Test: PEARL eMERGE Hybrid Kit EM-53, E-Drums

27. Dezember 2019

Oberklasse Set mit super Sounds

PEARL eMERGE Hybrid Kit EM-53, E-Drums

PEARL eMERGE Hybrid Kit EM-53, E-Drums

PEARL hat uns in der Vergangenheit immer wieder mit Electronic-Drum Produkten überrascht: etwa mit dem e-Pro Drum-Set oder dem Mimic Pro Soundmodul. Für den neusten Coup wurde nun KORG mit seiner Wavedrum-Technologie als Partner mit ins Boot genommen. Laut Herstelleraussage wurde diese zur Wave-Trigger-Technologie weiterentwickelt und für das e/MERGE mit den neuen Mesh- und Cymbal-Pads „PUREtouch“ kombiniert. Zum Test stand uns das Hybrid Kit EM-53 HB zur Verfügung, das sich nicht nur preislich in die Oberklasse einreiht. Es besteht aus einem 4-teiligen Pad-Set mit akustischer Bassdrum sowie einer HiHat, einem Crash- und einem Ride-Becken, dem Icon-Rack und dem MDL-1 Sound Modul.

Überblick zum PEARL eMERGE Hybrid Kit

Als der Paketbote im Hausflur einen Turm aus mehreren großen Kartons baut, deutet zuerst alles auf eine Doppellieferung hin: Nicht weniger als 4 Pakete umfasst die Anlieferung des Sets. Und alle tragen sie das PEARL e/MERGE-Logo! Doch tatsächlich – jedes trägt für sich eine eigene weitere Beschriftung: Das kleinste und schwerste Paket nennt sich Hardware-Set und verbirgt das ICON Rack in sich. Die drei großen Kartonagen enthalten das Cymbal-Pad-Set samt Sound-Modul, das Drum-Pad-Set sowie die Hybrid-Bassdrum.

Alles ist sehr gut und sicher verpackt. Für jedes Pad gibt es einen eigenen Innenkarton (der aufgrund seiner dickwandigen Ausführung bereits locker als Versandkarton fungieren kann) mit deutlicher Kennzeichnung hinsichtlich des Inhalts. Innen befinden sich Kunststoff-Quader mit passenden Aussparungen – das fixiert den Inhalt sehr gut, ist sehr leicht und schont die Oberflächen der Pads.

Allein die Verpackung der Hybrid-Bassdrum ist weniger gelungen: So verteilen sich beim Öffnen prompt unzählige Styropor-Kügelchen in alle Himmelsrichtungen. Zwar sichern die Styropor-Platten die Bassdrum sehr gut nach allen Seiten ab, jedoch sind im Karton einige davon gebrochen und nun „kleben“ die statisch aufgeladen Krümelchen sowohl am Kessel und den Fellen als auch am Karton. Das ruft einen viertelstündigen Staubsauger-Einsatz hervor, vorausgesetzt man will die Wohnung nicht weiß gesprenkelt dekorieren. Das ist wirklich unschön – hier wäre ebenso die Verwendung des Kunststoffmaterials, die die Pads bestens schützen, zu begrüßen!

PEARL eMERGE Icon Rack DR80EM

Aufbau des Pearl E-Drumsets

Das ICON-Rack DR-80EM besteht aus massiven Rohren mit 1,5 Zoll Durchmesser in glänzendem Chrom. Die Verbindungsstangen sind quadratisch in matter Optik ausgeführt. Die Einzelteile sind schnell zusammengesteckt und stehen komplettiert wie eine Bank – Respekt! Schade nur, dass keine Anleitung beiliegt. Also erst einmal die PEARL Website besuchen und downloaden und dann hoffen, dass im Verlauf des Aufbauens kein schweres Einzelteil auf das Display des elektronischen Gerätes fällt – oh wie schön war das doch mal mit den praktischen beiliegenden papiernen Kurzanleitungen.

Die Beckenarme CH-830ES mit kurzem Ausleger und die 3 Tomhalterungen TH-70E mit Memory-Klemmen sind ebenso in klassisch glänzendem Chrom gestaltet. Hier kommen alles bewährte und bekannte Ausführungen zum Einsatz. Das vordere linke Standrohr dient dem Crash-Becken als Fuß. Das Ride-Becken erhält eine Halterung an der Querstange und ist somit flexibler einstellbar. Für die Snare-Drum wurde auf den S-830 Snare-Stand zurückgegriffen. Allein das Bassdrum-Pedal und die HiHat-Maschine sind nicht im Lieferumfang enthalten. Dies bedeutet keinen Nachteil, sondern auch den Vorteil, dass hier jeder auf seine gewohnten Pedale zurückgreifen kann. Für die Halterung des Soundmoduls liegt die geschwungene PEARL Clamp PCR-50L bei. So kann das Modul noch etwas aus dem Bereich der Querstange herausgeschwenkt werden, denn die Montage erfolgt auf dem äußeren Standrohr.

