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Test: Omnitronic XDP-3001 Doppel-CD-Player, Media-Player

30. Juni 2022

Doppel-CD-Player oder zeitgemäßer Medien-Player für Mobil und Install?

Omnitronic XDP-3001

Omnitronic XDP-3001

Gerade noch hatte wir den Omnitronic XDP-3002 im Test, da wollen wir den Omnitronic XDP-3001 auch einmal unter die Lupe nehmen. Wie auch der XDP-3002 ist der XDP-3001 ein Doppel-CD-Player im 19 Zoll Format, der standesgemäß für das Jahr 2022 nicht nur CDs abspielt, sondern auch Slots für USB-Speichermedien und SD-Karten hat.

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Wie auch bei dem XDP-3002 sehe ich den Nutzungsbereich des Omnitronix XDP-3001 in der Festinstallation in Gastronomie, Bar, Tanzschulen, im Einsatz als Player für alle Medien bei mobilen DJs oder im FOH-Rack im Konzert-Bereich als Zuspieler für Musik zwischen Konzerten.

Der Unterschied zum XDP-3002? Statt auf vier Höheneinheiten kommt der XDP-3001 nur auf zwei Höheneinheiten für Laufwerkseinheit und Bedienteil daher. Das wird sicher auch funktionelle Einbußen bedeuten, so mein erster Gedanken und ich stolpere über den Preis, denn der schlankere XDP-3001 kostet UVP 10,- Euro mehr. Ich bin gespannt auf die Antwort zu dieser Frage.

Omnitronic XDP-3001 – ein erster Blick

2 HE, 19 Zoll. Kein großes Wunder, dass sich jeweils 1 HE auf Laufwerkseinheit und 1 HE auf das Bedienelement aufteilen.

Das Laufwerk ist 28 cm tief, das Bedienelement nur 8,5 cm. Die Laufwerkseinheit bietet in Doppelformation zwei Decks mit jeweils einem CD-Laufwerk als Slot, je eine USB-Schnittstelle wie einen Steckplatz für eine SD-Karte.

Mittig befindet sich, leicht versenkt, der An-/Aus-Schalter. Die Rückseite bietet Anschluss des Stromkabels wie auch zweier Cinch-Kabel für die Audioausgänge und zweier Verbindungskabel zum Bedienelement.
Wie auch beim XDP-3002, ist der XDP-3001 exakt gleich aufgebaut. Daher gibt es zwei Datenkabel zur Verbindung.

Das Bedienelement birgt mehr Erwähnenswertes. Hier gibt es das Punktmatrix VFD-Display für die Übersicht über alle Funktionen. Funktionell ist der XDP-3001 ein wenig schlanker als der XDJ-3002, so gibt es z. B. kein Jog-Dial und damit auch nicht die Jog-Dial-Funktionen. Auch einen Pitch-Fader wird man nicht finden. Weniger Höhe, schlankere Ausstattung. Dafür finden sich hier die ebenso schönen silbernen Cue- und Play/Pause-Taster mit LED-Beleuchtung.

9 weitere Tasten, ein Drehregler und ein Push-Encoder, darauf minimiert sich die weitere Steuerung des Gerätes. Statt des erwähnten Pitchfaders gibt es hier ein Pitch-Poti, zusammen mit einem Pitch-Taster, welche die Pitchrange zwischen +/- 4, 8 und 16 % bestimmen lässt.

Omnitronic XDP-3001

Pitch? Drehen bitte!

Weitere Tasten lassen die Einstellung von folgenden Funktionen zu: Single (Einzelwiedergabe von Tracks oder durchlaufende Wiedergabe von Tracks), Repeat (mit der Möglichkeit, einen einzelnen Track oder die Tracks der aktuellen Playliste/CD zu wiederholen), Time (verbleibende Abspielzeit des Titels, bereits vergangene Spielzeit des Titels oder noch verbleibende Spielzeit der Playlist / des Ordners / der CD).

