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Test: Pioneer RMX-1000

Überblick

Der Pioneer RMX-1000 verfügt über eine Vielzahl an Effekten, welche für verschiedene Einsatzgebiete genutzt werden können. Insgesamt ist das Gerät in vier verschiedene Bereiche zu unterteilen. Den Isolate Effekten mit den drei Frequenzbandreglern, den X-Pad-Effekten mit eingebautem Sampler, den Scene-Effekte mit seinen zwei zusätzlich einstellbaren Parametern sowie den Release-Effekten. Darüber hinaus kann auch bestimmt werden, welche Effekte welches Signal beeinflussen sollen, bspw. ob die Isolate FX ebenfalls das X-Pad bzw. den Sampler beeinflussen oder nur das Eingangssignal. Wir wollen alle mal ein wenig genauer betrachten.

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Pioneer RMX-1000

Isolate FX

Den Isolate-Effekten liegt der Gedanke eines Drei-Band-Equalizers zu Grunde, d.h. dass jeweils die drei Frequenzbereiche Tiefen, Mitten und Höhen unabhängig voneinander beeinflusst werden können. Insgesamt stehen hierbei vier verschiedene Arten von Effekten zur Verfügung. Der erste ist der Isolater, welcher auch schon beim Pioneer DJM-900Nexus und Pioneer DJM-900NXS2 zum Einsatz kam/kommt. Im Prinzip arbeitet dieser Effekt wie ein Equalizer, allerdings mit der Möglichkeit, die Frequenzen komplett zu „killen“.

Der nächste Effekt hat die Bezeichnung Cut/Add und genau das macht er auch. Je nachdem, in welche Richtung man den Regler dreht, nimmt er die Teile des Song in dem jeweiligen Frequenzbereich weg oder fügt sie hinzu und das Ganze immer rhythmisch.

Der Trans/Roll Effekt funktioniert ähnlich, jedoch arbeitet er nach links gedreht eher wie ein Gate. Wie schnell sich dieses Gate öffnet, hängt von der Position des Drehreglers ab. Nach rechts gedreht loopt er einen Teil des Songs in dem jeweiligen Frequenzbereich. Auch hier variiert die Länge des Loops je nach Position des Reglers.

Beim Gate/Drive Effekt wird die Frequenz unterdrückt, wenn man den Regler nach links dreht, ähnlich wie bei einem Kompressor. Drive hingegen verstärkt das Signal und verzerrt es zusätzlich.

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Die Möglichkeit, die ganzen Effekte auf die jeweiligen Frequenzen anzupassen, geben dem DJ ein effektives Werkzeug in die Hand, seinem Mix etwas interessanter zu machen, ohne dabei gleich ein ganzes Effektfeuerwerk zu veranstalten. „In Maßen, nicht in Massen“ ist hier die Regel und kann bei den Isolate FX auch gut umgesetzt werden.

X-Pad-FX

Das X-Pad hatte seine Premiere beim Pioneer DJM-900Nexus und wurde als größte Neuerung angekündigt. Logisch, dass Pioneer seine Errungenschaft auch dem Pioneer RMX-1000 spendiert und sogar noch um einige Funktionen erweitert.

Im Roll-Modus bedient sich das Pad, wie man es kennt und gewohnt ist. Je nachdem, wo man es berührt, wird ein Loop aus dem Signal gesampelt und in einer bestimmten Geschwindigkeit wiederholt. Besonders um Climaxes zu erzeugen oder Uplifter zu verstärken, kann diese Funktion nützlich sein. Hinzu kommt, dass man die Lautstärke des Signals nun auch bestimmen und somit stufenlos zum Master hinzumischen kann. Auch der Pitch kann verändert werden, um bspw. den steigenden Effekt noch weiter zu verstärken.

 

X-Pad & Sampler

X-Pad & Sampler

Direkt über dem X-Pad sind vier kleine Knöpfe für den Sampler angebracht. Hier können mittels Software einzelne Samples wie Drumsounds oder ganze Loops abgespeichert und bei Bedarf dann abgefeuert werden. Dank Quantize-Funktion ist auch alles immer schön im Takt (und falls es das mal nicht sein sollte, kann man die „Nudge“-Knöpfe benutzen). Auch diese Samples können über das X-Pad gesteuert werden und per Knopfdruck auf „Overdub“ kann das Eingespielte auch aufgezeichnet werden. So können ganze Sequenzen gespeichert und nach Belieben mit Effekten und dem X-Pad bearbeitet werden. Leider kann aber immer nur ein Takt aufgezeichnet werden, so dass die Loops nicht besonders variabel sind. Insgesamt ein nettes Tool, welches allerdings einiges an Einarbeitungszeit braucht, um die richtigen Tasten zur richtigen Zeit zu drücken. Taktgefühl sollte man hier auf jeden Fall auch mitbringen.

