Analog, limitiert, teuer
Der PPG 1002 Reissue 2025 ist ein monophoner Analogsynthesizer, der Sammlerherzen höherschlagen lässt. Mit seiner kompromisslosen Nachbildung des Originals und einer streng limitierten Auflage setzt dieses exklusive Instrument neue Maßstäbe in Sachen Klang und Verarbeitung. Wer auf der Suche nach einem außergewöhnlichen Synthesizer-Erlebnis ist, wird hier fündig – vorausgesetzt, der Preis schreckt nicht ab.
- Klangcharakter: Kraftvoller, eigenständiger Analog-Sound, kein Moog-Klon.
- Hardware: Hochwertige Verarbeitung, großes Gehäuse, auffällige Alu-Seitenteile.
- Bedienung: Klassisches Bedienfeld, ungewöhnliche VCA-Steuerung, MIDI-Integration.
- Preis & Limitierung: Extrem teuer (9.999,- Euro), nur 102 Stück weltweit.
- Fazit: Klanglich beeindruckend und experimentell, aber mit gewöhnungsbedürftigen Details und ohne Bewertung durch die Redaktion.
Inhaltsverzeichnis
PPG 1002 Reissue 2025
Vorwort
Unser heutiger Testkandidat, der PPG 1002 Reissue 2025, sorgte vor Kurzem für allerlei Aufsehen. Kein Wunder, denn erstens ist es eine beinahe identische Kopie der originalen Schaltpläne mit möglichst identischen Bauteilen (Through-Hole, keine/kaum SMD-Bauteile), und zweitens ist seine Positionierung von vornherein als exklusives Sammlerobjekt deutlich unterstrichen durch den Fakt, dass der PPG 1002 Reissue 2025 9.999,- Euro kostet. Der analoge Mono-Synth ist eben keine Massenware und so gibt es folgerichtig eine streng limitierte Auflage von 102 Stück.
Die Entwicklung nach den originalen Schaltungen von Wolfgang Palm nahm Cornel Hecht (Hell Modular) vor, wobei Wolfgang Palm selbst eine beratende Funktion übernahm. Der weltweite Vertrieb wird von Ingmar Kochs Liquid Sky d-vices abgewickelt.
DISCLAIMER: Uns ist klar, dass ein Synthesizer mit so einem Preisschild extrem polarisiert, weswegen wir uns in der Redaktion abgesprochen haben, den Test ohne Bewertung vorzunehmen. Der Gedanke dahinter war einfach: Eine Bewertung des eigentlichen Synths mit Blick auf den Markt ist schier unmöglich. Selbst wenn der PPG 1002 Reissue 2025 der beste Synthesizer aller Multiversen wäre, würde der Preis seine Bewertung absolut in den Keller ziehen. Und eine Durchschnittsbewertung abzugeben, erscheint auch wenig sinnvoll.
Deswegen hoffen wir, ihr freut euch, dass wir überhaupt ein Testexemplar erhalten konnten und euch den PPG 1002 Reissue 2025 in aller Ausführlichkeit vorstellen können. Natürlich darf ein Vergleich mit dem Original nicht fehlen – aber bitte seht es uns nach, dass wir nicht auch noch einen der vermutlich überhaupt noch 10 existierenden Originale besorgen konnten. Stattdessen dient ein Artikel von Theo Bloderer, hier auf Amazona als Basis eines Vergleichs.
Hardware
Mein Güte! Als ich den PPG 1002 Reissue 2025 geliefert bekam, bin ich beinahe zusammengeklappt – es war früh am Morgen und ich hatte noch nichts Vernünftiges gegessen … da ist so ein Paket in der Größe mit dem Gewicht von 10 kg vor dem ersten Kaffee schwer verdaulich.
Als der PPG 1002 Reissue 2025 dann nach dem Auspacken auf meinem Tisch stand, musste ich mich zunächst wirklich an meine alten analogen Schätzchen erinnern. Die sind auch groß und bieten viel Platz, auch für die grobe Hand. Als Vergleich habe ich mal ein Eurorack-Modul darauf gelegt.
Mit einer Größe von 65,5 x 26 x 10 cm und den massiven aus Aluminium gefrästen Seitenteilen ist der PPG 1002 Reissue 2025 auf jeden Fall als imposant zu bezeichnen. Generell sieht man den einzelnen Sektionen an, dass sie mal als Module für ein 5U-System konzipiert waren. Die Frontplatte ist dabei aus einem Stück und auf das Gehäuse aufgeschraubt, alle Anschlüsse finden sich auf der Frontplatte, ausgenommen des Eingangs für das Netzteil.
Dieses befindet sich auf der Rückseite ganz rechts, zusammen mit einem recht leichtgängigen Schiebeschalter. Da ich ein Vorseriengerät zum Test habe, bleibt zu hoffen, dass hier noch etwas „Satteres“ seinen Platz findet. Und ja – ich denke, auch bei dem Preis und der Präsentation hätte es auch ein internes Netzteil für den PPG 1002 Reissue 2025 sein dürfen. Darüber hinaus finde ich die Wahl des Steckerformats des Netzteils, das exakt dem eines MIDI-Steckers entspricht, etwas unglücklich – bei DIN 5-Pol hätte ich wohl eher die Kreuzform gewählt, um der zugegebenermaßen sehr geringen Wahrscheinlichkeit einer Nutzung des Netzteils am MIDI-Eingang vorzubeugen.
Alle Potis und Drehschalter sind von sehr guter Qualität und ermöglichen ein nuanciertes Einstellen, was vor allem bei den Tune-Reglern von Vorteil ist. Die Kippschalter sind für meine Begriffe etwas klein und ich hätte sie gerne größer gesehen. Der MIDI-Mode-Button ganz rechts ist ein einfacher gefederter Prell-Taster. Mit diesem kann z. B. der MIDI-Kanal ausgewählt oder der Selbststimmungsvorgang gestartet werden. Auch eine Option zum Microtuning eingehender MIDI-Noten bietet er sowie Reboot- und Factory-Reset-Optionen.
Wie gesagt, sind die Aluseitenteile mit dem tief ausgeprägten PPG-Logo das echte designtechnische Highlight des PPG 1002 Reissue 2025.

Dieser bietet im Gegensatz zum Original, das in der Vor-MIDI-Zeit entstand (1976), ein einfaches MIDI-Interface. Dieses erlaubt die Steuerung des Gates, der Oszillatoren und der Lautstärke des Ausgangs-VCAs. Flankiert wird die gleiche Funktionalität über drei CV-Buchsen im 6,3 mm Klinkenformat. Auf den genauen Einsatz der Velocity-Steuerung müssen wir später noch eingehen.
Erster Eindruck
Nach dem Anschalten werde ich sofort mit den Statusanzeigen für die +/-12 V Stromversorgung und die MIDI-Bereitschaft begrüßt, die in einem angenehmen Orange leuchten. Dieselbe Farbe wird auch für die visuelle Anzeige der Hüllkurven und des LFOs genutzt.
Ich lasse dem PPG 1002 Reissue 2025 einige Minuten zum Warmwerden Zeit und spiele die ersten Töne – ich muss sagen, dass der Klang mir auf Anhieb gefällt. Selbst auf meinen Kleinmonitoren kommt ein satter analoger Klang zum Vorschein, dessen Eindruck sich noch verbessert, wenn ich auf meine 10-Zöller umschalte. Durchsetzungsfähige analoge Power ist hier zu erwarten – und genau das liefert er auch.
Aufbau
Gut, was ist der PPG 1002 Reissue 2025 denn nun genau? Er ist ein monophoner, voll analoger Synth mit zwei Oszillatoren, einem LFO und einem eigenresonanzfähigen 4-Pol-Filter, flankiert von einer Filterhüllkurve und einer Lautstärkenhüllkurve. Die Hüllkurve für das Filter kann aber über die Drehschalter, die eine Art Patchsystem darstellen, auch gleichzeitig auf andere Ziele, wie die Tonhöhe, gelegt werden.
Da das Ziel war, das Original möglichst genau nachzubilden, haben wir es bei beiden Hüllkurven nicht mit den heute üblichen ADSR-Vertretern zu tun. Die Filter-Hüllkurve ist vom AR-Typ, umschaltbar auf ASR, die Lautstärkenhüllkurve hat hingegen nur einen Decay-Parameter – die Idee dahinter war damals wohl, dass auch das Filter mit einer langen Attack-Zeit für anschwellende Sounds genutzt werden kann. Hier hätte ich eine natürliche Möglichkeit gesehen, das Design etwas zu modernisieren; es wurde sich jedoch dazu entschieden, dem Original treu zu bleiben.
