Das letzte Audiointerface, das du brauchst?
Das Presonus Quantum HD8 Audiointerface ist vielleicht das letzte Audiointerface, das du für dein Studio kaufst. In diesem Testbericht verrate ich dir, warum das so ist.
- Kanalvielfalt & Qualität: 26 Eingänge, 30 Ausgänge, exzellente Vorverstärker und Wandler (32 Bit/192 kHz).
- Auto Gain & Reamping: Komfortable automatische Pegelregelung und spezielle Ausgänge für Gitarren-Reamping.
- Anschlussvielfalt: USB-C (2.0), ADAT, MIDI, S/PDIF, Wordclock – flexibel für moderne Studios.
- Preis-Leistung: Sehr gutes Gesamtpaket für rund 800,- Euro, kaum Alternativen mit ähnlicher Ausstattung.
- Fazit: Best Buy – überzeugende Klangqualität, Ausstattung und Verarbeitung, ideal für ambitionierte Studios.
Inhaltsverzeichnis
Presonus Quantum HD8 Audiointerface
Das Presonus Quantum HD8 Audio Interface ist der große Bruder des bereits von AMAZONA-Autor Jörg Hoffmann getesteten Presonus Quantum HD2. Damals hat das Quantum HD2 von Jörg und der Redaktion ein „Best Buy“ erhalten.
Da sich beide Audiointerfaces nur hinsichtlich der Anzahl ihrer Ein- und Ausgänge und der Wordclock I/Os (nur HD8) unterscheiden, verweise ich auf den Quantum HD2 Test für nähere Details zur Software Universal Control und der grundlegenden Bedienung. Stattdessen widme ich mich hier eher der Frage, ob das Presonus Quantum HD8 nicht alle Merkmale erfüllt, die ein modernes Audiointerface im heutigen (Heim-) Studioumfeld besitzen muss.
Details
Das Presonus Quantum HD8 bietet auf 1 HE alles, was du für dein Tonstudio benötigst: eine Fülle an Ein- und Ausgängen in analoger wie digitaler Form, MIDI, Sofortzugriff auf die wichtigsten Funktionen über Taster, Regler, ein Display und eine erstklassige Verarbeitungsqualität. Schauen wir uns mal die technischen Daten im Detail an:
- 26 Eingänge und 30 Ausgänge (analoge plus digitale I/Os)
- 8 Combo-Eingänge mit XLR und Klinke mit MAX-HD Vorverstärkern
- auf der Front zwei Instrumenteneingänge und zwei Ausgänge (Klinke) für das Reamping
- 10 symmetrische Ausgänge (Klinke, 2x Main, 8x Line)
- 2x ADAT Optical In, 2x ADAT Optical Out
- MIDI In/Out und S/PDIF über Breakout-Kabel
- BNC Wordclock In und Out
- 8 Input-Wahltaster
- 2 Schalter für +48V Phantomspeisung und Auto Gain
- hochauflösendes Farbdisplay
- Encoder
- 2 Schalter für Main und Dim/Mute
- 2 L/R LED-Ketten
- 2 Kopfhörerausgänge mit Schaltern
- Wandlung mit 32 Bit/192 kHz
- Betriebsschalter
- USB-C (USB 2.0)
- integriertes Netzteil (100-240 V, 50/60 Hz, 27 W)
Wer hätte gedacht, dass man das alles auf einer Höheneinheit unterbringen kann? Mitgeliefert wird außerdem noch das DB-9 Breakout-Kabel für MIDI und S/PDIF sowie ein 1,5 m langes USB-C auf USB-C Kabel.
Auch das zum Presonus Quantum HD8 gehörende Software-Paket kann sich sehen lassen: Studio One Pro ist als Dauerlizenz mit dabei, 12 Monate Studio One+ sowie die Universal Control App, die als Schaltzentrale für das Interface, aber auch andere Presonus-Produkte dient.
Innere Werte
Das Presonus Quantum HD8 Audiointerface ist technisch größtenteils auf der Höhe der Zeit und die Audiowerte können sich sehen lassen:
Die MAX-HD Vorverstärker liefern +75 dB Gain und damit genug, um auch älteren dynamischen Mikrofonen wie Bändchenmikrofonen auf die Sprünge zu helfen. Mit -130 dBu (A-bewertet) äquivalentem Rauschpegel und 0,002 % Total Harmonic Distortion haben sich die Vorverstärker den Zusatz HD wirklich verdient. Der Frequenzgang reicht von 20 Hz bis 20 kHz bei einer Abweichung von gerade mal ±0,1 dB.
Ähnlich gut sieht es bei den Instrumenten- und Line-Eingängen aus: Hier beträgt die Dynamik 111 dB (A-bewertet) bei den Instrumenten- und 118 dB (A-bewertet) bei den Line-Eingängen. Die Line-Eingänge arbeiten ebenfalls äußerst verzerrungsfrei bei 0,001 % THD.
Das bestätigt auch die eigene Messung im Loop-Verfahren. Im Bereich von 40 Hz bis 15 kHz beträgt die Abweichung nur -0,11 bis +0,01 dB. Bei dieser nicht wissenschaftlichen Messung komme ich auf sehr gute Werte für THD+N von 0,00334 %. Die Dynamik entspricht ebenfalls den Herstellerangaben und erreicht in meiner Messung bis zu 117,5 dB. Was will man mehr?
- Frequenzgang Line In
- THD+N Messung im Loop-Verfahren (Line Out/Line In)
Latenz
Auch in Sachen Latenz gehört das Presonus Quantum HD8 in seiner Preisklasse zu den Top-Interfaces, wie die folgenden Screenshots aus Ableton Live zeigen:
- Roundtrip-Latenz bei 48 kHz
- …bei 96 kHz
- …bei 192 kHz
Es gibt zwei Punkte, die ich persönlich etwas schade finde:
- das Interface arbeitet mit 32 Bit, aber nicht 32 Bit Floating-Point
- das Interface ist nur mit USB 2 und nicht USB 3 ausgestattet
Bei einem Interface, das im Jahr 2024 erschienen ist, hätte man hier „mehr“ erwarten können. Wenn man aber ehrlich ist, interessiert es viele Anwender überhaupt nicht, ob das Interface nun USB 2 oder USB 3 unterstützt, solange es auch unter voller Auslastung stabil funktioniert.
Über die Vorteile von 32 Bit Floating-Point wurde schon viel geschrieben. Es vereinfacht einfach den Recording-Vorgang ungemein, da die Aussteuerung unwichtig wird. Das Presonus Quantum HD8 kompensiert das mit der Auto-Gain-Funktion, die wir uns gleich genauer anschauen wollen.
