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Test: Pioneer DJS-1000, Sampler / Sequencer


Performance Sampler im CDJ-Gewand?


Mal wieder war es ein Leak, der den neuen Pioneer DJS-1000 ankündigte, bevor Pioneer DJ es selbst tun konnte. Ein etwas unscharfes Live-Video, ein paar Screenshots und ein paar Vergleiche mit einem bereits verfügbaren Gerät später war klar, dass der neue Player aus dem Hause Pioneer DJ irgendwie kein neuer Player ist, sondern eher die Reinkarnation des ja noch voll aktiven Pioneer DJ Toraiz SP-16 Samplers und Step-Sequencers im Gehäuse eines Pioneer CDJs.

Wird nun der SP-16 einfach in ein anderes Gehäuse verfrachtet? Oder wird es einen Zwitter sein? Player und Sampler? Oder doch ein SP-16 mit mehr Funktionen, mehr noch abgestimmt auf den DJ?
Und warum das Ganze eigentlich?

Genau das war irgendwie meine erste Frage, als ich den Sampler das erste Mal sah. Ist es der Versuch, den Toraiz SP-16 dem DJ schmackhafter zu machen? Ich meine, sind wir mal ehrlich. Es gibt viele Produzenten, die auch Gigs als DJ spielen und man selbst steht dann daneben und fragt sich, wie man so einen (technischen) Schrott abliefern kann. Aber klar, das Gegenbeispiel gibt es auch. Hat ein Gerät ein wenig Studio-Look und mehr als zwei Ausgänge, die es zu bespielen gibt, ist ein Großteil der DJs direkt komplett überfordert.

Vielleicht ist der Toraiz Sp-16 deswegen nicht wirklich erfolgreich bei den DJs angekommen. Eine logische Konsequenz wäre also, die Technik in ein Gehäuse zu stecken, welches der DJ kennt. Spannende Frage, gerade für mich, denn in meinem DJ-Setup ist der Toraiz SP-16 derweil voll integriert und tut sein gutes Werk. Nur der Contra-Punkt mit dem Platz bezüglich mit dem Format, den lasse ich gelten. Ein wenig.

Dabei soll der DJS-1000 eigentlich noch mehr sein, noch eingebundener in ein Setup inmitten von CDJs, noch perfekter sich einfügen in Performance, Live-Interaktion, Live-Performance – auch mit dem Material, welches gerade auf einem der Player läuft.

Auf den ersten Blick alles, was der SP-16 auch kann. Aber vielleicht ist die Frage am Ende auch gar nicht, ob man in einen SP-16 oder einen DJS-1000 investiert, sondern nur, ob man in eines der beiden Modelle investiert und die Unterscheidung dann nur in Kleinigkeiten liegt. Ehrlich gesagt, zu Beginn des Tests wusste ich das wirklich nicht – nach dem Test sah es dann schon anders aus.
Die Konzeption der beiden Geräte ist an vielen Punkten ähnlich oder gleich, nicht an allen jedoch.

Es mag für sehr interessierte Leser übrigens nicht Schaden auch noch enmal den Test zum Toraiz SP-16 zu Lesen. HIER der Test.

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Klangbeispiele

  1. Profilbild
    miro momo

    Pioneer verfolgt eben konsequent die Pro – Schiene….und der der Pro (ich bin keiner) der schleppt heutzutage fast keine Geräte mehr mit sonder schreibt sie auf seinen Rider.
    Bringt mir als HobbyDJ jetzt nicht viel, ist aber nachvollziehbar.

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      Bolle RED

      Stimmt schon. Die Idee ist geil, das Gerät wird sich aber in keinem Club finden wie auch ein Model1 nicht. Deswegen meine Intention zum SP-16. Kommt nicht an die aktuellen Funktionen vom DJS-1000 ran, ist aber transportabler. Da muss ich selbst aber auch nochmal das Update machen, denke, da sind auch einige Funktionen dazu gekommen beim SP-16.