Eine weitere solche Entscheidung betrifft die Art und Weise, wie mit der Velocity (über MIDI oder CV) umgegangen wird. Üblicherweise wird die Gesamtstärke der Hüllkurve, die für die Lautstärke zuständig ist, damit gesteuert. Hier haben sich die Macher entschieden, Velocity als einen VCA-Bias zu implementieren. Das bedeutet, ihr stellt darüber lediglich die Lautstärke des VCAs ein, zusätzlich zum eigentlichen Verlauf. Ganz konkret: Wenn ihr über MIDI eine Note mit hoher Velocity spielt, bleibt der VCA danach auf, und ihr hört den Ton also immer noch, solange, bis eine Note mit einer Velocity von 0 hinterhergeschickt wird.
Der Grund dafür war, Verlauf und Form der Hüllkurve(n) nicht zu beeinträchtigen, um so eben exakt am Original zu bleiben. Ich persönlich hätte da eine praktikablere Lösung besser gefunden, denn so muss man immer „darum herum“ arbeiten.
Die Velocity ist auch für die Filter-Cutoff schaltbar, womit ihr schon schöne Sequenzen erzeugen und ausdrucksstark spielen könnt.
Patch-Möglichkeiten des PPG 1002 Reissue 2025
Um uns den klanglichen Möglichkeiten zu nähern, müssen wir die Zuweisungsoptionen betrachten, die die einzelnen Module bieten.
- Oszillator Controller: LFO Pulse, Noise, Hüllkurve, Audio/Subaudio
- Oszillator 1: LFO Tri, Noise, Hüllkurve, Audio/Subaudio
- Filter Controller: LFO Pulse, Audio/Subaudio, Audio, Noise
- Envelope Generator: Gate, LFO, Audio/Subaudio, Off
- VCA: Sustain, Hüllkurve, LFO Pulse, LFO Tri
Subaudio bezeichnet hier jeweils den zweiten Oszillator. Zusätzlich kann das Audiosignal bestimmt werden, welches an den VCA gelegt werden kann.
- VCA: Filter, Audio, Audio/Subaudio, Noise
- Ausgang 2/Phones: Audio, Audio/Subaudio, Noise, VCA
Über den zweiten Ausgang kann also das Signal an anderen Stellen abgegriffen werden als über den ersten Ausgang, womit einige Pseudo-Stereo-Effekte möglich werden.
Oszillatoren
Der PPG 1002 Reissue 2025 klingt wirklich satt, vor allem wenn die klassischen Schwebungen zweier leicht gegeneinander verstimmter Oszillatoren genutzt werden. Dabei ist der eigentliche Vorrat an Schwingungsformen nicht besonders üppig.
Der Hauptoszillator kann zwischen Dreieck und Sägezahn überblenden, der zweite, oder Suboszillator, beherrscht entweder Rechteck oder Sägezahn. Keiner der Audio-Oszillatoren hat die Möglichkeit, eine Pulsbreite einzustellen.
Im Bild: Schwingungsformen von Oszillator 1
Der Suboszillator hat jedoch auch eine Form der Überblendung, bei der er zwei Oktaven mischen kann. Das klingt dann manchmal auch nach mehr als nur 2 Oszillatoren.
Im Bild: Schwingungsformen von Oszillator 2, Rechteckschwingung
Im Bild: Schwingungsformen von Oszillator 2, Dreiecksschwingung
Interessant zu sehen, dass die Ausgangsschwingungsform von Oszillator 2 stets ein Rechteck ist, egal welche eingestellt ist. Erst beim Zumischen der höheren Oktave kommt der Sägezahn zum Vorschein.
Der Oszillator 2 beherrscht Sync und lässt sich auf verschiedene Weise einsetzen, denn es ist ihm möglich, unabhängig von der Tonhöhensteuerung des Oszillators 1 zu laufen. Zusätzlich dazu kann die AR/ASR-Hüllkurve auf die Tonhöhe gelegt werden (allerdings ohne Zwischenwerte über einen Regler), sodass spezielle Sync-Sounds möglich werden.
Filter
Das Filter ist ein 4-Pol-Lowpass mit Resonanz, die bis in die Eigenschwingung geht. Es wird sogar ein guter Anteil am Regelweg des „Filter-Characterization“-Reglers diesem Bereich gewidmet. Als typischer Vertreter dünnt der Bass des Oszillator-Signals bei zunehmender Resonanz aus, bis schließlich das gesamte Oszillator-Signal nur noch sehr leise zu hören ist.

Das Filter im PPG 1002 Reissue 2025 zeichnet sich dadurch aus, dass das Eingangssignal stets einen Einfluss auf die Resonanzcharakteristik hat. Fast als ob immer ein wenig Audio-Modulation im Spiel wäre. Spielt man das aus, gibt das dem Filter eine raue Charakteristik, die sich stark von der eines Moog-Filters unterscheidet.
Klang
So richtig ergiebig wird es aber, wenn die verschiedenen Audio-Modulationen vom Filter oder auch Cross-Modulationen zum Einsatz kommen – dadurch erhält der PPG 1002 Reissue 2025 seinen ganz eigenen Klang und ist eben nicht „ein deutscher Moog-Klon“, als was er häufig bezeichnet wird.
Unter dem Artikel findet ihr natürlich noch mehr Beispiele. Interessant ist es auch, die Noise-Quelle als Ringmodulationskomponente zu nutzen.
Vergleich mit dem Original
Um überhaupt einen Vergleich anstellen zu können, musste ich die Klangbeispiele von Theo Bloderer heranziehen. Dabei stellte sich heraus, dass es recht knifflig ist, Beispiele von analogen Synths nachzuahmen, an denen bei der Aufnahme noch Einstellungen vorgenommen werden. Dennoch hier meine Versuche eines Vergleichs.
Was mir auffällt, ist, dass das Filter im PPG 1002 Reissue 2025 etwas gutmütiger zur Sache geht als im Original. Manche kreischende Klänge konnte ich nicht so einfach nachbilden. Es sollte aber auf der Hand liegen, dass es sich im Grunde genommen um den gleichen Synth handelt, was in den Beispielen auch zutage tritt.
























































PGG COOL!
Für den Preis darf auch ein Kaltgerätestecker samt gut geschirmten Netzteil ran…
Leider werde ich diese Schönheit nur anschauen… 😭
@CDRowell warum schreibst du immer pgg?
@Numitron Berechtigte Frage, die ich selbst gerne beantworten kann. Vermutlich dusselige Geschwindigkeitsperformance…🧨 Somit natürlich fehlerhaft… 🫨 Danke für die Rückmeldung .🤪
@CDRowell og😀
@Numitron warum schreibst du immer og? Sowas wie fehlerhaftes OK?🤪
@CDRowell ja, jetzt als Witz😃
@Numitron Das empfinde ich als feinsinnig und witzig!🤣
@CDRowell Ihr seid bekoppt. 👍
@Mac Abre Das könnte ich als kränkend empfinden, wenn ich Dir wirklich bekannt wäre. Da es so nicht ist, kann ich nur die Selbstoffenbarung aus dieser kreativen Zeile lesen…
Was ist, wenn jeder sowohl im Kopp als auch emotional begabt ist und kein wirklicher Unterschied zwischen den Menschen herrscht? Oder der einzige Unterschied darin liegt, wie Menschen versuchen für sich eine (Macht-) Kontrollposition zu erhalten, um sich sicher zu fühlen?
@CDRowell Mwäh? Selbstoffenbarung? Jap, so ist es! 😁👍
„Spaß muss sein.“ Benjamin Blümchen
… da kann ich nur noch verständnislos den Kopf schütteln.
Wer gehört hier zu Zielgruppe. Sammler? Studiobesitzer, die schon alles haben und nicht wissen wohin mit ihrem Geld?
@swift für das Zimmer von Hans 😉
@Numitron 👍
@swift Die Ankündigung und die Preisinformation sind ja schon ca. ein halbes Jahr alt. Ich habe das Gerät auf der Superbooth gesehen. Danach habe ich mit einigen Leuten darüber gesprochen. Tenor war, dass die Kiste nicht wirklich etwas besonderes ist und die Zielgruppe minderintelligente Synthtusiasten sind, die sich einbilden, der Preis würde sich in der Qualität widerspiegeln. Wir leben in interessanten Zeiten.