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Natürlich gibt es eine Auswahlmöglichkeit der Quellen, in diesem Fall pro Deck eine Taste zur Auswahl, ob von einer CD, von einem USB-Stick oder eine SD-Karte gespielt werden soll. Anstelle des Jog-Dials gibt es Track-Search Tasten. Ebensolche habe ich am XDP-3002 vermisst.

Auch einen „Folder“-Taster wie hier habe ich am XDP-3002 vermisst. Das Wechseln in den Ordnerstrukturen ist am XDP-3002 schwieriger, da hier das Laden von Tracks, wie aber auch das Wechseln zwischen Ordnern über denselben Push-Encoder läuft.

Der Media-Player / Doppel-CD-Player in der Praxis

Bespielen wir den Player einmal. Der Omnitronic XDP-3001 liest Audio-CDs, CD-Rs und MP3-CDs. Zudem USB-Speichermedien bis 64 GB und SD-Karten, ebenfalls bis 64 GB. Der Zusatz „MP3“ ist dabei wichtig, denn in der Tat wird man feststellen, dass auch der XDP-3001 keine WAF- oder AIFF-Files abspielt, ausschließlich MP3-Files. Dies wurde von Leser:innen bei dem Test zum XDP-3002 kritisiert. Zu Recht. Ein Player mit einem solchen Preis sollte gängige Abspielformate auch abspielen können. So bleibt es bei MP3s.

Omnitronic XDP-3001

Alle Tasten eines Decks

Der Anschluss des Media-Players ist denkbar einfach. Cinch-Kabel zum Mixer und die Verbindung von Laufwerkseinheit und Bedieneinheit. Ich nutze querbeet alle Medien. Das Wechseln zwischen diesen ist mit dem einen Druckschalter denkbar einfach. Das Display gibt Rückmeldung über das ausgewählte Medium.

Generell ist das Display natürlich das relevante Medium für jede Art der Rückmeldung. LEDs am Gerät findet man denkbar wenige. So finden sich alle Informationen im Display.

Omnitronic XDP-3001

Alle Informationen gibt es im Display

Hier findet sich vor allem der Artist und Tracktitel, sei es in der Ordnerstruktur oder bei geladenem Track. Dieser ist durchlaufend, denn das Display bietet hierfür nur eine Zeile. Über dieser Zeile befindet sich die Zeit, wie genannt in den drei unterschiedlichen Varianten (abgelaufen, noch verbleibend (Track), noch verbleibend total).

Thema Ordnerstruktur: Dank des Folder-Buttons kann man am XDP-3001 gefühlt sehr viel besser in die Ordner zurückspringen als am XDP-3002. Hier war die Funktion am Push-Encoder, der jedoch auch zum Tracks laden genutzt werden. Unübersichtlich. Das ist hier deutlich besser gelöst. So ist das Navigieren in Ordnern und Playlisten sehr viel einfacher. Scrollen und Laden passiert dann über den Push-Encoder.

Wie auch am XDP-3002, gefallen mir die LED beleuchteten silbernen Tasten für Play/Pause und Cue sehr gut – sie haben auch einen schönen Druckpunkt. Insgesamt ist das Gerät sehr übersichtlich gestaltet, die meisten Informationen zu Einstellungen gibt es durchgehend angezeigt im Display.

Omnitronic XDP-3001

Die gefallen: Cue und Play/Pause-Taste

Tracksuche ist natürlich ein Schritt für Schritt Spiel, denn das Display zeigt jeweils nur einen Titel an. Eine gut organisierte Library ist Pflicht. Wie auch am XDP-3002, sind die Ladezeiten bei den unterschiedlichen Medien unterschiedlich. Klar, am schnellsten geht es von der SD-Karte aus. Sowohl bei CD als auch USB sind die Ladezeiten jedoch absolut in Ordnung.

Wichtig: Da die Decks quasi „parallel“ aufgebaut sind, brauht man in jedem Fall zwei Medien. Über Kreuz auf die Medien zugreifen geht nicht. Die Geräte sind intern nicht „verlinkt“.

