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Test: Peavey Rock Master Preamp Pedal, Effektpedal

Rückkehr einer Legende

23. November 2025

Peavey Rock Master Preamp Pedal Aufmacher

Mit dem Peavey Rock Master Preamp Pedal bringt die US-Traditionsmarke einen echten Klassiker der 90er zurück – und das in modernem, Pedalboard freundlichen Format. Der legendäre Rock Master Tube Preamp galt in seiner 19″-Rack-Version als Geheimwaffe unzähliger Gitarristen, vom Texas-Blues über Classicrock bis hin zum frühen Metal. Besonders der ikonische Ultra Channel war für seine cremigen High-Gain-Sounds mit druckvollen Mitten und seidigen Höhen bekannt.

Bewertung

Peavey Rock Master Preamp Pedal

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Kurz & knapp
  • Was ist es? Neuauflage des 90er-Jahre-Klassikers Peavey Rock Master – analoger Preamp mit TransTube-Technologie im Pedalformat.
  • Kanäle & Sound: Clean bis High-Gain mit Gain-Boost, Mid-Shift und aktivem 3-Band-EQ (Bottom, Body, Edge).
  • Technik: Analoge Schaltung mit 30 V interner Spannung für hohe Dynamik und Headroom – kein Modeling, kein DSP.
  • Anschlüsse: 9 V Netzteil oder Batterie, kompakte Bauweise, Anschlüsse an der Stirnseite.
  • Praxis: Reagiert wie ein echter Röhrenkanal – dynamisch, warm, definiert, als Preamp vor Endstufe oder Amp nutzbar.
  • Fazit: Druckvoller, authentischer Peavey-Sound für Studio und Bühne – ideal für 90s-Rockfans und Analogliebhaber.

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Peavey Rock Master Preamp Pedal
Peavey Rock Master Preamp Pedal
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Peavey Rock Master Preamp Pedal

Peavey überträgt dieses Klangkonzept nun mit der firmeneigenen TransTube-Technologie in die Gegenwart mit einem analogen Schaltungsdesign, das das Verhalten einer echten Röhrenvorstufe inklusive harmonischer Sättigung und Kompressionsverhalten nachbildet.

Schon beim ersten Kontakt wird klar, dass Peavey hier nicht auf Retro-Optik, sondern auf Funktionalität setzt. Das Pedal ist kompakt, massiv und mit einer internen Betriebsspannung von 30 V ausgestattet, was ungewöhnlich hoch für ein 9-Volt-Gerät, aber entscheidend für Headroom und Dynamik ist. Damit soll das Pedal auf Anschlagsnuancen ähnlich sensibel wie ein Röhrenamp reagieren.

Das Peavey Rock Master Preamp Pedal versteht sich nicht nur als Zerrpedal, sondern als vollwertiger Preamp: Es kann vor einem Amp oder einer Endstufe betrieben werden. Für alle, die den legendären Peavey Sound im modernen Setup erleben wollen, soll dieses Pedal quasi eine Einladung zur Zeitreise mit aktuellem Komfort sein. Nun steht es vor mir auf dem Tisch und wartet darauf, begutachtet zu werden. Und den Gefallen tun wir ihm natürlich gerne!

Peavey Rock Master Preamp Pedal

Peavey Rock Master Preamp Pedal

Facts & Features

Das Gehäuse des Peavey Rock Master Preamp Pedals besteht aus mattschwarz lackiertem, dickwandigem Stahlblech und vermittelt einen bühnentauglichen Eindruck. Mit einem Gewicht von rund 400 g und den Maßen von 920 x 122 x 570 mm liegt es sicher auf dem Pedalboard. Die Anschlüsse sitzen an der Stirnseite, was wertvollen Platz spart und damit ein aufgeräumtes Board-Layout ermöglicht. Strom erhält das Pedal wahlweise über ein 9-Volt-Netzteil (nicht im Lieferumfang) oder eine Batterie, was es noch ein Stück weit mehr flexibel macht.

Im Zentrum des Pedals stehen fünf Regler und zwei Mini-Schalter, die direkt vom 19″-Vorbild übernommen wurden. Pre-Gain regelt den Eingangspegel und damit die Stärke der Sättigung, während Post-Gain als Master-Volume arbeitet und das Ausgangssignal steuert. Der aktive 3-Band-EQ unterteilt sich in Bottom (Bässe), Body (Mitten) und Edge (Höhen). Alle drei Regler greifen breitbandig, ohne unmusikalische Peaks zu erzeugen. Ein nettes Extra ist der Mid-Shift-Schalter, der die Einsatzfrequenz des Body-Reglers verschiebt und so den Mittencharakter an verschiedene Gitarren oder Styles anpasst – ein Feature, das bereits beim Original vorhanden war.

Neben dem Bypass-Schalter zur Aktivierung des Pedals schaltet ein zweiter Schalter den Gain-Boost hinzu, der das Signal nicht nur lauter, sondern auch satter und komprimierter machen soll. Damit deckt das Pedal sowohl Crunchsounds als auch High-Gain-Leadsounds ab. Die Regler laufen mit angenehmem Widerstand, präzise und ohne Spiel, was bei Feineinstellungen sehr hilfreich sein kann (Stichwort „Sweet Spot“). Weniger elegant sind die beiden mechanischen Fußschalter: Sie arbeiten zuverlässig, sind aber keine Softklick-Typen und erzeugen ein deutliches Klickgeräusch beim Umschalten.