@Mac Abre Ist Intelligenz nicht auch immer emotional zu betrachten?
@CDRowell Nein. Intelligenz ist die Fähigkeit Wissen zu erwerben und das erworbene Wissen selbständig einzusetzen. Mit Emotionen hat das nichts zu tun.
@Mac Abre Wenn ich Dich richtig verstehe, dann gibt es KEINE emotionale Intelligenz?
Seltsam wäre dann dann, dass sich Werbefachleute und andere sich des Wissens ermächtigen, um Dich und mich und andere zu beeinflussen.
Wahrnehmung von Emotionen:
Gefühle bei sich selbst und anderen erkennen
(z. B. an Mimik, Tonfall, Körperhaltung).
Daraus schliesse ich, dass emotionale Intelligenz insofern wichtig ist, um die eigene „wissentliche Intelligenz“ zu erweitern…
Aber da möchte ich mich nicht in einen Kampf gegen Deine Äußerung sehen, lieber als Erweiterung zu Deiner Mitteilung.
Verständnis von Emotionen:
Wissen, warum Emotionen entstehen und wie sie sich verändern können.
Regulation von Emotionen:
Eigene Gefühle steuern können
(z. B. sich beruhigen, Frustration aushalten).
Nutzung von Emotionen:
Emotionen gezielt einsetzen, um Denken, Motivation und soziale Beziehungen zu fördern.
@CDRowell Das, was oft als emotionale Intelligenz bezeichnet wird, hat mit tatsächlicher Intelligenz nur die Bezeichnung gemein. Werbefachleute nutzen ihre Intelligenz um die Empfänger der Werbung (und auch die Auftraggeber) zu beeinflussen. Auch dabei spielen Emotionen keine direkte Rolle, bzw. werden die Emotionen anderer von den Werbefachleuten misbraucht. Der Ausdruck „emotionale Intelligenz“ ist vor einigen Jahren als unnötiger Ersatz für „Empathie“ geschaffen worden. Um Emotionen zu verstehen, kann man seine Intelligenz aber auch seine Empathie nutzen. Beide funktionieren aber auf vollkommen unterschiedliche Weise. Ersteres auf der Grundlage erworbenen Wissens und dessen Nutzung, zweiteres auf der persönlichn Erfahrung oder der Fähigkeit, sich in andere Personen hineinzuversetzen.
Zusätzlich zum Begriff der emotionalen Intelligenz wird oft auch „soziale Intelligenz“ genannt, was nichts anderes ist als ein Gerechtigkeitssinn, der sich nicht (nur) auf einen selbst bezieht.
Empathie und Gerechtigkeitssinn sind anerzogen. Empathie schöpft dabei hauptsächlich aus eigenen negativen Erfahrungen, der Gerechtigkeitssinn eher aus positiven. Im Gegensatz dazu ist Intelligenz nicht erlern- oder anerziehbar.
@Mac Abre wenn ich deine Stimmung lesen kann …
kann ich mir aussuchen wie ich auf dich und deine Stimmung reagieren will …
wenn ich dir böse will, könnte ich dich damit heftig zu meinen zwecken manipulieren ohne das du es merkst,
oder ich kann tatsächlich auf dich eingehen.
der punkt ist wenn ich schnalle was los ist,
kann ich mir aussuchen wie ich darauf reagieren will, ohne von dir eingewickelt zu werden. ;)
@Mac Abre Zu Deinen Äußerungen schließe ich nichts aus.
Besonders interessant wird die Diskussion, wenn man sich wissenschafltiche Studien zur Intelligenz zu Schleimpilzen anschaut…😎
@CDRowell Du meinst die Pilze, die sich spontan Wege bahnen, die nicht genetisch vorgegeben sind statt wild in der Gegend herumzuwachsen und sich gegenseitig in die Quere zu kommen?
@Mac Abre in einem Satz.
Wenn ich an der Reaktion meines Gegenübers sehen kann
was gesagt wird und das Verhalten passen nicht zusammen,
was soll das anderes als erlernte Intelligenz sein? 🙂
@Mac Abre Die Stimmung der Leute im Raum „lesen“ zu können und darauf zu reagieren … soll keine angewandte Intelligenz sein? 🤭
Das kann nicht dein Ernst sein. 🤦🏻♂️
@plumperquatsch Sorry, aber aus Deinen drei Anmerkungen erkenne ich, dass Du nicht verstanden hast, was ich geschrieben habe.
@swift Meine Vorhersage: Zwei der 102 Exemplare behalten die „Macher“, 99 wandern in die Vitrinen betuchter Sammler, und JMJ baut mit seinem Exemplar *einen* guten Sound, den er in *einem* (nicht notwendigerweise guten) Song verwendet.
@chardt Seit wann macht Jarre „Songs“?
@Mac Abre Wie würdest Du es sonst nennen?
@chardt In Songs wird, wie der Name sagt, gesungen. Jarre macht Tunes.
@Mac Abre Muttis Schlauster erklärt uns die Welt. Herzlichen Dank!
@Bave the Dutcher Neidisch, was?
@Mac Abre und in einem Lied wird ?
@Numitron Ein Lied ist ursprünglich ein Gedicht in Erzählform, wird also gesungen oder gesprochen. Beispiel: Schillers „Lied von der Glocke“ ist ein Gedicht.
@Mac Abre So so, was grenzt den Song vom Tune ab ? Mal davon ab , das die Diskussion eher müßig ist, deine Form der Klugscheißerei ist ziemlich mühselig., du musst viele Freunde haben , 😁
@mtotheb Ja, tatsächlich habe ich viele Freunde, die auch meine Bildung zu schätzen wissen.
Was den Song vom Tune abrenzt, habe ich nun wirklich deutlich genug erklärt. Aber für Dich noch einmal ganz einfach: Ein Song ist ein Text oder hat einen Text, der gesprochen oder gesungen wird, ein Tune hat keinen Text.
@Mac Abre Im Englischen ist jede musikalische Aufnahme ein Song, selbst instrumentale.
@PossumVla Nein. Im Deutschen wird das nur hin und wieder so verwendet, ist aber falsch.
„Song“ ist das substantiv zu „to sing“ und heißt auf deutsch „Gesang“. Ein Song kommt also, wie im Deutschen das Lied, auch ganz ohne Musik aus, aber nicht umgekehrt. Ebenso wie das Lied, war der Song früher nur eine Erzählung (vgl. „A Song of Ice and Fire“).
@Mac Abre an alle, die an diesem „Strang“ hier ziehen:
Gibt man Jungs einen Ball, so splittert Fensterglas und es krachen
die Latten am Zaun😄
einigt euch auf: Musikalische Ergüsse oder Ergebnisse
und raucht eine, ach ne geht nicht, hier ist ja Rauchverbot!
lieber Gruß🧡
@Viertelnote Woher kennst Du die Geschlechter aller Diskussionsteilnehmer? Das macht den Eindruck als vermutest Du grundsätzlich hinter jeder intensiven Diskussion, die nicht Deinem Gusto entspricht, Männer. Ich finde derartige Vorurteile, egal gegen wen sie gerichtet sind, verachtenswert.
Eine intensive Diskussion als typische „Männerspielerei“ abzutun, ist ganz schön daneben. Als halber Brite versuche ich, falsch verwendetes Englisch zu korrigieren und den Anwendern damit zu helfen. Es ist natürlich wirklich schwierig, das zu verstehen, wenn man es nicht verstehen will.
Ja klar, bei dem Preis erreichst du mit 100 Stück keine Million Umsatz. Das müssen dann mindestens 101 sein. Einer wird verschenkt. Das Original wollte keiner haben, mal sehen, wie‘s mit der Kopie aussieht.
Also für den Preis wüsste ich was Besseres. Da bekommt man ja fast eine ganze Kollektion an analogen und digitalen Schätzchen mit denen man jede Klangvorstellung als Sounddesigner oder Musiker umsetzen kann.
9.999,- EUR für ein wenig monophones Filterresonanz-Gezwitscher ist ganz schön dekadent.
Na ja, wer’s braucht. ;)
Ich finde den Preis wirklich dreist.
Wenn MOOG es schafft, DIE IKONE der Synthesizergeschichte – den MiniMOOG – für etwas mehr als die Hälfte neu aufzulegen (und dieser hat ein komplexes HOLZGEHÄUSE und auch eine TASTATUR !!!), dann sollte PPG bzw. die Hersteller dieses Gerätes wirklich in der Lage sein, es für weniger als ein Drittel davon zu bauen.
