Kabelloser DJ-Kopfhörer mit 120 Stunden Akku
OneOdio Studio Max 2 – der neueste kabellose DJ-Kopfhörer auf dem Markt verspricht lange Akkulaufzeiten, geringe Latenz und anpassbare Hörprofile abseits der DJ-Booth durch die hauseigene App. Wir haben ein Modell zum Testen erhalten und schauen uns an, ob das neue Modell passend an den Vorgänger anschließen kann.
Was ist es? OneOdio Studio Max 2, kabelloser DJ-Kopfhörer mit Low-Latency-Modus, Bluetooth 6.0 und App-Anbindung.
- Latenz: Mit nur 9 ms im Low-Latency-Modus eignet sich der Kopfhörer problemlos für kabelloses Auflegen.
- Akku: Bis zu 120 Stunden Laufzeit machen den Studio Max 2 zum echten Langläufer.
- Sound: Druckvoller Klang mit sattem Bass und anpassbaren EQ-Einstellungen per App.
- Alltag: Nicht nur für DJs interessant, sondern auch als kabelloser Alltagskopfhörer geeignet.
- Kritik: Die Gelenke bleiben etwas zu leichtgängig und der Bügel könnte kleiner ausfallen.
Inhaltsverzeichnis
Der OneOdio Studio Max 2 im Überblick
Die Ankündigung des kabellosen Kopfhörers erfolgte fast genau ein Jahr später und wir sind gespannt, was sich in der Zeit alles verändert hat. Bereits das Vorgängermodell konnte uns gerade in Hinblick auf die extrem lange Akkulaufzeit überzeugen.
Was das Design angeht, hält sich der OneOdio Studio Max 2 optisch stark an den Vorgänger. Neu ist lediglich das jetzt silberfarbene Logo auf den Ohrmuscheln. Nach wie vor wirkt das Gesamtbild des Kopfhörers recht groß, gerade wenn man den Kopfhörer aufgesetzt hat. Dafür erhalten wir aber auch einen 45-mm-Treiber, der laut Hersteller Audioqualität auf Studio-Level bieten soll. Zertifiziert ist das Modell mit Hi-Res-Audio sowohl für die kabelgebundene als auch die kabellose Verwendung. Was die technischen Daten angeht, deckt der OneOdio Studio Max 2 einen Frequenzbereich von 20 Hz bis 40 kHz bei einer Impedanz von 34 Ohm und einem maximalen Schalldruck von 118 dB ab.
Hinsichtlich der Latenz lag diese beim Vorgänger laut Werksangabe bei 20 ms im Low-Latency-Modus. Oft wird ein Bereich zwischen 10 und 20 ms genannt, ab dem Latenz hörbar wird. Zwar haben wir keine Möglichkeit, die tatsächliche Latenz korrekt zu messen, aber bereits bei der ersten Variante des Kopfhörers stand die Latenz dem Auflegen nicht im Weg. Es gab jedoch wie auch bei anderen kabellosen Modellen eine kurze Eingewöhnungszeit. Beim OneOdio Studio Max 2 soll jetzt eine Latenz von 9 ms gewährleistet werden, sodass hier keine etwaigen Stolpersteine mehr im Weg liegen.
Abseits dieser Neuerung gibt es jetzt zusätzlich die OneOdio App, mit der sich der Sound individuell einstellen lässt. Dazu aber mehr in unserem Praxisteil.
Der OneOdio Studio Max 2 verfügt über Bedienelemente an der Ohrmuschel. So können wir einfache Steuerungen von Audio-Titeln wie Play/Pause oder lauter/leiser problemlos am Kopfhörer selbst regeln. Darüber hinaus lässt sich über einen neuen Schalter zwischen Bluetooth- und Low-Latency-Modus wechseln.
Der Lieferumfang des DJ-Kopfhörers
Im Lieferumfang ist neben dem Kopfhörer selbst der neue „M2“-Transmitter enthalten. Zudem erhalten wir sowohl ein Spiralkabel als auch ein reguläres gerades Kabel. Hierbei muss jedoch erwähnt werden, dass das gerade Kabel mit einem Bajonettverschluss ausgestattet ist und dazu dienen soll, den Transmitter mit dem DJ-Mixer zu verbinden.