Auto-Gain
Die Auto-Gain-Funktion ist sehr einfach zu bedienen:
- Kanal für die Aufnahme auswählen
- Auto-Button drücken
- spielen oder singen
- Presonus Quantum HD8 pegelt das Signal automatisch ein und der Ring um den Encoder leuchtet rot und signalisiert den Fortschritt des Auto-Gain-Vorgangs
wenn der Pegelvorgang abgeschlossen ist, leuchtet der Ring grün und blinkt
Reamping
Das Presonus Quantum HD8 besitzt gemeinsam mit dem Mutterkonzern Fender designte Reamping-Ausgänge. Auf diese Weise lässt sich ein bereits aufgenommenes Instrumentensignal nachträglich an einen Gitarrenverstärker oder Effektpedale senden, dort bearbeiten und wieder aufnehmen. Reamping-Ausgänge lassen sich nicht durch einen Line-Ausgang ersetzen, da Pegel und Impedanz unterschiedlich sind und ein Gitarrenverstärker Instrumentenpegel und auch eine entsprechende Impedanz erwartet.
Das folgende Video von Presonus zeigt die beiden Funktionen Auto-Gain sowie Reamping im Praxiseinsatz:
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Was zeichnet ein gutes Audiointerface aus?
Vorab: Ich rede hier von Home- und ambitionierten Projektstudios, weniger von großen kommerziellen Studios.
Zunächst einmal muss man sagen, dass in der heutigen Zeit die meisten Audiointerfaces unabhängig von ihrer Preisklasse eine mindestens gute bis sehr gute Qualität liefern. Unterschiede liegen meistens in Details wie der Schnittstellenausstattung und vor allem in den Treibern.
Latenz
Ein gutes Audiointerface bietet eine geringe Latenz (Verzögerungszeit zwischen dem Eingangssignal und dem aus dem Computer zurückgeleiteten Ausgangssignal). Gerade beim Spielen mit Software-Instrumenten und insbesondere virtuellen Gitarren-Amps ist das extrem wichtig. Bei Mikrofon- und Line-Aufnahmen ist das sekundär, da eigentlich alle Audiointerfaces heutzutage Direct-Monitoring bieten, d. h. der Musiker hört das Signal direkt nach dem Eingang ohne Umweg über den Computer latenzfrei ab.
Ein- und Ausgänge
Ein modernes Interface sollte zum eigenen Studio passen. Wer ausschließlich mit Software-Klangerzeugern arbeitet und keine Band aufnehmen möchte, kommt mit ein bis zwei Mikrofoneingängen aus. Hier werden dann meistens auch keine digitalen Schnittstellen benötigt.
Wer jedoch mit Hardware wie Keyboards oder Expandern arbeitet, ein Schlagzeug oder mehrere Instrumente gleichzeitig aufnehmen möchte, benötigt eine möglichst hohe Kanalzahl bei den analogen Eingängen und/oder eine Erweiterungsmöglichkeit über digitale Schnittstellen wie ADAT, S/PDIF oder MADI. So wächst das Interface bei Bedarf mit und lässt sich preisgünstig durch externe Wandler erweitern. Auch die Kommunikation mit digitalen Mischpulten ist gegeben.
Auch Anwender von analogem Outboard-Equipment wie Kompressoren, EQs, Effekten oder gar eines analogen Summierers oder Mischpults sind auf viele Ein- und Ausgänge angewiesen, die gleichzeitig genutzt werden können.
Viele Ausgänge benötigen diejenigen, die mit mehreren Monitorlautsprechern arbeiten oder gar mit einem 7.1 Surround System. Das ist besondere für Filmtonstudios wichtig.
Reamping-Möglichkeit
Anders als früher werden heutzutage viele Klangentscheidungen erst spät getroffen. Durch die vielfältigen Möglichkeiten, die uns eine moderne DAW mit ihren unzähligen Plug-ins gibt, ist das auch einleuchtend. Deshalb wird bei heutigen Produktionen das direkte „rohe“ Gitarrensignal selbst bei Verstärkeraufnahmen immer mindestens zusätzlich aufgezeichnet, um dieses entweder später mit Verstärker Plug-ins zu bearbeiten oder wieder an einen Gitarrenverstärker ausspielen und erneut mit Mikrofonen aufnehmen zu können.
Zwar gibt es auch spezielle Reamping DI-Boxen, zum Beispiel von Radial Engineering, die das Line-Ausgangssignal eines Audiointerfaces wieder in ein Instrumentensignal transferieren, allerdings sind diese sehr teuer und müssen extra für diesen einen Zweck angeschafft werden.
Reamping-Ausgänge sind außerdem ideal im Zusammenspiel mit Guitar-Modelern, die es ermöglichen, per Software jedes nur erdenkliche Signal eines Gitarrenverstärkers oder Effektpedals per Impulsantwort in ein digitales Abbild zu verwandeln, das dann über eine Modeling-Hardware oder per Software gespielt werden kann. Im Idealfall klingt das Ergebnis dann genau gleich zur Original-Hardware. Auch hier wird ein Signal mit Instrumentenpegel und passender Impedanz benötigt.
Zukunftsfähige und leistungsfähige Schnittstelle
Die meisten Audiointerfaces am Markt arbeiten mit USB, einige mit Thunderbolt. In den letzten zwei Jahren hat sich die USB-C-Schnittstelle endgültig als Standard etabliert – zum Glück. Was sich allerdings noch nicht etabliert hat, ist USB 3. Dafür gibt es Gründe:
Genauer müsste man eigentlich sagen: USB 3.2 Gen. 2 oder USB 3.2 Gen 2×2. Die beiden Standards unterscheiden sich in der Anzahl der Lanes (1 vs. 2) und im maximalen Datendurchsatz, der bei USB 3.2 Gen 2×2 doppelt so hoch ist (20 GBit/s vs. 10 GBit/s in der Theorie).
Moderne Thunderbolt-Schnittstellen wie Thunderbolt 4 und Thunderbolt 5 bieten zwischen 40 und 80 GBit/s (per Boost bis zu 120 GBit/s), sind aber aktuell hauptsächlich bei Apple verbreitet. Es gibt für Windows-PCs allerdings Erweiterungskarten.
Für ein modernes Audiointerface sollte theoretisch eigentlich USB 3.2 Gen. 2 der Standard sein, da dieser bei nahezu allen modernen Computern und Laptops verbreitet ist.
Was den maximalen Datendurchsatz angeht, „reicht“ bei einem Interface wie dem Presonus Quantum HD8 mit 26 Eingängen und 30 Ausgängen allerdings USB 2.0 selbst dann, wenn alle Ein- und Ausgänge mit den vollen 32 Bit und 192 kHz laufen würden. Es gibt sogar Audiointerfaces, die noch mehr Kanäle gleichzeitig per USB 2.0 übertragen. Das funktioniert allerdings nur, solange das Interface an einem eigenen USB-Port hängt und kein Hub benutzt wird.
