Test: Peavey 16FX Mischpult

In der Praxis

Nun hängen also zwei Synthesizer, ein Shure SM58 sowie ein AKG C3000 an den Kanälen, das Einpegeln fällt mit der PFL-Funktion leicht. Beim anschließenden Mix fällt mir ein sehr praxisgerechtes Feature auf: Selbst wenn die Masterfader ganz heruntergezogen sind, arbeiten die roten Clip-LEDs der L/R-Aussteuerungskette. Das bedeutet, dass man die summierten Signale, welche auf den Stereobus auflaufen, gleich auf Übersteuerung hin überprüfen kann. Somit läuft man nicht Gefahr, ein schon überfahrenes Summensignal verstärkt auszugeben und kann bereits im Vorfeld mit den Kanalfader reduzieren.

Die Mikrofon-Vorverstärker sind sehr rauscharm und vertragen auch höhere Gain-Einstellungen, ohne dass es gleich wie in der Badewanne rauscht. Sie bilden das anliegende Signal ohne hörbare Verfälschungen ab und haben tendenziell einen leicht höhenbetonten Charakter. Ich wiederhole: „leicht“, es handelt sich lediglich um ein frisches Lüftchen, welches dem Signal ein ganz klein wenig mitgegeben wird.

Die EQs sind im positiven Sinne unauffällig und machen ihren Job gut. Sie haben genug Biss, um unschönes Mittengesäge zu eliminieren und klingen meiner Meinung nach beim Absenken am besten. Bei den Frequenzen zwischen 1000 und 5000 Hz erscheinen sie mir ab 6 dB Anhebung ein wenig forsch und fangen dann an, das Klangbild tendenziell frostig zu machen. Allerdings ist eine Anhebung von 6 dB in diesen Frequenzbereichen bei einer Livebeschallung äußerst selten, da man sich hiermit erstens keinen besonders guten Klang einhandelt und zweitens die Gefahr der Rückkopplung enorm ansteigen würde. Es sei nur der Vollständigkeit halber erwähnt, um auch die Grenzen eines solchen EQs aufzuzeigen, da es eben auch solche gibt, die bei diesen Anhebungen einen gutmütigeren Grundcharakter haben, allerdings auch nur in wesentlich teureren Pulten zu finden sind. Die beim Peavey verbauten EQs würde ich als guten Durchschnitt bezeichnen, mit denen man zu 90% ein zufriedenstellendes Ergebnis zustande bringt (richtige Mikrofonierung und Positionierung natürlich vorausgesetzt).

Klangbeispiele
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