PEARL eMERGE Tom Pad

Beim Auspacken der Pads ist die Freude groß: Alle 3 Tom-Pads haben unterschiedliche Größen. So gibt es ein EM-10T PUREtouch Tom-Tom-Pad in 10“, ein EM-12T in 12“ sowie ein EM14-T in 14“ – folglich alles klassische Tom-Größen. Prima, hier fühlt man sich gleich wie an einem akustischen Drumkit.

Alle Tom-Pads verfügen über eine 2,5“ Tiefe, das optisch passend zum Bassdrum-Kessel auch glänzend schwarz ausgelegt ist. Die Unterseite wölbt sich leicht nach innen und erinnert aufgrund der kleinlöchrigen Struktur an vergleichbare Pads. Während des Tests machen sich auf den leicht graufarbenen 6-lagigen Mesh-Heads, die nach innen heller abgesetzt sind, keine Stickmarks bemerkbar. Die Rims sind im Bereich von 10 bis 2 Uhr mit einem weiteren etwas breiterem Aufsatz versehen: Diese Region „gehört“ jeweils dem zweiten Sound.

Die Anschlüsse für die Klinkenstecker befinden sich beim 10″ Pad auf 3 Uhr und beim 12“ Pad auf 9 Uhr. Dies schränkt die Platzierung der beiden Pads bei einer sehr engen Position zueinander etwas ein. Beim 14“ Pad liegt die Buchse auf 4 Uhr. Die Lage der Buchsen hier in der Nähe der jeweiligen Tomhalterung zu lokalisieren, wäre hinsichtlich der Verkabelung eine durchaus bequemere Variante.

PEARL eMERGE Snare Pad mit aufgelegten Sticks

Natürlich darf ebenso das 3-Zonen Snare-Pad EM-14S nicht fehlen – ebenfalls im klassischen 14“ Snare-Maß. Es verfügt auf etwa 10 Uhr über eine eckige Abdeckung des Schlagfells, um auf die Wave-Trigger-Technology aufmerksam zu machen. Durchaus ein Hingucker, der das Spielen auf dem Pad während des Tests auch nicht beeinträchtigen sollte.

Von 10 Uhr bis 4 Uhr ist der Snare-Rim nochmals deutlich mit einer Gummierung verstärkt worden. Dies dient über diesen Bereich hin zum Antriggern des Rim-Clicks und ermöglicht ganz klassisch die Spielweise mit der linken Hand wie auf einer akustischen Snare, wenn also der Drum-Stick von ca. 10 Uhr auf 2 Uhr zum Rim-Click intuitiv „aufgelegt“ wird. Auch erlaubt das sonstige Rim-Gummi das klassische aufrechte Auflegen der Sticks in einer Drum-Pause, ohne dass diese vom Pad rollen (siehe Bild). Die Response der Mesh-Pads ist tadellos. Beim ersten Schlagtest fühlt man sich sofort wohl und benötigt keine Anpassung der Spieltechnik auf „eine andere Schlagfläche“.

PEARL eMERGE Hybrid Bassdrum EM18B

Die hybride 18“ Bassdrum EM-EBP besteht aus einem klassischen Holzkessel in schwarz glänzendem Finish mit Chrom-Hardware. Innenseitig verfügt sie über eine großzügige Trigger-Fläche für den Beater, der auch Doppelpedale erlaubt, sowie einen PEARL Bassdrum-Muffler zur Dämpfung des akustischen Klangs. Das ist schon recht praktisch, wenn man als Hersteller bereits bewährte Komponenten im Portfolio hat und sich deren bedienen kann.

Alle Komponenten sind durch das Schlagfell auch erkennbar. Leider ergab sich beim Verkabeln die Situation, dass keine Klinkenbuchse im Kessel zu finden war. Durch das Abnehmen des Schlagfells wurde der Grund erkennbar: Die interne Steckverbindung zur äußeren Klinkenbuchse war nach innen gefallen – denn es fehlte an der Kesselaußenseite die Mutter zum Festziehen des nach außen führenden Gewindes.