Der Vorteil für die Hersteller (und Kunden) von USB 2.0 liegt auf der Hand: Das Interface ist mit einer maximalen Anzahl an Computer kompatibel und kann auch an älteren Computern eingesetzt werden.
Halten wir fest: Es schadet nicht, wenn das Audiointerface mit USB 3.2 Gen. 2 oder gar Thunderbolt ausgestattet ist, es ist aber in den meisten Fällen kein Muss. USB 2.0 tut es auch.
Brauche ich DSP-Effekte?
Die Frage ist nicht leicht zu beantworten. Realistisch betrachtet: nein! Jeder Musik-Computer der letzten fünf Jahre ist dermaßen leistungsfähig, dass man im Alltag auch bei intensiver Nutzung von Effekt- und Instrumenten-Plug-ins kaum an die Leistungsgrenzen stoßen wird.
DSP-Effekte gehen zurück auf die späten 90er- und frühen 2000er-Jahre, als Computer noch nicht leistungsfähig genug waren, um in Echtzeit eine große Anzahl an Effekten zu berechnen. DSP-Systeme wie Pro Tools TDM schlossen diese Lücke beim HD-Recording, waren aber sehr teuer und hauptsächlich großen Tonstudios vorbehalten. DSPs wurden günstiger, Computer CPUs aber umso mehr.
Heute hat man die Qual der Wahl: Möchte ich ein Audiointerface mit DSP, um dort Effekte unabhängig von der CPU zu berechnen oder kaufe ich für deutlich weniger Geld lieber einen Computer mit einer modernen und leistungsfähigen CPU, zum Beispiel mit einem M4 Pro oder M5 Prozessor? Am Ende bindet man sich mit DSPs und den dazugehörigen Plug-in leider immer auch an einen Anbieter wie Universal Audio, was nicht nur die Erstanschaffung, sondern auch einen Plattformwechsel teuer macht.
Das ideale Audiointerface
Kommen wir zurück zu meiner eingangs getätigten Behauptung, dass das Presonus Quantum HD8 das letzte Interface ist, das du für dein Tonstudio kaufst. Auf der Haben-Seite stehen:
- hohe Kanalzahl
- sehr performant
- sehr gute Vorverstärker mit ausreichend Gain-Reserven für pegelschwache Mikrofone
- sehr gute Wandler mit 32 Bit und bis zu 192 kHz
- Auto-Gain
- exzellente Verarbeitung
- Wordclock zur Einbindung in ein digitales Umfeld
- Reamping-Ausgänge
- MIDI
- digitale Schnittstellen wie ADAT und S/PDIF
Wer nicht gerade ein Orchester aufnehmen will (und selbst da wäre man mit 26 möglichen Eingängen theoretisch gut aufgestellt), sollte in allen üblichen Studiosituationen gut bis sehr gut mit dem Interface ausgestattet sein.
Die sehr gute Audioqualität spricht ebenfalls für das Presonus Quantum HD8 und es muss sich auch vor deutlich teureren Interfaces nicht verstecken, wie das folgende Vergleichsvideo zeigt, in dem es den Vergleich zu einem sehr viel teureren Kandidaten nicht scheuen muss:
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Bedenkt man, dass man als Mac User für einen günstigeren Preis zwei Presonus Quantum HD8 kaufen könnte, um diese dann zu kaskadieren, erübrigen sich eigentlich weitere Fragen. Mehr bietet meines Erachtens nur RME, allerdings sind die Audiointerfaces auch deutlich teurer.
Alternativen
Das Preis-Leistungs-Verhältnis des Presonus Quantum HD8 ist jedenfalls unschlagbar und somit bleibt es bei der von mir aufgestellten Behauptung: Das Presonus Quantum HD8 ist für sehr lange Zeit das letzte Audiointerface, das du für dein Studio kaufen wirst. Dennoch gibt es Alternativen, die man sich vor einem Kauf genauer anschauen sollte:
SSL 18
Das neue SSL 18 ist ähnlich ausgestattet, bietet ebenfalls 32 Bit und 192 kHz Betrieb und eine ähnliche Anzahl an Ein- und Ausgängen, ADAT I/Os und MIDI. Verzichten muss man auf das Reamping sowie Auto-Gain. Auch einen Wordclock-Ausgang gibt es nicht, nur einen Wordclock-Eingang. Das Interface kann also nicht der Wordclock-Master sein.
Der „Legacy 4K“-Schalter für die Klangfärbung nach Vorbild der SSL 4000er Serie ist wohl eher ein gut gemachter Marketing-Gag als tatsächlich ein Kaufargument.
Universal Audio Volt 876
Das Universal Audio Volt 876 ist noch recht neu am Markt und besitzt ebenfalls einen 32 Bit/192 kHz Wandler sowie Auto-Gain. Es hat einen Standalone ADAT-Modus und wird samt Universal Audio LUNA DAW geliefert. Es gibt Wordclock-Ein- und Ausgang sowie MIDI. Auf Reamping muss man verzichten und die Anzahl der Ein- und Ausgänge ist etwas geringer.
Die 1176 Style Kompressoren sind sehr eingeschränkt und wie beim SSL fischt man hier eher aus Marketing-Gründen in der eigenen legendären Geschichte.
Leserempfehlungen
Focusrite Scarlett 18i20 4th Gen
AMAZONA.de-Leser Dizzy empfiehlt als Alternative das Focusrite Scarlett 18i20 4th Gen Interface, das eine ähnliche Ausstattung besitzt und etwas günstiger ist. An Bord sind acht Scarlett Mikrofon-Preamps mit 69 dB Gain, die mit 24 Bit und bis zu 192 kHz gewandelt werden. Insgesamt stehen 18 physische Eingänge zur Verfügung, nutzen lassen sich simultan 20 x 24 (Loopback eingeschlossen). Zwei ADAT-Anschlüsse, Wordclock, MIDI I/O, SP/DIF sind weitere Ausstattungsmerkmale. Ein großes Softwarepaket mit Ableton Live Live, ProTools Intro+ und der Hitmaker Expansion mit zahlreichen Plugins gehören zum Lieferumfang dazu.
Arturia AudioFuse 16Rig
AMAZONA.de-Leser Soundreverend empfiehlt das teurere Arturia AudioFuse 16Rig. Das Arturia AudioFuse 16Rig bietet eine höhere Zahl physischer Eingangskanäle, insgesamt 16, allerdings weniger Mikrofonkanäle. Es eignet sich deshalb vor allem für diejenigen, die viele Line-Quellen, zum Beispiel von Synthesizern, einbinden möchten. Auch für das Nutzen externer Effekte oder eines analogen Summierers ist das Arturia AudioFuse 16Rig ein gute Wahl.










































