Kompakter Sound mit kräftigem Bass und viel Punch
Mit dem Lautsprecher PreSonus Air XD 10 und dem dazu passenden Subwoofer PreSonus Air XD Sub 15 bietet PreSonus ein kleines aktives PA-System für mobile Anwendungen. Es ist schnell einsatzbereit, einfach zu bedienen und lässt sich zudem per Bluetooth ansteuern. Was das System noch kann und wie unser Autor das Klangbild empfunden hat, erfahrt ihr in diesem Testbericht.
Was ist es? PreSonus Air XD 10 und PreSonus Air XD Sub 15, aktives PA-System für mobile Beschallung.
- Transportabel: Das System bleibt kompakt genug für mobile Einsätze und passt in ein normal großes Auto.
- Ausstattung: DSP, Presets, Bluetooth und TWS-Bridge-Modus erweitern die Einsatzmöglichkeiten.
- Klang: Der Sub liefert Punch und Druck, das Topteil spielt verzerrungsarm und differenziert.
- Praxis: Geeignet für DJs, kleine bis mittlere Events, Bands und Sprachbeschallung.
- Kritik: Die PA wirkt etwas höhenlastig, außerdem wären verriegelbare Stromanschlüsse wünschenswert.
Inhaltsverzeichnis
PreSonus Air XD 10 Lautsprecher
Der PreSonus Air XD 10 ist ein kompakter Aktivlautsprecher in einem Kunststoffgehäuse. Die Front wird von einem stabilen Stahlgitter geschützt, hinter dem sich der 10″-Tieftöner und der Hochton-Treiber verbergen. Mit rund 13,9 kg Gewicht und Abmessungen von etwa 51,6 × 30 × 29 cm bleibt das System angenehm transportabel und ist auf mobile Anwendungen ausgelegt. Ein Tragegriff auf der Oberseite erleichtert das Handling. Der Lautsprecher besitzt zwei Stativflansche mit Neigungswinkeln von 0° und 7,5°. Die Flugpunkte und die Monitor-Wedge-Form ermöglichen den flexiblen Einsatz auf der Bühne.
Die Rückseite ist funktional aufgebaut: Ein gut ablesbares 2,6″-Farbdisplay dient als zentrale Steuereinheit für DSP, Pegel und Presets. Darunter befinden sich die Gain- und EQ-Regler sowie die Anschlusssektion. Insgesamt wirkt das Layout praxisnah und schnell zugänglich, ohne überladen zu sein.
Der PreSonus Air XD 10 ist ein aktiver 10-Zoll-2-Wege-Fullrange-Lautsprecher mit integrierter Class-D-Endstufe und einer Gesamtleistung von 1.500 W.
Der Woofer mit 2,36″-Schwingspule ermöglicht eine untere Grenzfrequenz von 55 Hz (-10 dB), während der Hochtonbereich bis 20 kHz reicht. Der maximale Schalldruckpegel liegt bei rund 130 dB, womit der Lautsprecher auch für größere Anwendungen ausreichend Headroom bietet. Die Abstrahlcharakteristik beträgt 90° horizontal und 60° vertikal.
Ein wesentliches Feature ist der integrierte 3-Kanal-Mixer: Zwei Combo-Eingänge (XLR/Klinke) können sowohl Mikrofon- als auch Line-Signale verarbeiten, ergänzt durch einen Stereo-AUX-Eingang sowie Bluetooth-Audio. Die Bluetooth-Schnittstelle (Version 5.0) unterstützt zudem einen TWS-Bridge-Modus, mit dem sich zwei Lautsprecher kabellos zu einem Stereopaar koppeln lassen. Ein symmetrischer XLR-Mix-Ausgang ermöglicht das Durchschleifen des Signals an weitere Lautsprecher. Der integrierte DSP stellt Limiter und mehrere DSP-Presets (Sprache, Musik, Monitor) zur Verfügung.