Für den Test wurde der Klinkenstecker von außen einfach mit der internen Verbindung zusammengesteckt und das Schlagfell wieder montiert – und siehe da, auch ohne Mutter hielt es dem Test stand. Natürlich sollte hier die Mutter auf dem Kessel nicht fehlen und die Steckbuchse fest sein. Als nettes Gimmick gibt es in der Bassdrum noch eine rote LED-Beleuchtung, sobald man mit dem Spiel beginnt.

PEARL eMERGE Hybrid Bassdrum mit LED

Das schwarze PUREtouch Cymbal-Pad-Set umfasst ein 3-Zonen 18“ Ride-Cymbal (EM-18R), ein 15“ Crash-Becken (EM-15C) sowie eine 14” HiHat (EM-14HH).  Das 15“ Crash wurde vermutlich als Kompromiss zur gängigen 16“ Crash-Größe gewählt – ein 14“ Crash wäre sicher auch für viele Trommler ausreichend.

PEARL eMERGE Ride-Becken in 18″

Die 18“ Größe beim Ride-Becken offenbart sich im Handling als gute Wahl – trotz gängiger 20“ Variante bei akustischen Becken. Alle Anschlussbuchsen auf der Unterseite sind komfortabel erreichbar.

PEARL eMERGE Cymbal Pad – Anschlüsse auf der Unterseite

Die Konstruktion der 14“ HiHat besteht aus einem Becken-Pad und einen trichterförmigen Unterteil, das eher einem Gitter entspricht als einem Pad. Zudem ist dieser Trichter wesentlich leichter und dünner als ein Pad. Das Material der Becken-Pads ist insgesamt recht dick, wenn auch nicht zu dick und auch gut griffig – beispielsweise beim Abstoppen der Becken. Die Oberfläche ist glatt und matt – allein der silberne „Keil“ mit roten Flügeln am Beckenrand, der der Schlagregion genau gegenüber liegt, sticht deutlich hervor.

PEARL eMERGE Hi Hat – EM14HH

Als zweites fällt beim Ride-Becken die rote Umrandung um die Beckenkuppe auf. Dieser Kunststoffring setzt die Kuppen- von der Bow-Region ab und „hilft“ somit intuitiv, die verschiedenen Sounds anzuspielen. Im Verlauf des Spielbetriebs werden Stickmarks auf allen Cymbal-Pads sichtbar, die jedoch nur bei näherem Betrachten erkennbar sind. Ein Abrieb von der Oberfläche machte sich nicht bemerkbar.

PEARL eMERGE Cymbal mit Stickmarks

Die Beckenaufhängung fällt mit einem großen Mittendurchmesser der Pads ins Auge. Zum einen ist dies hinsichtlich des Aufhängens einfacher und zum anderen erlaubt dies mehr Spielraum zum Schwingen des Pads – wenngleich die Schwere der Pads nur ein moderates Schwingen erlaubt. Die Response ist ausgewogen gut gelungen.

PEARL eMERGE Beckenaufhängung

Einziger Wermutstropfen: Sowohl die Mesh-Pads als auch die Cymbal-Pads bringen ein vergleichsweise lautes Schlaggeräusch mit sich. Hier gibt es deutlich leisere Mesh-Pads auf dem Markt.

Der Multi-Trigger-Kabelbaum ist nachvollziehbar beschriftet und die Kabellängen sind ausreichend gewählt. Insgesamt gestalten sich der Aufbau und das Einrichten sehr zügig und komfortabel.

PEARL eMERGE MDL1 Sound Modul

Pearl eMerge MDL1 Drum Modul

Durch den schwarzen Grundton und die weißen Buttons kommt das Sound Modul MDL-1 passend zum Layout des Kits daher. Über den mittig platzierten silbernen Drehknopf mit integriertem roten Enter-Knopf werden die einzelnen Drum-Kits oder Parameter eingestellt.

Die 5 schwarzen Drehregler sind zuständig für Tempo/Metronome, Input Volume, Headphones Out, Master Out, Balance/Song und verfügen teilweise auch über Start/Stopp-Funktionen beim Drücken. Die Sichtbarkeit deren Einstellpegel ist leider kaum gegeben. Zwar gibt es eine entsprechende Vertiefung im Drehknopf, allerdings wäre hier eine abgesetzte Farbgebung sehr hilfreich. Und das nicht nur bei dunkler Umgebung! Darüber hinaus gibt noch den Power-Button, den EXIT-Knopf für die Einstellungsebenen sowie 4 Funktionstasten unter dem rechteckigen blau leuchtenden LC-Display.

