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Test: Playtronica Orbita, haptischer MIDI-Sequencer

Ein rotierender haptischer Sequencer

3. April 2026
playtronica orbita test

Playtronica Orbita, haptischer MIDI-Sequencer

Auf der Superbooth 2025 hat der Playtronica Orbita schon für einige Aufmerksamkeit gesorgt, sieht der runde, an einen Plattenteller erinnernde MIDI-Controller doch mal so völlig anders aus, als was man sonst kennt. Auch die Bedienung ist alles andere als gewöhnlich: Man positioniert farbige Magnete auf einer motorgetriebenen drehenden Scheibe und kann so Melodie und Rhythmus experimentell und spielerisch erstellen. Ein klassisches Playtronica-Instrument eben! Ich habe bei diesem Test mal geschaut, was für musikalische Ergebnisse man damit zutage fördern kann.

Kurz & knapp

Was ist es? Playtronica Orbita, ein ungewöhnlicher haptischer MIDI-Sequencer, der musikalische Pattern über farbige Magnete auf einer rotierenden Scheibe erzeugt.

  • Konzept: Farbig markierte Magnete auf einer motorisierten Scheibe lösen beim Passieren eines Sensors Noten oder MIDI-CC-Werte aus.
  • Workflow: Rasterloses Sequencing ohne Display oder Clock-Sync – Rhythmen entstehen ausschließlich durch die Position der Marker.
  • Stärken: Erzeugt schnell organische, pulsierende Sequenzen und eignet sich besonders für Ambient, Electronica und experimentelle Musik.
  • Schwächen: Keine Synchronisation zu externem Tempo und gelegentlich ungenaue Farberkennung mit kleinen Notensprüngen.
  • Fazit: Kreativer Spezial-Sequencer mit starkem Spielcharakter, der ungewöhnliche Patterns ermöglicht, aber bewusst auf klassische Präzision verzichtet.
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Playtronica Orbita

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Playtronica und die Idee des spielerischen Musikmachens

Playtronica ist keine Hardware-Firma im klassischen Sinne, sondern vielmehr ein interdisziplinäres Musik- und Designkollektiv, das sich seit mittlerweile fast 15 Jahren mit der Frage beschäftigt, wie Musikmachen wieder spielerischer, körperlicher und intuitiv erfahrbarer gestaltet werden kann. Viele Produktideen entstanden aus Workshops, Performances und interaktiven Kunstinstallationen – und genau da habe ich mir damals das erste Gerät, das ich von der Firma in der Hand hielt, den TouchMe, auch am besten vorstellen können.

Playtronica Orbita test

Playtronica Orbita, haptischer MIDI-Sequencer

Zentral für den Ansatz von Playtronica sind MIDI-Controller, die musikalische Informationen nicht über klassische Bedienelemente wie Tasten oder Regler erfassen, sondern über eigens entwickelte Schnittstellen, die den Menschen, physische Objekte und Klang miteinander verbinden und Berührung, Bewegung oder Materialien in musikalische Parameter übersetzen.

Die Philosophie dahinter ist immer ähnlich: Die Technologie soll nicht nicht dominieren, sondern eher zugunsten eines spielerischen, fast kindlichen Zugangs zu Musik verschwinden, bei dem Neugier, Kreativität und haptisches Ausprobieren im Vordergrund stehen. Objekte sollen sich in Klang wandeln und Playtronicas Instrumente interagieren stets mit Dingen aus dem Alltag.

Was ist der Playtronica Orbita?

Der Playtronica Orbita ist ein haptischer MIDI‑Sequencer, der das klassische Step‑Sequencing in den Kontext einer physischen, spielerischen Bedienung überträgt. Statt Noten in einem Raster am Bildschirm zu klicken oder per Tasten einzuspielen, werden farbige Magnete auf einer sich drehenden Scheibe platziert. Jede Farbe löst beim Vorbeistreifen an dem Farbsensor einen bestimmten Notenwert aus und auf den vier konzentrischen Spuren werden melodische wie rhythmische Patterns gelegt.

Es gibt kein Display und kein Menü. MIDI-Clock, Quantisierungs-Raster oder Tempo-Sync sind ebenfalls nicht vorhanden. Rhythmische Strukturen entstehen vollständig durch die freie Verteilung der Magnete auf der Scheibe.