Blick auf den Subwoofer
Der PreSonus Air XD Sub 15 hebt sich optisch bereits deutlich von den Topteilen ab. Statt Kunststoff kommt hier ein massives Holzgehäuse (15 mm Multiplex) zum Einsatz, was für mehr Stabilität und äußeren Schutz sorgt. Die Front wird von einem stabilen Stahlgitter geschützt, hinter dem der 15″-Treiber arbeitet. Seitlich befinden sich zwei große, ergonomische Tragegriffe, die trotz des Gewichts von rund 33 kg ein praktikables Handling ermöglichen.
Mit Abmessungen von etwa 53 × 42 × 69 cm bleibt das Gehäuse für einen 15″-Sub vergleichsweise kompakt, was ihn besonders für mobile Anwendungen interessant macht. Zusätzlich bietet das Gehäuse Ground-Stacking-Möglichkeiten sowie vorbereitete Punkte für eine passende Rollenmontage.
Die Rückseite ist wie beim Topteil sehr übersichtlich gestaltet. Ein 2,6″-Farbdisplay dient als zentrale DSP-Steuerung, ergänzt durch Gain-Regler und Anschlusssektion. Das Layout ist praxisorientiert und auch im dunklen FOH schnell bedienbar. Der PreSonus Air XD Sub 15 ist ein aktiver Bassreflex-Subwoofer mit integrierter Class-D-Endstufe und einer Gesamtleistung von 2.000 W, die den speziell entwickelten 15-Zoll-Tieftöner mit 3″-Schwingspule antreibt. Diese Konfiguration ermöglicht einen maximalen Schalldruck von bis zu 128 dB und liefert ausreichend Headroom für Live-Beschallung.
Der Frequenzbereich reicht von etwa 39 Hz bis 95 Hz (-3 dB) beziehungsweise hinunter bis ca. 32 Hz im erweiterten Bereich (-10 dB). Die interne DSP-Steuerung bietet umfangreiche Anpassungsmöglichkeiten, darunter ein variables Lowpass-Filter mit einstellbarer Übergangsfrequenz (typisch 60 bis 150 Hz), Delay zur Systemausrichtung sowie Presets für Kardioid- oder Endfire-Array-Konfigurationen.
Anschlussseitig stehen zwei Combo-Eingänge (XLR/Klinke) für Line-Signale zur Verfügung, ergänzt durch symmetrische XLR-Ausgänge zum Durchschleifen oder zur Weiterleitung an Topteile. Die Eingänge sind für Pegel bis +25 dBu ausgelegt, wodurch professionelle Signalpegel problemlos verarbeitet werden.
Wie bei den Topteilen ist auch hier Bluetooth integriert, inklusive TWS-Bridge-Modus zur drahtlosen Kopplung mit Air-XD-Lautsprechern. Die Stromversorgung erfolgt über ein universelles IEC-Netzteil, während Schutzschaltungen wie Limiter den Subwoofer vor Überlastung schützen. Die Kühlung arbeitet passiv, wodurch der Subwoofer im Betrieb geräuschlos bleibt.
Geräte im Praxistest
Beide Lautsprecher kommen gut verpackt bei mir an und sind schnell aufgebaut. Der erste Eindruck beim Topteil ist gemischt. Es ist optisch gut verarbeitet, besitzt im Gegensatz zum Sub jedoch nur ein Kunststoffgehäuse. Das Menü und die Anschlussebene finde ich übersichtlich gestaltet und die Menüführung ist einfach gehalten.
Der PreSonus Air XD Sub 15 wirkt gut verarbeitet und äußerst stabil verbaut. Praktisch sind die vorgefertigten Löcher für Rollen. Auch hier finde ich die Menüführung und die Anschlüsse sehr übersichtlich. Die Form ist eher schmal gehalten, wodurch er sich auch in kleineren Lücken gut positionieren lässt. Beide Lautsprecher haben leider nur einen Kaltgeräteanschluss. Hier hätte ich mir einen PowerTwist-/PowerCon-TRUE1- oder einen ähnlich verriegelbaren Stromanschluss gewünscht.
