Dieser Studiomonitor überrascht mit ordentlichem Bass
Der Palmer Orbit 11 ist der erste Lautsprecher der Hessener Marke Palmer, die zur Adam Hall Group gehört. Bisher war die Marke eher als „Tool-Hersteller“ bekannt, bei der man DI-Boxen, Signal-Splitter und Netzteile im Portfolio findet. In diesem Segment besitzt Palmer auch eine gute Reputation. Die Orbit 11 erweitern den Katalog nun um einen sehr ungewöhnlich konstruierten 3-Wege-Aktivmonitor mit vielen Features und „akustischer Präzision und deutscher Ingenieurskunst“. Das macht natürlich neugierig und ich lade euch auf meinen Test eines außergewöhnlichen Studiomonitors ein.
Was ist es? Palmer Orbit 11, 3-Wege-Studiomonitor von Palmer (Adam Hall Group), ein aktiver Lautsprecher für den Studiobetrieb.
- Konstruktion: 3-Wege-Aktivmonitor mit 2 × 8″-Tieftönern, 6,5″-Koaxialchassis und 1″-Hochtöner im massiven Aluminiumdruckgussgehäuse.
- Leistung & Features: 1000 Watt Peak-Leistung, DSP mit 3-Band-EQ und Raumanpassung, analoger und AES/EBU-Eingang sowie Display auf der Oberseite.
- Klangbild: Sehr kräftige Basswiedergabe und hohe Dynamik, jedoch betonte untere Mitten und eher grob auflösende Höhen.
- Fazit: Hoher Materialaufwand und starke Bassperformance, aber hörbares Eigenrauschen und keine vollständige Neutralität; insgesamt „befriedigend“.
Inhaltsverzeichnis
Die Konstruktionsmerkmale des Palmer Orbit 11
Schon auf den ersten Blick … nein. Sorry, schon beim Anheben der Verpackung merkt man, dass der Orbit 11 nicht in die klassische 2-Wege-Nahfeldmonitor-Schublade passt. Mit fast 14 kg Gewicht und den sehr kompakten Maßen von 21,7 x 29,3 x 29,2 cm (BxHxT) fragt man sich sofort, wo denn das Gewicht herkommt? Die Lösung: Der Palmer Orbit 11 wurde komplett aus 5 bis 16 mm dickem Aluminiumdruckguss gefertigt. Dazu besitzt jede Box links und rechts je einen 8“-Tieftöner mit fettem Ferrit-Magnet. Auf der Front findet sich das 6,5 Zoll Koaxial-Chassis mit 1“ Hochtöner im Zentrum.
Die Tiefton-Chassis arbeiten gegeneinander in einem geschlossenem Gehäuse und sind als Langhuber mit Kunststoffmembranen ausgelegt. Ab 250 Hz übernimmt das Koax-Chassis, ebenfalls mit einer Kunststoff-Membran ausgestattet, und ab 1.800 Hz eine Metallkalotte mit Neodymmagnet (Hochton). Diese Konfiguration soll für eine gleichmäßige Abstrahlung in einem Bereich von 120 x 120 Grad sorgen und anders als bei vielen anderen Koax-Systemen, einen recht breiten Sweetspot ermöglichen.
Die verbauten Class-D-Verstärker haben es ebenfalls in sich: es stehen 500 Watt für die Bässe und je 250 Watt Peak-Leistung für Hoch- und Mitteltöner zur Verfügung. Das macht nach Adam Riese ganze 1.000 Watt pro Lautsprecher. Als Dauerbelastung (RMS) sind es immerhin 400 Watt (320 W + 40 W + 40 W).
Das Verstärkermodul des Palmer Orbit 11 besitzt einen Limiter und einen Überhitzungsschutz, der durch das rote Leuchten der LED auf der Front angezeigt wird. Im normalen Betrieb leuchtet diese LED orange.
