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Test: Philips DVT7500 Voice Tracer, Mobiler Recorder


Neuer Konkurrent für Handhelds?

Seit März 2017 erhältlich und als Erweiterung der Produktpalette der ansonsten eher für Stimme und Diktat konzipierten Recordern von Philips, gibt es mit dem Philips DVT7500 Voice Tracer nun ein digitales Aufnahmegerät, das sich die Aufnahme von Musik als vornehmste Aufgabe zum Ziel gesetzt hat. Unterscheiden tut es sich von den anderen Geräten vor allem durch die gut sichtbaren Mikrofone.

Kann sich Philips mit dem immerhin 299,- Euro teuren Gerät und damit in der oberen Mittelklasse positioniert einen Platz in dem inzwischen gut ausgestattetem Segment der Handheld-Recordern sichern?

Lieferumfang

Das 12,5 cm x 6 cm x 2 cm große Gerät kommt mit einem umfangreichen Zubehör, leider jedoch ohne gedruckte vollständige Anleitung. Wenigstens liegt die Kurzanleitung bei, die die Kunst der Bildsprache nahezu perfektioniert.

eine Kiste voll Zubehör

Eine Kiste voll Zubehör

Zum Zubehör gehören eine Schutztasche (außen mit einem Velours überzogen), ein Wind-Screen, ein USB- sowie ein Stereo-Klinkenkabel in 3,5 mm Ausführung. Das auffälligste Zubehörteil ist der XLR-Schuh, in den man den Philips DVT7500 einschieben und arretieren kann, um so auch zwei Mikrofone über XLR-Anschlüsse zu verbinden, denen auch Phantomspannung (24 V oder 48 V) geliefert wird. Dafür muss der XLR-Schuh aber erst aufgeladen werden, da er über einen eigenen Akku verfügt.

Innere Werte

Sofort fällt auf, dass es kein Batteriefach gibt. Der interne Li-Ion-Akku ist fest verbaut und verspricht eine Aufnahmezeit von bis zu 35 Stunden. Geladen wird der Akku über das mitgelieferte USB-Kabel. Eine Aufnahme versemmeln, weil man die Micro-SD-Karte vergessen hat, gehört mit dem Philips DVT7500 der Vergangenheit an, denn intern sind bereits satte 16 GB verbaut. Eine externe Mini-SD-Karte kann bis 64 GB groß sein.

ungewöhnliche Mikrofonanordnung

Ungewöhnliche Mikrofonanordnung

Am Kopf des ca. 170 g schweren Geräts befinden sich die Mikrofone, drei an der Zahl. Das ist durchaus etwas ungewöhnlich, denn eines ist für das Mittensignal gedacht, während die anderen Beiden in einer Art ORTF-Konfiguration für das Stereosignal sorgen. Eine „Art“ deshalb, da der Kapselabstand bei 40 Grad Öffnung zur Mittelachse lediglich 6 cm beträgt, weit entfernt von den geforderten 17 cm und 55 Grad.

Das Gerät liegt gut in der Hand und vermittelt, rein hardwaretechnisch einen soliden Eindruck. Ein Lautsprecher auf der Rückseite bietet die Möglichkeit, auch ohne Kopfhörer die Aufnahme auf grobe Fehler hin zu überprüfen. Die Klangqualität ist aber eher bescheiden.

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    L. Lammfromm

    Wenn es nur irgendetwas gibt, was wirklich niemals nur den Ansatz einer Chance hat in mein Studio zu gelangen, dann ist dies ein Produkt der „Weltfirma“ Philips. OK, vielleicht eine mit Phillips gelabelte LED-Birne, zuvor herabgesetzt.
    .
    Warum? Die Importagentur Phillips (billig in China einkaufen, dann einen Aufkleber „Philips“ draufbappen – und schon gilt man als Hersteller von Elektronikartikeln – LOL) hat schlicht keine Ahnung von professioneller Audiotechnik.
    .
    Ich kann mich an kein einziges Audio- oder Tontechnik-Produkt dieser Firma erinnern, das etwas anderes als pures Grausen bei mir ausgelöst hätte.

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      fkdiy •••

      Ja, das dachte ich mir auch. Schon komisch, wie der Miterfinder der CD ein paar Jahrzehnte später nur noch als teureres Medion wahrgenommen wird.

      Oder wie man bei uns aufm Dorf sagte: „Möchteste was, was funktioniert, oder darfs auch was von Philips sein?“

      Edit: http://orf.....4/2163866/

      „Für 150 Millionen Euro verkauft Philips seine schwächelnde Audio- und Videosparte an seinen japanischen Partner Funai. Die Marke Philips soll vorerst bestehen bleiben (…)“

      Ah ja, das hatte ich damals gar nicht mitbekommen.

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      gaffer AHU

      Kompaktkasette? CD? S/P Dif (Sony/Philips Data Interchange Format?) Ja ich gebe zu ein paar Jahre her, aber die wissen schon was Audio ist

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    Franz Walsch AHU

    Auf der Webseite wird es als Diktiergerät beworben, aber in der Beschreibung dazu als Musikeraudiorecorder.
    Ob die Firma weiss was sie da im Sortiment hat?
    Das Farbdisplay ist erfrischend zeitgemäß und sieht um Klassen besser aus als die der Mitbewerber.
    Aber das war es auch schon. Bleibt im Händleregal.

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    Stephan M. RED

    Tja, das war dann ja wohl mal nichts. Am Anfang dachte ich, super: Für meine Situationen ist ein Gerät mit simultaner Aufnahmemöglichkeit sehr sinnvoll. 320 kb/s fehlen, die anderen MP3-Einstellungen machen wenig Sinn. Und dan kommt Rauschen, mindere Wandler und und und… Also dann doch lieber den LS-100 von Olympus nehmen, der kostet etwa auch 300 Euro, kann weniger dafür aber viel besser, oder was von Zoom. Ich hatte zu Anfang des schönen Tests die Hoffnung, Philips versucht es richtig zu machen. Vielleicht sind manche Probleme ja nur Firmware-Bugs, die noch ausgeräumt werden. Was ich da aber im Ergebnis höre, spricht mich leider nicht an.

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Philips DVT7500 Voice Tracer

Bewertung: 2 Sterne Bewertung des Autors
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