ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Test: Palmer Monicon L, Monitorcontroller

(ID: 123473)

Verarbeitung

Der Palmer Monicon L ist nicht nur aufgrund des massiven Metallgehäuses robust und solide aufgestellt. Die Bedienelemente machen allesamt einen sehr guten Eindruck, hier sollte man auch langfristig viel Freude am Gerät haben und vor allem gut damit arbeiten können. Die rückseitigen Anschlussbuchsen sitzen ordentlich im Gehäuse und sind fest verschraubt. Es gibt keinerlei scharfen Kanten oder herausstehende Teile. Das passt alles, so wünscht man sich das. Auf der Unterseite hat der Hersteller vier Gumminoppen angebracht, so dass die teure Arbeitsfläche vom Monicon L nicht zerkratzt wird. Dazu steht er sicher und fest auf seinem Platz und das auch bei voller Kabelbelegung. Dazu trägt natürlich auch das Gewicht von knapp 1 kg bei.

ANZEIGE

Praxis

Getestet habe ich den Palmer Monicon L für rund zwei Wochen. Er diente dabei ganz klassisch als Umschalter zwischen zwei Monitorpärchen. Relativ häufig habe ich auch Signale über die Aux-Wege eingespeist. Klanglich konnte ich während der ganzen Zeit keine Probleme feststellen. Das Umschalten zwischen den Ein- und Ausgängen verläuft reibungslos und ohne Knackser, so wie es sein soll. Auch beim Stereofeld konnte ich keine Verfälschungen feststellen.

Im Alltag haben mich dann aber doch ein paar Punkte gestört. So schön die flexible Umschaltung zwischen den beiden Stereoausgängen auch sein mag, in der Praxis möchte ich eigentlich direkt von Monitor A auf Monitor B umschalten und dazu am besten nur einen einzelnen Knopf betätigen. Beim Monicon L und auch bei vielen anderen Monitorcontrollern sind hierfür allerdings immer zwei Schritte notwendig. Monitor A aus, Monitor B an. Das geht mit etwas Übung natürlich schnell von der Hand, schöner wäre die direkte Umschaltung aber trotzdem.

ANZEIGE

PalmerMoniconL-5

Dass man bei Palmer, zumindest auf den Hauptein- und Ausgängen, konsequent auf XLR setzt, finde ich persönlich sehr löblich, denn das ist für mich einfach das Format der Wahl im Studio. Der Hersteller SM Pro Audio setzt bei den Modellen Passive-1 und Active-1 beispielsweise auf Klinke, der günstigere M-Patch V2 kommt dagegen wieder mit XLR-Buchsen daher. Auch Behringer stattet seinen aktuellen Monitorcontroller (Control1 USB) mit Klinkenbuchsen aus. Wie auch immer, mir persönlich sind XLR-Buchsen einfach lieber.

Dem bei einigen Herstellern erkennbaren Trend einen Monitorcontroller gleichzeitig auch als Audiointerface zu benutzen, trotzt Palmer gekonnt und fokussiert sich auf das, was ein Monitorcontroller können muss, nämlich möglichst verfälschungsfrei ein Signal zu verteilen bzw. in der Lautstärke zu regeln. Ein Audiointerface hat ohnehin schon jeder zu Hause, da muss das nicht noch beim Monitorcontroller inbegriffen sein. Letztlich zahlt man das ja an der Kasse mit, ob man es braucht oder nicht. Dann lieber ein paar hochwertigere Bauteile und ein solides Gehäuse.

ANZEIGE
Forum
  1. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Zur Frage nach der Dauerbelastung des Monicon:

    Meiner ist vor 18 Monaten mit den Yamaha HS7 hier eingezogen. Seit dem arbeitet er ohne einen einzigen Makel.

    Schalter und Potentiometer arbeiten ohne selbst Geräusche zu machen.

    Allerdings arbeitet das Poti bei den letzten 2mm vor der 100%-Dämpfung nicht mehr stereoneutral. Ich bin das umgangen in dem ich den Pegel allgemein abgesenkt habe, und die „Zimmerlautstärke, 22 Uhr“ nun auf der 1/4-Stellung liegt.

    Bei einem Monitorcontroller für 59 Euro in so massiver Bauweise ist das IMHO vollkommen ok.

Kommentar erstellen

Die AMAZONA.de-Kommentarfunktion ist Ihr Forum, um sich persönlich zu den Inhalten der Artikel auszutauschen. Sich daraus ergebende Diskussionen sollten höflich und sachlich geführt werden. Politische Inhalte und Statements werden durch die Redaktion gelöscht.

Haben Sie eigene Erfahrungen mit einem Produkt gemacht, stellen Sie diese bitte über die Funktion Leser-Story erstellen ein. Für persönliche Nachrichten verwenden Sie bitte die Nachrichtenfunktion im Profil.

X
ANZEIGE X