Chick, wie ich finde. Mir fehlt noch ein Interface, welches Dante und AES67 bietet. Da wird der Preis nicht mehr so moderat sein.. 😱🥴
@CDRowell Mit Dante (oder Ravenna) und AES67 betritt man wirklich den Profibereich.
Das merkt man dann sehr deutlich an den Preisen.
Das Neumann MT 48, welches Dante ready ist und über eine Dante Lizenz entweder 8×8 oder 64×64 kann, ist als Interface ein günstiger Einstieg, Allerdings mit einer limitierten Wandler Anzahl. Es ist aber ein Interface das auch über USB anzuschließbar ist. Ansonsten ist da meistens Ethernet die Schnittstelle der Wahl, siehe die Brüder des MT48 von Merging Technologies.
Ein Interface das auch Mikrofone erlaubt ist das Hapi MK III, zu stolzen Preisen.
Auch das RME 12 Mic D hat seinen (stolzen) Preis. Die Digitalwandler von DirectOut, Ferrofisch, RME kosten alle stolze Summen.
Da mag das RME Digiface Dante noch günstig erscheinen, ist aber auch „nur“ ein 64-Kanal Dante / MADI Konverter mit USB Anschluss an einen PC
Günstig in Dante einsteigen? Limitiert mit ESI, Tight, Neutrik, Dante (Software von Audinate) und einigen mehr, möglich.
Am Ende des Tages kein günstiger Spaß.
Zum Interface Presonus Interface selbst.
Da habe ich bei weitem kein Interesse, da es ein US Hersteller ist.
Da bin ich inzwischen sehr selektiv geworden.
Ich finde es gibt mehr genug sehr gute europäische Alternativen.
Ich habe Aturia und RME. Selbst wenn es etwas mehr kostet, mehr als gerne.
US Audio Hardware kommt mir nicht mehr ins Haus.
@TomH Danke für Deine ausfühliche Bemühung, mir einige Tipps zu geben. Da ist tatsächlich mir nicht bekanntes dabei, was mich in der Tat anspricht.
Ja, der EU-Markt hat schon eingie Sahnehäubchen in Petto.
Die RME-Produkte bereiteten mir stets eine hohe Zufriedenheit, mal schauen, ob es das MIDAS m32r mit ner x-Dante-Karte wird.
Vielleicht gibt es tatsächlich noch eine weitere, mir noch verborgene Hardware, die mich zum Andersdenken bewegt.
Für Deine Familie und Dich wünsche ich alle Gute und nen gesunden Rutsch!🚀🚀🚀
@CDRowell Was möchtest du mit Dante denn erreichen? Wenn sich alles innerhalb eines Raumes abspielt, hast du mit Dante kaum Vorteile. Da könntest du eher z. B. mehrere AES50 Stageboxen kaufen, z. B. die kleinen 8er mit Combo-Buchsen, und diese auf den Raum verteilen. Mehr als 48 kHz bekommst du mit dem MIDAS M32R sowieso nicht. Alternativ könntest du auch eine WING Compact mit StageConnect nutzen. Da benötigst du nur XLR-Kabel für die Verbindung und kannst bis zu 32 Kanäle übertragen. Du bekommst dann auch bessere Effekte, mehr DSP-Leistung und ein einfacheres Routing gleich mit dazu. Ist beides preislich gleich auf.
@CDRowell Alles Gute und einen guten Start ins neue Jahr wünsche ich Dir und Deiner Familie auch.
Auch allen anderen Lesern bei dieser Gelegenheit.
@TomH Dante ist aufgrund der Lizenzgebühren und der notwendigen Audinate Platine recht teuer. Ich frage mich bei Dante immer, wer das außerhalb großer Studios mit mehreren Aufnahmeräumen wirklich benötigt? Die Vorteile bei Dante sind das freie Routing innerhalb des Netzwerks und das Nutzen herkömmlicher Netzwerktechnologie aus dem Computerbereich.
Wenn man jetzt einen gesonderten Maschinenraum hat, einen Aufnahmeraum, eine Gesangskabine und dann die Regie, die miteinander verknüpft werden müssen, ist Dante sicherlich die beste Lösung. Wer aber in seinem 1-Zimmer-Projektstudio sitzt, wird Dante kaum benötigen. Es ist dann einfach nur furchtbar teuer ohne einen Mehrwert zu haben.
@Markus Galla Dante macht nur Sinn, wenn man Stecke machen muss. Für das Home Studio?
Nicht notwendig.
Da bin ich voll bei Dir, es ist vor allem (viel) zu teuer.
ADAT reicht in den aller, allermeisten Fällen. Das RME Digiface USB kann eine nette Schaltzentrale mit 4 ADAT in und 4 ADAT out sein.
Nichtsdestotrotz ist Dante eine faszinierende Technologie.
Alles Gute und einen guten Start ins neue Jahr wünsche ich Dir und Deiner Familie
@TomH Ja, oder wenn man halt ein sehr flexibles Routing zur Anbindung mehrerer Aufnahmeräume braucht. Ich hatte früher auch alles per ADAT verkabelt. Da waren selbst mehrere Meter kein Problem. Wenn ich wie CDRowell sowieso mit einem X32/M32/Wing Digitalpult arbeiten will, würde ich auf AES50 oder StageConnect setzen. Da sind lange Kabelwege kein Problem und das Routing geschieht ohnehin dann im Pult. Das ist in jedem Fall deutlich günstiger. Und wenn man dann eventuell noch einige High End Preamps einbinden will, geht das problemlos per ADAT.
Dir auch einen guten Rutsch.
@Markus Galla Weitere Nachteile, die ich bei Netzwerk-Protokollen wie AVB und Dante sehe: Du musst bei Sampleratewechseln jedes einzelne Gerät anpacken und umkonfigurieren.
Wenn Du bei verschiedenen Projekten häufig die sample rate ändern musst, dann ist das schon ein ziemlicher Konfigurationsaufwand.
Hinzu kommt bei AVB, dass Du extra AVB-Switches kaufen und darauf achten musst, dass alle Geräte Milan zertifiziert sind, gerade um auch interoperabilität zwischen Herstellern besser gewährleisten zu können.
Bei Dante kommen 2 Dinge hinzu: 1. Du kannst auch einen Bug in der Firmware des Audinate Dante chips haben, dann bist Du zusätzlich noch von Audinate abhängig, falls etwas nicht funktioniert und 2. musst Du Dich im LAN auch mit QoS Konfiguration auf den Switches beschäftigen, damit der Audio-Traffic immer schön priorisiert wird.
Da ist es viel einfacher und auch kostengünstiger, ein MADI Netzwerk zu betreiben, wo Du dedizierte Verbindungen zwischen den einzelnen Geräten hast und keine weitere Komplexität on top.
