Test: Pioneer XDJ-RR

Kontrolle per Control Decks

Die Control-Decks werden dominiert durch das Jog-Wheel, 12 cm im Durchmesser und mit Touch-sensibler Oberfläche. So kann das Jog-Wheel zum einen im CD-Mode wie aber auch im Vinyl-Mode genutzt werden. Das Umschalten zwischen den beiden Modi ist direkt im Deck möglich.

Um das Jog-Wheel herum finden wir verschiedene Funktionen platziert, wie von jedem CDJ. XDJ oder DDJ bekannt. Hier sitzen Play/Pause und Cue als schwarze Tasten, LED-beleuchtet, Track Search und Search, Beat Sync, ein kurzer Pitch-Fader (ca. 6 cm) samt Master Tempo und Pitch-Range-Wahltaste.
Ebenso klassisch findet man oben Tasten für Loops, zwei orangene bekannt für manueller Loop-In und Loop-Out Punkt oder automatischen 4-Beat Loop, Cue Loop für Halbierung oder Verdopplung einer gesetzten Loop-Länge, Delete und Memory.

Funktionell kleiner ist der XDJ-RR zwar, dennoch hat man Performance Pads verbaut. Vier Stück finden sich pro Deck und bieten acht Funktionen. Acht Hot Cues können gesetzt werden, per Shift auch direkt wieder gelöscht. Dafür gibt es die Shift-Ebene Hot Cue 2, über die auch die weiteren „zweiten“ Funktionen ausgewählt werden können.

So gibt es Beat Loop und Beat Loop 2, Slip Loop und Slip Loops 2 sowie Beat Jump und Beat Jump 2. Die zweiten Ebenen bieten zu der gleichen Funktion weitere Werte.
Für Beat Loops gibt es zum Beispiel auf Ebene 1 die Range von 2 bis 16 Beats, auf Ebene zwei die Range von 1/8 bis 1 Beat mit den Zwischenschritten ¼ und ½ Beat.

Pioneer XDJ-RR

Performance Pads – vier Stück pro Deck + Shift-Ebene

Die Pads können also recht umfangreich genutzt werden, wobei man natürlich auf die Shit-Ebenen achten sollte inklusive der Übung zu wissen, welcher Wert auf welcher Shift-Ebene sitzt. Bei Beat Loops zum Beispiel wären für mich die Längen 4 und 8 Beats am relevantesten, da müsste ich dann im Kopf haben, dass das Shift-Ebene 1 die Pads 2 und 3 sind.

Rekordbox und USB-Speichermedien

Generell bietet der XDJ-RR ja zwei Funktionsweisen: als MIDI-Controller oder als Media-Player, gespeist von USB-Speichermedien oder Rekordbox als Software auf einem Laptop.

Für USB-Speichermedien gibt es wie bereits erwähnt zwei Steckplätze, seien es Festplatten oder USB-Sticks. Der Pioneer XDJ-RR spielt von Fat, Fat32 und HFS+ formatierten USB-Medien AAC-, MP3-, WAV- und AIFF-Files. Dies ist denkbar einfach und sicherlich auch bekannt. Neben dem Display gibt es zwei Auswahltasten für USB 1 und USB 2, danach dürfte die Bedienung bekannt sein. Auch hier gilt wie immer, dass es mehr Sinn macht, wenn die Tracks auf dem USB-Medium vorher mit Rekordbox analysiert worden sind, das Gerät also auf eine Rekordbox-Library zugreift statt auf eine klassische Ansammlung von Files und Ordnern. Das geht auch, dann allerdings findet die Analyse der Tracks nach dem Laden statt, BPM, Waveform und Tonart sind dann nicht direkt nach dem Laden verfügbar. Ebenso gibt es keine Garantie für richtige Beat-Grids.

Die Nutzung eines Laptops mit Rekordbox Software statt einem klassischen USB-Speichermedium ist denkbar einfach. Die Verbindung erfolgt über ein USB-Kabel, Rekordbox-Taste am XDJ-RR drücken und in der Rekordbox Software (Export-Mode) auf das Link-Feld drücken. Gerät und Software verbinden sich und sofort kann vom XDJ-RR auf die Library in der Rekordbox Software zugegriffen werden. Das funktioniert natürlich komplett über die Bedienung am Gerät samt Anzeige im Display, so dass der Rechner zur Seite gestellt werden kann. Nur zuklappen sollte man diesen nicht!

Forum
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      Bolle  RED

      In der Tat, das ist eine XDJ-RX2 Rückseite, sehr gut aufgepasst. Danke dafür, nun ist das richtige drin ;)

  1. Profilbild
    GioGio  AHU

    Kleiner und leichter bei standalone fähigen Geräten ist gut :) kannte das Teil noch gar nicht. Den Ansatz finde ich gut :)
    Schade, dass kein Touchdisplay an Bord ist. Kleiner und leichter, sollte sich nicht gleich immer auf den Luxus auswirken.
    Was ich mich ewig frage: Warum müssen Jogwheels eigentlich immer so groß sein? Wegen dem Scratchen? Findet ja zumindest im Großteil der elektronischen Musik überhaupt nicht statt.
    Und wieso hat das Teil keine Anschlussmöglichkeit um mit einem Toraiz-SP16 zu kommunizieren? Dachte genau dafür hat man das in dem Toraiz Sampler eingebaut.

    • Profilbild
      Bolle  RED

      Touch-Display war sicher wieder so eine Kosten- X Preisgestaltungs-Frage. Oder man wollte einfach mal wieder Denon den Vortritt überlassen, weil man von dem sich zwar nicht verkaufenden, aber dennoch technisch an vielen Punkten dem CDJ überlegenen SC5000 Prime immer noch nichts gelernt hat im Hause Pioneer.
      Was dann auch die Antwort auf die Toraiz-Frage wäre….

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