Der DJ-Kopfhörer hat an jeder Ohrmuschel einen Klinkenanschluss, jedoch einmal in 3,5-mm- und einmal in 6,3-mm-Ausführung. Genau mit diesen Anschlüssen kommt auch das Spiralkabel. In der Praxis können wir uns also aussuchen, ob wir den 6,3-mm-Port am Kopfhörer nutzen, damit wir den OneOdio Studio Max 2 an der anderen Seite per 3,5-mm-Klinke beispielsweise an den Rechner anschließen. Alternativ stecken wir den 3,5-mm-Anschluss in die andere Ohrmuschel und haben dann den fest verbauten 6,3-mm-Klinkenanschluss, um den Kopfhörer gegebenenfalls doch per Kabel mit dem DJ-Mixer zu verbinden.
Zum Laden gibt es ein USB-C-Kabel und für den Transport ein Hardcase mit Logoaufdruck. Letzteres ist neu, denn beim Vorgänger gab es hier nur eine kleine Tragetasche aus Stoff.
Der Kopfhörer in der Praxis
Hat man den OneOdio Studio Max 2 in der Hand, bemerkt man sofort die Leichtgängigkeit der Gelenke, die für unseren Geschmack wie auch beim Vorgänger etwas zu leichtläufig sind. So können sich die Ohrmuscheln an der Aufhängung um 180 Grad drehen und zusätzlich nach oben und unten geklappt werden. Durch die Over-Ear-Bauweise wirkt der Kopfhörer massiv und auch der Bügel ist recht weit gefasst, sodass wir selbst mit der kleinsten Einstellung gefühlt schon etwas zu viel Platz haben.
Beim Auspacken des OneOdio Studio Max 2 bemerken wir direkt, dass die Gelenke des Kopfhörers nicht mehr ganz so leichtgängig sind, jedoch für unseren Geschmack noch etwas standfester sein sollten. Dieser Punkt war bereits einer der wenigen Kritikpunkte beim Vorgänger. Dort waren die Gelenke so leichtläufig, dass man beim Handhaben des Kopfhörers öfter einen kleinen Schreck bekommen hat.
Der Vorteil der Gelenke ist jedoch natürlich, dass sich die Ohrmuscheln beim Auflegen bequem vor oder hinter das Ohr setzen lassen.
Gewichtstechnisch liegt der Kopfhörer ohne Kabel bei 350 Gramm und ist damit 30 Gramm schwerer als der V-Moda M-100 Pro, ein Over-Ear-DJ-Kopfhörer, der ausschließlich kabelgebunden funktioniert. Dadurch, dass hier zusätzlich ein Akku verbaut ist, ist die Gewichtsdifferenz absolut vertretbar. Generell spielt der OneOdio Studio Max 2 damit jedoch in einer anderen Liga als leichte On-Ear-Modelle wie der Sennheiser HD25 mit gerade einmal 140 Gramm.
Der erste Eindruck ist trotz der etwas klobigen Bauweise des DJ-Kopfhörers gut, aber wir sind natürlich gespannt, wie er klingt. Wir haben mehrere Möglichkeiten, den Kopfhörer zu verwenden: klassisch kabelgebunden, im Low-Latency-Modus zum Auflegen oder im Bluetooth-Modus. Hierbei unterstützt der OneOdio Studio Max 2 Bluetooth 6.0.
Der Klang des OneOdio Studio Max 2
Klanglich ist der OneOdio Studio Max 2 noch etwas runder abgestimmt als das erste Modell. Durch die App können wir verschiedene Einstellungen anpassen und haben neben voreingestellten EQ-Kurven auch die Möglichkeit, entlang von zehn Bändern frei um jeweils +/-12 dB einzugreifen.
Darüber hinaus lassen sich in der App auch eine Tragezeiterinnerung sowie die Begrenzung der maximalen Lautstärke einstellen. Definitiv ein nettes zusätzliches Gimmick.