  2. Profilbild
    Marius Seifferth AHU

    Toller Test und interessantes Gerät! „Hat ein Gerät ein wenig Studio-Look und mehr als zwei Ausgänge, die es zu bespielen gibt, ist ein Großteil der DJs direkt komplett überfordert.“ Als ich das las musste ich tierisch lachen, denn es ist so wahr :D Auch der Seitenhieb auf die unpacking Videos hat mir gefallen. Aber habe ich das richtig verstanden, dass der DJS-1000 wirklich nur 32 Sekunden Samplezeit insgesamt hat? Falls ja, frage ich mich ob RAM plötzlich wieder extrem teuer geworden ist. Schade! Ein Mash-up oder kleine Live-Megamixe mit Schnipsel aus 16 Tracks die man über die Pads abfeuert ist dann beispielsweise ein Ding der Unmöglichkeit.

    PS ist ein lustiger Zufall dass ich schon den ganzen Tag 80er Jahre Megamixe höre, wo eben auch sehr kreativ viele Samples mit eingeflochten wurden.

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      Bolle RED

      Hey, vielen Dank!! :)
      Ja leider sind 32 Sekunden Sample-Zeit angesetzt. Ich hab mal 64 Sekunden gelesen, konnte das aber nicht verifizieren. Leider tatsächlich ein wenig knapp bemessen, habe ich bereits ein paar Mal feststellen müssen. Verstehe auch nicht, was die Begrenzung soll. Da würde ich mir schon so 60 Sekunden oder so wünschen. So muss man halt stückeln – was ja per se geht, aber nervig ist und Platz kostet – nicht Speicherplatz, sondern Spuren-Platz quasi.

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          Marius Seifferth AHU

          Also 16 * 32 Sekunden? Das würde mir völlig ausreichen und mehr Sinn machen als 32 geteilt durch 16 Pads :) Vielleicht schau ich mir das Teil mal im nächsten Jahr genauer an. Danke für die Rückmeldung @glain und @bolle :)

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            Bolle RED

            raff ich jetzt nicht. Wie 16`*32 Sekunden?
            16 Pads = Tracks á jeweils 32 Sekunden.

            Bleibt also bei Alten: Pro Track = Pad = Sample max. 32 Sekunden.

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              glain

              Ich habe es so verstanden, dass Marius, davon ausgegangen , dass das ganze Gerät nur 32 Sek hat.

              Hier wird es mal, für die sp-16 erklärt, wobei seit 1.4, 64 sek möglich sind.

              Die sp-16 hat 256 MBit RAM und 8 gab Flash Rom. Wobei es unterschiedliche Meinungen gibt.

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                Marius Seifferth AHU

                Ganz genau! Deshalb hab ich je gefragt ob das Gerät wirklich nur 32 Sekunden Samplezeit insgesamt hat. Also wirklich komplett, alles, alle pads / tracks / whatever – Denn das erschien mir doch zu wenig. Bei 32 Sekunden pro Track / Pad / Blubb sieht das ganze schon wieder anders aus, denn damit könnte man schon klar kommen.

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                  Bolle RED

                  Ja nein ja. Also ja. Nein. Verdammt.
                  Also..egal, so wie du schreibst ist richtig :) 32 pro. Was kann das alles kompliziert sein.

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                      Bolle RED

                      Scheisse. Wie lustig ist die Vorstellunge denn. Ich entschuldige mich dafür, dass kann ja echt keiner mehr verstehen.
                      Und jetzt versteht sowieso keiner mehr was zwischen 8 Bit, 32 und 64 Sekunden und was das mit 33 1/3 und 45 zu tun hat, wenn alles auf 44,1 läuft.

  3. Profilbild
    glain

    Select Track hatte ich im pioneer Forum als Group Mode mir für die sp-16 gewünscht. Wäre mir lieber als der umständliche send.

    Es ist sehr Schade, dass die Geräte nicht die selben Features haben. Der DJS kann auch Mutes speichern.

    Dafür hast die sp-16 jetzt 64 sek samplezeit, wer es braucht.

    Ich hoffe pioneer passt dies noch an, plus einige zusätzliche Dinge, weil beides sehr interessante Geräte sind.

    • Profilbild
      Bolle RED

      Ja der Send beim SP-16 ist auch noch so eine Sache…also, eigentlich keine. Mal sehen, was da noch so kommt..

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Pioneer DJS-1000

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