Schon sich dem Preis des aktuellen MiniMOOGS auch zu nähern halte ich deswegen für sehr fragwürdig – diesen um weitere mehr als 90 % zu übertreffen ist schon heftig und drückt auch etwas Arroganz aus.
Das wird dadurch nicht anders, dass moderne Platinen- und Bauteiltechnik weitgehend umgangen werden . . . und die metallischen Seitenteile können’s nun wirklich auch nicht sein, die den Preis auf dieses Niveau treiben.
10.000 € sind verdammt viel Holz – außer vielleicht Hans Zimmer kann man da nur Leute auf nahezu dem gleichen (finanziellen) Level finden, die sich ein solches Teil in ihr Heim & Studio stellen können . . .
Total daneben, netter Filter hin oder her. Aber es geht ja gar nicht darum ein Instrument herzustellen, sondern um (ein auch schon wieder abgeflautes) Vintage–Lifestyle–Luxus–Syndrom auszunutzen. Irgendwie ekelig. Ein Altherrenwitz mit Aluteilen.
@Bave the Dutcher haha. Danke! Made my day!😀🤘
Nett, aber mehr auch nicht. Für 4000€ weniger gibt es den GRP A4 und für „nur“ 2000€ mehr den GRP A10. Beide pfeffern den PPG 1002 sowas von an die Wand!
[…] setzt dieses exklusive Instrument neue Maßstäbe in Sachen Klang und Verarbeitung. Noch besser/geiler als Vermona oder Cwejman? Come On…
@xtront nope, aber mit Alufelgen 😄
@Numitron 😂
@xtront Selbst der A2 bläst ihn vom Tisch. Für knapp 2000.
@Bave the Dutcher eben, und das für ein fünftel des Geldes!
Ich bewundere den Mut und die Akribie und Geduld, mit der Thilo diesen Test durchgeführt hat – alle Achtung und großen Dank. Die Klangvergleiche mit dem Original sind sehr treffend.
Nichtsdestotrotz, dass das Reissue dem Original wohl so nahe kommt, dass es sich auch um ein solches handeln könnte, bleibt der Sinn eines äußerst teuren Nachbaus im Dunkeln.
Geht es darum, zu beweisen, dass man die Originalbauteile in genau derselben Reihenfolge von Hand zusammenbaut und damit den (unverschämten) Preis rechtfertigt?
Welchen Nutzen ergibt das? Ich registriere es lediglich und werde es wieder vergessen.
@herw Nutzen? oh wie ketzerisch, ich mag das ^^
Man sollte das ding mal gegen einen Behringer Cat antreten lassen.
Mal sehen wie das Fabergeei dann abschneidet. ^^
Nochmal zum Mitmeißeln für alle, die sich über Preis und Funktionalität erregen:
Es handelt sich um ein Sammler-/Liebhaberstück, deshalb die limitierte Stückzahl – und wenn man so ein halbwegs komplexes Gerät in so einer lächerlich kleinen Stückzahl nachbaut, dann wird es eben teuer. Also:
Wer unbedingt schon immer einen PPG1002 haben wollte und zuviel Geld rumliegen hat, zuschlagen!
Alle anderen (auch ich) kaufen eben einen sinnvollen Synthi, z.B. einen mit weniger Einschränkungen und „Eigenheiten“, für einen Bruchteil des hier aufgerufenen Preises. Das Leben kann so einfach sein 🙂
@chardt trotzdem ärgerlich.
immer häufiger extrem überteuertes.
Grad in den heutigen miesen Zeiten traurig.
außerdem ist es noch nicht verboten, seine Meinung zu äußern.
@Numitron Auch ist es erlaubt, betagte Dinge nachzubauen und diese zum Sammeln anzubieten.
Aber wer davon gut hat ist eindeutig: Die Masse wird es nicht sein, denn da liegt nicht genügend Geld in der Schublade.
Aus den Äusserungen könnten Neid und andere Todsünden lesen, wenn das gewollt ist.
Mir gefällt das gute Stück und gleiches würde ich gerne entgegennehmen und gönne jedem, der sich gleiches leisten kann! Verrückt oder? – So ist Mensch…
@Numitron Wieso ärgerlich? Für die paar gut betuchten Sammler, die das kaufen werden, ist es nicht überteuert, und dem Rest der Menschheit (also: uns) kann der Preis doch ziemlich am A vorbeigehen. Ned amal ignoriern!
@chardt „Was du verdienst ist was du kriegst.“
@chardt ich würde gerne fast alles kaufen.
was sich nicht ausgeht ist schade 😁
aber hier natürlich extrem überteuert.
macht die Firma halt extrem unsympathisch.
warum keine Partnerschaft mit Waldorf und mehr Exemplare?
egal, bin eh gegen modularsysteme. 😎
@Numitron „ich würde gerne fast alles kaufen.“
Warum? Wieso? Wofür?
Also z.B. diesen Synth würde ich nicht einmal zum Behringer-Preis haben wollen – zu viele Einschränkungen gegenüber anderen Synths, und nichts was ich als Vorteil sehen würde, außerdem etwas unhandlich. Da ist der Preis dann einfach egal für mich.
„überteuert“
Dinge, die in sehr kleinen Stückzahlen quasi handgebaut werden, sind nun mal richtig teuer – in Relation zu den Herstellungskosten und vor allem der reingesteckten Zeit dürfte das gar nicht mal so übertrieben sein. Außerdem geht es um Sammlerwert und nicht etwa um Nutzwert.
„macht die Firma halt extrem unsympathisch.“
Sie ziehen ihr Ding durch und machen etwas, was sonst kaum einer macht, finde ich eher sympathisch.
„egal, bin eh gegen modularsysteme.“
Den Witz habe ich jetzt nicht verstanden.
Hm, zugegeben klingt das Unschnäppchen ein bisschen fetter und vielseitiger als mein alter Arturia MicroBrute, der aber auch nur einen Oszi hat und geringfügig billiger war (und dessen Knöpfe sich inzwischen leider etwas klebrig anfühlen).
Die Klangbeispiele oben bau ich aber notfalls mit meinem Behringer Model D oder spätestens meinem Dreadbox Typhon nach – und selbst, wenn ich meine übrigen Kleinsynths dazurechne (der teuerste in meiner Sammlung ist ein tastenloser Blofeld), liege ich preislich noch weit unter obigem Sammlerstück, das mir auch dann keinen großen Kaufreiz auslöste, wenn es eine Ziffer weniger vorm Komma kostete.
Kurz: Fürs mutmaßlich Gebotene finde auch ich das Unschnäppchen ein klein wenig zu wenig preiswert im Wortsinn. Hätte ich so viel Geld übrig, holte ich mir eher noch ein paar Gitarren (nicht, dass ich zu wenige hätte – aber da wüsste ich eher, wozu). 😀
@Eibensang Da ist eine Menge freigeistiges dran, an deinen Zeilen! Ne neue Gitarre ist auch für mich momentan die bessere Wahl! 🎸
@CDRowell Eine neue Gitarre brauche ich zurzeit nicht. Aber Harley Benton hat gerade eine, die ich sooo schön finde …
Meine Vernunft: „Nein, Pfoten weg! Du kaufst dir erstmal den Modal Carbon8.“
Ein toller Synthesizer, keine Frage! Aber ob PPG, limitiert, analog oder sonst was: Das Preis, – Leistungsverhältniss ist schon etwas crazy. Den halben Preis hätte es meiner Ansicht nach auch getan und klingt immer noch viel.
@Filterpad Ein bekanntes sehr deutsches Phänomen: Zur Sache nichts zu sagen, aber am Preis rumnörgeln :) Nein, ist schon ok, wenn du das so siehst. Aber im Grunde interessiert es nur den, der 1. das Geld hat, und 2. danach schaut, ob es ihm das wert ist, was er bezahlen soll. In meienr Zeit im Musikalienhandel durfte ich das lernen. Es gibt einfach Leute, für die spielt Geld nur eine sekundäre Rolle und es geht denen um Sachen haben und spielen wollen, das war es dann schon Es ist Wolfgang Palms Sache, ob die 100 weggehen oder nicht. Ich schätze übrigens, dass die alle verkauft werden. Trotz der klanglich sehr lieblosen und uninspirierten Darstellung hier im Artikel. Es gibt ein Video von Palm selber, der zwar auch nicht besonders leidenschaftlich performt, aber man hört wenigstens heraus, wohin die Reise bei diesem Synthesizer geht. Mir gefällt er.
