Test: Orange Crush Mini, Gitarrenverstärker

11. September 2018

Orange To-go

Orange Crush Mini title

Normalerweise ist die Firma Orange ja bekannt für ihre ausgewachsenen Gitarrenamps. Unter den vielen Typen findet sich auch das Modell Crush, das es sowohl in einer Combovariante als auch als reines Top zu kaufen gibt. Und auch in einer Hosentaschenversion, damit man den typischen Orange-Sound auch unterwegs genießen kann. Kann man das? Der Orange Crush Mini soll es bringen, so lautet zumindest die Ansage des Herstellers. Schauen wir uns die kleine Orangenkiste also mal genauer an!

Orange Crush Mini – Facts & Features 

Mit seinen Maßen von 149 x 139 x 80 mm passt der kleine Zwerg sicher in jede Ecke bzw. auf jeden Tisch und mit einem Gewicht von gerade mal 800 Gramm ist er auch genau so schnell im Gigbag verschwunden. Wer für einen Verkaufspreis von nur knapp über 50,- Euro ein billiges und klappriges Plastikgehäuse erwartet, der wird beim Erstkontakt mit dem Crush Mini positiv überrascht sein. Das Gehäuse besteht aus zwei Teilen und ist prinzipiell so aufgebaut, wie es auch die erwachsenen Brüder und Schwestern aus der Crush-Baureihe sind: Der Verstärkerteil wurde in ein Stahlblechgehäuse eingebaut und dann in ein robustes und mit orangefarbenen Tolex bezogenes Kunststoffgehäuse eingesetzt. Die typische Frontbespannung aus Korbgeflecht darf natürlich nicht fehlen, genau so wenig wie auch das Orange-Symbol darauf. Die Frontbespannung ist ebenfalls sehr widerstandsfähig ausgefallen und schützt so den verbauten 4″ Lautsprecher bestmöglich.

Die vier Gummifüße auf der Unterseite sorgen für einen sicheren Stand der Orangenkiste. Wie es sich für einen „To-go-Amp“ gehört, kann der Crush Mini neben der Versorgung mit einem Netzteil seinen Saft ebenso gut auch über eine 9-Volt-Batterie beziehen, ein entsprechender Schnellverschluss zum Wechseln des Blocks befindet sich auf der Unterseite des Gehäuses. Das macht den Amp somit auch für Straßenmusiker interessant, denn mit einer Leistung von 3 Watt kann man sich in der Fußgängerzone oder bei kleinen Events durchaus schon Gehör verschaffen.

Und wenn die Leistung des verbauten Lautsprechers mal nicht ausreichen sollte, dann kann man ohne Weiteres eine Zusatzbox anschließen, auf der Rückseite findet sich eine entsprechende Buchse, die im Idealfall einen Speaker mit 8 Ohm bedienen sollte. Die weiteren Anschlüsse auf der Rückseite bestehen aus einem AUX-IN zum Einspeisen externer Signale sowie dem Anschluss für ein Netzteil, das sich jedoch nicht im Lieferumfang des Orange Crush Mini befindet. Dafür wurde aber freundlicherweise eine Batterie eingesetzt, sodass es ohne große Umschweife losgehen kann!

Orange Crush Mini rear

Orange Crush Mini – Bedienpanel

Bei der Bedienung und der Anzahl der Regler setzt Orange beim Crush Mini auf absoluten Minimalismus und stattet den Verstärker lediglich mit einem Lautstärkeregler, einem Shape-Poti sowie einem Regler für Gain aus. Ganz ähnlich also, wie es auch bei dem Erfolgsmodell Micro Dark der Fall ist. Ist ja auch logisch in diesem Fall, denn rein physikalisch hätte kaum ein Regler mehr auf dem kleinen Panel seinen Platz gefunden. Denn die Eingangsbuchse für die Gitarre, ein Kopfhöreranschluss im consumerfreundlichen 3,5-mm-Format sowie ein (per Knopfdruck) zuschaltbares Stimmgerät mit sage und schreibe 11 (!) LEDs mussten ja auch noch irgendwo untergebracht werden. Erfreulich ist die Tatsache, dass die drei Potis mittels Sechskantmuttern fest mit dem Stahlblechgehäuse verschraubt wurden, darüber hinaus laufen sie sauber und frei von jeglichem Spiel auf ihren Achsen.

Durch Einstecken eines Klinkenkabels wird der Orange Crush Mini zum Leben erweckt und was uns dann erwartet, erfahren wir ab der nächsten Seite.

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