PMC Result6 – kleine Box, große Wahrheit
PMC gehört zu den Herstellern, bei denen der Name allein schon ein klares Versprechen ist: kompromisslose Neutralität, höchste Präzision und absolute Verlässlichkeit. Seit Jahrzehnten stehen Lautsprecher der britischen Professional Monitor Company in renommierten Tonstudios weltweit. Von Recording- und Mixing-Studios bis hin zu High-End-Mastering-Suiten und Stages. Wer mit PMC arbeitet, erwartet keine Schönfärberei, sondern akustische Wahrheit. Mit der PMC Result6 haben wir kürzlich einen vergleichsweise günstigen Monitor des Herstellers getestet.
- Klang: Extrem ehrliche, analytische Wiedergabe mit außergewöhnlich kontrolliertem Bass für die Größe.
- Technik: Reiner Analogmonitor ohne DSP, Presets oder Raumkorrektur, ausgelegt auf maximale Präzision.
- Praxis: Sehr fordernd beim Hören, deckt Mixfehler gnadenlos auf und eignet sich ideal als Referenz.
- Zielgruppe: Anspruchsvolle Produzenten, Mixing Engineers und Projektstudios mit guter Raumakustik.
Inhaltsverzeichnis
PMC Result 6
Mit der Result6 verfolgt PMC ein spannendes Ziel: die klangliche DNA der großen PMC-Referenzsysteme soll in einem kompakten, vergleichsweise bezahlbaren Nahfeldmonitor verfügbar sein. Die PMC Result6 richtet sich damit klar an professionelle Projektstudios, ambitionierte Produzenten, Mixing Engineers und kleinere Postproduktionsumgebungen, die eine echte Referenz suchen und nicht bloß einen gut klingenden Lautsprecher.
Auffällig ist der bewusst puristische Ansatz. Während viele Mitbewerber heute auf DSPs, Presets und eine automatische Raumkorrektur setzen, geht PMC einen anderen Weg. Die PMC Result6 ist vollständig analog aufgebaut, frei von digitalen Eingriffen und klanglich allein durch ihre Konstruktion definiert. Ob dieses Konzept im modernen Studioalltag noch zeitgemäß ist und vor allem, ob es überzeugt, klärt dieser Testbericht.
PMC Result6: Ausstattung und Technik
Schon beim ersten Kontakt mit der PMC Result6 wird klar: Dieser Monitor will kein Lifestyle-Produkt sein. Das Design ist funktional, sachlich und eindeutig professionell. Alles an diesem Lautsprecher ist darauf ausgelegt, im Studioalltag zuverlässig zu funktionieren.
Die Result6 ist ein aktiver 2-Wege-Monitor mit getrennten Endstufen für Hoch- und Tiefton. PMC setzt auf leistungsstarke, hocheffiziente Class-D-Verstärker mit großzügiger Leistungsreserve:
- 100 W RMS für den Tieftöner
- 65 W RMS für den Hochtöner
Diese Leistungsaufteilung sorgt für ausreichend Headroom, auch bei kurzzeitigen Pegelspitzen. Schutzschaltungen und ein dualbandiger Limiter greifen erst dann ein, wenn es wirklich kritisch wird – laut PMC ohne klanglich wahrnehmbare Nebenwirkungen.
Ein zentrales Merkmal der PMC Result6 ist der komplette Verzicht auf digitale Signalverarbeitung. Die Frequenzaufteilung erfolgt über eine rein analoge Aktivweiche mit 24 dB/Okt. bei 2 kHz. PMC argumentiert, dass sich so Phasenverhalten, Impulsantwort und zeitliche Kohärenz besonders sauber kontrollieren lassen.
Das bedeutet allerdings auch: Es gibt keine Raumkorrektur, keine Presets und keine klanglichen „Rettungsanker“. Die Result6 zeigt, was ankommt – und das setzt eine zumindest solide Raumakustik voraus.
Anschlüsse und Bedienung
Auf der Rückseite der PMC Result6 herrscht angenehme Übersichtlichkeit. Als Eingang steht ein symmetrischer XLR-Anschluss zur Verfügung. Ergänzt wird dieser durch einen Gain-Trim-Regler mit ±10 dB, um den Monitor an unterschiedliche Abhörsituationen anzupassen. Weitere Schalter oder Filter gibt es nicht.
Diese Reduktion wirkt zunächst fast spartanisch, passt aber hervorragend zur Philosophie der Result6. Einmal korrekt eingepegelt, soll der Monitor einfach funktionieren.
