Test: Orange Tiny Terror Combo 10, Gitarrenverstärker

11. August 2010

Orange Tiny Terror

Auf dem Zenit der „Flower-Power-Zeit“, nämlich genau im Jahre 1968, gründetet der Brite Clifford Cooper die Firma Orange-Amps, wobei gesagt werden muss, dass Mr. Cooper eigentlich Inhaber eines gut gehenden Tonstudios war. So beauftragte er nämlich im Herbst des selben Jahres die im englischen Huddersfield ansässige Firma MatAmp mit der Produktion der ersten 100 Watt Orange-Röhrenamps nach seinen Design- und Soundvorstellungen, inklusive dem psychedelischen Orange-Schriftzug und dem unverwechselbaren grell-orangenem Design, in dem die Amps bis heute ausgeliefert werden.

Bekanntester Vertreter der damaligen Zeit war sicher das Orange OR 120-Vollröhrentop, das auch „Pics Only“ genannt wurde. Und zwar aus dem Grund, weil anstelle von den üblichen Beschriftungen der Regler und Schalter das Ganze mit witzigen Symbolen ausgestattet war.

Heute werden Orange-Amps aufgrund niedrigerer Produktionskosten im fernen Osten (Korea und China) gefertigt. Nur die Oberklasse-Modelle werden nach wie vor im britischen Königreich entwickelt und auch zusammengebaut.

Zum Test auf Amazona.de erscheint nun der brandneue Orange Tiny Terror Combo 10, ein einkanaliger in China gefertigter 15 Watt-Vollröhrencombo mit 10″-Speaker, der uns allein schon vom optischen Erscheinungsbild in die gute alte Zeit der „Swinging Sixties“ zurückversetzt. Ob „nur“ Sixties-Sound oder mehr, wird ein genauer Test hier und heute zeigen.

-- Der Orange Tiny Terror Combo --

— Der Orange Tiny Terror Combo —

Aufbau/Verarbeitung

Klein aber oho, das kann man zumindest zum Gewicht des Orange Tiny Terror Combo sagen. Mit seinen vierzehn Kilogramm Gewicht möchte der Kleine wohl gerne in einer höheren Klasse spielen, obwohl seine Maße von 40x40x25cm (BxHxT) dem Klassenstandard eines 10″-Combos entsprechen. Grund hierfür ist zum einen (natürlich) die Röhrenschaltung mit ihren Trafos und analogen Schaltkreisen, zum anderen aber auch die äußerst robuste Wandstärke des verwendeten Holzes des Gehäuses. Alle Ecken des Combos sind mit Kantenschonern versehen, weiterhin sorgen vier massive Gummifüße sowohl auf der Unterseite als auch auf der linken Seite für einen stabilen Stand. Ein Tragegriff auf der rechten Seite des Tiny Terror-Combos dient dem sicheren Transport.

Die zu einem Viertel geöffnete Rückwand gibt einen Blick auf den verwendeten Lautsprecher frei. Es handelt sich hierbei um einen Celestion G10N-40-Speaker, der mit einem Klinkenkabel sowie dem dazugehörigen Stecker Anschluss an die Verstärkereinheit erhält und mit einer Impedanz von 16 Ohm arbeitet. Es bietet sich neben diesem Anschluss für den internen Speaker zusätzlich die Möglichkeit, mit Hilfe von zwei weiteren Klinkenbuchsen (4 und 8 Ohm) externe Boxen anzukoppeln und somit den Schalldruck des kleinen Orangen-Würfels merklich zu erhöhen.

Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    gaffer  AHU 1

    Der sieht ja richtig niedlich aus. Da könnte ich mir fast überlegen meinen fast 40 Jahre alten WEM zu ergänzen… (-setzen?)

  2. Profilbild
    sir stony

    Es wäre noch sehr interessant zu wissen, mit was für einer Gitarre und welchen PUs/Einstellungen die jeweiligen Beispiele aufgenommen wurden. Das nimmt schließlich gerade bei Amps, die wenig Einstellmöglichkeiten bieten, meist enormen Einfluß auf die Klangfärbung.

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