Test: Pioneer DDJ-RZ, DJ-Controller

Angeschlossen

Für den von Pioneer aufgerufenen Preis kann man natürlich auch jede Menge Anschlussmöglichkeiten erwarten, die es dem DJ ermöglichen, möglichst flexibel mit dem Controller zu arbeiten. Und ja, soviel sei verraten: Der Blick auf die Rückseite enttäuscht nicht. Neben jeweils einem Master-Ausgang für XLR (symmetrisch) und Cinch (unsymmetrisch) ist der Controller auch mit einem separat regelbaren Booth-Ausgang (6,3 mm Klinke) ausgestattet. Außerdem lassen sich jeweils 2 Plattenspieler und 2 CD-Player per Cinch anschließen (wo man die hinstellen soll, ist eine andere Frage, aber dennoch nice-to-have).

Die Heckansicht des DDJ-RZ lässt keine Wünsche offen

Die Heckansicht des DDJ-RZ lässt keine Wünsche offen

Interessant wird es aber jetzt: Der DDJ-RZ verfügt nämlich über 2 Mikrofoneingänge, eine Kombibuchse und ein Klinkenanschluss. Die Lautstärke der Mikros lässt sich eigenständig regeln, jedoch teilen sich die beiden Mikros einen 2-Band-EQ, was ich ein wenig schade finde. Das haben wir bei Denon schon besser gesehen. Darüber hinaus verfügt der Controller über 2 (!!!) USB-Anschlüsse, mit denen sich 2 separat agierende Laptops anschließen lassen. Der Vorteil liegt auf der Hand: Ein DJ-Wechsel ist schnell und einfach über die Bühne gebracht und das Ganze, ohne lästiges Kabel zu verlegen. DJ-Duos können damit aber auch einfach simultan arbeiten. Doppelte Kreativität. Klar, dass sich dann auch 2 Kopfhörer an der Front anbringen lassen.

Funktionen

Der DDJ-RZ ist vollgepackt mit Features, Effekten und allerlei Spielereien, die das DJ-Herz höher schlagen lassen. Zur besseren Übersicht teilen wir die Funktionen in verschiedene Gruppen auf und testen sie auf Herz und Nieren.

Mixer

Die zentrale Einheit bildet natürlich der 4-Kanal Mixer, der dem Design der aktuellen DJM-Generation nachempfunden ist. Ergo besitzt der Controller vier Linefader, vier 3-Band Equalizer, vier Gain-Regler und sechs große Effektregler (einen zusätzlichen für den Master- und Mikrofonkanal). Soweit, so bekannt. Positiv möchte ich die Effektpotis für die einzelnen Kanäle erwähnen, die eine besonders gute Haptik sowie eine angenehme Mittenrastung besitzen. Der EQ kann in der Rekordbox Software in einen Isolator umgewandelt werden und auch die Kanalfader-Kurve kann den eigenen Bedürfnissen angepasst werden.

Die Mixereinheit ist den aktuellen DJM-Modellen nachempfunden

Die Mixereinheit ist den aktuellen DJM-Modellen nachempfunden

Die sogenannten Sound-Color-Effekte können auch im Standalone-Betrieb genutzt werden, d.h. sie arbeiten unabhängig von der Rekordbox-Software. Zur kreativen Bearbeitung seines Sets stehen dem DJ hier die Effekte „Space“ (Reverb), „Jet“ (Flanger), „Pitch“ und „Filter“ zur Verfügung. Die Effekte klingen sehr anständig und genauso, wie man sie schon von den DJM-Modellen kennt. Schließt man hingegen einen Laptop an, so lassen sich diese vier CFX personalisieren. Es stehen einem dann insgesamt 9 Effekte zur Verfügung, darunter auch der bekannte Crush- oder Noize-Effekt.

Neu und vor allem bisher absolut einzigartig unter den DJ-Controllern ist der integrierte OSC-Sampler unterhalb des Masterkanals. Hiermit lassen sich vier ausgewählte Oneshot-Samples per Knopfdruck triggern. Ab Werk stehen einem weißes Rauschen (Noise), eine Sinusschwingung (Sine), eine Sirene (Siren) und ein Horn zur Verfügung. Diese Samples können mittels Drehregler in ihrer Lautstärke und Tonhöhe geändert werden. Auf der linken Seite befinden sich noch die Volume- und EQ-Regler für die beiden Mikrofone, ein Regler für den eigenen Sampler, der mit Loops und Drum-Samples gefüttert werden kann, sowie die Mixersektion für die Kopfhörer.

Alles in allem ist die Mixersektion trotz ihres großen Funktionsumfangs sehr übersichtlich gestaltet und ermöglicht jedem DJ, sich relativ schnell einzuarbeiten und zurechtzufinden. Einen großen Teil trägt hierbei natürlich auch das gelungene visuelle Feedback bei.

Forum
  1. Profilbild
    oxydent

    Schönes Teil, aber leider habe ich immer bei der Nutzung mehrere Filter folgendes Problem. Der Controller reagiert nicht mehr. Egal welcher Knopf gedrückt wird, ob Start oder Stop, Cue oder sonstiges. Ich kann die Software zwar auf dem Macbook nutzen und auch den Ton ausgeben auf dem RZ Mixer, aber sonst auch nichts. Aktuell ist das für mich also mehr als schlecht! Gibt es schon Lösungen für das Problem das die MIDI Unterstützung im Betrieb versagt?

  2. Profilbild
    samsistema

    Schaue regelmäßig auf die US Pioneer Seite für Frimware updates. Wie bei jedem Pioneer Controller, muss diese aktuell sein. Es werden meist Fehler innerhalb von wenigen Monaten behoben. Sonst support kontaktieren. Der deutsche Support ist glaub ich leider nicht mehr vertreten.

  3. Profilbild
    linatio

    Habe meinen Pioneer DDJ-RZ bei http://www.....chnik/?p=1 gekauft und bin mit jetzt sehr zufrieden. Ich hatte am Anfang genau dasselbe Problem wie @oxydent, hab mich aber an den Support gewendet und die haben mir gleich geholfen. Einfach nur für den Support ist Pioneer klasse.

Kommentar erstellen

Die AMAZONA.de-Kommentarfunktion ist Ihr Forum um sich persönlich zu den Inhalten der Artikel auszutauschen. Sich daraus ergebende Diskussionen sollten höflich und sachlich geführt werden. Haben Sie eigene Erfahrungen mit einem Produkt gemacht, stellen Sie diese bitte über die Funktion Leser-Story erstellen ein. Für persönliche Nachrichten verwenden Sie bitte die Nachrichtenfunktion im Profil.