Sound/Praxis
Schon die ersten Töne die aus dem Celestion-Speaker entweichen, lassen den Röhren-Fan aufhorchen. Trotz der nur wenigen Regelmöglichkeiten, die der Orange Tiny Terror Combo bietet, arbeiten diese nahezu perfekt zusammen. Ein lauter, druckvoller Clean-Sound? Einfach nur den Gain-Regler runterregeln und den Volume aufdrehen, und schon klingt ein warmer, druckvoller Sound aus dem kleinen Amp. Selbst im „Sieben Watt-Mode“ ist der Tiny Terror derart laut, dass es schon bei halb aufgedrehtem Volume Ärger mit den Nachbarn geben könnte. Der vorgegebene Frequenzbereich des Tone-Reglers ist sehr gut gewählt, er umfasst mit seinen Regelmöglichkeiten eine breite Palette an Frequenzen, die für einen Gitarrensound relevant sind und agiert Röhrenamp-typisch in bester Manier mit dem Volume- und dem Gain-Poti.
Im verzerrten Betrieb zeigt der kleine orangefarbene Würfel erstaunliche Gain-Reserven, die auch bei geringsten Lautstärken verfügbar sind. Auch hier wirkt der Tone-Regler äußerst effektiv und zeigt, mit wie wenig Aufwand man im Handumdrehen einen passenden Distortion-Sound erstellen kann. Egal ob Rhythmus-Sounds à la AC/DC oder einen fetten, singenden Leadsound im Santana-Style, der kleine Tiny Terror kann dies tatsächlich bieten. Noch besser funktioniert das Ganze natürlich mit einer Gitarre, deren Volumepoti beim Schließen nicht sämtliche Höhen und Dynamiken kappt, und man hat somit noch eine weitere Möglichkeit interessante, dynamisch spielbare Sounds aus dem kleinen Würfel zu holen.



























Der sieht ja richtig niedlich aus. Da könnte ich mir fast überlegen meinen fast 40 Jahre alten WEM zu ergänzen… (-setzen?)
Der sieht zwar niedlich aus, kann aber auch richtig böse klingen ;)
Es wäre noch sehr interessant zu wissen, mit was für einer Gitarre und welchen PUs/Einstellungen die jeweiligen Beispiele aufgenommen wurden. Das nimmt schließlich gerade bei Amps, die wenig Einstellmöglichkeiten bieten, meist enormen Einfluß auf die Klangfärbung.