Leider verzichtet PMC bei der Result6 auf eine automatische Abschaltung. Dafür gibt es auf der Rückseite vier Gewinde für eine stabile Anbringung an Wandstativen.
Treiber, D-Fins und ATL – PMC-Technologie im Detail
Die technische Besonderheit der Result6 liegt klar in der Kombination aus bewährten Treibern und firmeneigenen Lösungen.
Hoch- und Tieftöner
Im Hochtonbereich arbeitet eine 27-mm-Gewebekalotte mit Ferrofluid-Kühlung und Neodym-Antrieb. Sie liefert eine fein aufgelöste, aber niemals aggressive Höhenwiedergabe.
Der Mittel-/Tiefton wird von einem 170-mm-Treiber (6,5 Zoll) mit naturfaserbasierter, bedämpfter Membran übernommen. Dieser Treiber ist speziell für den Einsatz in der ATL-Umgebung entwickelt und soll tiefreichende Bassinformationen sauber reproduzieren können.
D-Fins – mehr als nur ein Designmerkmal
Die auffälligen D-Fins um den Hochtöner sind keineswegs ein optischer Gag. Sie reduzieren Kantendiffraktionen am Gehäuse und verbessern die Hochtonabstrahlung deutlich. Das Resultat ist ein größerer Sweet Spot, eine stabilere Stereoabbildung und eine gleichmäßigere Wiedergabe auch außerhalb der Idealposition. Ein echter Praxisvorteil im Studioalltag, besonders wenn mehrere Studiotechniker am Tisch arbeiten.
ATL – Advanced Transmission Line
Das Herzstück der PMC Result6 ist die ATL-Technologie. Anders als klassische Bassreflexsysteme nutzt der Hersteller eine lange, intern bedämpfte Transmission-Line. Tieffrequente Anteile werden kontrolliert geführt und phasenrichtig über eine Frontöffnung abgestrahlt, während unerwünschte Resonanzen absorbiert werden.
Das bringt mehrere Vorteile:
- tiefer reichender Bass bei kompakter Gehäusegröße
- geringere Verzerrungen im Grund- und Mittelton
- konstante Tonalität unabhängig von der Abhörlautstärke
- Gerade letzter Punkt ist im Studioalltag enorm wichtig.
Die wichtigsten Daten des Speakers im Überblick:
- 6,5″ (170 mm) Tieftöner, 100 W RMS
- 27 mm Soft Dome Hochtöner, 65 W RMS
- Frequenzbereich: 45 – 22.000 Hz
- Crossover Frequenz: 2 kHz
- Maximalpegel: 112 dB @ 1 m
Wie klingt die PMC Result6?
Klanglich positioniert sich die PMC Result6 eindeutig als Werkzeug. Sie will nicht beeindrucken, sondern informieren – und das gelingt ihr ausgesprochen gut.
Der Bassbereich überrascht positiv. Für einen 6,5-Zoll-Monitor liefert die Result6 beeindruckend tiefen, präzisen und sehr kontrollierten Tiefton bis etwa 45 Hz. Kickdrums haben klar definierte Transienten, Bassläufe bleiben stets nachvollziehbar, selbst in dichten Arrangements.
Besonders bemerkenswert ist die Basskonsistenz bei niedrigen Lautstärken. Wo viele Monitore im Leisebetrieb an Fundament verlieren, bleibt die PMC Result6 erstaunlich vollständig – ein klarer Vorteil für lange Sessions und leises Arbeiten. Einzig bei sehr hohen Pegeln neigt das kleine Chassis zum Klopfen. Es macht ein „Tock“-Geräusch, wo eigentlich keines ist. Aber für sehr laute Musik ist die PMC auch nicht konzipiert.
Die Mittenwiedergabe ist ein spezielles Thema bei der Result6. Stimmen stehen präsent, greifbar und präzise im Raum. EQ-Fehler, Resonanzen oder unausgewogene Arrangements werden gnadenlos offengelegt. Das macht die Result6 nicht unbedingt „nett“, aber extrem zuverlässig.
Andererseits ist längeres Hören mit der kleinen PMC auch recht anstrengend. Ich brauchte beim Test und beim Arbeiten immer wieder eine Geräuschpause, denn die Result6 ist sehr fordernd.
Die Höhen lösen sehr sauber auf, ohne je spitz oder hart zu wirken. Die Gewebekalotte liefert ein detailreiches Klangbild, auch wenn mir die letzte Transparenz fehlt. Gerade die Vocals mit Beryllium-Hochtöner oder viele AMT-Hochtöner lösen hier feiner auf und präsentieren sich dadurch auch „lang-hör-tauglicher“. Dennoch können Transienten gut nachvollzogen und korrigiert werden.
