Here I Go Again!
Mit der Peavey Adrian Vandenberg Rock-it Pink bringt Peavey ein knalliges Comeback für Adrian Vandenberg auf die Bühne – ein Signature-Modell, das Power, Stil und Spielfreude in sich vereint.
- Signature-Modell: Entwickelt für Adrian Vandenberg, basierend auf seinem ursprünglichen Peavey-Modell von 1988.
- Rocktaugliche Specs: Mahagoni-Body, Seymour-Duncan-Pickups, Floyd-Rose-Vibrato und durchgehender Hals.
- Hervorragende Ergonomie: Flaches Halsprofil, 15″-Radius und perfekte Bundierung für modernes Spielgefühl.
- Vielseitiger Sound: Humbucker mit Push-Pull-Funktion plus Singlecoil für druckvolle Leads und brillante Cleans.
Inhaltsverzeichnis
Peavey Adrian Vandenberg Rock-it Pink
Adrian Vandenberg ist ein Name, der in der Rock- und Hard-Rock-Szene seit den 1980er-Jahren fest verankert ist. Als Gründer der niederländischen Band Vandenberg machte er sich mit melodischen Riffs, prägnanten Soli und technisch versiertem Spiel einen Namen, bevor er als Gitarrist bei Whitesnake in den Fokus der Metal-Welt rückte. Vandenbergs Gitarrenstil zeichnet sich durch klare Artikulation, schnelles Legatospiel und gefühlvolle Clean-Passagen aus – Eigenschaften, die auch sein erstes Signature-Modell von Peavey widerspiegelte.
Seine erste Zusammenarbeit mit Peavey begann 1988, als das erste Vandenberg-Signature-Modell auf den Markt kam. Dieses Modell wurde in den USA gefertigt und war bis 1994 erhältlich. Die Rock-it Pink entstand als Weiterentwicklung dieses Instruments, um ein Modell zu schaffen, das Vandenbergs charakteristische Spielweise unterstützt und gleichzeitig für moderne Rock- und Metal-Spieler zugänglich ist. Neben dem markanten Rock-it-Pink-Finish unseres Testmodells stehen zudem noch zwei weitere Varianten zur Auswahl:
- Purple Flame Maple: Ein tiefes, fast transparentes Rot mit feiner Flammstruktur, das an einen edlen Ahorn-Look erinnert.
- Matte Black: Ein schlichtes, mattes Schwarz, das der Gitarre ein modernes und zeitloses Erscheinungsbild verleiht.
Alle drei Modelle verfügen über die gleiche Ausstattung, einschließlich Mahagoni-Korpus, Set-Thru-Hals, Seymour-Duncan-Pickups und Floyd-Rose-Vibrato.
Die Gitarre wird in der Tschechischen Republik gefertigt, was eine solide Verarbeitungsqualität und zuverlässige Hardware verspricht. Die Peavey Adrian Vandenberg Rock-it Pink vereint klassische Rockoptik mit durchdachter Technik und ist für Spieler gemacht, die ein vielseitiges, gut ausgestattetes Arbeitstier suchen, das sowohl auf der Bühne als auch im Studio eingesetzt werden kann. Was genau die pinke Lady zu bieten hat, werden wir nun im folgenden Review klären.
Facts & Features
Die Peavey Adrian Vandenberg Rock-it Pink besitzt einen massiven Mahagoni-Korpus, während ein durchgehender Mahagoni-Hals zusätzlich für ein kraftvolles Sustain sorgen soll. Das Griffbrett besteht aus Ebenholz, bietet eine glatte, einfach zu bespielende Oberfläche und trägt die markanten Vandenberg-Signature-Inlays. Mit 24 Medium-Bünden und einem Griffbrettradius von 381 mm (15″) lassen sich sowohl schnelle Soli als auch komplexe Akkordgriffe komfortabel abfeuern. Das Custom-Flat-D-Halsprofil ist relativ flach, was moderne Spieltechniken zusätzlich unterstützt.
Auch der Hals-Korpus-Übergang ist extrem ergonomisch ausgefallen und setzt der Greifhand beim Bespielen der oberen Lagen kaum nennenswerten Widerstand entgegen. Die Bundierung ist hervorragend gelungen – nichts kratzt, piekt oder ragt über, und auch die Oberflächen der 24 Metallstäbe wurden einer sorgfältigen Politur unterzogen, sodass Bendings und Slides von Anfang an leicht von der Hand gehen.
Ein Blick auf die Rückseite des Korpus zeigt versenkt eingesetzte Abdeckungen für das Vibrato- und Elektronikfach sowie im oberen Teil die beliebte „Bierbauchfräsung“, wodurch sich das Instrument komfortabel an den Körper des Spielers anschmiegt.
Die Hardware der Peavey Adrian Vandenberg ist konsequent auf Performance ausgelegt. Das Floyd-Rose-Tremolo erlaubt expressive Dive-Bombs, ohne das Instrument auch nur einen Cent aus der Stimmung zu bringen. Ein kleines Manko ist lediglich die Verschraubung des Hebels mit einer Hutmutter, die den Spieler erneut vor die Wahl stellt: Entweder zu fest angezogen – und der Hebel bleibt nach der Benutzung stur in seiner Position – oder aber zu locker geschraubt, was zu einem wackeligen Sitz führt. Kennt man schon lange, ist aber trotzdem immer noch nervig. Zumindest für mich persönlich.
Die am Reversed-Headstock angebrachten Schaller-15-Mechaniken gewährleisten ein einfaches Stimmen, sitzen für meinen Geschmack (bzw. für meine Fingergröße) jedoch zu eng beieinander. Aber oft muss man die Tuner ja nicht benutzen – nach dem Arretieren sorgen wie gewohnt die Feinstimmer am Vibratoblock für den finalen Schliff. Und das tun sie gut und sehr präzise.