Anschlüsse des Palmer Orbit 11
Für die Konnektivität ist der Orbit 11 gut gerüstet, denn neben dem obligatorischen analogen Eingang (XLR) stehen ein voll digitaler AES/EBU-Eingang und ein AES/EBU-Thru-Port für eine Speaker-Vernetzung zur Verfügung. Dafür benötigen die Lautsprecher natürlich auch eine digitale Signalverarbeitung, die ein Wandler mit 96 kHz und 24 Bit Wortbreite übernimmt.
Dieses DSP-System ermöglicht verschiedene Einstellungsmöglichkeiten zur Lautsprecheraufstellung, eine Pad-Funktion zur Pegelabsenkung und einen 3-Band-EQ. Diese Anpassungen macht man beim Palmer Orbit 11 nicht, wie sonst üblich, auf der Rückseite über Drehschalter oder ein Menü, sondern über einen übersichtlichen Bildschirm, der sich auf der Gehäuseoberseit befindet.
Hier wählt man den Eingang aus (Analog/AES), stellt die Pegelabsenkung von 0 bis -20 dB in sechs Schritten ein und setzt einen 3-Band-EQ mit Low-Shelf, der ab ca. 200 Hz absenkt (-2, -4, -6 dB), einen Mittenbereich bei etwa 1.000 Hz (-2 oder -4 dB) und einen High-Shelf ab etwa 1.500 Hz (-2 oder -4 dB). Eine Anhebung ist nicht möglich.
Zur Aufstellung bietet Palmer mehrere Möglichkeiten:
„HPF/Desk“ mit den Einstellungsmöglichkeiten Off, Desk oder High Pass ab 80 Hz und „Rear Wall“ mit den Optionen
- off
- nah an der Rückwand oder
- mittlere Entfernung.
Die Einstellungen finden über einen Menü- sowie Up-/Down-Buttons statt, was sehr intuitiv von der Hand geht. Das Display ist groß und gut ablesbar.
Das sehr schwere Gehäuse des Palmer Orbit 11 unterdrückt jegliche Vibrationen und verfügt über Befestigungspunkte mit Gewinde und M8-Ösenschrauben für eine Decken- oder Wandmontage.
Der Palmer Orbit 11 Lautsprecher ist in schwarz oder weiß erhältlich.
Der Palmer Orbit 11 kann übrigens nicht per USB ferngewartet oder administriert werden, denn eine entsprechende Software wird von Palmer nicht angeboten. Allerdings gibt es unter einer Gummiabdeckung einen Wartungsport, der aber ein proprietäres Stecker-Format besitzt (kein USB!).
Technische Daten der Palmer Orbit 11
Palmer gibt für den Orbit 11 einen Frequenzgang von 28 Hz bis 28.000 Hz bei max. -3 dB Abweichung an. Die harmonischen Verzerrungen (THD+N) liegen bei unter 0,02 % und trotz DSP verspricht Palmer eine Latenz von unter 4 ms, ein sehr guter Wert.
In meinem Studio habe ich die Orbit 11 im Vergleich zu meinen eigenen KSD C88 Reference Monitoren getestet, die mit dem SoundID System eingemessen und in meinem Apollo X6 Hardware-seitig eingebunden sind.
Hier Frequenzschrieb von der Palmer Website (On Axis Frequenzresponse):
Palmer Orbit 11 in der Praxis
Nach Aufstellung habe ich die Lautsprecher mit mir bekannter Musik gehört und als Wiedergabemonitore für den Yamaha MODX M8 und E-Gitarren verwendet. Dazu habe ich mir über die Speaker ein paar Videos und Filme angesehen. Alles mit linearen EQ-Einstellungen, ohne Pad und ohne Filter.
Beim direkten Umschalten von der KSD C88, die pro Stück etwa 1.000,- Euro teurer sind als die Palmer Orbit 11, fällt ein sehr aufgeblähter Bereich in den unteren Mitten auf, der die Durchhörbarkeit von Musik ziemlich beeinträchtigt. Dazu haben sie einen nicht sehr fein aufgelösten Höhenbereich, der mitunter zur Schärfe neigt. In der räumlichen Abbildung sind sie nicht sehr tief und vergrößern den Mund des Sängers sehr.
