Test: Presonus Studio 1824, USB 2.0 Audiointerface

3. September 2018

Silber-blauer Überflieger

18x rein, 24x raus, das Presonus Studio 1824

Mit dem Presonus Studio 1824 bietet Presonus ein gut ausgestattetes Interface mit analoger und digitaler Anbindung. Wie kann sich das Gerät im Mitbewerberfeld positionieren? Wir werden es überprüfen.

Lieferumfang des Presonus Studio 1824

Die 19“-Einheit wird im Karton begleitet von einem externen Netzteil, einem 1,8 m langen USB-Kabel, vier Gummifüßen und dem Papierkram. Dieser besteht aus einer Installationsanweisung, Sicherheitshinweisen, einer Registrierkarte und einer Referenzkarte für die hauseigene DAW Studio One. Für Fanboys liegt noch ein Aufkleber bei.

Alle weiteren Daten werden von der Presonus Seite geladen. Ohne Anmeldung kann man sich hier immerhin die Bedienungsanleitung und die Software Universal Control ziehen. Das Programm informiert über Einstellungen und dient zur Steuerung der Ein- und Ausgänge.

Für alle weiteren Support- und Download-Geschichten ist zwingend eine Registrierung notwendig. Ganz klar, gefällt mir nicht, gerät aber leider immer mehr in Mode.

Registrierung

Neukunden legen sich unter www.my.presonus.com einen Accout an. Das mache ich nun auch. Presonus teilt mir mit, dass meine E-Mail-Adresse schon zu einer Registrierung verwendet wurde, anscheinend musste ich mich da für einen anderen Test des Herstellers schon einmal anmelden. Habe ich natürlich nicht notiert, also flugs meine geläufigsten Passwörter durchprobiert und schwupps bin ich drin! Möchte nicht wissen, bei wie vielen Herstellern ich inzwischen schon einen Schläfer-Account habe. Nun kann ich das zugehörige Software-Bundle herunterladen. 

Die ganzen Zugaben über 6 Seiten verteilt

Angenehm ist hierbei, dass die Produkte einzeln gelistet sind. So kann ich auf die umfangreiche DAW Studio One 4 Artist verzichten, die rund 6,5 GB auf meiner SSD einnehmen würde.

Die restlichen Add-ons werden von Fremdherstellern geliefert. Das größte Paket steuert die Plug-in-Alliance bei, die Brainworx bx-opto, SPL  Attacker und MaagAudio EQ2 dazu gibt. Arturia erlaubt den freien Download von Analog Lab Lite. Lexicon bietet das MPXi Reverb, Klanghelm ist mit dem SDRR2 tube Prozessor mit dabei und Output liefert Movement, ein Modulations- und Rhythmus-Plug-in hinzu.

Leider kann man die Goodies nicht direkt laden, sondern wird jeweils auf die entsprechende Herstellerseite verwiesen. Das bedeutet weitere fünf Mal registrieren oder einloggen. Bei zwei der Kandidaten habe ich zwar einen Account, entschließe mich aber zum konsequenten Verzicht des Komplettpaketes.

Übersicht

Die Bezeichnung Studio 1824 lässt schon auf die Anzahl der verfügbaren Ein- und Ausgänge schließen. Beginnen wir mit den Inputs. Hier finden sich auf der Front zwei Kombibuchsen für Mikrofon- oder Line Pegel. Über Klinke sind die beiden auch als Instrumenteneingänge nutzbar, dafür wird der zugehörige Line-Schalter deaktiviert. 

Die Front des Studio 1824

Weitere sechs Mikrofon/Line-Eingänge befinden sich auf der Rückseite des Presonus Studio 1824. Für die Mikrofoneingänge ist eine globale 48 Volt Phantomspeisung schaltbar. Eingepegelt werden die 8 analogen Signalwege mit den entsprechenden Potis auf der Front. Zur optimalen Kontrolle stehen pro Kanal eine 8-stellige LED-Aussteuerungsanzeige zur Verfügung. Weiter geht es mit den digitalen Wegen. Hier bietet das Studio 1824 eine ADAT-Schnittstelle und einen S/PDIF-Eingang.

Umfangreich ist auch die Ausstattung an Ausgängen. Neben dem Main Out als Klinkenbuchsen sind acht weitere Line-Ausgänge verbaut, wobei das erste Paar das Signal des Main Outs übernimmt. Dieses Signal landet auch am ersten der beiden Kopfhörerausgänge, der Zweite wird aus dem Line Out 3-4 gespeist. Digital sind wieder ADAT und S/PDIF vorhanden, wobei der S/PDIF das Signal einer der acht anderen Ausgangspaare übernimmt. 

Die Rückseite

Für Main Out und die Kopfhörerausgänge bietet die Frontplatte separate Pegelsteller.

Was hat das Interface sonst noch zu bieten? Das Display findet noch Platz für eine Aussteuerungsanzeige des Main Out. Dazu gibt es für diesen Ausgang einen Mute- und einen Solo-Button. Eine LED zeigt die Verbindung zum Rechner und den Status der Synchronisation an. Das wird so auch auf den illuminierten Powerbutton übernommen.

Das Display mit Bedienbuttons

Rückseitig finden sich noch ein MIDI-PPärchen und ein Clock Out als BNC. 

Werte des Presonus Studio 1824

Das Interface arbeitet mit Samplingraten bis 192 kHz, die Wandler bieten einen Dynamikbereich von 114 dB und liefern eine Auflösung von 24 Bit.

Die Mikrofoneingänge sind zu einer Gain-Erhöhung von 65 dB in der Lage, auch eine Abschwächung von bis zu 15 dB ist möglich. Die Einganzimpedanz beträgt 1.400 Ohm. Der Ersatzgeräuschepegel ist mit -128 dBu angegeben, der Dynamikbereich mit >110 dB-A

Die Line-Inputs bieten einen Gain-Bereich von -20 bis +20 dB und eine Eingangsimpedanz von 10 Kiloohm. Der Dynamikbereich ist > 112 dB-A.

Die Instrumenteneingänge entsprechen im Gain-Bereich mit -15 bis +65 dB den Mikrofoneingängen, der Dynamikbereich mit 112 dB-A den Line Inputs. Die Eingangsimpedanz beträgt 1 Megaohm.

Bei den analogen Ausgängen sind die Werte der Main- und Line Outs identisch. Maximalpedel +18 dBu, Dynamikbereich 108 dB-A. Die Kopfhörerausgänge liefern 150 m/W pro Kanal und arbeiten in einem zulässigen Impedanzbereich von 32 bis 600 Ohm.

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