Playtronica Orbita

Die Sensorleiste erkennt verschiedene Farbwerte

Musikalisch greift der Orbita auf die sieben Grundtöne der C-Dur-Tonleiter zurück (als Do, Re, Mi, Fa, Sol, La, Si bezeichnet), die über vier Oktavlagen verteilt werden können. 7 Farben, 7 Töne. Man kann also Dur- und Moll-Sequenzen legen.

Per Drehregler steuert man die Geschwindigkeit, separate Tasten schalten einzelne Spuren stumm, und über USB‑C bzw. MIDI‑Out lässt sich der Playtronica Orbita in DAWs oder Hardware‑Synths integrieren. Klar im Fokus steht ein intuitiver Workflow, der Kreativität, Zufall und Performance verbindet.

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Erster Eindruck des Playtronica Orbita

„Was ist das denn für ein lustiges Gerät auf deinem Tisch?“ – das sagte eine Freundin zu mir, die zu Besuch war und ins Zimmer kam. Ja, der Orbita weckt durch sein buntes Erscheinungsbild – sofern er denn schon „bestückt“ ist – sofort die Aufmerksamkeit. Mich erinnert er ein wenig an einen Schallplattenspieler für Kinder und schnell setzt die Neugierde ein, wenn man versucht herauszufinden, was das Gerät macht. Ein Außenstehender kann ohne Vorkenntnisse natürlich wenig mit dem Gerät anstellen, schließlich gibt es weder Lautsprecher noch eine interne Klangerzeugung.

Das Design ist jedenfalls schön verspielt, minimalistisch und geradlinig. Durch die milchige Kunststoffplatte, die die Rotationsscheibe trägt, sieht von oben schon die Platine auf der Unterseite durchschimmern.

Playtronica Orbita: Über einen Riemen treibt der Motor die Scheibe an

Die Features des Playtronica Orbita

Nachdem das grundlegende Konzept des Playtronica Orbita schnell verstanden ist, lohnt sich ein genauerer Blick auf die technischen Funktionen des Geräts. Trotz seines bewusst reduzierten Erscheinungsbildes verbirgt sich unter der rotierenden Oberfläche ein durchaus vielseitiger MIDI-Sequencer.

Die vier Spuren des Playtronica Orbita lassen sich flexibel konfigurieren und können bei Bedarf auf unterschiedliche MIDI-Kanäle gelegt werden. Damit eignet sich der Orbita sowohl für melodische Sequenzen als auch für mehrspuriges Drum-Programming. Die Geschwindigkeit der Rotation wird über einen zentralen Drehregler bestimmt, wodurch sich das Tempo des gesamten Patterns unmittelbar verändern lässt. Man kann die Scheibe auch manuell anhalten, rückwärts drehen oder scratchen.

Man muss die Scheibe mit einer gewissen Mindestgeschwindigkeit starten: Ist der Temporegler zu niedrig eingestellt, hat der Motor zu wenig Kraft, um die Scheibe zu starten. Insgesamt ist die Tempospanne ausreichend variabel, von langsam bis schnell ist alles möglich.

Für die Performance stehen pro Spur Mute-Taster zur Verfügung, deren Aktionen sich im integrierten Looper-Modus aufzeichnen lassen. Zusätzlich verfügt jede Spur über einen Probability-Parameter, der einzelne Trigger zufällig auslassen kann und damit für etwas mehr Variation im ansonsten recht kurzen Loop sorgt.

Jeder der vier konzentrischen Spuren entspricht einer Oktave

Ein spannendes Feature ist der MIDI-CC-Modus. In diesem Modus sendet der Orbita keine Noten mehr, sondern Control-Change-Werte im Bereich von 0 bis 127 und arbeitet damit als Controller für Klangparameter. Während sich die Scheibe dreht, tastet der Sensor die vorbeilaufenden Farben ab und übersetzt sie in entsprechende Controller-Werte. Auch dieser Vorgang läuft im Loop, wodurch eine sich wiederholende Modulationsbewegung entsteht.

Praktisch wird der Orbita damit zu einer Art rotierendem Modulations-Sequencer. Weist man ihm etwa den CC-Parameter für den Filter-Cutoff eines Synthesizers zu, kann die Rotation rhythmische Filterbewegungen erzeugen, deren Verlauf sich über die Platzierung verschiedener Farben auf der Spur bestimmen lässt.

Soll es noch experimenteller sein: Auch beliebige farbige Flächen statt der Magnete lassen sich zur Erzeugung von CC-Werten verwenden. Legt man beispielsweise eine farbig bemalte Scheibe oder ein Papier mit Farbverläufen auf den Teller, kann der Sensor beim Rotieren kontinuierliche Farbwerte abtasten. Daraus entstehen fließende Controller-Bewegungen, die eher an eine analoge LFO-Modulation erinnern als an klassische Step-Automation.