Dank der D-Fins bleibt das Klangbild auch bei seitlicher Bewegung stabil. Die räumliche Abbildung der PMC Result6 ist recht präzise, mit klar definierter Phantommitte und sauberer Tiefenstaffelung. Hallräume, Delays und Panoramaentscheidungen lassen sich sehr sicher beurteilen.
In meinem Studio habe ich die PMC Result6 fast parallel ausgerichtet. So bekommt man deutlich weniger Mittelton-Energie auf die Ohren, ohne dass dadurch die Ortung verloren geht. Kurzum: Als kritischer Abhörmonitor ist die PMC sehr gut geeignet, aber zum Musikhören für meinen Geschmack einfach zu anstrengend. Und das soll etwas heißen, der normalerweise mit den sehr ehrlichen KSD C88 Reference hört!
Verarbeitung und Praxis
Wie man es von PMC erwartet, ist die Verarbeitung tadellos. Das Gehäuse ist massiv versteift, resonanzarm und akustisch neutral. Nichts klappert, nichts schwingt mit.
Auch die interne Entkopplung der Elektronik zeigt den professionellen Anspruch. Praktisch sind die rutschhemmenden Entkopplungsbänder an der Unterseite sowie die Möglichkeit, die PMC Result6 mit optionalen Halterungen an Wand oder Decke zu montieren – inklusive Neige- und Schwenkfunktion.
Optisch bleibt alles zurückhaltend und zeitlos. Die Result6 wirkt wie das, was sie ist: ein ernstzunehmendes Studio-Werkzeug.
Mitbewerber im Preisbereich
Im Segment der hochwertigen 6,5-Zoll-Nahfeldmonitore ist die Konkurrenz groß:
- Neumann KH 120 II: extrem neutral, DSP-Optionen, etwas weniger Bassfundament, aber durch das Automatic Monitor Alignment MA 1 optimal an den Raum anzupassen (759,- Euro pro Stück)
- Genelec 8040D/8341: sehr analytisch, DSP-gestützt, hohe Pegelfestigkeit, aber etwas begrenzt in den unteren Oktaven (895,- Euro pro Stück)
- ADAM A7V: moderner Funktionsumfang, sehr detaillierte Höhen dank Air Motion Transformer Hochtöner (629,- Euro pro Stück)
- Focal Shape 65: musikalisch, angenehm, weniger kompromisslos ideal für lange Sessions (779,-Euro pro Stück)
Die PMC Result6 positioniert sich bewusst als klassische Referenz ohne DSP, mit maximaler Ehrlichkeit. Gemessen am Mitbewerber erscheint die Result6 aber recht teuer. Natürlich fertigt ein vergleichsweise kleiner Hersteller, wie PMC, nicht genauso kostensparend, wie die großen Player, aber dennoch muss man immer für sich entscheiden, ob die Reduktion von Funktionen ein Feature ist, wie uns das PMC Marketing mitteilen möchte. Andererseits ist die Verarbeitung und der konstruktive Aufwand der PMC Result6 in der Tat sehr hoch. Ich freue mich darauf, eure Meinung zum Thema in den Kommentaren zu lesen: Darf man für knapp 1.300,- Euro pro Lautsprecher mehr Funktionalität und Anpassungsmöglichkeiten erwarten oder seid ihr im Team „Wenn es gut klingt, dann passt es für mich“?
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Äußerst faszinierend! 🖖
Bisher war ich der Ansicht, dass Neumann und KSD in puncto Neutralität kaum zu schlagen sind. Nun kommt mit PMC eine mir bis dato völlig unbekannte Firma daher, die mit ihrem Produkt namens Result6 selbst diese genannten in den Schatten stellt.
Das schreit ja förmlich nach einem Vergleichsbericht der genannten „heiligen Drei“! Übrigens gefällt mir das Design der Result6 extrem gut, mit die schönsten Monitore, die mir bislang untergekommen sind. Zu anstrengend wegen ihrer Neutralität? Das ist mal eine Ansage.
Nach dem Bericht gefallen mir diese richtig gut. – So sollten Studiomonitore sein! 2600€/Paar ist gewiss kein Pappenstiel. Aber gut Werkzeug kostet. Fazit: Ein gutes Result.at und ich werde sie im Auge behalten.
@Filterpad Vielen Dank für Dein Feedback!
