Test: Pioneer DDJ-RR, DJ-Controller

13. Oktober 2016

Rekordbox unter Kontrolle

Beim ersten Anblick des Pioneer DDJ-RR wird sich der ein oder andere wohl fragen, ob es wirklich nötig war, schon wieder ein neues Controller-Modell auf den Markt zu bringen. Nach anfänglicher Zurückhaltung in diesem Marktsegment macht Pioneer seit einiger Zeit auf dem Markt der DJ-Controller nämlich ordentlich Druck und hat mittlerweile für alles und jeden ein passendes Gerät im Angebot. Dass das längst überfällig war, zeigen jedch die bisherigen Tests, in denen auch die kleineren Pioneer Controller immer wieder unter Beweis stellen konnten, dass sie hohe Qualität und einen tollen Workflow bieten, der vor allem für ambitionierte Hobby-DJs oder Anfänger immer wieder die wichtige Schnittstelle zum Profi-Equipment bieten konnte.

Der neue Pioneer DDJ-RR in der Übersicht.

Der neue Pioneer DDJ-RR in der Übersicht.

Ob dies auch auf den neuen DDJ-RR zutrifft, der sich in der Controller-Mittelklasse ansiedelt und speziell für die hauseigene Software Rekordbox konzipiert ist, schauen wir uns einmal genauer an.

Ein erster Blick

Vor nicht all zu langer Zeit durfte ich den kleinen Bruder, den DDJ-RB, einem kurzen Test unterziehen und das mit einem ziemlich positiven Fazit. Umso gespannter geht es nun an die etwas erwachsenere Version. Der Pioneer DDJ-RR bietet eine Menge mehr an Ausstattung, lässt aber auch noch genug Luft nach oben, zum Beispiel in Richtung DDJ-RX, der dann vier Kanäle bei ähnlicher Funktionalität bietet. Wie immer sollte man also genau schauen, für welches Setup man sich entscheidet und was man wirklich benötigt. Für rund 650 Euro bekommt man mit dem Pioneer DDJ-RR einen 2-Kanal-Controller für die Rekordbox-Software, der darüber hinaus zwei Line- bzw. Phono-Eingänge für externe Zuspieler bereitstellt. Genau genommen ist er ein Zwilling des DDJ-SR, der die Serato-Nutzer anspricht, nur eben an Rekordbox angepasst.

Auf einer angenehm großen Fläche von ca. 55 cm mal 35 cm bietet der Controller zwei komplette Decks mit 15 Zentimeter großen Jogwheels und 8 beleuchteten Performance-Pads. Außerdem gibt es einen 2-Kanal-Mixer mit weiteren Steuermöglichkeiten für die Software. Da man die Decks umschalten kann, sind bis zu vier Decks in Rekordbox steuerbar, wer allerdings regelmäßig mit mehr als zwei Decks spielen möchte, dem sei direkt ein etwas größerer Controller mit vier Kanälen ans Herz gelegt. Um ab und zu einen dritten oder vielleicht sogar vierten Track in den Mix zu bringen, ist der DDJ-RR allerdings gut geeignet und bietet auch die nötige Übersicht. Das Layout des Controllers ist sehr gut an die Rekordbox Software angepasst und bietet alles, was man für eine kreative DJ-Session benötigt, ohne dass man auf eine Maus zurückgreifen oder den Blick all zu oft gen Rechner gleiten lassen müsste.

Forum
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    Nille

    Wie sieht es denn jetzt mit der Recordbox DJ Software aus? Läuft die endlich vernünftig? Wenn ich mich im Pioneer Dj Forum so umgucke seh ich das sehr viele Leute Probleme ohne ende haben und der Meinung sind das die Software noch nicht ganz ausgereift ist. Sicherlich sind auch Anwender- bzw. Konfigurationsfehler dabei, aber die Häufigkeit von den verschiedenen Fehlern schreckt mich ab auf einen Pioneer Controller umzusteigen. Dabei Reizt mich das Konzept von dem RX sehr…