Sehr gut gefällt mir die Möglichkeit von Track-Search via zwei Tasten. Während man am XDP-3002 nur über das Jogdial im Track suchen kann (was ewige Umdrehungen für nur eine Sekunde Zeit braucht), kann man am XDP-3001 via Track-Search Tasten im Song herumscrollen. Das geht deutlich schneller und ist somit effektiver.

Positiv ebenso, dass im Gegensatz zum XDP-3002 Slot-Laufwerke verbaut worden sind, keine herausfahrende Schublade. Das muss nicht unbedingt ein Qualitätsmerkmal sein, ist jedoch einfach eine Bruchstelle weniger. Mechanik haben beide Laufwerke.

Kurze Side-Note: Mit einer beiliegenden Fernbedienung kann der XDP-3001 auch ferngesteuert werden. Das ist dankend angenommen, ich habe aber die Befürchtung, dass diese Fernbedienung an den Orten, an denen das Gerät möglicherweise verbaut wird, als erste verloren gehen würde.

Qualität und Haptik

XDP, 3001 oder 3002, beide sind im soliden Metallgehäuse verbaut. So macht der Omnitronic XDP-3001 einen guten Eindruck. Für rund 400,- Euro passen sowohl die Funktionen, als auch die Verarbeitung. Stellen, an denen qualitativ gespart wurde, gibt es keine zu finden. Dafür fallen Kleinigkeiten positiv auf, so wie die Play/Pause- und Cue-Taste mit dem schönen Druckpunkt und beleuchteten Außenring. Auch der Schaumstoff auf der Unterseite der Bedieneinheit gefällt mir gut, denn so kann das Bedienelement hingestellt werden, rutschsicher. Bei Einbau im Rack könnten diese stören und sollten dann entfernt werden.

Auch die Gesamtheit des Lieferumfangs macht einen guten Eindruck, inklusive der Cinch-Kabel. Hier gibt es keine Besonderheiten, aber die Qualität der Bauteile wirkt solide.

Omnitronic XDP-3001 Dual CD-MP3 Player

Omnitronic XDP-3001 Dual CD-MP3 Player

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Fazit

Schlank im Format, solide in der Ausstattung. Für rund 390,- Euro muss ich jedoch sagen, hätte ich vom Omnitronic XDP-3001 mehr erwartet. Vor allem, da der minimal günstigere XDP-3002 mehr Funktionen bietet. Gut auf vier statt auf zwei Höheneinheiten, aber das sollte nicht das Entscheidungskriterium sein.

In den Grundfunktionen wie auch in der Verarbeitung und Haptik ist der XDP-3001 eine absolut solide Geschichte. Mängel? De facto keine. Kritisiert werden darf zu Recht das Fehlen der Möglichkeit des Abspielen von anderen Dateiformaten als MP3. Wer auf Jogdial und Loop-Funktion verzichten kann, der fährt mit dem XDP-3001 gut – wer es lieber hat, muss 4 Höheneinheiten einplanen, spart ein wenig Geld und nimmt den XDP-3002.

Dafür bietet der Omnitronic XDP-3001 Track-Search-Tasten und eine schnellere Suche in Tracks und ist kompakter in der Bauform. Ob Slot-Laufwerke gegenüber Schubladen-Laufwerken überlegen sind, das sei dahingestellt.

Beide Modelle machen einen guten Eindruck und gehören zu den letzten wenigen Modellen der Doppel-CD-Player / Doppel-Media-Player. Nach wie vor genutzt, ist das Angebot derweil dünn geworden, Omnitronic bietet zwei Modelle an und kann aktuell sogar liefern.

Plus

  • kompakte Bauform
  • solide Qualität und Verarbeitung
  • spielt MP3 von CD / USB / SD (letztere nur bis 64 GB)
  • übersichtliches Display

Minus

  • spielt nur MP3-Formate ab

Preis

  • 388,- Euro
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Forum
  1. Profilbild
    DJ Ronny

    Danke für den Test. Kommentar eigentlich wie bei dem 3002.
    Frage, verträgt der Player auch exFat USB Stick?

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