Test: Pioneer XDJ-RR

Pioneer XDJ-RR – der Mixer

Der mittig sitzende Mixer bietet zum einen klassisch mittig zwei Kanalzüge, LED-Metering für die beiden Kanalzüge, links Kanal 1, rechts Kanal 2. Das Master-Metering befindet sich seitlich des zweiten Kanalzuges unter dem Master-Level-Regler.
Auf der linken Seite befindet sich der Aux-In, nicht als Steckfeld natürlich, sondern als Funktion. Hier sitzt ein Schiebschalter, Off, Line und Portable gibt es als Auswahl, dazu einen Trim-Regler, bei anderen Herstellern als Gain bezeichnet.

Pioneer XDJ-RR

Der Mixer des Pioneer XDJ-RR

Der Mixer bietet mit dem 3-Band-EQ die Möglichkeit zur Anhebung aller drei Bänder um 6 dB, andersherum eine Absenkung von 26 dB oder aber, sofern man vom EQ-Modus in den Isolator-Modus gewechselt ist, Full-Kill. Die Auswahl dazu kann im Menü getätigt werden.

Die Line-Fader haben die bei Controllern gewohnte geringere Länge als an einem DJM, der Crossfader ist der klassische Pioneer Crossfader, frontseitig ist die Fader-Curve einstellbar per Schiebeschalter in zwei Stufen oder aber über Auswahl von Thru ist der Crossfader deaktivierbar.

Effekte am Pioneer XDJ-RR

Wie alle Mixer der Pioneer DJM-Serie, so ist auch der kleine Mixer im Pioneer XDJ-RR mit Effekten ausgestattet. Derweil haben sich sogar zwei unterschiedliche Effekt-Sektionen etabliert: Sound Color FX und Beat FX. Beide finden sich auch am XDJ-RR, wenn auch hier ein Punkt erkennbar wird, der erneut den Preisunterschied erklärt zum XDJ-RX2.

Vier Sound Color FX bietet der Pioneer XDJ-RR, dazu gehört ein Dub Echo, Pitch, Noise und ein Filter. Einschaltet per Knopfdruck, geregelt über den jeweiligen „Color“-Regler im Kanalzug.

Pioneer XDJ-RR

Sound Color FX

Soweit alles wie gewohnt von anderen Controllern/all-in-one Geräten oder den Pioneer DJM-Mixern.

Etwas anders sieht die Beat FX Sektion aus. So wie man sie kennt von DJM, XDJ-RX2 oder Pioneer DDJ-1000, bietet sie sowohl einen Drehregler für die Auswahl des jeweiligen Effekts, wie auch für die Zuwahl zu einem Kanal. Das ist hier ein wenig minimaler ausgestattet, schieben statt drehen steht hier auf dem Programm.

Pioneer XDJ-RR

Beat Color FX

Drei Effekte bietet der XDJ-RR, Flanger, Echo und Reverb, die Zuwahl kann auf Kanal 1, 2 oder den Master erfolgen. Damit sind drei Klassiker abgebildet, für mich besonders wichtig Echo und Reverb. Ansonsten gilt: „Danger, Danger, don’t use the flanger“. Alter Spruch nicht zu wörtlich nehmen, aber beachten, einen Flanger kannst du schon nutzen, klingt halt meistens nicht so cool, wie man denkt. Das Timing des Effekts kann über zwei „Beat“-Tasten eingestellt werden, die Information über den jeweiligen Wert findet man im Display angezeigt.

Nicht vergessen wurde der Level/Depth-Regler, mit dem die Intensität des Effekts gewählt werden kann.

Somit ist die Effekt-Sektion, Beat FX wie auch Sound Color FX zwar minimaler ausgestattet als die der großen Geräte, das dürfte aber bei dem Preisunterschied auch nachvollziehbar sein. Dennoch ist sie funktionell sehr ähnlich, klanglich gleich. Hat man sich an Klang, Einstellungen und Haptik gewöhnt, ist man ohne Frage problemlos in der Lage, mit allen Geräten entsprechender Ausstattung zu spielen, sei es auch hoch zum Schritt zu einem DJM-900NXS2.

Forum
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      Bolle  RED

      In der Tat, das ist eine XDJ-RX2 Rückseite, sehr gut aufgepasst. Danke dafür, nun ist das richtige drin ;)

  1. Profilbild
    GioGio  AHU

    Kleiner und leichter bei standalone fähigen Geräten ist gut :) kannte das Teil noch gar nicht. Den Ansatz finde ich gut :)
    Schade, dass kein Touchdisplay an Bord ist. Kleiner und leichter, sollte sich nicht gleich immer auf den Luxus auswirken.
    Was ich mich ewig frage: Warum müssen Jogwheels eigentlich immer so groß sein? Wegen dem Scratchen? Findet ja zumindest im Großteil der elektronischen Musik überhaupt nicht statt.
    Und wieso hat das Teil keine Anschlussmöglichkeit um mit einem Toraiz-SP16 zu kommunizieren? Dachte genau dafür hat man das in dem Toraiz Sampler eingebaut.

    • Profilbild
      Bolle  RED

      Touch-Display war sicher wieder so eine Kosten- X Preisgestaltungs-Frage. Oder man wollte einfach mal wieder Denon den Vortritt überlassen, weil man von dem sich zwar nicht verkaufenden, aber dennoch technisch an vielen Punkten dem CDJ überlegenen SC5000 Prime immer noch nichts gelernt hat im Hause Pioneer.
      Was dann auch die Antwort auf die Toraiz-Frage wäre….

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