Auf der Decke angebracht wurde der verchromte Stoptail-Steg, bei welchem die Saiten von vorne eingesetzt und dann um den Steg herum geführt werden. Dieses System lässt die Saiten mit mehr Druck auf das Tailpiece einwirken und sorgt dadurch für eine bessere Übertragung der Schwingungen – und somit auch für einen sustainvolleren, fetteren Ton. Da dieses System allerdings über keine einzelnen Saitenreiter verfügt, gestaltet sich das Justieren der Oktavreinheit schwierig. Es befinden sich lediglich zwei winzige Inbus-Madenschrauben an der Rückseite in Höhe der in die Decke eingelassenen Bolzen, mit denen sich das dann bewerkstelligen lässt. Ab Werk befindet sich die Gitarre aber in einem einwandfreien Zustand. Und das betrifft nicht nur die Oktavreinheit, sondern auch das gut gelungene Werks-Setting mit der nicht zu hohen und trotzdem schnarrfreien Saitenlage.
Elektronik
Als Tonabnehmer wurden bei der PRS SE 245 sowohl in der Hals- als auch in der Stegposition zwei SE 245-Humbucker im „Zebra-Design“ verbaut. Geschaltet werden die Pickups über einen Dreiweg-Schalter, der sich wie bei den Les Paul-Modellen von Gibson griffgünstig am oberen Cutaway befindet. Je ein Volume- und Toneregler mit bernsteinfarbenen Poti-Knöpfen sorgen für den Grundsound, der das Instrument in Richtung Verstärker verlässt. Leider lassen sich die Tonabnehmer weder durch einen Switch, noch durch sonstige Schaltungsmöglichkeiten dazu bewegen, auch im Singlecoil-Modus genutzt zu werden, was die Soundvielfalt der SE 245 natürlich noch einmal bedeutend aufgewertet hätte.
Zugang zu der Elektronik findet sich auf der Rückseite des Bodys (erwartungsgemäß) in Form einer Fräsung für den Dreiweg-Schalter bzw. einer Aussparung für den Zugang zu den Potis.
An den Potis und auch am Schalter sind keinerlei Kritikpunkte zu finden. Sie wirken solide und robust und sollten dem Besitzer somit über Jahre hinweg Freude bereiten.




