Allein der Ambience-Fader erlaubt direkt den Zugriff auf den Raumklang/Mikrofonie von „weit entfernt“ (wet) bis hin zu „nah dran“ (off). Aus nachvollziehbaren Gründen funktioniert dieser nur bei den akustischen Sounds. Die 8 großen weißen Buttons auf der Oberseite leuchten bei Aktivierung deutlich rot. Sie entsprechen den verschiedenen Kategorien der Drum-Kits: Natural, Modern, Studio, Vintage, Electronic, Hybrid, World und User. Pro Kategorie gibt es 5 verschiedene Drum-Kits.

PEARL eMERGE MDL1 Seitenansicht links

Die Anordnung der Anschlüsse ist logisch und durchdacht. Auf der Frontseite befindet sich vorne links der Anschluss für die Kopfhörer (6,3 mm Buchse) – das ist einfach der ideale Platz dafür. Auf der linken Geräteseite befinden sich 8 Direct-Ausgänge (6,3 mm), die zwar flexibel zuzuordnen sind, jedoch bezogen auf den Output-Level nicht verändert werden können, sowie die beiden anpassbaren Master-Ausgänge L und R. Auf der Kopfseite gibt es die Buchsen MIDI, USB-A Anschluss für WAV-Files und Einstellungsdaten, den USB-to PC-Port (für Audio- & MIDI-Daten), Aux-In (3,5 mm) und die Stromversorgung für das externe Netzteil.

PEARL eMERGE MDL1 Rückseite

Auf der rechten Gehäuseseite gibt es die DB-25 Schnittstelle für das Multi-Trigger-Kabel sowie 3 zusätzliche Eingangsbuchsen für weitere Cymbals/Pads (6,3 mm). Die Unterseite verfügt über eine integrierte Halterung für die Rack-Klemme.

PEARL eMERGE MDL1 Seitenansicht rechts

 

PEARL eMERGE Modul Unterseite mit integrierter Halterung

Das Modul verfügt über folgende Einstellungsmöglichkeiten: individuelle Soundzuordnung pro Pad, Auswahl der angeschlossenen Pad-Typen, Einstellung von Threshold und der Tonhöhe/Stimmung und Instrumentenlautstärke, Equalizer mit 3 frei einstellbaren Frequenzbändern im Bereich 60 Hz bis 15.400 Hz (von -18 dB bis hin zu +18 dB in 0,5 dB Schritten), Effektauswahl pro Instrument (z.B. Kompressor), Lautstärke des kompletten Drum-Kits und der einzelnen Sounds, Panning pro Sound, Sensibilität der Eingangskanäle, Raumklanganteil für das gesamte Kit sowie Minimum- und Maximal-Level des Kits.

PEARL eMERGE Sound Modul Edit-Modus Soundauswahl

Im Abschnitt Training Utility befindet sich eine interne Aufnahmefunktion (bis zu 12 Stunden) mit Hinweis auf bereits aufgenommene und noch verbleibende Zeit, die Anzeige zum aktuellen Takt, die Wiederholungsfunktion von Teilen, die Anpassung bzw. Veränderung der Wiedergabegeschwindigkeit.

Darüber hinaus kann das Übersprechen von Pad zu Pad durch die Crosstalk-Channel-Funktion beeinflusst werden. Ebenso können die Pads auch das Vorspringen bei den Kits, das Tapping des Tempos sowie das Starten und Stoppen von WAV-Files übernehmen. Natürlich gibt es ein MIDI-Menü mit Anpassungen zu Kanal und Note etc. Die Helligkeit des Displays kann angepasst und die LED in der Bassdrum kann aktiviert/deaktiviert werden. Abschließend sei noch erwähnt, dass das Modul über eine einstellbare Auto-Power-Off-Funktion verfügt.

PEARL eMERGE Sound Modul Edit-Modus Frequenzen

PEARL bietet mit 700 Sounds und 35 voreingestellten Drum-Kits eine enorme Bandbreite. Diese reichen von akustischen und elektronischen Drum-Kits über Percussion-, EFX-Sounds und Orchester-Schlagwerk.

Das Laden der einzelnen Kits dauert maximal 10 Sekunden. Währenddessen leuchtet ein kreisendes Symbol auf dem Display, das den Ladevorgang anzeigt.

Das Metronom lässt Tempi von 30 bis 300 BPM zu. Es können maximal 50 Tempi eingespeichert und benannt werden. Die einstellbaren Taktarten reichen von Halben, Vierteln, Achteln, triolischen Achteln bis hin zu Sechzehnteln. 10 verschiedene Sounds sind auswählbar (u.a. menschliche Stimmen) und ebenso gibt es eine Tap-Funktion. Ebenso lässt sich die Lautstärke des Clicks einstellen.

