimmt lohnenswert. Lg Chrisztian

    • Profilbild
      Jonson

      Hallo,

      eine Superseite im Netz zum Thema Fieldrecorder mit vielen Vergleichen, als auch Hörbeispielen ist audiotranskription.de . Dort habe ich meinen LS-5 auch gekauft…

      Viele Grüße

    • Profilbild
      Onkel Sigi RED

      Hallo Chrisztian!

      Einen direkten Vergleich kann ich Dir nicht bieten, da es ja ein Einzeltest ist und kein Vergleichstest. Das beste ist, man leiht sich vor dem Kauf die Geräte aus und vergleicht selbst. Meiner Meinung nach kann man aber beim Olympus LS-5 gar nichts falsch machen, das Ding ist verdammt gut. Wäre wohl momentan mein eigener Favorit, wenn ich so ein Gerät bräuchte.

      Grüße

      Siegfried Schöbel

      • Profilbild
        zakb

        Vielen Dank für eure kommentare… ich werde mir mal auf audiotranskription.de ein bild machen.
        @ Siegfried: Mit dem Olympus scheint man ja wirklich nichts falsch zu machen.

        Gruß!

        • Avatar
          AMAZONA Archiv

          Ich hab das Ding auch vor Kurzem gekauft und bin vollkommen begeistert. Ich darf gar nicht daran denken, dass ich stattdessen fast ein Stück Plastik von Zoom gekauft hätte… Da knatscht und knistert nix, und die Bedienung ist, wie Siegfried schon sagt, wirklich die reine Freude. Als Wiedergabegerät klingt es übrigens besser als der iPod classic.

          Die Aufnahmen kommen mir recht höhenlastig vor, aber ich hab auch lieber ein Signal, das ich mit dem EQ noch bearbeiten kann, als eins, bei dem schlimmstenfalls der Exciter ranmuss…

          LG Philipp

  2. Profilbild
    a.e.neumann

    Erfreulich sachkundiger und treffender bericht. Ich habe selbst den LS-11, würde aber heute money-for-value den LS-5 wählen. Zubehör und software des LS-11 sind verschmerzbar, 2 statt 8 GB eingebauten speichers angesichts verfügbarer SD-kapazitäten auch.
    Mics und mic preamps sind in dieser klasse mustergültig, man vergleiche ruhig mit electret-mics, die selbst das doppelte des LS-5 kosten. Erstaunliche sensitivität bei konzertaufnahmen. Gute linearität.
    Killer feature: zwei USB modes, Storage und Audio. Im Audio mode ist der LS-5 (und LS-11) ein USB Audio device, der direkt als USB-stereo-mic an einen computer anzuschliessen ist. Wegen der niedrigeren USB-latenz besonders an Mac laptops empfehlenswert.
    Die Sonority software ist unentgeltlich, aber entbehrlich – Olympus versteht von audio-editing anscheinend etwa gleichviel wie Epson von scanner-software (hardware hoch-, software nullwertig).

    Und an dieser stelle ein dickes lob auch an audiotranskription.de — sie haben sich mit ihren ausführlichen vergleichstests sehr verdient gemacht.

    • Profilbild
      Spud

      Nen Windschutz und Akku ist auch noch im Lieferumfang vom LS-11. Wenn ich beim LS-5 dann die SD-Karte, Akku + Schutz kaufe bin ich doch auch schon fast beim LS-11 oder nicht? Schwierig:/

  3. Profilbild
    r.biernat RED

    Ich glaube, ich werd´mir das Teil auch demnächst bestellen, denn die Bedienung scheint einfach top zu sein – und wenn der Klang auch stimmt.
    Über ein paar kurze Audiobeispiele hätte ich mich dennoch gefreut, trotzdem ein guter Test.

    Gruß
    Robert

  4. Profilbild
    villekulla

    Von Zeit zu Zeit begegnet auch dem ewig nörgelnden Broadcaster ein herausragendes Gerät. Das LS-5 ist so eins. Ohne lange über tolle Verarbeitung, intuitive Bedienung sowie frappierendem Klang zu schwadronieren – man schüttelt zufrieden grinsend den Kopf, daß ausgerechnet Foto/Medizin-Olympus den üblichen Gesetzten die Nase zeigt. Und der Preis ist gerade mal eine Anerkennungsgebühr.

  5. Profilbild
    vera

    Hab das Gerät neu und mit der sehr leisen Wiedergabelautstärke Probleme. Woran kann es liegen?

    • Profilbild
      Onkel Sigi RED

      Griass Di vera,

      was meinst Du jetzt damit? Die eingebauten Lautsprecher? Die sind ja recht winzig und können nur sehr begrenzt „laut“. Du solltest das Teil entweder mit einem Kopfhörer abhören oder mit Hilfe eines Adapterkabels über die „Ear“-Buchse auf Deine Stereoanlage oder ins Mischpult.

      Wichtig für eine gute Klangqualität respektive Lautstärke ist natürlich auch, dass die Aufnahme vernünftig ausgesteuert ist.

      Musikalische Grüße

      Onkel Sigi

  6. Profilbild
    till-beton

    Hi, ich interessiere mich für einen portablen Rekorder und bin bei meinen Recherchen auf den LS-5 gestossen.

    Das will ich damit machen:

    – Draussen rumlaufen und interessante Geräusche aufnehmen und damit meinen Sampler füttern und verwursten.

    – Akustische oder selbstgebaute Instrumente (Klangboxen, Klangschalen, Trommeln) aufnehmen und die später (in Cubase) in Songs einbauen …

    So hab ich nun rumgeschaut und hab mich eigentlich für den LS-5 entschieden.

    Ausschlaggebend: Wertiges, robustes Gehäuse, nicht so empfindlich gegen Trittschall und Griffgeräusche (so wie beim günstigeren Zoom H1)
    Guter Sound der einerseits Stereo ist, andererseits nicht so künstlich in die Breite gezogen sodass in der Mitte auch noch was ist ;o)
    Lange BatterieLaufzeit und gute Speichererweiterungsmöglichkeit und Stativgewinde

    So, das alles erwarte ich von dem Gerät und ist so ziemlich mein Recherche-fazit das ich aus verschiedenen Onlinetests gewonnen habe.

    1) Ist das so wirklich?
    2) Inzwischen ist der etwas günstigere LS-12 raus.
    Wie verhält sich das damit? Was ich schon rausgefunden habe:
    Gehäuse ist jetzt auch Kunststoff , Aufnahmequalität und Handling (SmartMode) etwas besser geworden, Akkulaufzeit verdoppelt, Metronom und Stimmgerät dazugekommen… hört sich eigentlich (bis auf die Gehäusesache) interessant an.
    Wie ist eure Empfehlung? Stört das mit dem Gehäuse so sehr?
    Wie ist das mit den Griffgeräuschen?

    So viele Fragen… Vielen Dank für eine Antwort im voraus
    Viele Grüße
    Till

    • Profilbild
      Onkel Sigi RED

      Mensch Till…..

      Da gibt es doch wirklich nur eine Möglichkeit: Leih Dir das Gerät über ein Wochenende aus und checke es mit Deinen persönlichen Präferenzen. Das merkt Du dann sehr bald, ob Dir das Teil taugt. Gerade die Sachen mit den Klangschalen und der ganzen Percussion kann ich so aus der Luft nicht beurteilen, ob das dann auch DEIN Sound ist.

      Also: Ran, Mann!

      Musikalische Grüße vom

      „Onkel Sigi“ Schöbel

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