Das klingt erst einmal sehr ernüchternd, aber ich bitte abzuwarten. Zunächst habe ich den Bass um 4 dB abgesenkt und auch in den Höhen -4 dB eingestellt. Dann die Lautsprecher mehr parallel ausgerichtet und schon ist das Ergebnis deutlich besser.
Das System klingt nun schlanker, weniger spektakulär aber dafür deutlich neutraler. Die Tendenz zum Aufdicken ist nun geringer und die Höhen passen sich harmonischer in das Gesamtsystem ein. Die Gesangsstimme hat nun eine realistischere Größe und steht sauber im Raum („Kanskje“ von Kari Bremnes vom Album Det vi har, 2017).
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Die Basswiedergabe des Orbit 11 ist und bleibt ab dem ersten Ton erstaunlich. Relativ trocken und sehr dynamisch scheinen die Class-D-Endstufen den beiden Bässen mächtig Druck zu machen („Move Slow“ von One True God, 2021):
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Der Hochtöner ist nach einiger Einspielzeit und Gewöhnung „ok“, er überzeugt mich aber ehrlich gesagt nicht. Für das Abhören von Transienten löst er bei kritischem Material nicht sehr fein auf und fällt im Gesamtkonzept etwas ab. Dies hört man beispielsweise bei Seven Bridges Road (Live 2013 Remaster) sehr gut, denn hier sind die Stimmen nicht sehr gut getrennt und dazu nervt Timothy B. Schmitt mit einer Schärfe in seinem hohen Tenor.
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Anmerkung: Die Videos sind nur als Musikbeispiele gedacht. Abgehört wurde mit qobuz in Hi-Res.
Verarbeitung und Kritik
Kurz: „like a Rock“. Das ist schon eindrucksvoll, wie Palmer bei seinem Lautsprecher-Debut hier auftritt. Eine wahre Materialschlacht, ungewöhnliche Konstruktionsmerkmale und eine absolute Top-Verarbeitung.
Kaum ein Lautsprecher in diesem Preisbereich (789,- Euro pro Stück) kann mit so einem Paket aufwarten. Auf meiner Wunschliste steht nur ein etwas hochwertigerer Koax-Treiber für Mitten und Höhen, aber ansonsten machen die Orbit 11 einen hervorragenden Eindruck.
Alle Passungen und das Display auf der Oberseite sind sehr gut gefertigt, alles mit sehr sauberen Kanten. Der super „wissenschaftliche Klopftest“ am Gehäuse ergibt ein massives Klock ohne Nachschwingen.
Ein weiteres Minus muss ich leider dem Eigenrauschen geben. Bei 1 m Hörabstand ist dies gut zu vernehmen. Meine C88 sind auch nicht rauschfrei, aber deutlich leiser als die Palmer.
Die Mitbewerber der Palmer Orbit 11
Wie soll man die Palmer vergleichen? Man findet kaum einen Speaker in der 1.500,- Euro Preisklasse (pro Paar), der mit solcher Bassgewalt und so einem Konstruktionsaufwand punktet.
Die EVE Audio SC208 mit 8“ Tieftöner und AMT Tweeter kommt zumindest an die Wucht der Palmer heran.
Die Neumann KH 120II (769,- Euro) ist wesentlich neutraler und kann mit dem Neumann System kalibriert werden, braucht aber einen Subwoofer für vergleichbare Basspower.
Auch HEDD und Genelec Monitore finden sich in dieser Preisklasse. Allen gemein ist, dass sie neutraler und feiner als die Palmer spielen, aber bei Weitem nicht an das Fundament heranreichen.
