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Test: Pioneer DDJ-SP1, DJ-Controller

6. März 2014

Das Extra für Kontrollfreaks

Nichts ist so gut, als dass man es nicht noch ein wenig besser machen könnte. Wobei das bei den Geräten aus der High-End-Liga – wie etwa der Pioneer DJM-900SRT oder der DDJ-SX – schon nicht mehr so einfach ist; die sind bereits durchperfektioniert bis zum letzten Regler. Um da noch einen draufzusetzen, bedarf es schon eines Zusatz-Controllers. Wie eben dem Pioneer DDJ-SP1, einem „Add-on-DJ-Controller für Serato“, so die ganz offizielle Lesart des Herstellers. Soll heißen: Der Besitz eines nach Serato DJ zertifizierten Mixers (wie eben der DJM-900SRT) oder Controllers (DDJ-SX) ist für den Betrieb des DDJ-SP1 dringend angemahnt.

Kompakt, solide und bunt: Der DDJ-SP1

Kompakt, solide und bunt: Der DDJ-SP1

Mit dem Add-on-Controller hat man dann dank der vorgemappten Regler und Performance-Pads „nahtlosen“ Zugriff auf Samples, Effekte und Hot Cues – Sachen, wofür sonst meist Maus oder Pad bemüht werden müssen. Aber ist der Workflow wirklich störungsfrei und so viel besser? Und: Ist der dann am Ende auch seine knapp 400,- Euro wert? Probieren wir es aus!

Ausgepackt

Als Kind war ich geradezu besessen von Schaltern und Knöpfen. Wer mir eine Freude machen wollte, brachte mir welche mit. Die wurden dann auf eine Holzplatte geschraubt, die – obwohl völlig funktionslos – zur Kommandozentrale von Raumschiffen, U-Booten oder Flugzeugen wurde. Daran erinnerte ich mich wieder, als ich den DDJ-SP1 auspackte. Denn für ein derartiges Gerät voller Controller hätte ich damals meinen kleinen Bruder ohne mit der Wimper zu zucken an einen Zirkus verhökert.

16 anschlagdynamische Pads, 6 Drehregler, 5 Endlos-Push-Decoder, 37 Taster und ein Fader – und das alles zum Teil beleuchtet und auf schlanken 328 x 47 x 178 Millimetern untergebracht. Das ist die Ultra-Kompakt-Klasse unter den Controllern, bietet aber gleichzeitig Platz genug für bequemes Arbeiten. Von der Breite her passt der SP1 damit zum Beispiel perfekt zum DRM-900SRT, der nur um ein paar Millimeter größer ausgefallen ist. Damit geht es einen anderen Weg als der Konkurrent von Native Instruments: Während der X1 MK2 mit seinen 120 x 52 x 294 Millimetern sich nach oben orientiert und gebaut wurde, zwischen oder neben Mixern oder Turntables zu liegen, setzt der SP1 auf das Landscape-Format und will vor oder hinter der Hautgerätschaft platziert werden. Am besten aufgehoben ist er auf einem Laptopstand. Pioneer liefert da mit dem T-U101 ein eigenes Modell, man kann aber auch einen Fremdhersteller bemühen – etwa von Millenium, Crane oder K&M. Am besten ist natürlich ein höhenverstellbarer Stand mit frei einstellbarem Neigungswinkel So kann man den SP1 gut zugänglich über dem Kopfteil eines Mixers anbringen, wo man ihn auch immer gut im Blick hat.

So gehts auch - aber mit Spezialhalter noch besser

So gehts auch – aber mit Spezialhalter noch besser

Obwohl sich der SP1 mit einem Gewicht von 1,4 Kilogramm recht schwer anfühlt, ist nur die Faceplate aus Metall (mattschwarz lackiert), der Rest des Gehäuses ist aus Kunststoff. Mit zum Lieferumfang gehört – neben dem obligatorischen USB-Kabel und einer Bedienungsanleitung – auch ein Gutschein für Serato Video in der Downloadversion. Der hat immerhin auch einen Wert von fast 120,- Euro und relativiert damit den auf den ersten Blick relativ hohen Preis für den SP-1 doch ganz erheblich. Der Serato DJ hingegen ist nicht mit im Karton; den lädt man sich in der gerade aktuellen Version aus dem Netz oder hat ihn eh schon installiert.

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