PEARL eMERGE Metronome

Klang des Pearl eMerge E-Kits

Turn the power on! Das erste Set namens „Legacy“ aus der Abteilung Natural bringt es sofort zu Tage: Au weia, die Ansprache des HiHat-Beckens ist ohne Kalibrierung nicht wirklich erquickend. Nach der kinderleichten Kalibrierung funktioniert das Zusammenspiel beim Öffnen und Schließen der Maschine aber nahezu tadellos. Das Abstoppen sowie das Ancrashen der Becken gelingen hingegen sofort problemlos. Die Response der Mesh-Pads ist sehr gut und die Anschlagdynamik wird sehr gut wiedergegeben. Feine Ghostnotes werden genauso wie kraftvolle Schläge reproduziert. Toll!

Bei den Natural Kits gibt es auch ein Jazz Set – dies nennt sich „Blu Note“ und findet sich unter Natural 02. Ein echtes Highlight ist das Kit „Studio Reference“ (Natural 04).

Im Abschnitt Modern gibt es das sogenannte „Sandman“-Kit: Gewaltige Toms und eine knackig kurze Bassdrum stehen im Zeichen der Heavy-Fraktion.

Um die Wirkung des Ambience-Reglers darzustellen, wurde in den folgenden Audiofiles das Studio Kit 05 „Modern Soul“ zuerst mit mittlerer Einstellung, dann mit maximaler Einstellung (= Wet Sound) sowie mit minimaler Einstellung (= Dry Sound) eingespielt.

Das „First Call“ Studio-Kit offenbart trockenen Akustik-Sound, der im Studio anscheinend aus Sicht von PEARL die erste Wahl darstellt. Für die rockige Power-Ballade eignet sich passenderweise das Kit Studio 02 „Power Ballad“. Auch das Studio-Kit 03 „High Fidelity“ ist absolut hörenswert.

Ergänzend noch ein paar Eindrücke aus den Kits Electronic 02 – Drum & Bass sowie Electronic 03 – Dub und World 05 – Orch Kit. Gerade bei Letzterem gefällt die geschmackvolle und moderate Reglung des Ambience-Anteils.

Als besonderer Tipp gilt es, das Hybrid 03 – „Tip Jar“ anzutesten. Hier finden sich beispielsweise gute Cajon-Sounds.

PEARL bietet u.a. auch Samples des Crystal-Beat-Sets, des Session-Kits, 808-Sounds, Becken verschiedenster Größen (PST, SBN, ZLD), Timbales, Roto-Toms, Pandeiro, Tambourine, Congas, Surdo, Agogo, Udu und Woodblock an.

Die Übersicht der Instrumentenliste listet insgesamt 44 Snare-Drums, 21 HiHats, 24 Crashes, 16 Rides, 1oo Tom Toms, 36 Bassdrums, 50 Percussions, 100 Elektro-Sounds sowie Chinas und Orchester-Sounds auf.

Fazit

Welch Wonne – das Spielen auf dem e/MERGE macht aufgrund der sehr guten Reproduktion der Anschlagsdynamik auf Drum-Pads und Cymbal-Pads großen Spaß! Die Soundvielfalt ist gut und die Qualität derer hervorragend. Nicht nur akustische, sondern auch elektronische Sounds bieten einen breiten Querschnitt für verschiedenste Stilrichtungen.

Das Rack ist wertig und stabil. Die Pads weisen trotz hohem Gewicht kaum Eigenschwingungen auf. Kleines Manko: Das laute Anschlaggeräusch kann auch durch einen geschlossenen Kopfhörer wahrgenommen werden.

PEARL hat mit dem e/MERGE Hybrid Set ein sehr gutes Oberklasse Komplett E-Drum Set entwickelt. Insgesamt eine feine Sache, die PEARL zusammen mit KORG hier auf den Markt gebracht hat. Bravo!

Plus

  • sehr gute akustische Drum-Sounds in 5 Stilrichtungen
  • sehr gute Sensibilität aller Pads und tadellose Klangreproduktion
  • vielfältige Soundauswahl (neben akustischen Drum-Sets auch Percussion- und Elektro-Sounds)
  • gewohnte Durchmesser bei Snare (14“) und Tom Pads (10“, 12“ und 14“)

Minus

  • vergleichsweise laute Spielgeräusche auf allen Pads
  • nur ein Crash-Becken im Set und bislang kein Erweiterungs-Kit verfügbar

Preis

  • 4.199,- Euro
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