Im neutralen Modus macht der Kopfhörer einen soliden Job und durch die 45-mm-Treiber sowie die geschlossene Over-Ear-Bauweise kann man sich voll auf den Sound konzentrieren. Tiefe Mitten kommen gut zur Geltung und auch der Bassbereich hört sich sehr satt an, wobei die Höhen nicht untergehen, für unseren persönlichen Geschmack jedoch etwas präsenter sein könnten.
Das Auflegen mit dem OneOdio Studio Max 2 funktioniert im Low-Latency-Modus problemlos. Der Transmitter wird mit dem beiliegenden Kabel mit dem DJ-Mixer verbunden und über den einzigen Knopf am Gerät eingeschaltet. Die vier LEDs zeigen uns einen groben Akkustand an und am Kopfhörer selbst können wir über einen Schalter vom Bluetooth- in den Low-Latency-Modus wechseln. Das Koppeln funktioniert auf Anhieb und wir können endlich mit dem kabellosen Vorhören starten.
- Mit der App vom OneOdio Studio Max 2
- lässt sich das Klangprofil eigenständig anpassen
Die angegebene Latenz von 9 ms können wir beim Auflegen natürlich nicht verifizieren, jedoch klappt das Mixen mit dem OneOdio Studio Max 2 direkt ohne jegliche Eingewöhnungsphase. Hier können wir also nur Positives berichten.
Wichtig ist natürlich die Akkulaufzeit und nachdem wir ein paar Stunden mit dem OneOdio Studio Max 2 aufgelegt haben, ist der Akku gefühlt noch vollgeladen. Die Herstellerangabe liegt wie beim Vorgänger bei 120 Stunden im Bluetooth-Modus, wobei der Akku des M2-Transmitters 60 Stunden durchhalten soll. Bei unserem letzten Test konnten wir diese Werksangaben tatsächlich zu unserer positiven Überraschung bestätigen.
Nach circa vier Stunden Auflegen im Low-Latency-Modus und Musikhören via Bluetooth liegt die Akkuanzeige immer noch bei stolzen 97 %. Mit dem OneOdio Studio Max 2 und dem dazugehörigen Transmitter lässt sich also nicht nur ein Allnighter-Set spielen.
Für wen eignet sich der OneOdio Studio Max 2?
Die Zielgruppe des OneOdio Studio Max 2 ist unserer Meinung nach recht breit gefasst. Natürlich kann man auf Kopfhörer in der DJ-Booth nicht verzichten. Damit sind prinzipiell schon alle DJs potenzielle Zielgruppe. Auch wenn es kabellose Kopfhörer im DJ-Bereich seit einigen Jahren gibt, ist der Funke gefühlt noch nicht vollständig übergesprungen.
Mit dem OneOdio Studio Max 2 gibt es einen soliden DJ-Kopfhörer, der einerseits hervorragend ohne spürbare Latenz beim Auflegen verwendet werden kann, darüber hinaus aber auch problemlos im Alltag seine Anwendung findet.
Wer also einen kabellosen Alltagsbegleiter sucht, der auch in der DJ-Booth glänzt, wird mit diesem Modell definitiv zufrieden sein.
Der Preis des DJ-Kopfhörers
Natürlich spielt der Preis wie immer eine Rolle und hier schließt die neue Version nahtlos an die erste an. So könnt ihr den Kopfhörer samt Transmitter für einen Gesamtpreis von 189,- Euro erwerben.
Beim Blick auf die vorhandenen Alternativen im Bereich kabelloser Kopfhörer, wie den AIAIAI TMA-2 DJ Wireless, der kostentechnisch bei 299,- Euro liegt, ist dieser Preis nach wie vor eine absolute Ansage. Auch im Vergleich zu normalen kabelgebundenen Kopfhörern ist der ausgewiesene Preis völlig in Ordnung.








































danke für test!🙂
Auch danke für den Test. Ich habe für mich gemerkt, das ich lieber mit Kabel am Kopfhörer arbeite. Ich hatte aber keine Probleme mit der Latenz.
Mich hat gestört, das der Kopfhörer immer mal wo anders lag. Mit Kabel hatte er sein festen Platz, weil es nicht anders ging.😃