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      s.spieker  RED

      Hi Nille,

      vielen Dank für deine Anmerkung. Ich muss sagen, ich bin langjähriger Traktor und Serato User und stand der Rekordbox Software auch nicht von Anfang an ohne Skepsis gegenüber. Die „neue“ Version 4, inklusive der Performance-Version für die Controller und CDJs erscheint mir aber ziemlich stabil und lässt nichts im Vergleich zu den bisherigen Platzhirschen missen. Erst kürzlich hat Pioneer ein Update released, welches noch stabiler sein soll, allerdings waren Abstürze nur bei Benutzung der CDJs bekannt. (siehe Link unten)
      Ich kann nicht für jedes System sprechen, habe jedoch bisher die Software auf einem Macbook von Mitte 2012 und auf einem etwas älteren i3 Laptop stundenlang stabil laufen gehabt, zum einen mit dem DDJ-RB und anschließend mit dem DDJ-RR. In den Club nehme ich allerdings generell lieber USB-Sticks mit und benutze den Controller für zu Hause bzw. kleinere Events.
      Also empfehle ich generell die neuesten Updates zu ziehen und sich ein stabiles System einzurichten, welches zum Auflegen optimiert und am Besten auch fast nur dafür genutzt wird. Aber das werden Serato oder Traktor Nutzer genauso berichten können.

      LG

      Stephan

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        Nille

        Vielen Dank für die Antwort. Genau den USB Stick Gedanken habe ich nämlich auch… Nen brauchbarer Controller für zu Hause und die dort analysierten Dateien die ich auf dem System verwende einfach nur auf den Stick (to go) ziehen.

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          s.spieker  RED

          Das funktioniert auf jeden Fall super und dafür reicht der DDJ-RR auch aus, wie im Test beschrieben. Und du kannst zur Not tatsächlich auch daran mal nen Plattenspieler oder CDJ anschließen. Und in der Rekordbox Software lässt sich mit einem Klick zwischen Performance Mode zum Auflegen und Export Mode zum Exportieren der Playlist auf Stick umschalten…das ist schon ganz komfortabel gelöst. Geht mit dem Umweg über Itunes auch mit anderer Software, aber so ist alles unter einem Dach.
          Lass uns mal an deinen Erfahrungen teilhaben, wenn es soweit ist!

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    miro momo

    Ich verwende (noch) Traktor möchte aber umsteigen auf Rekordbox…zuhause DDJ RX und für die Gigs dann einfach einen Stick rein und fertig…easy.
    Eins schreckt mich aber noch ab; ich lasse gerne noch eine Novation Circuit mitlaufen welche von Traktors Masterclock einfach gesyhnct wird; sehe ich das richtig dass RB sowas überhaupt nicht anbietet? Also nichtmal wenn ich zuhause RB DJ am Laptop verwende?
    Und wie stelle ich das überhaupt an wenn ich nur CDJs verwende?

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      s.spieker  RED

      Hi miro momo,

      was die Midi Clock angeht, bist du mir Rekordbox wirklich (noch) nicht gut bedient. Pioneer hat nach und nach immer mehr Midi implementiert, aber es gibt bisher noch keine Clock, wie bei Traktor oder Ableton. Wahrscheinlich möchte man auch eher auf die eigenen Geräte eingehen, wie den Toraiz sp 16. Was wohl geht ist, neben dem manuellen Syncen, die DJM Mixer zu nutzen, welche eine Beaterkennung für die einzelnen Kanäle bieten und dies auch über Midi ausgeben können. Wie genau, kann ich allerdings gerade nicht ausprobieren.

      LG
      Stephan

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    kanne

    Wie funktioniert das eigentlich wenn man das Teil mit Plattenspielern betreibt? Ich finde das alleine zu erwähnen ist ein bisschen zu wenig, wenn schon ein Test dann sollte man auch dieses – wie ich finde – wichtige Feature berücksichtigen.

    Wie verhält es sich dann z.B.: mit den Effekten, werden die BPM genau synchronisiert, gibt es überhaupt eine BPM-Anzeige für externe Quellen?
    Danke im Voraus.
    Kanne

    Ps.: Frohe Weihnachten und schöne Feiertage! :D

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