Das Instrument wird ab Werk mit D’Addario EXL125 XL .009–.046-Saiten bespannt, die einen ausgewogenen Klangcharakter und ein gutes Ansprechverhalten bieten. Exakt diese Saiten nutze auch ich seit über 20 Jahren auf meinen Gitarren. Es ist ein Hybrid-Saitensatz, bei dem die drei Basssaiten die Stärke eines 10er-Satzes und die drei oberen die eines 009er-Satzes aufweisen. So gibt es „untenrum“ genügend Pfund für fette Akkorde und Riffs, während die Melodiesaiten gleichzeitig ein einfaches Bespielen für Bendings und Slides ermöglichen.
Seymour Duncan Pickups
Elektronisch ist die Peavey Adrian Vandenberg Rock-it Pink mit einem Seymour Duncan TB-4 Humbucker am Steg und einem STK-S6 Custom Stack Plus Singlecoil am Hals ausgestattet. Diese Kombination deckt ein breites Klangspektrum ab: Der TB-4 erzeugt kraftvolle, definierte Mitten und einen vollen Low-End-Bereich, während der STK-S6 glasklare Cleansounds und dynamisches Spielverhalten für melodische Passagen liefert. Über das Push-Pull-Poti am Steg-Lautstärkeregler lässt sich der Humbucker auf Singlecoil umschalten, was den Sound der Gitarre noch einmal deutlich erweitert.
Die zwei Lautstärkeregler sowie ein 3-Wegeschalter erlauben eine flexible Soundgestaltung und präzises Mischen der Sounds beider Tonabnehmer. Die direkte Pickup-Anordnung ermöglicht ein schnelles Umschalten zwischen Steg- und Halsposition. Auf den Einbau eines Tone-Potis hat man verzichtet – was in meinen Augen aber absolut zu verschmerzen ist.
Die Peavey Adrian Vandenberg Rock-it in der Praxis
Die Bespielbarkeit der Peavey Adrian Vandenberg bietet ohne Zweifel das, was man von ihr bzw. einer modernen Metal-Gitarre erwartet. Die Mahagoni-Konstruktion mit dem verleimten Hals erzeugt eine unmittelbare Ansprache, die Sustain und Definition fördert. Das flache Halsprofil erlaubt schnelle Skalenläufe, Slides und Hammer-ons, ohne die Greifhand dabei zu ermüden. Dank des 15″-Radius am Griffbrett liegen Akkorde komfortabel in der Hand, ohne dass schnelle Licks eingeengt wirken.
Die Sattelbreite von 43 mm unterstützt präzises Fingerpicking und bietet dennoch genügend Platz für breite Akkorde oder anspruchsvolle Spieltechniken. Darüber hinaus bietet die pinke Lady eine sehr ausgewogene Ergonomie, das Gewicht hält sich in erfreulichen Grenzen und auch Kopflastigkeit ist bei dieser Gitarre zum Glück kein Thema. Somit pendelt die Vandenberg angenehm leicht am Gurt oder ruht, ohne den Drang, nach vorne zu kippen, auf dem Schoß ihres Spielers.
Das Floyd-Rose-Vibrato arbeitet wie bereits erwähnt absolut präzise und stimmstabil. Dive-Bombs, subtile Pitch-Variationen und Vibratos lassen sich sauber kontrollieren und durch die Unterfräsung unter dem Vibratoblock stellen auch kräftige Up-Bendings kein Problem dar. Entscheiden muss man sich eben nur, wie man den „Jammerhaken“ festschraubt, ohne dass er wackelt oder nach der Benutzung im Aktionsradius der rechten Hand stehen bleibt.
Klanglich zeigt die Peavey Adrian Vandenberg mit den zwei Duncans und der Push-Pull-Option einen enorm vielseitigen Sound. Der TB-4 Humbucker liefert durchsetzungsfähige Mitten und straffe Bässe, die sich in Bandkontexten bestens behaupten, und ergänzt mit seiner Singlecoil-Option den Grundsound noch einmal deutlich. Crunch-Rhythmen wirken knackig und dynamisch, Lead-Sounds klar artikuliert, ohne matschig zu werden. Der STK-S6 Singlecoil am Hals erzeugt dazu brillante Cleansounds, die sowohl für akzentuierte Arpeggios als auch für sanfte, melodische Soli geeignet sind. Mit den beiden Volume-Reglern lassen sich Übergänge zwischen kräftigem Humbucker- und subtilem Hals-Sound stufenlos gestalten.

Vorbildlich verrundete Bünde und coole Inlays vervollständigen das ausgezeichnete Bild, das die Peavey Adrian Vandenberg im Test hinterlässt.
Klangbeispiele
Für die folgenden Klangbeispiele habe ich die Peavey Adrian Vandenberg Rock-it Pink zusammen mit einem Orange Micro Dark Top und einer daran gekoppelten 1×12″-Celestion-Vintage-30-Box verwendet – mein Test-Setup. Vor der Box wurde ein AKG-C3000-Mikrofon in Position gebracht, aufgenommen wurden die Tracks in Logic Audio ohne weitere Effekte.
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Ein wunderschönes Instrument.
Damals in den 90ern wollte ich die Vandenberg Gitarre haben. Als meine Mutter nach dem Preis fragte, fragte sie mich danach, ob ich sie noch alle habe 😂
Beim Hughes & Kettner ATS 100 Twenty reagierte sie genauso. Den hab ich mir aber mittlerweile gegönnt 😊😂