@k.rausch Ich war lange auf einer internationalen Lego Fan Seite. Auf der wurden neben Username das Land auch angezeigt. Es waren nicht nur die Deutschen die sich fast 24/7 über Preise beschwert haben.
@k.rausch Es geht doch nicht um Preisnörgelei, es geht darum, wie viel man für vergleichbare oder sogar leistungsfähigere Produkte auf den Tisch blättern darf. Und das ist nun einmal deutlich weniger. Heute spielt es dank Vintage-Funktionen sogar kaum noch eine Rolle, ob ein Synth analog oder digital ist. Selbst Flohhustenhörer™ sehen keinen Grund mehr für analoge Filter. Nur eine Handvoll Leute, für die nur analog überhaupt brauchbar klingt, wollen sich das nicht eingestehen und bilden sich weiterhin ein, eine Vinyplatte habe eine höhere Dynamik als jede digitale Aufnahme, ohne zu wissen, was Dynamik überhaupt ist.
@Mac Abre Am Preis abarbeiten mit herbeigeholten Argumenten. Kann man machen, muss aber nicht, weil der Kasten zufällig aus dem Rahmen fällt. Das Teil is ein Reissue, Kategorie Boutique, angesiedelt in der Gegend Fender Custom Shop. Da geht es um haben wollen oder niicht für Leute, denen das Ding was wert ist und die nicht auf den Cent gucken müssen. Auch ein bisschen privilegiert ein Spezialerbstück zu kriegen von Wolfgang Palm, der sich damit selber sein Lebenswerk gefeiert hat. Und, btw, die Preisnörglei ist hier im Amazona Forum ein Dauerklassiker, den ich hier halt mal aufs Korn genommen habe. Gerichtet direkt an Filterpad Kommentarkönig :)
@k.rausch Das wir hier nicht die Zielgruppe sind, ist klar und war auch schon klar, bevor Cornel Hecht in einem einschlägigen Forum schrieb, dass wir das Teil ja nicht kaufen müssen. Los werden sie den Synth auf jeden Fall. Besonders für Profis, die also kalkulieren müssen, ist das Preis-Leistungs-Verhältnis und der Preisvergleich ähnlicher Instrumente existenziell. Ich vermute nicht, dass auch nur ein Mensch, dieses Instrument professionell nutzen wird. Ich könnte mir den Synth bei Menschen wie Phil Collins vorstellen, die sich sowas zum Spaß aber nicht im Studio hinstellen. Oder beim jungen angehenden Musiker, der glaubt etwas „richtiges“ zu brauchen und das Geld dafür von Omi bekommt.
das passende Motto zu solchen Glanzleistungen könnte folgendermaßen lauten:
Mit welcher Feder kitzle ich heute meinen Gaumen, damit mir das Kotzen kommt…
Diese Art Szene, die angebliche „Sammler“ bedient, nähert sich verdächtig schnell
dem dekadenten, alten Rom.
Traurige Zeiten, folks.
@ErrJott Wer sich in der heutigen Welt umschaut sieht deutlich römische Verhältnisse, da muss man nicht mal RICHTIG VIEL GELD ÜBEIG HABEN… oder dieses Gerät kennen…
@CDRowell …wohl wahr. LEIDER!
@CDRowell Dekadent geht die Welt zugrunde. Hauptsache, sie geht zugrunde und bietet die Chance für einen Neuanfang. Die Endzeit scheint doch viel angenehmer zu sein, als man sie sich vorgestellt hat. Tonnenweise billiger Luxus kann auch ganz schön sein – für „Sammler“. Bei dem Gedanken, dass Viele etwas für ihre Nachwelt hinterlassen wollen, habe ich schon immer gedacht: welche Nachwelt?
@Mac Abre 😅
Na ja , das Gerät ist halt als Vitrinen Stück gedacht und nicht zum bespielen, der Klang ist daher wohl nebensächlich , wenn auch gut aber kein Alleinstellungsmerkmal .
Ähnlich wie in der Klemmbaustein Szene geht der Trend wohl zu Vitrinen Modellen und solche die bespielt werden wollen und wie in der Sammlerszene so üblich besorgt man sich am besten zwei davon, eines für die Vitrine und eines zum schrauben.
Ironie Off
Sollte der Synthesizer über die berühmte Hit-Garantie verfügen, ist der Kaufpreis eher nebensächlich.
@Dirk Matten Und ich dachte immer, dass die Hits von genialen Menschen gemacht werden, die das sogar nur mit einer Akustikgitarre oder einem Casio-Keyboard können. So ein Mist. Jetzt muss ich doch 9999,99€ ausgeben. Die 0,99€ sind Trinkgeld, wenn man mir das Teil persönlich vorbeibringt. Bei dem Preis sollte die persönliche Lieferung schon mit drin sein. Die liefere ich aber in 1 Cent-Stücken im Plastikbeutel ab. Die Bank will die nicht mehr haben 😜 Die 99 Cent habe ich dann in 10 Jahren und einem Hit auf Spotify wieder drin. ***Ironie aus***
@Markus Galla Opa erzählt vom Kriech
Mein leider vor Jahren verstorbener Freund und Kunde Florian Schneider fragte vor dem Kauf immer, ob das fragliche Instrument denn auch über eine „Hit-Garantie“ verfüge. Das war ihm wichtig und der Erfolg zeigte sich dann ja auch.
Mein lieber Freund und Kunde Michael Adamietz, damals Fernmeldetechniker aus Bochum, kaufte bei mir das komplette PPG Waveterm-System inkl. EVU. Und als er auf meinen Rat hin technische Fehler telefonisch direkt bei PPG in Hamburg reklamierte, antwortete ihm Waltraud Palm, Ehefrau von Wolfgang Palm, er sollte sich bitte nicht so aufregen. Manfred Mann habe mit dem System, so wie es ist, schon einige Hits gelandet. Recht hatte sie, die Gute.
@Dirk Matten „Hit-Garantie“ ist doch nichts anderes als ein Alleinstellungsmerkmal, daß alle anderen Musiker/Künstler nicht haben. Wenn ich mir den jetzt kaufe, dann gibt es nur 100 andere die den selben Sound produzieren, sofern etwas besonders charakteristisches im Klangbild ist. Vielleicht reicht es sogar zu wissen, daß der eine Künstler einen besitzt? Kann jeder hier testen, einen kaufen und ein paar Tracks releasen. Casino hat mehr Risiko und eine Wertsteigerung ist schon bei Kauf eingepreist. Also los! 😁
@Kazimoto Den Witz von Florian Schneider hast du nicht verstanden.
@Dirk Matten Nein tatsächlich nicht, eine Klarinette hätte zum Weltruhm gereicht, da bin ich sicher. Wo ich mir sicher bin, du hast die Kunden mit Sicherheit mit Sprüchen geangelt wie, „kein amtlicher Produzent kommt derzeit ohne diesen Sound aus“. Trust me bro!😄
@Kazimoto Genau so habe ich tonnenweise das minderwertige Zeugs verscheuert. Mein Vorbild war immer der fliegende Händler in der Fußgängerzone mit dem Teppichreinigungsmittel. Ganz wunderbar, ich konnte da stundenlang zusehen.
Aber auch Heinz Funk bei seinen Vorführungen des Moog Modularsynthesizers: „Da nehme ich für zehn Pfennig Sägezahn und für fünf Pfennig Rechteck.“ Er ging sogar körperlich in die Vollen. Hier seine Demonstration des Sennheiser Vocoders: https://www.youtube.com/watch?v=FLljyZ2ojbA
@Dirk Matten Teppichreinigung oder der Aale-Dieter, am Ende dachtest du immer, die halbe Nordsee wäre für 10DM in der Tüte. Zu Funk, ich wünschte man könnte Software so emotional rüberbringen. Wenn der Mensch so riesige Kisten braucht, wie wäre es mit einer neuen Controllergattung, dem „Turnapparat“? Mindestens 2m hoch und 2m breit, für dehn und Streckübungen während der Synthese. Wäre auch was für das Büro, wo schon gemotzt wird, wenn der Drucker/Scanner weiter als 20cm steht.
@Kazimoto Es war die Person Heinz Funk und ich kenne niemanden, der ihm auch nur in etwa in seiner ganzen Unseriosität das Wasser reichen konnte. Bei mir wechselte die Wahrnehmung immer zwischen Bewunderung und Fremdschämen.