@CDRowell , bevor du dir über Dante Netzwerk Karten Gedanken machst und ohne Not Geld verbrennst, würde ich empfehlen mit den DANTE Basics zu beginnen. Marcus hat es schon angeschnitten. Zusätzlich, ist dein LAN ready to Dante, also 1Gbit/s fähig. Ist dein (V)LAN managed oder unmanaged? Wo bekommt dein VLAN DHCP / IPs her? Kannst du das EEE/IEEE802.3az Energiemanagement abschalten (managed VLAN) und kann dein Switch QOS. Steht dein Router/Switch auf der Dante White/Blacklist. Es gibt zwar mittlerweile Dante AVIO Adapter. Aber wenn du zuvor ein Nein in den Fragen hat, bringen dir die nichts, Damit ich meine Hütte Dante/AVB ready hatte, musste ich Strippen ziehen. Neue Switche, Rack im Technikraum. Medienkonverter. Das macht man natürlich nur, wenn man eh umrüsten muss. In dank 1GBs Glasfaser konnte ich das. Ansonsten würde ich die Variante von Tom oder Marcus ADAT oder Stagebox Vorschlag umsetzen. Weder DANTE noch AVB sind no Brainer was die Kosten angeht. Dante macht wirklich nur Sinn, wenn mehr als ein Raum, Lokation, Kabelwege jenseits der 20 Meter. Nicht abschliessend betrachtet. Guten Rutsch
@TobyB 😬👍 Dir stumme ich zu! Alles kein Zuckerschlecken mit Dante, besonders, wenn man sich durch unterschiedliche Netzwerktechniken an einige Grundregeln halten muß!
Danke für Deine Ausführungen!
Ich werde weiter nach für mich passende Lösungen suchen! 😇
@CDRowell Schonmal Jack probiert? Läuft bei mir problemlos mit minimalen Latenzen über Standard-Netzwerkverbindungen auf verschiedenen Betriebssystemen. Es gibt DAWs wie Bitwig, die Jack nativ unterstützen, dann kann man IP-basierte Audioströme bequem direkt abrufen, oder man benutzt eine Art ASIO-Wrapper. Easy. Und kostenlos. Auf jeden Fall bestens geeignet, um mal abzuchecken, ob IP-Audio überhaupt für einen lohnt, bevor man teure Hardware und Lizenzen kauft.
@swellkoerper Das werde ich testen! Danke😃👍
Ich würde noch das Arturia AudioFuse 16Rig in Betracht ziehen, da hat man direkt 16 Inputs, das ist auf dem Papier eine super Sache. Und dann noch 2xADAT dazu.
Das Interface ist auf meiner Einkaufsliste, allerdings hoffe ich es wird noch etwas günstiger.
Und natürlich wird es das letzte Interface sein, dass ich jemals brauchen werde. 😄
@Soundreverend Ich besitze Arturia AudioFuse 16Rig seit zwei Jahren und habe es vor 3 Monaten noch durch ein AudioFuse X8 IN ergänzt. Alles funktioniert super und das AudioFuse Control Center ist eine geniale kostenlose Ergänzung.
@Soundreverend Das Arturia AudioFuse 16Rig finde ich auch nicht schlecht, aber nicht so universell wie das PreSonus Interface. Es ist eher für diejenigen interessant, die viele Line-Eingänge benötigen. Natürlich könnte man es über die ADAT-Inputs erweitern, aber aufgrund des deutlich höheren Preises für das Interface selbst, liegt man dann schon locker beim doppelten Preis.
@Markus Galla Hallo Markus, wie kommst du auf den doppelten Preis ? Das 16Rig kostet 350 Euro mehr als das Presonus. Dafür habe ich die doppelte ! Anzahl an Line Eingängen plus zusätzlich umschaltbar (Front / Real) 2 Mikrofoneingänge und ein Stereo 3,5mm Eingang für Zuspieler.
Das wirklich geniale am Rig16 sind für ich die 2 USB Hubs (an einem habe ich eine SSD mit Sampling Libraries dran), ein USB Midi Eingang Vorne (Masterkeyboard, oder … ), ein analoger Clock Ausgang für Sync hinten, 2 echte Midi Out Buchen und eine echte Midi In Buchse. Dazu gibt es noch ne Menge guter Software.
OK, ich mache rein elektrische Musik. Ich brauche keine 8 Mikrofoneingänge. 24bit reichen mir aus (Spitzen auf -12dB einpegeln und fertig).
Das Presonus ist für meine Musik daher sicherlich nicht das letzte Audiointerface was ich brauche. Das Arturia passt hingegen perfekt.
@Spectral Tune Hi,
aktuell kostet das 16Rig knapp 400€ mehr. Um auf die gleiche Anzahl an Mic-Inputs zu kommen, müsste ich einen Wandler per ADAT anschließen. Der günstigste wäre der Behringer ADA8200 Ultragain, der aber maximal 24 Bit, 48 kHz macht. Möchte ich 96 kHz, benötige ich einen anderen Wandler und für acht Mic Inputs zwei ADAT Ins. Der Behringer kostet schon 159€, das wäre dann schon ein Aufpreis von 559€. Mit einem Focusrite Scarlett OctoPre Dynamic (659€) ist man, wenn man Mic Inputs möchte, schon bei Mehrkosten von über 1000€ gegenüber dem PreSonus Interface. Das 16Rig ist nur für Leute interessant, die viele Line Inputs und wenige Mic Inputs benötigen. Deshalb kann man es nicht mit dem PreSonus vergleichen.
@Soundreverend ja, das hab ich auch und finde es toll.
@Soundreverend Ich habe deine Empfehlung mal als Alternative mit in den Artikel aufgenommen.
Vielen Dank für den schönen Artikel!
Was bei den Konkurrenz-Produkten noch aufgeführt werden könnte, ist das Focusrite Scarlett 18i20 4th Gen. Das hat von der Ausstattung her ziemlich ähnliche Specs und liegt in der gleichen Preisspanne (aktuell etwas günstiger als das HD8). Mit der Vorgängerversion (3rd) bin ich nach wie vor sehr zufrieden ☺️
@Dizzy Das Scarlett 18i20 4th Gen. wäre tatsächlich eine gute Alternative.
@Markus Galla Für Linuxer auf jeden Fall, da optimal unterstützt, auch mit Mixer/Routing-Software (alsa-scarlett-gui).
Im Unterschied zum 3rd Gen kann das 4th Gen 2x ADAT rein und 2x ADAT raus. 2 ADAT-Expander wie Behringer ADA8200 kriegt man für kleines Geld. Dann hat man Kanäle satt.
@Dizzy Ich habe deine Empfehlung als Alternative jetzt mit in den Artikel aufgenommen.
Mir persönlich gefällt ein Mischpult mit Fadern und Reglern besser, als Software-Mixer. Presonus verkauft auch Mischpulte. Vielleicht haben die Mischpulte die Funktionalität eines Quantum HD8 implementiert.