Der Playtronica Orbita in der Praxis

Die Playtronica Instrumente erfüllen bei mir persönlich eine etwas eigenwillige Dynamik: zuerst sicherlich Faszination, weil das Konzept spannend und der Ansatz so anders ist. Gleichzeitig habe ich das Gefühl, dass diese Neugierde relativ schnell wieder abflacht, da ich in der praktischen Anwendung nicht über das kurze neugierig-ausprobierende Spielmomentum hinwegkomme. Ich frage mich nach dem Nutzen im musikalischen Kontext und wie man damit zielgerichtet Musikmachen kann. Nur ein spielender Charakter des Instruments reicht schließlich nicht aus und eine Klaviatur oder ein Step-Sequencer sind schon verdammt ausgereift und intuitiv in der Melodie- und Rhythmuserzeugung, wenn man diese gewohnt ist.

In diesem Sinne habe ich geschaut, was ich mit dem Playtronica Orbita machen kann, was ich sonst nirgendwo hinbekomme. Die naheliegende Stärke des Orbita liegt dabei weniger in klassischer Sequencer-Präzision als vielmehr in seinem freien, rasterlosen Rhythmuskonzept. Während Step-Sequencer nahezu immer in festen Teilungen und Rastern arbeiten, kennt der Orbita diese Struktur natürlich nicht. Die zeitliche Platzierung der Trigger ergibt sich ausschließlich aus der Position der Marker auf dem Kreis. Dadurch entstehen Rhythmen, die nicht quantisiert sind und sich oft leicht asymmetrisch oder organisch anfühlen.

Der Playtronica Orbita im Einsatz mit externen Synthesizern

Besonders interessant wird das, wenn man auf den vier Spuren unterschiedliche Abstände und Dichten von Triggerpunkten verteilt. Anstatt eines streng programmierten Beats entstehen so kreisförmige Rhythmusfiguren, die eher an mechanische Bewegungen oder rotierende Systeme erinnern als an klassische Pattern-Sequencer. Gerade repetitive Pulsstrukturen lassen sich auf diese Weise sehr schnell erzeugen: Ein paar Marker auf der Scheibe, leicht versetzt auf mehreren Spuren verteilt und schon entwickelt sich ein kontinuierlich laufender Groove.

In dieser Rolle funktioniert der Orbita weniger als präzises Kompositionswerkzeug, sondern eher als Generator für organische Bewegungen und Pulsieren. Die Patterns wirken oft minimalistisch, dafür aber lebendig, weil sie sich nicht strikt an ein Raster halten. Besonders für elektronische Genres, Ambient-Texturen oder minimalistische Grooves könnte das eine interessante Grundlage sein, jedoch erschwert das Fehlen einer Synchronisation zum Tempo die Arbeit mit weiteren Maschinen.

playtronica orbita

Man kann mit dem Playtronica Orbita frei experimentieren, jedoch ergibt es musikalisch auch Sinn, erstmal ein regelmäßiges, auf einer Kreisspur gleichmäßig verteiltes Muster zu legen. Also etwa auf 12, 3, 6 und 9 Uhr, vorzugsweise auf einer tiefen Oktave. Dann kann man dazu frei mit weiteren Spuren arbeiten, die nach und nach die Rhythmik komplexer machen.

Auch für Ambient sehe ich ein schönes Einsatzgebiet für den Orbita, denn er funktioniert nicht nur gut mit kurzen, permissiven Sounds, sondern auch mit längeren, atmosphärischen Klängen. Der repetitive, organische Charakter der Sequenzen fügt sich gut mit Pads und Atmo-Sounds zusammen.

Bei Spielen und im Praxistest hat mich der Orbita doch etwas überrascht und ich konnte definitiv seine Daseinsberechtigung erkennen und erleben. In der Tat kann er etwas, das keinem anderen Sequencer gelingt: organische, oft fast meditative Sequenzen erschaffen, die durch haptische Annäherung und Ausprobieren meist ziemlich schnell gelegt sind.

Das Schöne ist, dass man die Magnete während des Loops durchaus noch so feinjustierten und verschieben kann, dass der Rhythmus, der Puls rund werden. Man kann also auch zielgerichtet arbeiten. Der Zufall wird beim Orbita großgeschrieben, aber man kann ihn bewusst dosieren.