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Hallo Herr Hoffmann,
auf diesen Test habe ich gewartet! Laut Datenblatt und Preisschild sind das naemlich meine Traum Lautsprecher! Danke fuer die Arbeit. Erwaehen koennte man noch, dass die Speaker Impuls korrekt sein sollen und auch im Bassbereich eine Nierenfoermige Abstrahlung haben sollen sollen. Alles tolle Kaufargumente.
Alle Tests die ich bisher so im Internet gefunden habe, sind des Lobes voll. Umso interessanter, dass hier nun das Testergebnis eher enttäuschend schlecht ist. Sogar die als recht kritisch bekannten Testerkollegen von Bonedo lobten den speaker. In einem Ihrer Fotos scheint die Mitteltoener Membran Dellen zu haben. Vielleicht haben die zum Test zur Verfugung gestellten Exemplare Fehler? Ist das in der Tat ein gemischtes Paar (1x Schwarz, 1x Weiss)?
Koennen Sie etwas zu den Fuessen der Speaker sagen? Sind das nur einfache Gummies? Habe keine Infos finden koennen.
Konnten Sie klangliche Unterschiede zwischen den Analogen und AES/EBU Eingaengen ausmachen?
Danke nochmal und beste Gruesse,
@steme Hallo, ja, die Füße sind nur Gummis, was der Funktionalität keinen Abbruch tut. Die Dellen in den Membranen hat man bei Testlautsprechern öfter – das ist nur ein optischer Makel und nicht hörbar.
Ich habe mich lange mit den Palmer auseinandergesetzt und verschiedene Speaker im Vergleich gehört. Die beschriebene Tendenz war jedesmal klar hörbar.
Ich rate aber immer dazu, sich die Speaker im eigenen Studio anzuhören. Thomann.de hat da eine sehr entgegenkommende 30 Tage Rückgabe für solche Zwecke.
VG
das ist nicht der erste, sondern der zweite monitor von palmer!
hab den alten monicon und noch einen in weiss bestellt.
der neue ist leider deutlich schlechter.,..
Danke für den Test.
Da muss man wohl selbst hören um das Rauschen und die Schwächen im Mitten- und Hochtonbereich beurteilen zu können.
Die Monitore sind als Punktstrahler schon interessant, denn hier ist die Auswahl im Markt schon eingeschränkt.
Vielleich muss ich dann doch versuchen bei KS-Digital direkt ein Paar C5 zu erstehen. (da sind sie wohl erhältlich)
Genelec liegt preislich als alternativ Monitor nicht im Rahmen.
Oder aber ich bin mit meinem Paar Neumann KH310 A zufrieden und streiche die Punktstrahler Alternative.
@TomH ich hab die Fluid audio fx5 bestellt!
sollten bald kommen.
aber ich weiss…
andere Klasse.😄
@Numitron Für mich ncht nur das.
Was mich viel mehr stört ist das „Designed in Southem Califomia, USA“.
Ich mache inzwischen um alles was aus diesem Land kommt und für das es Alternativen gibt einen weiten Bogen. Egal ob Audio, Lebensmittel (was ist Coca Cola?) oder was auch immer,
Deshalb ist auch die Presonus Eris Pro 6 keine Alternative.
Deshalb ist die Palmer mir sympathisch mit „Designed and engineered in Germaniý“.
Zusammengeschraubt sind sie ja eh alle in China.
Bin aber gespannt was Deine Erfahrung sein wird und ob sie deine Erwartungen erfüllt.
Ich hatte ja lange Zeit KRK, und ja die waren so schlecht nicht. Nur die Auflösung der Neumann und deren Feinheiten gab es nicht, auch wenn sie tonal ähnlich waren.
@TomH lustigerweise vor einigen Stunden gekommen!
vielleicht probiere ich sie heute noch kurz!