Und zum Objekt dieses Testberichtes: Die analogen Synthesizer und Module von PPG habe ich nie verkauft, bin sogar mal vom Stand auf der Frankfurter Musikmesse geflogen, weil ich Kunden gegenüber nie einen Hehl über die Qualität gemacht habe. Beim PPG Vertrieb TSI wurde „PPG“ intern als „Palm’s Papp-Gedrisse“ bezeichnet.
Der PPG Wave in allen Ausführungen war dann einzigartig trotz regelmäßiger Reklamationen von Kunden. Das hatte ich ja schon weiter oben berichtet.
Was nun der hier getestete Synthesizer soll, ganz abgesehen vom Preis, erschließt sich mit nicht. Aber vielleicht gibt es ja den einen oder anderen Doofen.
@Dirk Matten Mit der Hit-Garantie vom TB-303 ist aber die gesamte Branche daneben gelegen.😄. Gut, konnte ja auch keiner ahnen, dass die Teile, die gegen Ende im Produktiv-Prospekt für 150 DM und sogar weniger feil geboten wurden noch 10 Jahre gut abgehangen für deutlich 4stellig die jungen Tecknohelden zum schotter führen würden.
P.S.: Die Frau Palm find ich ja sympatisch. Manchmal braucht der ein oder andere Kunde auch mal diesen „little Push“.
@Dirk Matten Wie sagt man so schön: Die Musik passiert vor dem Mikrofon, nicht im Gerät.
@Dirk Matten Na endlich wird die Diskussion im den PPG wirklich ernsthaft! Danke dafür…
@Dirk Matten frag Mal bei KLF.
Das Handbuch zum nr1 Hit wurde von den Produzenten von Edelweiß in Österreich gelesen und sie hatten 1988 einen Hit.
Es ist halt ein Sammlerstück, was allerdings auch ganz cool aussieht mit dem kantigen Design. Aber klar, für das Geld kann man sich auch sinnvollere andere Synthesizer kaufen oder das Geld in eine Menge netter Eurorack-Module stecken.
@ollo Ich hoffe, dass Uli B. nun wirklich angefixt ist von all diesen Kommentaren – und seinen Entwicklern den Auftrag gibt, diesen Klotz in eine Kleinversion – dafür aber Großserie !! – zu gießen.
Auch wenn dann der Sound eines “bbg 1002“ nur bei 95 % des Originals liegt, der Preis aber bei nicht arg viel mehr als 350 € – dann kaufe ich mindestens einen davon und freue mich über einen weiteren BEHRINGER Synthesizer in meinen Regalen (für rund 3,5 % des “PPG 1002 Reissue“ !!!)
Uli, mach dich flugs ran an die Schaltpläne und lass deine Jungs schonmal eine Frontplatte designen und veröffentlichen – damit Wolfgang P. weiß, wo der Preishammer hängen kann, wenn man vernünftig kalkuliert und auch weniger finanzmächtige Musikmachende als Zielgruppe avisiert . . .
@Nvelope Uli baut den dann als Behringer BBG-1002 Mini. Mit einer Monostimme und Polychaining. Verkaufspreis 99 Euro. Für den Preis eines Originals hast dann 101 fette Stimmen (und diverse Brummprobleme, aber was soll’s?). 😂
Nun gut. Man kann sich jetzt hier über das Sammlerstück lustig machen, aber am Ende werden die 100 Einheiten garantiert verkauft. Ob damit jemals ein Hit produziert wird oder überhaupt Musik produziert, steht dann auf einem anderen Blatt.
@Markus Galla Ich finde, dass sich die Front des PPG Reissue fast schon idealerweise auf das nun hinreichend bekannte Frontplattenformat der BEHRINGER-Geräte übertragen lässt (natürlich ohne diese wuchtigen Aluwangen an den beiden Seiten, die schon fast 10 % der Gesamtbreite des PPG einnehmen und sicher nicht weniger teuer als sinnlos sind).
Ja, da stimme ich dir zu: die 100 Geräte werden verkauft werden; es gibt wohl genug Leute, die das Geld haben und sich sowas hinter Panzerglas ins Studio stellen – mit einem Sticker “Nr. 0xy von nur 101 weltweit“ und auf Bewunderung Anderer hoffend.
Und ein solch überteuertes ‚Schätzchen‘ vielleicht nur selten ‚einen Ton‘ von sich gebend …
Uli’s Idee, solche Geräte über faire Preise ALLEN zugänglich zu machen, liegt mir signifikant näher am Herzen – als die fragwürdige Idee, einen “1002 Reissue“ auf den Markt zu werfen, der fast doppelt so teuer wie ein immer noch erhältlicher und (stets) bildschöner MiniMOOG ist und dabei mit einem mehr als fragwürdigen (Ultra-Hoch-)Preis ausschließlich auf den Top-Level der Musiker-/Studio-Elite abzuzielen.
@Nvelope „der fast doppelt so teuer wie ein immer noch erhältlicher und (stets) bildschöner MiniMOOG ist“
Also ich finde einen Minimoog tatsächlich ziemlich hässlich, sieht mir einfach zu sehr nach 1970er vintage Möbel aus, vorallem in der roten limited Edition, hässlicher geht es kaum noch. Aber ist halt Geschmackssache, mir gefällt das nicht.
@Markus Galla Vielleicht kommt mal vom großem B ein komplett rundovales Gehäuse mit Würfelpotikappen, um alle Musikmachenden richtig kreativ unter die Arme greifen zu können!😬👍
ES WIRD MAL WIEDER ZEIT, DAS DIE GROSSEN NICHT NUR ZUSCHAUEN, WAS DIE KLEINEN SO TREIBEN, SONDERN DYNAMISIEREN!!! 😘
@CDRowell Was Kunst und Kultur angeht – und dazu zähle ich MI-Hersteller im weitesten Sinne – waren doch schon immer die Kleinen die treibende Kraft. Wird die Spoon-Lady morgen ein Superstar, werden Synthesizer alle plötzlich Löffelsamples erhalten und jemand wird elektrische Musiklöffel zu einem überteuerten Preis auf den Markt werfen. Mit der Steeldrum war es ja auch nicht anders.
@Markus Galla Natürlich werden sie verkauft. Die oben genannte Zielgruppe existiert. Sie werden, wie Du vermutest, aber wahrscheinlich zum Besitzen, nicht zum Musizieren genutzt.
@Nvelope Wolfgang Palm hat das Gerät entwickelt und hat nun zugestimmt, daß jemand es in dieser Art produziert und zu einem sehr stolzen Preis verkauft.
Ich finde es in Ordnung, wenn sich jemand daraufhin eine Behringer Kopie wünscht.
Die Sache jedoch so zu kommentieren, als sei es ethisch verwerflich, was als Reissue angeboten wird, lässt nach meinem Empfingen den gebührenden Respekt gegenüber Wolfgang Palm vermissen, nicht nur, weil er eine Legende ist, sondern es ist ja auch ein sehr gut und eigenständig klingendes Instrument.
Ich sehe nicht, daß Palm oder der Mensch, der es mit seiner Zustimmung herstellt eine moralische Pflicht hätten, das Instrument für jeden zum Taschengeldpreis anzubieten.
Beschwert sich jemand bei VW, daß diese Autos über 20.000€ kosten? Weshalb darf ein Instrument nicht etwas mehr kosten? Das ist eine Frage der individuellen Finanzlage und der eigenen Prioritäten. Zu teuer weil einfache Technik? Vielleicht. Aber es gibt die günstigen Alternativen. Wo ist der Anlass zum meckern?
Wenn man auf sein Auto verzichten würde, könnte sich so mancher einen originalen Jupiter 8 leisten. Daß man das nicht macht, ist eine Entscheidung.
Ich kaufe die Neuauflage des PPG auch nicht, ebenso wie die Neuauflage des Crumar Spirit, den ich gerne hätte.
Falls Du den Behringer Kobol noch nicht hast, höre ihn Dir an. Der klingt mega gut. Der PPG 1002 ist Dir zu teuer, mir auch. Es gibt ja Alternativen und ja, vielleicht auch irgendwann einen Behringer-Klon, obwohl ich da nicht die Notwendigkeit sehe. Behringer muß nicht alles machen. Die Palette von Behringer-Synths ist schon recht umfassend. Für 1500€ gibt es auch so manchen sehr guten analogen Klassiker. Evtl. bringt Roland bald etwas echt analoges, nach der TR-1000 darf man darauf spekulieren. Roland wird sicher deutlich unter 10k bleiben für einen monophonen. Was man auch wählt, den PPG 1002 braucht man nicht zwingend. Kein Synth ist unverzichtbar. Deshalb muß man nicht meckern.