Zunächst habe ich beide Lautsprecher und die DSP-Presets gemessen. Natürlich wird die Messung hier stark durch den Raum beeinflusst und entspricht nicht den tatsächlichen Frequenzverläufen. Sie zeigt aber erste Unterschiede in den Presets und Trennfrequenzen. Der Frequenzverlauf des Topteils ist weitgehend linear. Zudem gibt es im FOH-Preset eine leichte Anhebung des Höhenbereichs. Sichtbar ist außerdem, dass der Frequenzverlauf des Subs nach dem Crossover von 100 Hz sehr flach abfällt. Im Bild unten sind die Frequenzverläufe zu sehen: das Topteil in Grün und der Sub in Blau.
Im zweiten Schritt habe ich verschiedene, mir gut bekannte Musiktracks über das PA-System abgespielt. Mein Gesamteindruck war hierbei zunächst einmal positiv. Der Sub liefert genügend Punch und Druck, auch für basslastige Musik. Das Topteil verzerrt bei höherem Ausgangspegel nicht und liefert ein differenziertes Klangbild bei Sprache und Musik. Mein persönlicher Eindruck war, dass die PA in allen Presets etwas zu höhenbetont ausgelegt ist. Mir hat besonders die Präsenz der Mitten und höheren Mitten im Topteil gefehlt. Hier würde ich mit einem Equalizer im Mischpult etwas gegensteuern. Ansonsten hat mir das Klangbild recht gut gefallen.
Geeignete Anwendungen wären für mich bei diesem PA-System kleinere bis mittlere Veranstaltungen, je nach Musik und Lautstärkewunsch. Das System eignet sich grundsätzlich für DJs, aber auch für Live-Musik mit Bands. Sprachbeschallungen sind natürlich ebenfalls möglich. Es ist ein sehr einfach gehaltenes PA-System, das schnell spielbereit ist. Außerdem passt es ohne Probleme in ein normal großes Auto.
Alternativen zum PA-System
LD Systems Stinger 10/Sub15 Power Bundle
Das LD Systems Stinger 10/Sub 15 Power Bundle ist ein kompaktes, aktives PA-System, das aus zwei 10″-Topteilen und zwei 15″-Subwoofern besteht. Es richtet sich gezielt an mobile Anwendungen für DJs, kleine Bands und Events bis etwa 200 bis 250 Personen. Die Kombination liefert ausgewogene Mitten und Höhen mit gutem Abstrahlverhalten, während die Subwoofer mit bis zu 133 dB Schalldruck für druckvollen, durchsetzungsfähigen Bass sorgen und dank DSP sowie schaltbaren Trennfrequenzen sauber ins System eingebunden werden können.
Durch die integrierten Endstufen, DSP-Schutzschaltungen und einfache Verkabelung entsteht ein sofort spielbereites, robustes System mit solidem Output und praxisorientierter Skalierbarkeit. Die passive Variante der LD System Stinger G3 Serie habe ich bereits für AMAZONA getestet. Sie hat mich durch eine gute Verarbeitung und ein ausgewogenes Klangbild überzeugen können.
RCF ART910/905AS Power Bundle
Das RCF ART 910/905-AS Power Bundle ist ebenfalls ein aktives PA-System mit zwei 10″-Topteilen und zwei 15″-Subwoofern, das sich für professionelle Anwendungen von DJ-Gigs bis hin zu Live-Bands eignet. Die RCF ART 910-A liefern mit bis zu 130 dB auflösende Mitten und Höhen, während die RCF SUB 905-AS MK3 mit bis zu 133 dB Schalldruck für druckvollen und tiefreichenden Bass sorgen. Durch integrierte Endstufen, Presets und flexible Einstellmöglichkeiten wie X-Over und Delay entsteht ein sofort einsatzbereites, skalierbares System mit hoher Durchsetzungskraft und professioneller Systemkontrolle im Live-Betrieb.




































