Sound/Praxis
Im unverstärkten Zustand zeigt die SE 245 bereits einen sehr lauten und knackig-drahtigen Grundsound, welcher durch keinerlei Schnarren, Deadspots oder ähnliche unerwünschte Artefakte getrübt wird. Die Bespielbarkeit des Halses kann man als sehr gut bezeichnen, hier hat PRS mit dem „Wide Fat-Profil“ wirklich einen guten Kompromiss zwischen einer bequemen Bespielbarkeit und einem soliden Hals-Shaping gefunden, zu dem man nur gratulieren kann! Und dank des Innen-Shapings des ohnehin schon großzügig ausgefrästen Cutaways, lässt sich der Hals so ganz bequem auch in den höchsten Lagen außerordentlich komfortabel bespielen, und die sauber eingesetzten und abgerichteten Jumbo-Bünde verzeihen auch mal den einen oder anderen Spielfehler großzügig. Weiterhin überrascht die SE 245 mit ihrem – trotz der Mahagoni-Konstruktion – leichten Gewicht, und das sorgt somit natürlich auch für ein recht entspanntes Spielgefühl, wenn die Gitarre mal für einen größeren Gig um den Hals baumeln muss. Ein wahrlich nicht zu unterschätzender Faktor: Wer einmal eine Les Paul (oder ein Instrument ähnlicher Gewichtsklasse) für zwei Stunden um den Hals getragen hat weiß, von was hier die Rede ist.
In den Amp eingestöpselt zeigen die hauseigenen Pickups ihre Qualitäten. Sie können nicht nur den akustischen Grundsound des Instrumentes nahezu perfekt wiedergeben, sondern glänzen auch mit einem sehr schönen Sustain und einem sehr guten, satten Bassfundament, ohne jedoch die Höhen zu arg zu beschneiden. Gerade im Distortion-Betrieb geben sie der Gitarre einen schönen Charakter, und fast könnte man daher glauben, dass hier vielleicht doch PRS-Pickups der amerikanischen Modelle verbaut wurden. Nebengeräusche und Brummen ist nicht festzustellen, dafür aber umso mehr ein kräftiger Output, der auch schwachbrünstigen Amps zur gewünschten Zerrung verhelfen kann. Und das alles, ohne den Sound zu zermatschen.


