@Apfelstern Hier ist der Kern aller Preisgestaltungen enthüllt, wie ich finde.🥰
Wir kaufen anscheinend IMMER in der (eher unbewussten) Zuversicht unsere Seltbsteinschätzung aufwertend zu ergänzen, aufzuwerten uns im Vergleich zu anderen zu erhöhen.🫣
Besonders bei Offenlegung dieses Tabus wird es psychologisch sehr eng bei einer Großzahl von musikmachenden und anderen Menschen, weil es niiiiemals sein darf, sich selbst in Frage stellen zu dürfen und können.😱
Am Besten ist, sich dann der Preisgestaltung, dem Aussehen und anderen, scheinbar Objektivem zuzuwenden, um sein vielleicht verletzt gesehenes Ego schützen zu wollen.🤪
Ist das schon Diskriminierung?🥴
@CDRowell Meine Einschätzung in dem konkreten Fall ist, daß man den Verkaufspreis als unverhältnismäßig gemessen am Aufwand ansieht und entsprechend frustriert ist, weil das Instrument mit genau diesem Klang nur von diesem einen Hersteller verfügbar ist, wie etwa eine goldene Uhr im Schaufenster.
@Apfelstern Ich meckere nicht – sondern kritisiere lediglich den für dieses Instrument aufgerufen Preis als zu hoch.
Ich hatte nie verlangt, dass vom ‚1002‘ ein ReIssue auf den Markt kommt und auch kein Interesse, mir ihn zuzulegen (auch nicht für ein Drittel des Preises)..
Ich fordere nicht – weder von meinem als exzellentem Entwickler angesehenen (noch einige Jahre älteren) Namensvetter Wolfgang noch von anderen Entwicklern und Herstellern – etwas zum ‚Taschengeldpreis‘ auf den Markt zu werfen. Ich habe auch mehrere Synthesizer mit einem Wert von deutlich oberhalb eines Taschengeldpreises – neben solchen, die wohl in deiner Vorstellung eines ‚Taschengeldpreises‘ liegen.
Doch zwischen genau solchen und dem für den ‚1002‘ aufgerufenen Preis liegen ja finanzielle Universen – mit einer beachtlichen Vielzahl hochinteressanter auch noch ziemlich ‚junger‘ monophoner Analogsynthesizer im eher erdnahen Weltraum.
Die 3…4 Geräte, auf die ich noch warte, werden kommen oder nicht; ein ‚1002‘ war bislang nicht unter den von mir gewünschten Geräten.
Und für ‚ethisch verwerflich‘ bezeichnete ich nichts – aber den Preis für dieses Gerät ‚1002‘ einfach zu hoch (womit ich ja nun wirklich alles andere als auf diesen Seiten alleine bin!).
Ja, den B-Kobol habe ich – sowie rund 2 Dutzend andere, auch polyphone. Auch habe ich jahrzehntelange intensive Wartungs-, Reparatur-, Bau- & Löterfahrung (inkl. Mechanik & Holz) – weswegen ich weiß, wovon ich hier schreibe.
@Apfelstern viele beschweren sich bei VW. aber die verkaufen ja die fast identische Technik mehrmals zu verschiedenen Preisen. 😃
Wer ist denn der Hersteller? Apple?
@dAS hEIKO Bei Apple achtet man sehr darauf, günstige Komponenten einzukaufen und in Niedriglohnländern herzustellen.
Das ist hier offenbar nicht der Fall.
@Apfelstern bin kein applefan, aber dass die minderwertige teile verwenden kann man ihnen nicht vorwerfen . .
@dAS hEIKO Natürlich steck apple immer mit Drin, im Geiste…🫡
Klingt langweilig. 🤷🏻♂️
Jede Blofeld Demo haut das Ding vom Tisch.
@plumperquatsch der ist aber digital
@Numitron So schaut’s aus.
@Numitron Iiiihhh! Digital – wie scheußlich und unwürdig! /s
Mir ist der ganze Hype um altbackene monophone Synthesizer echt ein Rätsel. Es gibt doch durchaus auch moderne Vertreter, die gut klingen. Hatte mal einen Sub-37, der war klasse. Und wenn ich Zeit hätte, würden mich auch die monophonen DSI/Sequential-Geräte reizen. Ullis SH-5-Nachbau tut es bis dahin aber auch.
@network southwest hab ich nicht so gemeint.
bin zwar analogfan, hab aber auch digitale.
aber für mich nicht Vergleichbar.
unterschiedliche Konzepte und gewisse stärken und schwächen.
die digitalen mit analog Filter find ich deutlich interessanter zb.
digitale können ja theoretisch „mehr“
dafür sind zumindest alte analoge einfacher zu reparieren.
viele alte virtuell analoge haben spezielle Chips die man nur noch schwer bekommt.
@Numitron Ich habe es auch nicht so gemeint, deswegen hatte ich mein Iiihh auch mit /s gkennzeichnet.
Ich kann mich bloß immer wieder über die Hardcore-Analog-Fans amüsieren. Mir ist der Ursprung des Sounds egal, Hauptsache, klingt und berührt mich.
@network southwest stimmt. 😃
bin froh, dass es mittlerweile soviele tolle geräte für jeden Geldbeutel gibt. 🤘😎
Also dieses Preis Gejammer ist ja unerträglich. Erst wird laut gerufen: Baut doch BITTE das Original nach ich würde es sofort kaufen wollen….dann wird es Gebaut und schon geht der Shitstorm über den Preis los (Betrifft nicht nur den PPG 1002). Anhand der Stückzahl wird denn wohl schon klar das es sich nicht im ein Mainstream Produkt handeln kann. Somit ist die preisliche Gestaltung auch anders als bei UB. Cornel betreibt sehr viel Aufwand und sehr viel Handarbeit um diesen wunderbaren Synthesizer zu fertigen. Das sind viele Stunden den Lötkolben schwingen und jede Menge klein klein. Wer sich den Synthesizer nicht kaufen will oder kaufen kann sollte zumindest so Fair sein und dieses Projekt auch mal Positiv würdigen oder etwas anderes kaufen und gern auch schweigen.
Synthetische Grüße aus der PPG Heimat.
@am.syn Ist doch total egal ob das Ding von Elfen im Mondschein zusammengelötet wurde oder nicht.
10.000€ und noch nicht mal PWM gibts. Soll das ein Witz sein? Ich geh dann mal zum Lachen in den Keller. 😂
‚Cornel‘ / ‚Synthetische Grüße aus der PPG Heimat‘ – das lässt auf Bekanntschaft und Lokalpatriotismus schließen und ist deshalb wohl auch ok, um die Produktion eines solchen Gerätes in heutiger Zeit zu verteidigen.
‚Unerträglich‘ geht aber dramatisch darüber hinaus – auch ‚Preis-Gejammer‘!
ICH persönlich habe nie nach einem Nachbau des ‚1002‘ gerufen – geschweige denn ein Kaufversprechen abgegeben; dennoch steht mir zu, den Kaufpreis von 10.000 Euro für das ReIssue des ‚1002‘ zu kommentieren und den dafür aufgerufenen Preis zu problematisieren – gerade im Vergleich zum MiniMOOG ReIssue für annähernd die Hälfte dieses Preises.
Als jahrzehntelanger Kenner von Synthesizern, hunderten Seiten von Schaltplänen alter Synthies und Reparatur so mancher Geräte (einst Sammlung von 76 Synthies!) kenne ich auch die Komplexität der technischen Seite damaliger Geräte.
Wenn ein MOOG ‚One‘ etwa 10.000 Euro kostet, dann ist das schon ein stolzer Preis für ein solches Gerät, das man auch gerne Schlachtschiff nennen kann (wegen seiner Größe und der Komplexität seiner Schaltungen); dagegen sind monophone Synthesizer aus den 70ern & 80ern aber technisch dramatisch einfacher gewesen – und sind es somit auch als Re-Issue in der heutigen Zeit.
Ja, Anerkennung für die Fertigung dieser alten Schaltungen in diesem Gerät, auch wegen der von dir erwähnten Handarbeit!
Doch sein Preis ist exorbitant und steht in keinem vernünftigen Verhältnis.
Sorry.
@Nvelope Interessant wäre, wenn die Jungs von iFixit mal so einen Synth auseinander nehmen würden, um den Wert der Bauteile und die Komplexität der Schaltung zu ermitteln. Vermutlich wäre man erstaunt über das Ergebnis.