@Filterpad Danke Euch allen für die Kommentare. Ich möchte euch gerne meine Punkte erklären: Hier habe ich eine recht große Bandbreite an Lautsprechern im Studio. Das geht von sehr „HiFi lastig“ bis hin zu hypersteril. Ich selbst höre über die C88 Red von KSD, ein Monitor, der sehr neutral und aufdeckend („revealing“) an das Signal herangeht, ohne dabei noch das Musikalische zu verlieren.
Beim Anschließen der PMC dachte ich im ersten Moment „OK, Wow. Das ist …. irgendwie grell“. Nun gut, sie blieben für mehrere Tage in meinem Setting angeschlossen und ich habe damit alles gemacht. Mixing, Recording, Musik gehört und Filme geschaut. Mein Gehör hat sich adaptiert und aus „grell“ wurde „hyper-revealing“. Diesen Klang würde ich persönlich nicht als Hauptmonitor haben wollen, denn hier wird die Detailliebe zum Mix vor alles andere gestellt. In einem Studio mit nur einem Monitor braucht es aus meiner Sicht einen Kompromiss, den die PMC für mich nicht bietet. Und als Zweitmonitor wären sie mir zu teuer.
Aber ja, wer „nur“ damit mixt, für den sind sie bestens geeignet.
Das Pflichtenheft scheint dann ja ähnlich wie bei der NS10M oder eben deren Avantone Nachbau zu sein. Wobei letztere preislich schon auch anfangen weh zu tun. Die 1.300.- der pmc liegen da aber doch WEIT! drüber. Und wenn man sich den Preis der aktiven Variante ansieht mag man das erst mal gar nicht glauben.
Aber abgesehen vom ambitionierten Preisschild verstehe ich die andern 3 Negativpunkte nur bedingt. Handelt es sich doch um bewußte Maßnahmen, durch die es für ein geschultes Ohr zu einem Präzisionswerkzeug machen. Ich hab ja auch noch nie irgendwo gelesen, dass Messmikrofon XYZ negativer Weise zu genau wäre.
Wie bei den Yamahas wird es vielen klangesthetisch nicht gefallen. Aber wenn es hilft differenzierter zu mischen….
@dAS hEIKO Touché!
@dAS hEIKO schon verrückt, ns10 klingen mies und die avantones Einweghörer auch .
besser eine tr1000 um das Geld 😄
@Numitron wenn man von auratones/ns10/monitor 1 (alles die gleiche Soße) auf die große Anlage umschaltet ist das ein schock 😳 🤯😆
Die sind wirklich nur für „mach mir Mamis Küchenradio oder den Fernseher nach“ gedacht.
(deswegen sind die für Broadcast Geschichten sehr beliebt) ;)
@plumperquatsch stimmt 😃
Endlich der Test, danke Jörg! Die Minuspunkte verstehe ich nicht, könnten ebenso Pluspunkte sein. Puristisch, ehrlicher Klang, keine Klangverbieger aka DSP, die eine u.U. miese Konstruktion kaschieren. Das hat natürlich seinen Preis. 😄 Schönfärber die dem Ohr schmeicheln kann ich auch für 20.000€ bekommen.
@Jörg, wie findest du die im Vergleich zu den Dynaudio Core 5/7?
@Kazimoto Die Dynaudio Core 5 sind nach meinem empfinden näher am Allroundmonitor. Zwar tendenziell sehr direkt (mir fällt das Wort Unemotional ein, aber das passt nicht ganz), aber wesentlich langhörtauglicher, als die PMC.
Auch eine gute Option.
Also für mich ist „ehrlicher Klang, verzeiht keine Mixfehler“ genau das, was ich von einem Studiomonitor erwarte.
@kometh Dennoch wird in professionellen Tonstudio über große Hauptmonitore und zur Kontrolle, wie es möglicherweise beim Hörer ohne Profiausstattung klingt, über Avantone Mixcubes etc. gegengehört. Da stellt sich die Frage, ob wir Privatanwender nicht ein bisschen zu eitel sind, macht ein teurer Lautsprecher die Musik an sich nicht besser und uns nicht zum Profi. Oder?
@Dirk Matten Das Abhören auf schlechten Lautsprechern mit wenig Tiefen ist sicher gut, um abzuschätzen, wie der Mix auf einem Küchenradio klingt.
Trotzdem haben gute Monitore als „Hauptbesteck“ ihren Sinn, denn da hört man, ob man es mit Höhen und Tiefbass zu gut gemeint hat. Auch für das längere Arbeiten sind gute Monitore hilfreich.