Fanta wurde übrigens in Deutschland des zweiten Weltkriegs (oder „Hitler Germany“ wie die Amis gerne sagen..) erfunden, weil kein Coca Cola in Deutschland erhältlich war.
hast du die tannoys gesehen? sind halt von behringer.
und etwas teurer als die Fluid audio aber „goldig“
@TomH Wenn der Hörabstand über ca. 1m ist, dann sehe ich die KH310 als die neutraleren Monitore im Vergleich.
@Jörg Hoffmann Es geht mir nur um einen Punktstrahler als Ergänzung / 2. Abhöre
Ich denke aber, ich las das wenn ich darüber nachdenke. Die Preisgestaltung hatte verlockt.
@TomH @TomH wenn die C5 vergleichbar mit den C8 sind, kann ich davon abraten. Die hatte ich nebst Orbit11 erst kürzlich hier und kann die Lobeshymnen auf die Blechwürfel nicht nachvollziehen.
1. Sie rauschen. Nicht so stark wie die Orbit, aber lauter als die KH120ii oder die alten Focal Alphas
2. Das, was von Testern gern als „Impulstreue Transientenwiedergabe“ bezeichnet wird, sind in Wahrheit Gehäuseresonanzen im Hochmittenbereich. Natürlich kommt eine Kick sehr artikuliert, wenn das Gehäuse bei 2kHz nochmal nachilft lol. Ich hatte mich beim Einmessen schon gewundert, wo denn das Klingeln herkommt. Tja. Sind die Gehäuse. Lässt sich selbst mit einfachem Klopfen des Fingerknöchels aufs Gehäuse schon provozieren. Bei hohen Abhörpegeln verwandeln sich die Lautsprecher in regelrechte Kirchturmglocken!
3. 900€, um vom internen DSP Gebrauch machen zu können? :D Der war gut.
Ich würde abwarten, ob Palmer eine zweite Revision rausbringen, die das Problem mit dem Rauschen behebt. Die Zeichen stehen ganz gut, denke ich.
@JH Danke für Einschätzung.
Ja die C5 sind der C8 ähnlich, nur halt kleiner.
Bei mir ist inzwischen die Erkenntnis gereift, Neumann KH310A und gut ist. 😉
@Jörg: Vielen Dank für den Test. Schade. Auch optisch gelungen, finde ich. Kannst du dich noch an die Eve Audio EXO 28 zum Vergleich erinnern?
@Unimoog Hallo, Vergleiche aus der Erinnerung sind grundsätzlich schwierig. Ich mochte die EXO sehr gerne. Angenehme Studiolautsprecher ohne Schwäche. Sobald die EVE Control Software verfügbar ist, kannst die die noch flexibler einsetzen.
VG
‚hessener‘.
@mdesign 👍😁
Seitlich am Gehäuse verbaute Basstreiber waren vor einigen Jahren mal der neue Trend im Hifi-Bereich. Das hat sich aber nie wirklich durchgesetzt. Die Gründe dafür dürften wohl sein, dass man in der Praxis klanglich auf diese Weise oft in Konflikt kommt mit Wänden und Ecken im Raum. Ich vermute, dass ein seitlicher Basstreiber auch hinsichtlich von Phasenproblemen keine nur günstige Konstruktion ist.
In der Theorie ist ja so ein Lautsprecher ideal aufgestellt, also frei stehend, fernab von allen Flächen. Aber wie gesagt sieht die Praxis für die meisten von uns anders aus: Für die allermeisten ist Musik Hobby, und dementsprechend nimmt man eben die nächstbeste Besenkammer, um sich da auszutoben. Meine Vermutung ist, dass das in dem Szenario die falschen Lautsprecher sein dürften. Aber auch, wenn man mehr Platz zur Verfügung hat, ist ein „Sidefire“-Bass sicher wesentlich „aufstellungsempfindlicher“ als „traditionellere“ Konzepte. Das legt der Test auch schon etwas nahe, jedoch leider ohne weiter darauf einzugehen.