Nebenbei bemerkt: Waldorf verkauft auch ein Produkt mit dem Namen Quantum. Hoffentlich gibt es da keine Probleme.
@Spartakus Die Presonus Quantum Interfaces waren schon immer auf Schnelligkeit ausgelegt, sprich ohne Onboard-DSP und Mixing-Funktionen. Die Steuersoftware ist eine Fernbedienung, kein DSP-Mixer. Das erste Quantum mit Thunderbolt-Schnittstelle kam um 2017 herum raus, der Waldorf erst danach, ca. 2019. Irgendwelche Streits um Namensrechte hat es glaube ich nicht gegeben.
@Spartakus Das Wort Quantum ist ein allgemein bekanntes Wort und daher kaum schutzfähig. Synthesizer und Audio-Interfaces sind auch hinreichend unterschiedliche Produktarten, so dass wenig Verwechslungsgefahr aufkommen dürfte. Von den Kräfteverhältnissen her betrachtet würde mich auch etwas erstaunen, wenn Waldorf den Fender-Konzern herausfordern würde…
Hmm… doch lieber das Focusrite Scarlett 18i20, aber das ist nur für mich persönlich, ist billiger und hat noch Midi IN & OUT was mir auch noch wichtig ist…..
@8-Voice MIDI In/Out hat das PreSonus aber auch (siehe Specs oben).
Ne menge features für das Geld auf jeden Fall. Brauche zum Glück kein neues Interface, da mein UCX läuft und läuft, aber wenn, würden mich (zumindest für den Betrieb mit Windows) ja noch folgendes interessieren: kann der Treiber Multiclient ASIO und gibt es Loopback-Kanäle?
Eine weitere Alternative in der Preisklasse könnte auch das MOTU Ultralite sein, wenn man nicht 8 Micpreamps braucht.
Vor Kurzem wollte ich von meinem Apogee Duet auf ein mehrkanaliges Audio-Interface updaten.
Zu dem Zweck hatte ich das Presonus, das Audient id48 und das SSL 18 hier. Ich wollte das Presonus wirklich mögen, weil es optisch einen tollen Eindruck gemacht hat, im Gegenzug zum Audient mehr Features und eine bessere Software hatte und auch das einzige war, was man digital steuern kann (sogar mit Smartphone).
Doch schon beim Anhören von Songs mit den selben Monitorboxen bin ich stutzig geworden. Das klang im Vergleich zum Apogee Duet alles viel dünner! Auch deutlich dünner als bei Audient und SSL.
Selbes Spiel auch bei den Aufnahmen mit den Preamps. Die waren deutlich eindimensionaler, schwachbrüstiger und kälter als die Vergleichsinterfaces.
Wem das reicht oder es vielleicht sogar so möchte – okay, aber unter den Umständen musste ich mich dann leider doch gegen das Presonus entscheiden.
Bin zudem überrascht, dass die rein klangliche Komponente bei so wenigen Tests mit erwähnt wird. Technisch mit Sicherheit super, aber wem nützt all die Technik, wenn der Klang nicht passt?
@Muzl Hi,
das kann ich nicht bestätigen. Mir ist auch kein Test bekannt, der so etwas berichtet hätte. Ich habe Messungen vom Eingang zum Ausgang gemacht. Da war alles bestens. Es hörte sich auch alles normal an. PreSonusn hat bei den Preamps einen sehr guten Ruf und viel Erfahrung.
„Das letzte Audiointerface, das Du brauchst?“
In meiner großen Liste steht class-compliant tatsächlich mit an erster Stelle (einfach deshalb, weil ich gern auch Sachen ohne Computer mache), und Aufnahme im Interface ist zumindest gern gesehen. Beides kann das hier vorgestellte Interface anscheinend nicht (?).
Ebenso schön ist analoger Pegelsteler für die Main outs und DC-coupled (wobei beides „mit extern“ gut geht, insbesondere für letzteres wenn man TOSLINK hat, also akzeptiert, wenns das nicht gibt).
Die mehrmals (fünfmal) erwähnten 192kHz find‘ ich ja generell recht originell (nicht erst seit ich Ü50 bin, da wirds oberhalb von 18kHz wirklich mau, wie ich festgestellt hab‘, aber egal), aber speziell dann, wenn der Hersteller dann seine Meßwerte nur von 20Hz-20kHz angibt und auch die Pres anscheinend nur das können wirds wirklich kindisch.
Was ich dem hier vorgestellten Interface hoch anrechne sind 8 Mikrofoneingänge – das war lange Zeit was, wonach man (auf 1HE) suchen mußte.
Und hoch anrechnen tu‘ ich dem Ding den Preis, das wirkt doch konkurrenzfähig für die Featurelist ansonsten.
Ist das also ein „best buy“ – klint für mich plausibel. „Das letzte Audiointerface, das Du brauchst?“ Sorry, nein.
@moinho Ob man 192 kHz Abtastrate benötigt, hat mehr mit Glauben als Wissenschaft zu tun. Es geht hier nicht um das Hören oberhalb von 20 kHz, sondern um das Verschieben der Nyquist-Frequenz hoch auf 96 kHz. Auf diese Weise können Obertöne aufgezeichnet und erhalten werden, die sonst abgeschnitten würden. Außerdem kann das Filter anders ausgelegt werden. Das führt aber hier zu weit. Man muss, wie gesagt, auch daran glauben, dass bei Bearbeitungen diese Obertöne in den Hörbereich gelangen könnten und hörbar würden.
Für diejenigen, die es genau wissen wollen, habe ich gemessen und der -3dB Punkt wird erst bei 72 kHz erreicht. Das Interface ist über den kompletten Hörbereich linear und die größte Abweichung lag bei -0.2 dB! Auch ansonsten sind die Audiowerte super.
Class-complient sind heutzutage fast alle Interfaces (zumindest am Mac), du hast aber ggf. dann nicht alle Funktionen zur Verfügung. Das ist m.W. auch bei anderen Herstellern so. Für die Fernsteuerung, Monitormischungen und so weiter wird dann in der Regel ein Treiber plus Software benötigt.
Das PreSonus Interface ist ein schnörkelloses Interface, das einfach funktioniert und einen guten Job macht, nicht mehr, nicht weniger. Die Reamping-Möglichkeiten sind auf der Höhe der Zeit und machen es für Gitarristen interessant. Der Preis ist super, deshalb gab es das Best Buy. Wer mehr Features braucht, muss mehr bezahlen und ist hier falsch.
Finde es schön schade, wenn man so ein tolles Audio interface herausbringt und dann hat man doch wieder zwei stolperschuhe.
Ich für meinen Teil denke, dass so ein großes interface für mich ziemlich überzogen wäre. Zwar ärgerte ich mich über die wenigen Eingänge, aber mittlerweile habe ich mich damit abgefunden und ein Mischpult vorgeschaltet.
