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Test: Presonus Studio One 3, Digital Audio Workstation

Für mich die beste Neuerung an Studio One: das Scratch-Pad als Ablage für Songteile

Für mich die beste Neuerung in Studio One: das Scratch-Pad als Ablage für Songteile

Scratch Pad

Ich gebe zu, als alter Radio-Hase kannte ich solche Features bereits aus den redaktionstypischen Schnittsystemen, konnte mir aber nicht vorstellen, dass ich solches einst in DAWs zur musikalischen Nutzung vorfinden würde. Doch da habe ich nicht mit den Software-Gurus von Presonus gerechnet.

Vorab, man kann in Studio One mehrere Ablagen generieren. Es ist somit möglich, ganze Songbereiche in diesen Ablagen (Scratch Pads genannt) zu parken und sogar zu editieren. Ich habe früher immer einzelne Parts/Clips in einer extra frei gehaltenen Spur gesammelt oder ans Ende des Arrangements geschoben. Dieser Ansatz hier ist aber eine ganz anderer und stellt eine eigene Liga dar. Ich bitte um Nachahmung bei den Kollegen aus den anderen Software-Häusern! Man kann einfach ein oder mehrere parallele Mini-Arrangements aufmachen und ein alternatives Intro, die gecancelte Bridge etc. parken. Das ist vor allem für Auftragskomponisten ein wichtiges Feature. Wenn man nun noch die Scratch Pads in einer Art Playlist verschiedenen Timecode-Abschnitten zuordnen könnte, wären viele Filmkomponisten im Freudentaumel.

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Kombiniere, kombiniere...

Kombiniere, kombiniere …

Viele Ketten

Schon bekannt aus Ableton Live oder aus Reaktor und dem guten alten Hardware-Studio, das bunte und flexible Verschalten unterschiedlicher Effekte und Synthesizer. Aber Studio One hebt es auf eine neue Stufe. Es ist einfach und intuitiv, hier Effekte oder Software-Synthesizer miteinander zu kombinieren. Dabei ist nicht nur reines Schalten in Reihe oder parallel möglich, sondern auch das Splitten nach Kanälen, Frequenzen etc. So baut man sich seinen Multiband-Kompressor einfach schnell selbst oder erfindet den gegateten Mutliband-Hall-Kompressor-Exciter-Flanger. Hier kommen nicht nur Sounddesigner und experimentierfreudige Elektro-Mucker auf Ihre Kosten. Drag’n’Drop reicht völlig! Soll ein Piano noch eine Synth-Fläche als Support bekommen, wird beispielsweise einfach der MaiTai auf die betreffende Spur gezogen und wir dürfen wählen, ob wir ersetzen oder kombinieren wollen. Warum geht das nicht gleich bei allen so?

Eine ganze Batterie Impact - oder so!

Eine ganze Batterie Impact – oder so

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Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    Elias57

    Guter und kurzer ;) Überblick. Aber über die GUI lässt sich trefflich streiten! Hier muss PreSonus aus meiner Sicht für eine hellere GUI nachlegen. Am grundlegenden Flow hat sich nichts geändert und das ist gut so. Wie kommst du darauf, dass jetzt alles so viel „sprechender“ ist? Weil ein paar Menüpunkte an eine andere Stelle gewandert sind? Einem Newbie ist das egal, der wird Fragen stellen, bis der Arzt kommt, egal welche DAW ;)

  2. Profilbild
    gaffer  AHU

    Gui Mai Tai: sehr schön gemacht, die Soundbeispiele klingen auch gut (auch schön eingespielt, Florian. Aber was soll ich sagen, wenn ein Plug schon mal meinen Namen trägt ;)
    Tai

  3. Profilbild
    Phakt  

    Ich bin jetzt auch auf StudioOne umgestiegen. Als wirklich jahrelanger Cubase nutzer ist es schon etwas kosmisch sich in eine „neue“ DAW einzuarbeiten ^^

  4. Profilbild
    Mick  AHU

    Ich habe es erst jetzt gelesen!
    Das ist ja wohl ein Knaller einer DAW ein Minuspunkt zu geben, weil keine größere Version zur Verfügung steht???…was hat das mit mit dem getesteten Produkt zu tun!?
    Also lieber Florian Scholz…bei Deiner nächsten Cubase Glorifizierung möchte ich gerne lesen: „leider kriegt Steinberg einen Minuspunkt, da Cubase nicht virtuell fliegen kann, weil sie auf den Flugsimulator verzichtet haben!“

  5. Profilbild
    iceleben

    Bin seit Ewigkeiten Cubase User, hab mich in letzter Zeit aber doch häufig beim Fluchen erwischt als ich mischen oder mucken wollte. Irgendwie wirkt Cubase 9 auf mich wie ein dicker Dampfer wo hier was drangeklebt wurde, dort was geflickt und damit man kompatibel bleibt alles alte beibehalten, egal ob sinnvoll oder nicht. Habe dann mehr aus Neugier mal die uneingeschränkte ( nicht alle Sounds und Melodyne enthalten ) 30 Tage Demo Version installiert und war mega beeindruckt wie frisch S1 rüber kommt…anstatt wildem Gefluche hatte ich mehr Freude daran wie einfach und Userfreundlich hier vieles gelöst ist z.B. die Art wie man jeden Controller schnell mappen kann/ IO Integration/ Scratchpad/ Drag & Drop/ uneingeschränkte Plug Ins mit wildestens splitting Möglichkeiten/ Sidechaining/ die kostenlose Ipad App und und und und –
    Nach 2 Tagen habe ich es gekauft, überlege ob jetzt die Console 1 noch dazu kommt, scheint ja auch vorbildlich integriert zu sein

  6. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Ja, der Kritikpunkt mit dem Fehlen einer „größeren“ Version ist auch für mich nur bedingt nachvollziehbar. Ist ja im Prinzip nur relevant für Leute, die z.B. Produktionen in Surround fahren wollen. Und das sind nur wenige, die dahingehend unterwegs sind. Dieser Markt ist ja mit den anderen dort aufgeführten Produkten doch ganz gut bedient.
    Für mich als Musiker ist eine intuitive Bedienung sehr viel sinnvoller fürs Songwriting und Mischen als unnötiger Ballast mit zig Bedienelementen und (Unter)Menüs, die ich nie benötige. Je schlanker, desto besser. Dazu noch die perfekte Einbindung von Melodyne via ARA, besser geht es nicht.
    S1 kommt meinem Workflow da sehr nahe. Wünsche mir nur für die Zukunft, dass die Überschaubarkeit und der flüssige Workflow erhalten bleibt und dass es nicht zu einem unmanövrierbaren Schlachtschiff mutiert, bei dem man sich mit zig „Workarounds“ behelfen muss, weil verbuggt und unflexibel.

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