Die Sensorerkennung der Farbwerte funktioniert zwar generell gut, aber dennoch nicht zu 100 % präzise. Immer wieder gibt es Notensprünge bei gleichen Farben. Diese Schwachstelle habe ich auch schon von anderen Usern gelesen. Das ist manchmal etwas schade, wenn man zielgerichtet melodiös arbeiten will. In der Praxis hat es mich jedoch nicht massiv gestört, weil der experimentelle Charakter letztlich dominiert.

Im Alltag muss man auf die farbigen Magnete schon etwas Acht geben, denn in der Praxis liegen sie immer lose neben dem Gerät. Ich kann mir vorstellen, dass sie leicht verloren gehen, wenn man sie nicht immer wieder direkt in das kleine mitgelieferte Plastik-Case legt. Ersatzmagnete wären perspektivisch wahrscheinlich sinnvoll.

Für den Test habe ich hauptsächlich zwei externe Klangerzeuger mit verschiedenartigen Presets zum Durchschalten gewählt: einen Roland XV-5080 und JD-990. Damit kann man schnell probieren, wo die Sequenz gerade am meisten Sinn ergibt und auch hier wieder den Zufall mit einbeziehen.

Ja, der Orbita konnte anders als bei meinen vorigen, oben beschrieben Erfahrungen mit Playtronica Instrumenten diesmal wirklich eine Spielfreude entfachen, die über die anfängliche Faszination für ein ungewöhnliches Interface mit Spielcharakter hinausgeht. Insofern kann man den Orbita ernsthaft in ein bestehendes Setup integrieren und gezielt musikalisch arbeiten.

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Klangbeispiele
Fazit

Der Playtronica Orbita ist ein ungewöhnlicher Sequencer, dessen Konzept schnell zu organischen musikalischen Ergebnissen führt, die sich mit klassischen, strikt rasterbasierten Sequencern nur schwer in vergleichbarer Direktheit erzeugen lassen. Sein mechanischer, pulsierender Charakter macht ihn zu einem tollen Gerät für Ambient, Soundtracks, Electronica und andere experimentelle Genres. Für elektronische Produktionen ist sein Einsatz aufgrund des Fehlens einer Synchronisationsmöglichkeit etwas schwierig, aber auch dort findet kreative Anwendung sicher Möglichkeiten.

Die Verarbeitung des Geräts wirkt soweit solide und die Arbeit ist unmittelbar und direkt. Es kommt definitv Freude beim Experimentieren auf und auch zielgerichtete Rhythmen und Melodien sind möglich – auch wenn doch immer wieder Notensprünge auftreten.

Playtronica hat mit dem Orbita ihr bisher anspruchsvollstes und auch ernsthaftestes Gerät herausgebracht. Dass es sich um kein Spielzeug handelt, zeigt sich auch am Preis, der angesichts des doch speziellen Einsatzgebiets nicht gerade gering ist – aber sicherlich gerechtfertigt. Insgesamt sei der Playtronica Orbita jedem, der gerne ungewöhnliche, repetitive Sequenzen mit einem alternativen spielerischen Ansatz erzeugen möchte, uneingeschränkt zu empfehlen.

Plus

  • schöner Ansatz für organisch-pulsierende Sequenzen
  • spielerischer, experimenteller Charakter mit viel Haptik
  • flexible MIDI-Funktionen

Minus

  • manchmal Notensprünge bei gleicher Farbe

Preis

  • 475,- Euro
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Über den Autor
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Timm Brockmann RED

Audio-Engineer & Musiker, Studioarbeit mit u.a. The Tiger Lillies, Einstürzende Neubauten, Camera

Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    CDRowell AHU

    Diese Art der Herangehensweise gefällt mir gut. 👍

    Besonders das ganzheitliche Erlebnis durch Kombinieren der visuellen, taktilen und auditiven Ebene ist für jeden Menschen besonders ansprechend und hat eine gute Chance als positiv motivierendes Erlebnis abgespeichert zu werden… 🥰

    Das die Anschaffungssumme wäre in jeder Grund- und auch weiterführenden Schule für den Musikunterricht eine lohnende Inverstition für unsere Zukunft! 😃👍

    So sollte ein Sondervermögen eingesetzt werden. Evtl. würden sich damit sogar Lehrkräfte finden, die Musikunterricht geben mögen. 🎹🫠