Aber: Ermittelt man den Materialwert der Mona Lisa, käme man auch nicht auf den heutigen Wert, der angesichts der Historizität ein ideeller Wert für Kunstliebhaber ist.
Klanglich kann man den Preis nicht rechtfertigen. Das Ding macht keinen schlechten Song besser und ein guter Song brauch es nicht. Der Wert alter Synthesizer steigt, je seltener sie sind, je mehr berühmte Musiker sie verwendet haben und je mehr Leute in Ehrfurcht vor dem Instrument darüber reden. Auch hier auf AMAZONA. Das schafft Begehrlichkeiten. Es gab Zeiten, da verschimmelten die Dinosaurier in dunklen Ecken der Musikgeschäfte und ich selbst habe damals DX7 und CZ1 den Vorzug vor Roland Juno 106, JX-3P mit Programmer und JX-8P gegeben, die damals schon keiner mehr haben wollte. Die standen noch jahrelang an ihrem Platz und wurden irgendwann entsorgt. Ähnlich wie die Hammond B3, die auch über Jahre keiner wollte. Plötzlich dann der Hype und die Preise sind explodiert. Während meines Praktikums damals standen im Lager noch ein Minimoog und andere Dinosaurier herum, die keiner eines Blickes gewürdigt hat. Das war 1989. Ich hatte in den 2000ern mal einen Ebay Sale vorgeschlagen. Als das Geschäft aus Altersgründen 2021 geschlossen wurde, ist der vermutlich auf dem Müll gelandet.
@Markus Galla Vielleicht gibt es bals den veggie-synth, der mit Zink-Kupfer-Fruchtsäure-Energieträger funktioniert. Wäre doch ein sehr starkes verkaufsargument für bestimmte Zielgruppen!
@CDRowell Wenn es so wäre und bestimmte Leute glücklich macht, gerne.
Was ich sagen will: Wert ist rein ideeller Natur. Das gilt auch für Marken. Sammlerstücke entziehen sich jeder rationalen Bewertung und werden durch Menschen wertvoll, die drüber reden und ihnen einen ideellen Wert beimessen. Mein Onkel hat Münzen und Briefmarken gesammelt. Ich konnte schon als Kind nicht verstehen, wie diese objektiv wertlosen Sachen so wertvoll sein können. Als Kind hatte ich von meinem Vater eine große Märklin Eisenbahn. Für mich war es ein Spielzeug (und für meinen Vater auch). Sie wurde später verschenkt. Damals war sie wertlos, heute wäre sie unfassbar wertvoll. Ebenso die alten Comics, die ich damals gelesen habe, bis sie zerfleddert waren. Heute wären sie im guten Zustand ein Vermögen wert.
Analoge Technik hatte in den späten 80ern keinen Wert mehr. Keiner wollte sie mehr. Sie wurde verramscht. Erst durch den Retro-Trend nach der Jahrtausendwende wurde sie langsam wieder wertvoll. Aber das ist rein ideell, nicht weil sie objektiv so wertvoll ist.
@Markus Galla Was den ideellen Wert anbetrifft, kann ich nur zustimmen. Beim PPG bekommt man bekommt man zudem noch recht viel für das Geld.
Die balue Mauritius ist streng genommen nur ein winziges Stück Papier mit ewas Farbe, Sammler legen dafür ein Vermögen auf den Tisch.
Für den Preis einer seltenen Mauritius bekomme ich die geamte Serie des PPG 1002.
Will damit sagen, dass auch mir der Preis für einen PPG 1002 zu viel hoch ist, doch es gibt sicher Sammler, die einen PPG kaufen, also – So What. Alles ist gut.
Die Seitenteile sind kein „Design-Highlight“, sondern klobig und umweltschädlich.
@falconi Du unterstützt damit aber so eine Community in Portugal die Bäume pflanzt. Informiere dich doch mal richtig. 😉
@Kazimoto Erst schlag ich das ganze Jahr über meine Frau und dann spende ich einmal 5€ ans Frauenhaus, weil ich so ein guter Kerl bin. ;)
Die Wiedererfindung des Ablassbriefes. 🫣
„Wenn ihr über MIDI eine Note mit hoher Velocity spielt, bleibt der VCA danach auf, und ihr hört den Ton also immer noch, solange, bis eine Note mit einer Velocity von 0 hinterhergeschickt wird.“
Ach du scheiße! was für ein krampf 🤯
eine strafe drauf zu spielen 😳👾
@plumperquatsch Jeder Gitarrist träumt von ewigem Sustain. ;)
@Mac Abre Einmal hängenbleibende Noten für 10.000€ bitte. 😂
Also spätestens jetzt komme ich mir verarscht vor. ;)
@plumperquatsch Na, na, mal nicht übertreiben, den einen Euro für die Parkuhr um das Ding abzuholen, lassen sie Dir noch. 😁
Vom Hartmann 20′ gab es wenigstens nur 20.
Und hier bitte 10002 Euro, wenn schon.
Die Klangbeispiele mit den diversen Modulationen finde ich super.
Der Hersteller möchte das Instrument offenbar in Manufaktur-Art herstellen. Daß es den Käuferkreis verkleinert, wissen Palm und der Hersteller auch selbst. Da muss man jetzt nicht meckern, um sie darauf aufmerksam zu machen.
Auch wenn ich mir das nicht leisten möchte, muß ich sagen, daß ich es angesichts der Entwicklung, daß in Deutschland immer weniger Geräte aller Art hergestellt werden, begrüße, wenn jemand ein Instrument ohne Kompromisse bei der Qualität lokal herstellt, so wie man es in den 1970er und 1980er Jahren in kleinen Firmen gemacht hat.
@Apfelstern Jetzt wird es sachlich! Dieser Ansicht mag ich sehr gerne folgen… 😃👍
Ich muss sagen, auf eine Idee hat mich der Synth schon gebracht. Ich drucke mein Logo im Stil der Seitenteile und hänge es über die Studiotür.
Vielleicht wäre es auch interessant gewesen, wenn die Marke nochmal wiederbelebt und auch Instrumente zu bezahlbaren Konditionen anbieten würde. Es muss ja nicht ein Klassiker 1:1 nachgebaut werden, der aufgrund des immensen Aufwandes nur extrem teuer sein kann. Gut, vielleicht halten wir auch manchmal zu sehr an irgendwelchen vergangenen Dingen fest und blockieren uns damit die Augen zu öffnen und neue Möglichkeiten zu erkennen.
@PaulusS Die Marke wurde ja wiederbelebt, heißt jetzt Waldorf. Aber ja, ein PPG Wave auf einem Niveau zwischen Behringer Wave und 3rd Wave wäre wünschenswert. Da würde ich vielleicht auch zugreifen.
@Mac Abre Sehr gute Idee (bezüglich eines Gerätes zwischen Wave und Bave)! 👋
@Filterpad Danke. Ich vermute, dass auch schon andere User auf den Gedanken gekommen sind. Aber wenn die Hersteller nicht drauf kommen …
10000 Euro ? Also, für für circa 7000€ hab ich folgendes bekommen :
Mac Mini + Tascam Model 24 + Sequential Pro 3 + Sequential Rev 2 +Polybrute 12 :-)
Vielleicht ist der hohe Preis ja eine Vervielfältigungsabgabe.
Wenn ich als Einzelkämpfer (?) einen Synth auf den Markt bringe und vorher schon weiss, dass der sympathische asiatische Großkonzern von nebenan, namens Ulli, das Teil binnen kurzer Zeit für 2,50€ nachbaut indem er Überschussbauteile aus der Handyproduktion in ein Standard-Gehäuse kippt, bleibt mir vielleicht nix anderes übrig als die Kosten mit den ersten 20 Exemplaren reinzuholen.
Die Alternative wäre dann es gleich ganz zu lassen.
Zum Synthesizer: Ich finde das Gehäuse nicht schön, de Seitenteile sind zu viel des Guten und warum keine Tastatur? Die hätte man aus dem Alu-Block doch gleich mit rausfräsen können. 😜
Der Klang hat mich beim Selbstversuch auf der letzten SB aber unerwartet komplett umgehauen. Das Ding hat wirklich einen tollen eigenen Klangcharakter und Druck wie sonstwas.
Erstaunlicherweise ähnlich inspirierend wie die hybriden PPGs: Unerwartete und inspirierende Nuancen hinter jeder kleinen Potibewegung.
Ich gönne jedem der sich das Teil leisten kann den Spass damit! 🤙