Das oben gezeigte Foto jedenfalls, wo der abgebildete Gitarrist den seitlichen Basstreiber wandnah „hinter“ seinen Computermonitor spielen lässt…, also ganz ehrlich: Das kann fürs Abmischen nicht gut sein. 😅 So eine Aufstellung würde die in dem Test angesprochenen „aufgeblähten unteren Mitten“ durchaus erklären. Bei der Aufstellung müsste man eher noch froh sein, wenn das die einzigen Probleme sind, die auftreten.
Uff! Deutlich lauteres Grundrauschen als die C88? Das ist heftig, denn die rauschen schon recht deutlich (erst ab ca. 1,50 m Abstand spielt es keine große Rolle mehr).
Aber das ist vermutlich der Preis für die viele Power.
4 ms Latenz finde ich übrigens schon ziemlich kritisch.
Das Konzept finde ich ansonsten sehr gelungen und vollständig. Naja, hoffe es gibt dann bald eine V2 mit besserem Koax Treiber, besserem Rauschverhalten und niedrigerer Latenz. Darf dann meinetwegen auch das doppelte Kosten.
@arnte warum überhaupt eine latenz?
wegen dem DSP?
@Numitron Ja genau. Jeder DSP hat etwas latenz.
@steme OK, danke!
probiere heute die Fluid audio fx5!
Hi danke für den Test.
Warum bekommen die Hersteller das nicht hin, rauscharme Verstärker und Boxen zu produzieren? oder ist das so gewollt, um noch teurer zu verkaufen?
Hörbares Rauschen ist doch gerade im Studio ein Störfaktor.
@DJ Ronny Das geht schon. Es gibt da so einige sehr gute Speakers mit rauscharmen Class-D Amps.
Aber das Stichwort hier ist wohl: Kosten! Billiger Amp -> Preiswerterer Speaker. Moeglicherweise auch schlechte Endkontrolle in der Fabrik.
Interessant ist, dass das Rauschen gerade bei den Palmer Orbit11 wohl sehr unterschiedlich bewertet wird: Siehe Tests bei Bonedo oder Audiosciencereview. Es gibt aber halt auch Streuungen.
Ich habe hier gerade Adam A7V und sogar sehr preiswerte Avantone Gauss7 im Studio. Da rauscht nix!
Muss aber fairerweise zugeben: Beim ersten Paar der Gauss7 hat ein Speaker furchtbar laut gerauscht. War offensichtlich defekt. Umgetauscht und beim zweiten paar ist jetzt Ruhe. So kann’s gehen…😉
800,00$ ist für einem monitor nicht billig.
Minus: klangliche schwächen.wie kann ich das verstehen?
ich meine frequency linie ist relative sauber. in welchen bezug oder was ist reference?
@Viertelnote Mit klangliche Schwächen meint er vermutlich die Balance zwischen Bässe/Mitten/Höhen. Diese haben viel Bass und dafür sind die anderen Frequenzen etwas darunter. Ist Geschmackssache, könnte aber beim abmischen oder produzieren stören oder gar von Nachteil sein. Er hat das aus Sicht eines Produzenten beschrieben.
[Reference] ist der Beiname der KS Digital C88 Monitore, die er zum Vergleich beschreibt. Er meint vermutlich nicht die deutsche Bedeutung für „Referenz“, was sinngemäß bedeutet: „ich nehme Bezug auf etwas!“ Seine Hauptmonitore, die bei jedem Test als Vergleich herhalten müssen, sind die „KS Digital C88 Reference“. Diese sind übrigens zum Produzieren aus besagten Gründen perfekt geeignet, wenn auch nicht günstig. Aber bei denen ist klangliche Neutralität das Nonplusultra und von der Firma KSD eine art Firmenphilosophie.
@Filterpad danke martin!🙂
nun ist klarer…hab reference nur anders bedeutet
thx:))
@Viertelnote Fuer diese Featureliste ist 800 pro Speaker ein super Angebot! Es gibt da kaum Konkurrenten, und wenn dann eher im Bereich um 1500 aufwaerts.