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Test: Pioneer RMX-500, DJ Multi-Effektgerät

Gesetzte Samples können per Push Encoder im Tempo verändert werden. Das Drücken der Push Encoder, dies gilt in der Tat für beide Effekt-Sektionen, intensiviert den Effekt deutlich. Hierbei kommen die bereits erwähnten weißen Außenringe zum Einsatz, die durch unübersehbares Flackern diese Funktion visuell untermauern. Auch kann, bei gedrücktem Encoder, per Drehung Level & Depth weiterhin gemeinsam verändert werden.

In diesem Modus allerdings kann nur ein einzelnes Samples genutzt werden. Um mehrere Samples gleichzeitig zu spielen oder eigene Rhythmen zu programmieren, bietet der Pioneer RMX-500 einen Overdub Modus. Ein Dauerloop lädt zum freien Programmieren von eigenen Loops ein. Ein 4/4 Takt wird von weißen LEDs im Außenring vorgegeben, natürlich ließe sich aber auch ein ¾ Takt einspielen, hier sind keine Grenzen gesetzt. Per Customize Button kann der Loop in der Länge zwischen vier und acht Beats gewechselt werden. In diesem Modus können nun alle Samples gleichzeitig genutzt werden. Die Lautstärke der Samples kann über zwei Buttons unterhalb der runden Effekt-Sektionen verändert werden, allerdings nur für alle Samples gemeinsam.

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Hörbeispiel: Drum-Samples im Overdub Modus

Etwas erstaunlich ist, dass bereits nur bei Nutzung der Samples auf höchster Lautstärke im Overdub Modus die oben verbaute kleine LED, die durch die Farben Grün, Orange und Rot den Ausgangspegel anzeigt, durch rotes Blinken ein Clippen/Übersteuern signalisiert. Klanglich hat dies keine hörbaren Auswirkungen, es irritiert dennoch.

Da die Samples nicht quantisiert gesetzt werden, besteht natürlich die Gefahr, dass diese nicht immer „tight“ auf den gespielten Tracks sitzen. Hier helfen zwei kleine Nudge Buttons. Hiermit können die eingespielten Drum-Samples manuell im  Timing angepasst werden.

Komplettiert wird die Rhythm FX Sektion durch fünf Audioeffekte. Zur Verfügung stehen: Roll, Trans, Add, Delay und Offset. Diese Effekte können sowohl auf die laufenden Tracks angewendet werden als auch auf die Drum-Samples.
Ein paar Hörbeispiele zeigen, wie die jeweiligen Effekte klingen.

Hörbeispiel: Drum Samples im Overdub Modus mit Rhythm FX

Weitere Audioeffekte bietet die Scene FX Sektion, die unterteilt ist in zwei unterschiedliche Effekt-Arten. Über dem Push Effect Button findet man sogenannte „Build Up“ Effekte, unterhalb des Buttons die „Break Down“ Effekte.

Die Scene FX Sektion

Die Scene FX Sektion

Die „Build Up“, also „aufbauende“ oder „addierende“ Effekte bestehen aus einem Mod, Echo, Noise, Spiral Up und Reverb Down.

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Alle Effekte  können per Tastendruck ausgewählt werden. Auch hier ermöglicht ein großer Effekt Push Encoder die Steuerung von Level und Depth zusammen mit nur einer Hand und ebenso intensiviert auch hier das Drücken des Encoders den jeweiligen Effekt stark, verbunden mit einem intensiven Flackern des LED-Außenrings.

Als „Break Down“ Effekte stehen zur Verfügung: High Pass Filter, Low Pass Filter, ZIP, Spiral Down und Reverb Down. Ein kurzes Wort zu dem ZIP-Effekt, der sicher nicht selbsterklärend ist: Dieser Effekt sorgt für eine deutliche Tonhöhenänderung des Signals.

Auch bei diesen Effekten sind Hörbeispiele sicher sinnvoller als viele Worte. Zur Nachverfolgung: Die Effekte in den Hörbeispielen werden klassisch von links nach rechts beziehungsweise in oben genannter Reihenfolge genutzt.

Hörbeispiele: Build Up Effekte und Break Down Effekte

Um den Effekt zu beenden und zurück in den Normalzustand zu gelangen, gibt es nun drei Möglichkeiten. Die erste Möglichkeit wäre, den jeweils gewählten Effekt einfach per Knopfdruck direkt zu beenden. Etwas sanfter, jedoch etwas zeitaufwendiger beziehungsweise nicht so „auf den Punkt“, ist das langsame Beenden des Effekts durch das Rausdrehen mit dem Push Effekt Encoder. Gerade bei einem Filter oder dem Noise Effekt kann dies ganz sinnvoll sein, ebenso bei einem Filter, aber sicher auch das langsame Eindrehen und Abschalten des Filter „auf den Punkt“.

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Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    eschmidt

    Habe das Teil zwar Selber Nicht, … doch ein PIONEER Mitarbeiter hat es mir beim THOMANN DJ-Day ausführlichst erklärt, .. sau genial … !!! Wird wohl meine nächste Bestellung werden :)

  2. Profilbild
    Trooper

    Habe das Teil jetzt seit einigen Monaten und bin sehr zufrieden damit.
    Setze es ausschliesslich im Studio ein und die Möglichkeit in der DAW, soviele Instanzen wie man will aufzurufen, ist echt spitze.
    Verwende es zwar hauptsächlich auf Drums, aber es ist auch anderswo sehr nützlich.
    Die FX können in der DAW auf den Punkt genau „eingezeichnet“ werden, aber auch live verwendet, macht das Gerät enormen Spaß und ist superleicht zu bedienen.
    Kann es daher nur empfehlen.

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