Der Gegenentwurf zu den quäkigen Boxen ist ein bolleriger Kopfhörer. Ich nehme dazu gerne den Beyerdynamic DT 1770 Pro. Der ist in den Bässen und Höhen übertrieben und zeigt auf, wie der Mix auf Badewannenkurvengerät klingt.
Das mit dem so oft missbrauchten Begriff „professionell“ ist so eine Sache. Ich behaupte, die meisten Musikschaffenden, die „professionelle“ Hard- und Software kaufen, sind Amateure wie ich, d.h. sie verdienen ihren Lebensunterhalt nicht mit ihrem Musikschaffen.
@bluebell So ist das und Nahfeldmonitore dienen hauptsächlich dem ermüdungsfreien Arbeiten. Hauptmonitore und Monitore mit dem berüchtigten Küchenradioklang dann zur eigentlich Kontrolle sind für die professionelle Anwendung unerlässlich. Ich erinnere mich: Mein Freund Florian Schneider führte mir das gerade gemischte Album Trans Europa Express in seinem alten Mercedes über das Kassettenradio vor. Kraftwerk sind nach Überlieferung stundenlang im Auto durch Düsseldorf gefahren, um zu ergründen, wie die Mischung beim Otto-Normalverbraucher klingen wird. Dann in Köln in die Disco, um zu checken, ob der Sound stimmte und das neue Album bei den Besuchern ankam. Das sind zwei wichtige Erprobungsszenarien. Kostet nichts.
@Dirk Matten DEN alten Mercedes hätte ich gern.🙂
@Unimoog Passt der in Dein Studio?
@Apfelstern Nee, aber Kassettenradio hören kann ich auch in der Garage und unterwegs.
@Dirk Matten Naja, wenn man es mit Studio wirklich ernst meint kommt man um 3 Boxenpaare nicht drum herum. 🤷🏻♂️
ein paar auratones oder monitor 1 (so als Cafe-Radio abhöre)
einmal sowas hier (möglichst detail getreu)
und einmal die „ich verprügel das Ghetto mit den Discoboxen“ version.
🤷🏻♂️
@plumperquatsch 😂👍
@Dirk Matten Hallo Dirk,
da bin ich ganz bei Dir!
Danke, Jörg
Die Teile haben einen sehr schlechteren Frequenzgang und liegen auch sonst messtechnisch weit unter den meisten Mitbewerbern:
https://www.audiosciencereview.com/forum/index.php?threads/pmc-result6-monitor-review.60937/
Grüße,
Beni
@beni Auf diese Seite bin ich bei der Recherche auch gestoßen. Der Frequenzgang ist gar nicht so schlecht, denn bei +/- 3dB auf Achse ist es durchaus OK. Dazu stellt sich die Frage, in welchem Raum, etc gemessen wurde. Die kleine Delle bei 2kHz konnte ich nicht nachvollziehen. In meinem Setup hat die PMC zu viel Gas gegeben, obwohl ich meinen Raum genau hier gedämpft habe. Die Frequenzen zwischen 1-2kHz empfinde ich persönlich als unangenehm.
@Jörg Hoffmann Zumindest kann dieser Batman-Frequenzgang leicht korrigiert werden, das geht sogar mit analogen EQs. Vielleicht war das der Gedanke, ebenso wie diese Bereiche gerne überbetont werden. Es gilt wie immer, testen, probehören, behalten oder zurückschicken.
@Jörg Hoffmann Ja, seltsam so um 1khz rum zieh ich oft mit eq raus.
klingt sonst irgendwie nervig.
Keine Ahnung woran das liegt. 🤷🏻♂️
Hallo Jörg,
danke für den Test.
Du hattest neulich auch die EVE Audio Exo auf deinem Tisch. Zwar die große Exo 28, mich würde aber interessieren, ob du sie klanglich – aus der Erinnerung heraus – auch als Mitbewerberin siehst. Preislich spielt sie ja in der Liga der genannten Neumann und Adam.
@Unimoog Gerne. Die Exos sind ganz anders abgestimmt und viel mehr für moderne Musik und einen breiteren Käufermarkt konzipiert. Die PMC ist viel extremer und eventuell sogar als 2te Abhöre zusätzlich zu einem Hauptsystem zu empfehlen. Ich würde vielleicht lieber mit den PMC Abmischen und das Gesamtergebnis und das Mastering mit den Exo machen :-).
Am interessantesten finde ich momentan die Lautsprecher von Ex Machina Soundworks.