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Test: Philips DVT7500 Voice Tracer, Mobiler Recorder


Neuer Konkurrent für Handhelds?

Klangqualität

Zunächst einmal ist da der Kopfhörerverstärker, der von sich aus bereits stark rauscht. Das zieht sich auch durch alle Aufnahmen, egal ob internes, externes Mic oder eine Line-Quelle. Das Rauschen ist omnipräsent. Das lässt darauf schließen, dass hier weniger die internen Mikrofone schuld sind, sondern der verbaute Vorverstärker sowie der AD-Wandler (und auch der DA-Wandler, siehe Kopfhörer). Diese scheinen von minderer Qualität zu sein.

DVT7500 XLR-Schuh

DVT7500 XLR-Schuh

Die Aufnahmen mit den Gerätemikrofonen des Philips DVT7500 klingen extrem flach, haben kaum Hi-End und bieten ein sehr mittiges Klangbild. Dabei sind Bassfrequenzen beinahe ein Garant dafür, dass die Aufnahme übersteuert. Und das selbst bei der niedrigsten Empfindlichkeitseinstellung der Mikrofone. Interessanterweise geht die Einstellung der Mikrofonempfindlichkeit einher mit der maximal einstellbaren Aufnahmeauflösung.

„Hoch“ unterstützt PCM-Aufnahmen bis zu 24 Bit/96 kHz. „Niedrig“ lediglich bis zu 8 Bit/24 kHz. Nun ja, so steht es in der Anleitung. Denn de facto ändert die Auswahl der Empfindlichkeit nichts an den Auflösungsoptionen.

Aufgrund der unorthodoxen Mikrofonkonfiguration und den eher mäßigen Wandlern ist auch das Stereobild sehr verwaschen und lässt teilweise keine eindeutige Ortung der Signale zu. Vor allem tieffrequentere Geräusche sind immer schwer zu orten. Eine räumliche Tiefe will sich partout nicht einstellen, leider.

Fazit

Philips Versuch, mit dem DVT7500 im Recording-Bereich Fuß zu fassen, geht leider nicht auf, die Audioqualität ist nicht ausreichend. Für 299,- Euro bekommt man beispielsweise bereits einen H4Pro von Zoom oder man steigt mit TASCAM Geräten in die Profiklasse ein.
Direkte Vergleiche mit einem älteren Zoom H2 von 2007 verdeutlichen das, denn unterschiedlicher könnte der Klang nicht sein. Das gilt umso mehr für einen aktuellen H2 oder den H4 Pro. Als Diktiergerät mag der Philips DVT7500 zum Einsatz kommen, für amtliches Recording reicht die Qualität im Vergleich zu den etablierten Herstellern wie Tascam oder Zoom nicht aus.

Plus

  • in acht Sekunden aufnahmebereit
  • gute Verarbeitung
  • umfangreiches Zubehör
  • lange Aufnahmezeit von 35 Stunden
  • 16 GB eingebauter Speicher

Minus

  • schlechte D/A- und A/D-Wandler
  • extrem laute Griffgeräusche
  • wenige Aufnahmeformate
  • nur angeblich multitrackfähig
  • Pegeln nur während der Aufnahme möglich
  • Limiter schützt nicht vor Übersteuerung
  • Zeitanzeige ruckelt
  • anfällig für Windgeräusche, selbst mit Windschutz

Preis

  • Ladenpreis: 299,- Euro
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  1. Profilbild
    L. Lammfromm

    Wenn es nur irgendetwas gibt, was wirklich niemals nur den Ansatz einer Chance hat in mein Studio zu gelangen, dann ist dies ein Produkt der „Weltfirma“ Philips. OK, vielleicht eine mit Phillips gelabelte LED-Birne, zuvor herabgesetzt.
    .
    Warum? Die Importagentur Phillips (billig in China einkaufen, dann einen Aufkleber „Philips“ draufbappen – und schon gilt man als Hersteller von Elektronikartikeln – LOL) hat schlicht keine Ahnung von professioneller Audiotechnik.
    .
    Ich kann mich an kein einziges Audio- oder Tontechnik-Produkt dieser Firma erinnern, das etwas anderes als pures Grausen bei mir ausgelöst hätte.

    • Profilbild
      fkdiy ••

      Ja, das dachte ich mir auch. Schon komisch, wie der Miterfinder der CD ein paar Jahrzehnte später nur noch als teureres Medion wahrgenommen wird.

      Oder wie man bei uns aufm Dorf sagte: „Möchteste was, was funktioniert, oder darfs auch was von Philips sein?“

      Edit: http://orf.....4/2163866/

      „Für 150 Millionen Euro verkauft Philips seine schwächelnde Audio- und Videosparte an seinen japanischen Partner Funai. Die Marke Philips soll vorerst bestehen bleiben (…)“

      Ah ja, das hatte ich damals gar nicht mitbekommen.

    • Profilbild
      gaffer AHU

      Kompaktkasette? CD? S/P Dif (Sony/Philips Data Interchange Format?) Ja ich gebe zu ein paar Jahre her, aber die wissen schon was Audio ist

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    Franz Walsch AHU

    Auf der Webseite wird es als Diktiergerät beworben, aber in der Beschreibung dazu als Musikeraudiorecorder.
    Ob die Firma weiss was sie da im Sortiment hat?
    Das Farbdisplay ist erfrischend zeitgemäß und sieht um Klassen besser aus als die der Mitbewerber.
    Aber das war es auch schon. Bleibt im Händleregal.

  4. Profilbild
    Stephan M. RED

    Tja, das war dann ja wohl mal nichts. Am Anfang dachte ich, super: Für meine Situationen ist ein Gerät mit simultaner Aufnahmemöglichkeit sehr sinnvoll. 320 kb/s fehlen, die anderen MP3-Einstellungen machen wenig Sinn. Und dan kommt Rauschen, mindere Wandler und und und… Also dann doch lieber den LS-100 von Olympus nehmen, der kostet etwa auch 300 Euro, kann weniger dafür aber viel besser, oder was von Zoom. Ich hatte zu Anfang des schönen Tests die Hoffnung, Philips versucht es richtig zu machen. Vielleicht sind manche Probleme ja nur Firmware-Bugs, die noch ausgeräumt werden. Was ich da aber im Ergebnis höre, spricht mich leider nicht an.

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Philips DVT7500 Voice Tracer

Bewertung: 2 Sterne Bewertung des Autors
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