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Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    chain  AHU

    Hallo

    Wer ist denn die Zielgruppe?
    Musiker, welche sich vom Korg Kaospad 3 überhört haben?
    Oder eher DJ’s.

    • Profilbild
      h.weller  RED

      Auf jeden Fall DJ’s.
      Für Live-Musiker sind die Effekte zu wirr und zu schwer unter Kontrolle zu halten. Diese sind mit dem Kaosspad nach wie vor gut bedient.

      Im Studio könnte der RMX1000 allerdings auch seinen Platz finden, allerdings nur wenn man dafür auch das miese Preis-Leistungsverhältnis in Kauf nimmt.

  2. Profilbild
    rio  

    ich habe es als Effektgerät für einige gewählte Hardware im Betrieb.

    Meine Meinung über das Gerät ist schon sehr gespalten. Einerseits bietet es gut gewählte Eingriffe mittels klassischer (und hier sogar überdimensionierter) Dreh-Haptik (+), einen Looper (+), jedoch verfärbt es schon IMHO den originalen Klang ohne was zu bedienen (–) und ich nutze von den SceneFX nur die Filter in Bezug mit Echo. Der Rest ist IMHO unbrauchbar in der Sektion SceneFX (-). Den eigenen Sampler hätte man sich, mit dem Umfang auch sparen können (-), dass X-Pad ist dagegen mit aktivem Roll und eingespeistem Input ein Killer (+). Auch steht das Gerät fest und stabil (+).

    Das Gerät merkt sich aber auch nichts (z.B. BPM) und es gibt kein MIDI-IN Port (-). Die BPM Detektion schalte ich immer aus – funktioniert ja auch nur teils. Der Preis ist schon happig. Dafür kann man, in einem gewissen Grad, eine Konfiguration für die Effekte vornehmen, was wiederum wichtig war/ist (+). Auch das in dem Gerät 6,3mm Klinkenbuchsen für die Ein- und Ausgänge verwendet wurden, ist super (+). Es rauscht auch nichts im Leerlauf.

    Weiter sind die Drehkappen mit einem gummierten Material ummantelt, was sich bei ‚Vielbetrieb‘ ablöst (-). Ersatz kostet auch wieder ordentlich. Wohl gemerkt – Kappen! Ich glaub ein zweites Mal hätte ich mir das Gerät nicht besorgt… aber das Teil bietet schon guten Eingriff auf eine ‚alte Weise‘, was ich wiederum bevorzuge. Trotz all der Kritik leb ich mit dem Teil. Man kann schon ein paar Tricks damit recht schnell tätigen und einer Aufnahme den nötigen Drive geben. Als Allrounder würde ich das Gerät sicher nicht bezeichnen.

    • Profilbild
      rio  

      Naja nach ein paar Jahren Nutzung muss ich wohl meinen ersten Kommentar etwas korrigieren. Es ist schon ein feines Teil was Pioneer damals aus dem Boden gestanzt hat, wenn auch mit ein paar Makel. Denn durch die eigene Konfiguration bekommt man schon eine Menge Rhythmus-Manipulation hin, was seinesgleichen sucht. Klar über all die Effekte und deren Brauchbarkeit lässt sich sicher streiten…aber gerade die BPF, LPF, HPF Echo Effekte bzgl. der konfigurierbaren Taktung ist schon genial durchdacht. Somit finde ich das Teil schon recht brauchbar als „Nicht-DJ“.

      • Profilbild
        Ben

        Was meinst du mit konfigurierbarer Taktung? Kann man zB beim Delay die Zeiten auf Knopfdruck ändern, wie beim DJM?

        • Profilbild
          rio  

          Nicht per Knopfdruck, sondern via Sub 1 Potentiometer.

          Du kannst den „Echo“ für Sub Param 1 in 4 Bereiche einteilen, in welche EchoTime (BPM Takt) Dieser Morphen soll: Z.B. 1/16, 1/8, 1/4, 1/2, 3/4, 1/1, 2/1.

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