Für den Preis sehr interessant, scheint zumindest unter CashyOS und Verwandte direkt zu funktionieren, andere Distros brauchen laut Netz etwas Liebe. Mein nächstes Interface soll DC-Coupled outs haben und neben dem UAD und MOTU scheint der hier der einzige Kandidat zu sein und natürlich ein Arturia X8. Modulare Lösungen wie z.B. ein Focusrite oder Audient iD22/24/44 mit Arturia X8 haben natürlich ihren Reiz, kann man den X8 doch direkt auf den Synth stellen. Irgendwie komisch daß auf einmal so viele gute Interfaces zwischen 600-900€ unterwegs sind. RME hat ein Problem! 😅
Unter Linux sind zumindest mir die Treiber wumpe, regelt alles das System.
Hier ein lustiges Video, Highlight 2025 für mich:
https://youtu.be/mfv0V1SxbNA
Kommt gut rein ins neue Jahr!
vielen Dank für den Bericht bzw. Test
Bin da echt ins Schwitzen gekommen beim durchlesen.
Jedenfalls gut geschrieben, konnte da für mich viel
rauslesen.
Presonus, da kenne ich nur die Einsteigermodelle.
Und das Produkt hier, eine echte Hausnummer drüber🙂(erschlägt mich
von den Features her) aber als Gesamtpaket wohl wirklich
konkurrenzlos, wie du ja auch schreibst.
Ich bin auch beim Scarlett hängengeblieben. Ich brauche
nicht viel Ein/ und Ausgänge und mit der Soundqualität
bin ich auch echt zufrieden (Preisklasse, 4i4)
freundlicher netter Gruß🙂
Wenn man meist nicht so viele Mikrofone gleichzeitig benötigt, dann ist möglicherweise das Quantum HD2 der eigentliche Star im Angebot von Presonus. Mit nur dem halben Platzbedarf kann man bis auf sechs Mikrofoneingänge und sechs Ausgänge weniger alles nutzen wie beim HD8. Meines Wissens nach ist es das einzige Interface dieser Baugröße, das zweimal ADAT In/Out bietet. Aktuell ist es bei einigen Händlern für 399,- Euro zu haben.
@gs06 2xInput ist m.M.n. zu wenig für den Preis. ADAT-Ports sind erstmal nur heiße Luft.
@Kazimoto Das ist eine interessante Sichtweise – das RME Digiface USB wäre demnach ein reines Heiße-Luft-Interface. 😀
Ob sich ADAT-Ports als nützlich erweisen, hängt natürlich von dem Vorhandensein entsprechender zusätzlicher Geräte ab – gleiches gilt letztlich auch für analoge Ein- und Ausgänge. 😎
Zusammen mit einem oder zwei Geräten der Art Octopre, ADA 8200, Push 3 oder ES-3 könnte man mit dem HD2 durchaus viele unterschiedliche Szenarien abdecken. Benötigt man lediglich viele analoge Inputs, sind andere Geräte möglicherweise näher an den persönlichen Vorstellungen.
@gs06 „das RME Digiface USB wäre demnach ein reines Heiße-Luft-Interface.“
Stimmt!
Sowohl das HD 2 als auch Digiface sind keine universalen Interfaces. Midi haben sogar alle nicht, auch nicht das HD 8.
Nimm das Focusrite Scarlett 16i16, dann hast du Adat, SPDIF, Midi und 6 Eingänge.
SPDIF kann man bei Expert Sleepers auch gut nutzen.
@Kazimoto Das HD8 hat MIDI. Steht auch im Test.
@Markus Galla Ah ja, über die Peitsche, hatte ich sogar gelesen. Sorry…..
@Kazimoto , frohes neues Jahr. Das RME Digiface USB ist ein Formatkonvertierer. Hier ADAT/SPDIF <> USB und den Job macht es mit Bravour. Ich hole mir damit zB via TDIF meinen Mixer in die DAW. Während ich via MOTU 828 die Hardware FX einbinde. Der Vorteil, extrem niedrige Roundtrip Latenz. Zum anderen, für den Preis von 2 RME Digiface USB habe ich grade ein Audio-Interface erworben.
@TobyB Moin und frohes neues! RME ist bei mir ein bisschen durch, weil die sich m.M.n. etwas zu sehr auf den Lorbeeren ausruhen. Früher mit Firewire wurde alles supported aber mittlerweile kann man nicht mehr alles ungefragt kaufen. Das Digiface z.B. ist nicht class-compliant. Gewesen wie ich gerade feststelle, es gibt ganz aktuell eine Open Source-Lösung.
Siehe Autostatic.com, „RME Digiface USB on Linux“.
Muss wohl fantastisch laufen, wo ich mir wieder die Frage stelle, warum nicht gleich so?
Da sieht man wie schnell die Entwicklung geht und die Hersteller machen einfach nicht mit. Graben unendlich bei der Community ab aber nehmen selten was selbst in die Hand. Bitte aufwachen!
Auch interessant, Arch Linux läuft auf M-Macs, braucht aber immer noch MacOS wegen der Firmware, läuft ansonsten aber direkt auf der Hardware.
Werde ich bald Nutzer von Apple Hardware? 😄
@Kazimoto , es dauert halt immer bis die Entwicklung in Linux aufschlägt. Und selbst da muss einer in seiner Freizeit erstmal eine Kernelextension hacken. Zum anderen alle OS Hersteller haben die Entwicklung auf LTS umgestellt und in dieses Konzept muss sich ein Entwickler auch erst einmal einarbeiten. Am Ende wollen wir ja aufnehmen und nicht Fehler suchen ;-) Wenn du mit Apple HW anfangen willst, nimm den M4 Mini. 😇
@TobyB Keine Ahnung was du meinst. LTS 6.12 mit Echtzeit-Einbindung ist seit Ende 2024 raus und was so ein paar einzelne Nerds in der Freizeit neben tausend anderen Sachen machen sollte eine größere Firma locker schaffen. Ich glaube einfach es ist denen scheißegal. Hauptsache irgendwer regelt was und wir haben etwas Spaß.
Mein derzeitiges „to go“ Feature bei Linux/Bitwig ist jede beliebige Quelle in einen Track einspielen zu können, da kommen abgefahrene Sachen raus.
Ein Beispiel:
Du startest Youtube mit einer Naturdoku, dazu den Mediaplayer mit einem Field-Recording aus der City und ein/ausfahrende Züge am HBF. All diese Sachen sind normal außerhalb von Bitwig und machen nix außer Durcheinander.
Jetzt schaltest du mit einem Klick die Systemsounds auf irgendeine unbenutze Device, bei mir ist das immer der Nvidia HDMI-Ausgang der an nichts angeschlossen ist, also Stille.