    • Profilbild
      Metaphistopheles AHU

      @CDRowell Zwar erscheint die Idee mit dem Musikunterricht erst einmal naheliegend. Aber in der Umsetzung sind dann doch einige Voraussetzungen zu meistern:
      * Sehr viele Musikpädagogen sind klassisch geprägt und haben mit elektronischer Musik Berühungsprobleme…
      * …wodurch dann viele Musiklehrer Schwierigkeiten haben dürften, die Grundkomplexität eines Computer-Setups zu meistern, die für uns Synthie-Nerds trivial erscheint….
      * …gefolgt von der Frage, wie die Investition in diesen Sequencer und seine Infra dann im täglichen Schulbetrieb eingesetzt werden kann: Einer spielt, viele sollen dann zuschauen…
      * …und am Ende ist es dann ein One-Trick-Pony, da es eben „nur“ um Sequencing geht.
      * Aber vielleicht kann ein Synth-affiner Musiklehrer ja eine Synthie-AG gründen, um junge Menschen dafür zu begeistern.

      Mir ist mal ein kleiner 25 Tasten MIDI Controller „zugelaufen“. Ein Gymnasial-Musiklehrer hatte 25 davon für seinen Musikunterricht beschafft – dann aber wohl falsch eingeschätzt, daß jeder davon dann eben auch mit MIDI Klangerzeugern / Computern hätte verbunden werden müssen… So verstaubten die Dinger dann im Schrank und wurden später verschenkt….

      • Profilbild
        CDRowell AHU

        @Metaphistopheles Völlig richtig!
        Gut ist, wenn Lehrende auch lernen mögen und durch intrinsische Motivation eine Haltung leben, die ihren Lernenden zur Freude am Unbekannten verhelfen.🛸

        Klar zieht das eine bestimmte Kraftanstrengung hinter sich…
        So viel Kohle verschwindet irgendwo…
        Warum ist es nicht ein Versuch wert?🫠👍

        Ist das für ein Lehramt zu viel des Guten? 😳

        • Profilbild
          Metaphistopheles AHU

          @CDRowell Wünschen würde ich mir das auch, daß die Schule mehr Praxis und Haptik in den Unterricht bringt. Die letzten Abi-Schuljahre meines jüngeren Sohns enthielten einen zuf 100% auf Theorie ausgelegten Musikunterricht. Der Musiklehrerin war bis zum Abiball unbekannt, daß er und sein Klassenkamerad amtliche Band-Musiker sind…

          Hier spreche ich vermutlich zu einem gewissen grad von einem „Einzelfall“. Ich selbst hatte vor 30 Jahren auch schon eine ähnlich kuriose Situation, daß ich zwar im Schulorchester (zuletzt sogar in der Funktion des Konzertmeisters) saß, aber aus Protest gegen den stupiden Musikunterricht (1 Jahr lang Mozarts Zauberflöte in der 10.) Musik abgewählt hatte ;-)
          Es wäre schön, wenn Musiklehrer insgesamt mehr Praxis und Realitätsbezug einfließen lassen könnten, aber leider scheinen die Lehrpläne es eher zu beabsichtigen, Schüler durch überbordende Theorie vom Hobby/Beruf Musik fernhalten zu wollen….
          Zu beobachten ist ja leider auch, daß die finanzielle Ausstattung der Schulen nicht besser wird und es teilweise an ganz anderen Dingen fehlt…

      • Profilbild
        Numitron AHU

        @Metaphistopheles lustig eigentlich, dass der arp 2600 für lehrzwecke entwickelt wurde.
        würde ich aber keinem Anfänger empfehlen 😉

    • Profilbild
      mort76 AHU

      @CDRowell ICH habe dabei sofort an den Reactable gedacht…gesehen bei Mark Bell und Björk damals in Madrid.

      Das wären zwei Konzepte, die man kombinieren sollte…wobei ich mir das Ergebnis in diesem Leben wohl niemals leisten könnte!

  2. Profilbild
    DJ Ronny AHU

    Mein erster Gedanke als ich das Bild zum Artikel gesehen habe,“ was ist das denn für ein schönes Spielzeug“. Ich bin sonst nicht so, aber diesmal ist mir beim Preis fast das Gesicht eingeschlafen.
    Wenn da wenigstens einfach Lautsprecher mit dabei wäre, dann könnte man das Teil wenigstens sinnvoll auch in anderen Situationen nutzen.
    Vielen Dank für den Test und die Beschreibung.

    Eine Bitte an die Fotografen. Könnt ihr die Bilder so vorbereiten, dass kein Staubkörnchen, Fusseln oder Haare zu sehen sind. Rasierpinsel oder Staubsauger mit Mini-Bürste sind da hilfreich, danke.

