Test: Pioneer CDJ-900Nexus, CD-Player

Ebenso ist der CDJ-900Nexus nun wie sein großer Bruder im Modus einer Vier-Deck-Synchronisation nutzbar. Das bedeutet, dass über eine Netzwerkverbindung von bis zu vier Playern über ein HUB alle Geräte miteinander kommunizieren können. Die Verbindung selbst ist relativ unproblematisch, per LAN Kabel bei zwei Geräten oder einem LAN-HUB kann die Verbindung hergestellt werden, am Gerät selbst muss nur die Nummer des Gerätes bestätigt werden.

Dann können alle Geräte auf ein einziges Speichermedium zugreifen, welches mit nur einem Player verbunden sein muss. Alternativ kann dieses auch nur in einem Netzwerk sein, auf welches die Player über ein HUB oder einen Router Zugriff haben. So kann von einem Gerät kabellos auf die Player gestreamt werden, sei es von einem PC oder von einem Smartphone oder Tablet. So werden nicht nur die CDs überflüssig, sondern jetzt auch bereits Speichermedien wie USB-Sticks oder SD-Karten. Per Stream und Netzwerk kann die Musik direkt am Player vom Computer geladen werden.

Wie das aussehen kann, erklärt die Firma Pioneer sehr anschaulich in Form folgender Grafik:

Das mögliche Netzwerk um einen CDJ-900Nexus herum

Das mögliche Netzwerk um einen CDJ-900Nexus herum


Im Verbund von mindestens zwei Playern macht sich auch die Neuerung des „Beat Sync“ bezahlt, die bisher nur der CDJ-2000 Nexus hatte. So findet man auf jedem Player sowohl einen Master- als auch einen Sync-Button. Ein Player wird damit zum Master gesetzt, weitere drei Player können per Knopfdruck dem Tempo angepasst werden. Die Beat Sync Funktion bedient sich des vorab per rekordbox gesetzten Beatgrids und synchronisiert hiermit per Knopfdruck bis zu vier Player. Gerade für Sets mit vier Decks und dem Einspielen von Loops oder Samples ist dies eine sehr gute Hilfe, die neue Möglichkeiten von Mash-Ups oder Live-Remixing bietet. Der Player, der in diesem Fall als Master fungiert, zeigt die BPM-Zahl samt Rahmen in Orange an, die jeweils folgenden Player tun dies in weißer Farbe, ebenso verhält es sich bei den Buttons, die als Master orange und Sync in Weiß leuchten.

Anzeige des Master Modes per leuchtendem Button sowie orangener BPM Zahl im Display

Anzeige des Master Modes per leuchtendem Button sowie orangener BPM Zahl im Display

Zusätzlich zur Beat Sync Funktion findet man im Display ein Phase Meter, welches die Position des aktuellen Beat im Bar (blau) in Bezug auf den Master (orange) anzeigt und somit die Möglichkeit bietet, auch visuell die Phasengleichheit des laufenden Songs mit dem Master zu überprüfen.

Das Phase Meter in Betrieb, oben der Master, unten der Sync

Das Phase Meter in Betrieb, oben der Master, unten der Sync

Auch als MIDI-Controller ist der CDJ-900Nexus nutzbar. Via USB-Kabel ist der Player mit dem Rechner vernetzbar, so dass der Player als Controller für alle MIDI-kompatiblen Programme genutzt werden kann. Diese Funktion lässt zum Beispiel die Time Code CDs aus dem Haus Native Instruments für Traktor überflüssig werden.

Fazit

Das Fazit kann im Gegensatz zu der vorhergegangenen langen Liste an Funktionen relativ kurz sein.
Der neue CDJ-900Nexus ist ein sehr großer Fortschritt hinsichtlich seines Vorgängers und bringt viele neue Funktionen mit sich, die wir teilweise nur vom CDJ-2000Nexus kennen. Das beinhaltet selbstverständlich das neue Display, welches dem 2000Nexus in nichts nachsteht und eine ganz neue Dimension in der CDJ-900 Reihe eröffnet. Besseres Handling, besseres Browsing, die Waveform nun als Anzeige, Loops, Phase Meter. Alles ist um Längen besser zu nutzen dank des neuen Displays. So ist dies ohne Frage die größte Neuerung.

Weiterhin wurde die Beat Sync Funktion integriert, der neue Beat Slice Effekt, den nicht einmal der 2000Nexus bieten kann. Vier-Deck-Synchronisation ist per LAN Verbindung möglich, per WiFi können bis zu vier Player über ein HUB auf ein Speichermedium und die nun komplett integrierte rekordbox Software zugreifen.

Unterschiede zum CDJ-2000Nexus gibt es selbstverständlich, sei es die fehlenden drei Hot Cue Buttons, die fehlende Einstellmöglichkeit des Jog-Wheel Widerstandes, der fehlende Touchstrip für Loops oder Search im Track oder das beleuchtete Jog-Wheel.
Abstriche muss man in Kauf nehmen bei einem Preisunterschied von aktuell noch rund 500,-€.
Allerdings ist der Abstand hinsichtlich der Qualitäten der beiden Geräte durch den CDJ-900Nexus sehr stark geschrumpft und der CDJ-900Nexus ist ohne Frage ein sehr gutes Gerät, welches dem großen CDJ-2000 Konkurrenz machen kann.

Vom Handling her erwartet den Nutzer hier klassische Pioneer CDJ Qualität. Funktionen und Bedienelemente sind an bekannter Ort und Stelle, lediglich der Beat Slice Effekt fällt hier aus der Reihe. Hinsichtlich der Verarbeitung und der Qualität der verbauten Teile passt sich der CDJ-900Nexus ebenso seinen Artgenossen an. So gibt es keine erkennbaren Mängel oder Schwachstellen, auch wenn hier traditionell wieder nur Kunststoff zu erkennen ist.

Große Konkurrenz also für den Pioneer CDJ-2000 Nexus aus dem eigenen Hause, nicht nur von den Funktionen her, sondern auch vom Preis her. Mit „nur“ 1399,-€ aktuellem Handelspreis, besitzt der CDJ-900Nexus immer noch einen stolzen Preis, bietet jedoch auch eine deutlich Ersparnis zum 2000Nexus. Der Punkt hinsichtlich des Preis/Leistungsverhältnisses geht somit definitiv aktuell an das neue Modell der 900er Reihe.

Plus

  • Display auf dem Niveau der CDJ 2000 Modelle mit deutlich besserer Optik, Übersicht und Handling
  • Beat Slice Effekt
  • Synchronisation von bis zu vier Geräten möglich
  • Beat Sync mit bis zu vier Playern
  • Beat Slice Effekt
  • Slip Mode
  • Rekordbox kompatibel
  • Stream von externen Geräten per WiFi möglich

Minus

  • keine Einstellmöglichkeit für den Widerstand des Jog-Wheels

Preis

  • Straßenpreis: 1399,- Euro
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