In Kombination mit der Hard-Bypass-Schaltung bleibt das Signal allerdings vollständig unbeeinflusst und die integrierte Anti-Klick-Schaltung verhindert zumindest elektrische Schaltgeräusche im Signalweg. Dennoch kracht es ganz gewaltig, wenn man auf einen der Schalter trampelt.

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Die interne Elektronik arbeitet mit 30 V Betriebsspannung, was für ein Pedal dieser Größe beachtlich ist. Dadurch bietet der Rock Master ein außergewöhnlich hohes Maß an Headroom und soll so extrem dynamisch auf das Eingangssignal reagieren. Auch der Ausgangspegel ist kraftvoll genug, um Endstufen direkt anzusteuern – eine Eigenschaft, die ihn von klassischen Overdrives unterscheidet. Auf eine Speaker-Simulation wurde verzichtet, aber die gab es beim Original ja schließlich auch nicht.

In der Praxis

Im Praxis-Check zeigt sich schnell, dass der Rock Master Preamp kein gewöhnliches Distortion-Pedal ist, sondern eher wie ein kompletter Amp-Channel funktioniert. Vor einem clean eingestellten Röhrenverstärker gespielt, liefert das Pedal offene, dynamische Crunchsounds mit straffem Bassfundament und präsenten Mitten – sehr ähnlich den klassischen Peavey Rack-Preamps. Schon bei moderaten Pre-Gain-Einstellungen entsteht eine feine, röhrenähnliche Kompression, die das Spielgefühl dichter, aber nie leblos wirken lässt. Der Übergang von Crunch zu Highgain ist nahezu fließend und reagiert intensiv auf das Volume-Poti der Gitarre. Überhaupt tut sich an der Dynamik und dem Frequenzbereich nur wenig, wenn man das Volume-Poti an der Gitarre zurückregelt.

Wird der Gain-Boost aktiviert, verwandelt sich der Peavey Rock Master Preamp in ein High-Gain-Monster mit noch einmal mehr Sustain und dazu mit brutalen Gain-Reserven. Der Bassbereich bleibt aber auch dann noch straff und kontrolliert, die Mitten farbig, und die Höhen präsentieren sich eher seidig statt harsch – ein typisches Merkmal der Peavey-Sounds der 90er. Akkorde behalten ihre Struktur, einzelne Noten singen förmlich. Mit dem Body-Regler lässt sich das tonale Zentrum flexibel verschieben: tiefer eingestellt wirkt der Sound amerikanischer und „scooped“, höher eher britisch und mittenbetont mit hoher Durchsetzungsfähigkeit. Allerdings steigt mit zunehmender Verzerrung auch das Rauschspektrum an, aber das ist bei guten Amps oder Pedalen ja auch nicht viel anders.

Peavey Rock Master Preamp

Klangbeispiele

Um den Klang möglichst unverfälscht abzubilden, habe ich das Peavey Rock Master Preamp Pedal für die Klangbeispiele direkt in den Return des Fx-Loops meines Orange Micro Dark Tops eingestöpselt. Als Box diente eine 1× 12″ Celestion Celestion Vintage 30, als Mikrofon wurde ein AKG C3000 verwendet. Eingespielt wurden die Tracks mit einer Peavey Adrian Vandenberg (die wir auch hier schon zum Test hatten).

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Klangbeispiele
Fazit

Mit dem Peavey Rock Master Preamp Pedal gelingt Peavey die überzeugende Wiedergeburt eines echten 90er-Klassikers. Klanglich deckt das Pedal ein breites Spektrum ab, das von druckvollen Crunchsounds bis hin zu straffen High-Gain-Leads mit charaktervollem „Peavey-Biss“ reicht. Die TransTube-Schaltung liefert authentisches Röhrenfeeling, der EQ arbeitet musikalisch und die hohe interne Spannung sorgt für ausreichend Dynamikreserven.

Kleine Abstriche gibt es lediglich bei den lauten Fußschaltern und einem leichten Grundrauschen in hohen Gainsettings. Insgesamt aber ein äußerst gelungenes Preamp-Pedal mit Vintage-Charme, modernem Bedienkomfort und einem Sound, der den legendären Rock Master würdig weiterleben lässt.

Plus

  • authentischer Sound im Stil des originalen Rock Master Tube Preamps
  • musikalisch arbeitender 3-Band-EQ mit Mid-Shift-Funktion
  • Gain-Boost mit sattem, kontrolliertem High-Gain-Sound
  • robustes Metallgehäuse, kompakte Bauweise und Stirnseitenanschlüsse

Minus

  • keine Softklick Fußschalter
  • Rauschen bei hohen Gain-Settings

Preis

  • 199,- Euro
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Über den Autor
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Stephan Güte RED

Seit den frühen 80ern an den Drähten, die die Welt bedeuten. Musikalisches Mädchen für alles, sei es nun das Produzieren im Studio oder für Engagements als Bühnenmusiker. Seit 2004 im Team von Amazona.

Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    Axel Ritt RED

    Jetzt erinnere ich mich auch wieder warum ich meinen Peavey Deuce Combo vor knapp 35 Jahren verkauft und gegen einen Marshall 2210 getauscht habe.

    😉

  2. Mehr anzeigen
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