    • Profilbild
      carsten weidenhaupt

      @DJ Ronny Hast Du eine extrem ausgeprägte Stauballergie? Eine, die schon beim Ansehen von Fotos mit Staub die verzweifelte Gegenwehr des Immunsystems auslöst???
      Dann herzliches Beileid. Musiker zu sein kannste damit an den Nagel hängen. Ebenso wie bei Bier-Allergie und ähnlichem. Alles Gute

      • Profilbild
        Numitron AHU

        @carsten weidenhaupt hehe.
        kennst du die dust Brothers ?
        Another one bites the dust.
        zu sauber und es klingt nicht 😊

      • Profilbild
        bluebell AHU

        @carsten weidenhaupt Als DJ kann er sich von versifften Probebuden fernhalten. Viel besser sind Clubs bei Tages- oder Neonlicht aber auch nicht.

    • Profilbild
      Jens Hecht RED

      @DJ Ronny Die Autoren sind i.d.R. auch die Fotografen und es wäre etwas viel verlangt neben all der Arbeit die für solch einen Artikel anfällt, auch noch die Fotos mit solchen Ansprüchen bearbeiten zu müssen – ich mach es dennoch sehr häufig, weil ich Staub und sonstiges auch nicht gerne sehe. Jedoch lässt sich das auch mit Pinseln oder anderen Helfern nicht immer vorab vermeiden. Einfach mal selbst versuchen ein paar Nahaufnahmen zu machen ;) Zumal ich die Fotos hier als sehr gut und den Arbeitsplatz als sehr gepflegt empfinde.

  3. Profilbild
    Eibensang

    Wow, dieser MIDI-Rotator wäre sofort meins! Wenn es sich in irgendeiner Hinsicht synchronisieren ließe. Dieses Manko hemmt dann doch: bei dem Preis. Vielleicht überlege ich’s mir noch. Die Idee ist brillant, kommt meinem Geschmack wie Workflow entgegen und ich kann mir auch gute Ausführungen vorstellen, abhängig von den Klangerzeugern. Die ich ja habe.
    Hach, wenn es sich nur rhythmisch ins Herkömmliche einbinden ließe (oder umgekehrt)!

    • Profilbild
      carsten weidenhaupt

      @Eibensang Die Dinger zu syncen ist doch absolut einfach. Schönen langen Keilriemen und du kannst mehrere mechanisch syncen. Und ausserdem gibts genug ‚Sound to Midiclock‘ -Geräte wie den ollen Soundbite Micro und diverse DJ-Mixer mit Beaterkennung, so dass , wenn das Teil der Master ist, auch Midigeräte angebunden werden können. Kein Problem. Schöne Ostertage

  4. Profilbild
    Dayflight

    Ein nettes Spielzeug mit wenig Ewigkeitscharakter. Ich denke, nach 2 – 3 Jahren landet es im Müll oder bei Kleinanzeigen (wahrscheinlich schon viel früher)

      • Profilbild
        Dayflight

        @CDRowell Ich wette grundsätzlich nicht, Du kannst mir ja mal in 3 Jahren schreiben, ob Du das Gerät noch wirklich nutzt.😀

  5. Profilbild
    carsten weidenhaupt

    Die Dinger zu syncen ist doch absolut einfach. Schönen langen Keilriemen und du kannst mehrere mechanisch syncen. Und ausserdem gibts genug ‚Sound to Midiclock‘ -Geräte wie den ollen Soundbite Micro und diverse DJ-Mixer mit Beaterkennung, so dass , wenn das Teil der Master ist, auch Midigeräte angebunden werden können. Kein Problem. Schöne Ostertage

  6. Profilbild
    Viertelnote AHU

    ich möchte euch allen ein schönes Osterfest
    wünschen. so hab alle friedliche tage mit den menschen
    die euch lieben und auch die ihr liebt.🧡

    zum instrument: ja sehr schön mal etwas ganz anderes so ich finde
    mal abwege von strenger structure. ambient ja so auch ich mir das da vorstelle.
    größe von zahnrädern kann man ändern?
    ich habe nicht ganz verstanden so man das macht mit papier und verlauf
    mit farben. also ich kann da entwerfen mein eigenes design? abtastung mit licht?
    überascht bin ich so über dem preis. da verlangen andere hersteller ganz andere summen
    TE Op-1 und sowas.aber will nicht ärgern.ansatz mehr als süß.ich schau mir die
    cauberscheibe an.

    ostergruß / Pessach an alle🌈

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