Jetzt erzeugst du in Bitwig 3 Tracks und wählst als Input der Tracks die jeweilige Anwendung an und schickst die durch Glitch, Pitch, Reverb, Delays und sonstwas. Genial!
Kann der Mac das auch, jede belibige Anwendung in Bitwig oder Logic einspieln und aufnehmen? Das ist quasi meine neue Sampling-Routine.
Sowas scheint nur Spielerei zu sein, hat aber einen handfesten Vorteil. Ich habe schon Plugins gesucht die sowas können, bestenfalls kann man aber nur eine Cubase oder Ableton interne Quelle aufnehmen, nichts externes, zumindest nicht direkt.
@Kazimoto Du kannst sogar den Stunt machen und Ableton unter Wine installieren und als Klangquelle mit Midi-Steuerung in Bitwig nutzen.
In Reaper ist es am einfachsten „mal eben“ Instrumente zu layern um sie dann in Bitwig aufzunehmen, alles nebeneinander.
Diese interoperabilität ist bis jetzt einzigartig und wenn man schnelle und stabile Hardware hat, dann läuft das wie am Schnürchen. Mein 20-Kerner frisst das so weg, würde das gerne mal mit Arch auf einen M4 Pro testen.
@Kazimoto , LTS Long Term Support. Das ist ein Programmierparadigma, welches auch MS und Apple einsetzen. Und Hard und Firmware Entwickler auch. Dabei geht primär um Sicherheit und Stabilität vor Features und neuen Funktionen. Ebenso um Wiederverwendung von Quellcode. Das gilt auch für Linux, nur das da Linus oft noch das letzte Wort hat. Aber generell haben von LTS alle was.
OT: Mit dem Focusrite Scarlett 4i4 (3th)
bin ich sehr zufrieden.
Um auf mehr Ausgänge zu kommen, würde
ich das ESI Gigaport ex hinzupacken
Gute Idee? Geht mir nur rein um die Ausgänge.
Ich arbeite mit Cubase
Danke!
lg
@Viertelnote Wenn ich nicht total falsch bin, kann Cubase nicht gleichzeitig zwei verschiedene ASIO‑Treiber aktiv nutzen.
Es gibt wohl Tricks mit denen es wohl möglich sein soll. (ASIO4ALL – Nie probiert)
Da ich ein RME Fireface UFX III habe, bin nie in die Verlegenheit gekommen so etwas zu probieren.
Als Erweiterung habe ich ein Focusrite Clarett+ OctoPre über ADAT angebunden.
Das reicht mir und ich nutze das nur selten.
Deshalb sind Interfaces mit ADAT (in/out) so nützlich, weil sie so einfach erweiterbar sind.
@TomH Demnächst soll ein offizieller unified, offener, was auch immer, ASIO Treiber kommen, dann sollte es gehen. So Gott will und der will ja so einiges nicht.
@Kazimoto Das ist richtig, nur wann demnächst ist, das ist offen.
„Microsoft entwickelt einen neuen USB-Audio Class 2 (UAC2)-Treiber mit integriertem ASIO-Support, optimiert für niedrige Latenz bei Musikern. Dieser Treiber soll direkt in zukünftigen Windows-Releases (etwa Windows Insider Builds) enthalten sein. Der Code ist Open Source auf GitHub – allerdings bisher noch nicht offiziell freigegeben. Der Treiber verwendet den Steinberg ASIO-SDK (Nutzungsrechte bei Microsoft für Windows inklusive).“
Zumindest bis jetzt ist in den Windows Insider Builds nicht angekommen.
Wann der Treiber dann den Weg in ein offizielles Windows Release findet steht komplett in den Sternen. 26H1 ist nur ein Update für die neuen ARM CPU wie die Snapdragon X2. Ob es dann für 26H2 im Herbst was wird, muss man sehen. Im Moment stehen wohl mehr AI Features im Vordergrund.
Man muss auch 2 Sachen berücksichtigen
Welche Specs hat der Treiber? Kann er wirklich 2 Geräte gleichzeitig von unterschiedlichen Herstellern ansteueren?
Gibt es Einchränkungen? Der Treiber ist ja nicht Geräte Hersteller spezifisch.
Ich würde zusammenstellen was brauche ich und wann.
Audio In (Mic ,Line), Audio Out, Send / Return für Outboard Equipment, Loopback und natürlich Erweiterbarkeit durch digitale Schnittstellen.
Recht gut ist mein AudioFuse von Arturia, welches sehr flexibel ist. Deshalb damals gewählt.
Daily driver für Audio / Video (Audioteil) / Podcast / Teams, Zoom, Webex, usw.
@TomH Bin auch Audiofuse mk1 Anwender und sehr zufrieden damit. Leider ist Arturia bei Class Compiance etwas seltsam. Während das Audiofuse und die Minifuse noch gut funktionieren ist der Rest leider nicht für Linux zu empfehlen. Bin nun Audient-Fan. Mein iD14 mk1 am Zweitrechner habe ich gebraucht für 70€ bekommen. Lieber hätte ich ein iD22, 24 oder 44, dann bräuchte ich nicht mehr für die Adat-Anbindung in Windows um das iD14 in den Slave-Mode zu versetzen. Irgendwie sträubt es mich bei Focusrite reinzugehen, wäre zu einfach. 😄
@Kazimoto Bei mir ist genau genommen, das AudioFuse Studio.
Denn Bergriff Studio hatte ich beim schreiben glatt vergessen. 😉🙃
Mir gefällt besonders, es ist ein Pult und läst sich gut bedienen.
@TomH Gutes Interface, hatte ich auch, leider nicht class compliant.
@TomH An AsioForAll trau ich mich auch nicht ran.
hm…ok, dann muss ich mir was anderes überlegen
danke!🙂
@Viertelnote , Frohes neues. Ich hab mal eben mit W11 Motu M4 und Gigaport HD+ probiert. Funktioniert. Die Einrichtung mit Asio4All ist nicht so schwierig. Dagegen ist die Einrichtung von Dolby Atmos unter W11 schwierig.
@TobyB Dir auch alles Gute im neuen Jahr.🙂
Danke, daß du das gecheckt hast, lieb von Dir.
Ich hab das mal notiert, daß das grundsätzlich so geht.
Es geht mir ja nur um die Ausgänge.
Ich möchte quasi per Focusrite aufnehmen und zurück über den
ESI. Alles andere wird wohl grundsätzlich Einstellungssache in Cubase sein.
@Viertelnote , gern. Das was du vor hast geht. Dafür ist das ESI ja ausgelegt. Unter Windows muss man halt nur ne Ehrenrunde drehen.
Wird es noch einen Test für das MOTU 16A (2025) geben?
Sorry, aber als Sänger muss ich sagen, dass hier wie so oft zumindest ein DSP-Reverb fehlt. Direct Monitoring ist okay, nur nicht für Gesang. Von daher für Gesangsaufnahmen nicht zu empfehlen.