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Fazit

Reaper oder EnergyXT haben es vorgemacht: Vom Ballast vergangener Jahre befreit, trumpfen sie mit neuen Features und besseren Audio-Engines auf. Wer sich beim Cubase Programmstart über die gefühlten 5 Minuten ärgert, sollte einmal die erstgenannten Sequencer starten! Dieses Beispiel zeigt, wie effektiv heute frischprogrammierte Anwendungen laufen können. Studio One glänzt zudem mit einer professionell anmutenden, aufgeräumten Benutzeroberfläche und einem erstklassigen Workflow, der die Bedienung auch ohne Studium der Bedienungsanleitung zum Kinderspiel werden lässt. Das liegt auch an der durchgängig anwendbaren Drag&Drop-Funktionalität und dem integrierten Master-Bereich. Mit Version 1.5 haben die Entwickler eine ernstzunehmende Workstation geschaffen, die Lust auf mehr macht. Noch bietet Studio One keine Echtzeit-Tonhöhenkorrektur, eine Notationsansicht oder Surround-Unterstützung. Spezialfunktionen wie z.B. Stille im Audiomaterial suchen oder einen MIDI-Arpeggiator sucht man vergebens. Die Frage ist nur: Wie viele Anwender sind auf diese Funktionen wirklich angewiesen und machen sie vielleicht ein schlankes Programm irgendwann zum unbedienbaren Funktionsmonster? Nicht vergessen sollte man die Tatsache, dass mit der Version 1.5 gerade mal ein einziges größeres Update erschienen ist – das ist noch viel Platz für neue Funktionen. Abstürze gab es während des mehrmonatigen Testzeitraumes übrigens nicht!
Alteingesessene Cubase oder Logic Nutzer (oder all die anderen) werden ohnehin nicht leichtfertig auf Studio One wechseln – viele Musiker können ihren Sequencer quasi blind bedienen und haben sich an die Arbeitsabläufe gewöhnt. Wir dürfen aber auch nicht vergessen, dass täglich neue Produzenten heranwachsen, die auf der Suche nach dem intuitivsten Werkzeug für ihre Ideen sind. Und für diese Zielgruppe wird Studio One vermutlich ein echter Cubase Killer! Für diejenigen, die gerne mal in Studio One hineinschnuppern möchten, gibt es eine kostenlose Demoversion. Die ebenfalls erhältliche Artistversion bietet beliebig viele Spuren, aber keine VST/AU/Rewire-Unterstützung.

 

Systemanforderungen

Mac: Mac OS X 10.5.2 oder besser, PowerPC G4 1.25 GHz. oder Intel Core Solo 1.5 GHz. 1 GB RAM, Internetverbindung, DVD-Laufwerk
Empfohlen: PowerPC G5 oder schneller oder Intel Core Duo oder Intel Xeon Prozessor, 2 GB RAM

Windows: Windows XP, Windows Vista oder Windows 7, Intel Pentium 4 1.6 GHz. Prozessor oder AMD Athlon 64 (Turion), 1 GB RAM, Internetverbindung, DVD-Laufwerk
Empfohlen: Intel Pentium 4 2.8 GHz. EM64T oder schneller oder AMD Athlon 64 3000+ oder schneller, 2 GB RAM

Plus

  • guter Workflow mit durchgängiger Drag&Drop-Unterstützung
  • vollwertiger Mastering-Bereich, SoundCloud-Integration, Brennfunktion
  • Mixing-Engine mit 64 Bit und Fließkommazahlenberechnung
  • 25 gute Effekte, Analyser-Funktionen
  • Mikroansicht im Mixer für alle programminternen Effekte
  • Formzeichen-Werkzeuge für Automationsdaten
  • Control-Link
  • Browser mit Vorhörfunktion für Audio- und MIDI-Daten

Minus

  • Effektspuren können nicht auf Busse geroutet werden
  • keine Tags oder Suchfunktionen im Browser
  • keine Surround-Unterstützung

Preis

  • UVP: 449,- Euro
  • Straßenpreis: ca. 379,- Euro
  • Neben der Pro Version gibt es noch die eingeschränkte Artistversion für 219,- Euro (Straßenpreis 198,- Euro)
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Forum
  1. Profilbild
    Helmut

    Mich würde noch interessieren, ob StudioOne tatsächlich hörbar besser klingt wg. der 64-Bit.
    Meistens liest man: „eventuell bei sehr großen Projekten ist ein Unterschied hörbar“ oder ähnliches. Aber: ist tatsächlich oder nur „eventuell“ ein hörbarer Unterschied z.B. zu Cubase5 gegeben?

    • Profilbild
      Markus Schroeder  RED

      Hallo Helmut,

      Kurz:
      Die ganze 64Bit Sache ist Marketing Blödsinn.

      Lang:
      Von 64 Bit profitiert nur der größere addressierbare Speicherplatz.

      Prinzipiell ist es so, dass bei einer DAW mit Fixed Bit Mix-Bus beim Mischen von zwei Spuren ein halbes Bit an Dynamik draufgeht. Bei Fließkomma-Mixern sieht das wieder etwas anders aus.
      Wenn jetzt einige bei den DAW Engines das Grass wachsen hören liegt das weniger an der Bitauflösung sondern an der eigentlichen Programmierung des DAW Mix Busses.

      Sich über einen vernünftigen analogen Signalweg von und zum Rechner und ein paar wohl plazierte Bassfallen für den Raum Gedanken zu machen ist wesentlich fruchtbarer, als sich über der Mix-Engine einer DAW den Kopf zu zerbrechen.

      meine Langzeiterfahungen, :)
      M.

      • Profilbild
        GeorgK

        64-bit Signalverarbeitung und 64-bit Speicherverwaltung haben nun aber herzlich wenig miteinander zu tun…
        „Halbe Bits“ gibts übrigens auch keine – das ist ja gerade das Problem bei der digitalen Signalverarbeitung.
        Ganz grob: Beim reinen Abmischen werden die 64 Bit das Kraut auch nicht fett machen. Wenn man allerdings bedenkt, wieviele (digitale, und damit mit Rundungsfehlern behaftete) Verarbeitungsstufen das Signal beim gesamten Produktionsprozess durchläuft (im VST-Instrument selber, dann noch durch ein paar Plugin-Effekte, etc.) schadet eine möglichst hohe Bitauflösung generell sicher nicht.
        Ich gebe allerdings zu, dass eine saubere Programmierung der Algorithmen wahrscheinlich wichtiger ist, als der Sprung von 32 auf 64 Bit. Trauen kann man eh nur den eigenen Ohren.

        • Profilbild
          Markus Schroeder  RED

          Hey GeorgK,

          Natürlich hat 64Bit Berechnung und Adressierung wenig miteinander zutun.
          64bit Berechungen waren schon vorher möglich.
          Das klappte in Echtzeit schon mit Samplitude Opus auf dem Amiga sehr gut. Das Marktgeschrei
          der 64Bit Betriebsysteme bezieht sich aber nun mal in der Hauptsache auf die Adressierung und irgendwie scheinen viele zu glauben, dass nun alles doppelt so schnell wird oder so.

          Ich will ja in keiner weise behaupten, dass 64Bit nicht gut ist, im Gegenteil, aber die Erwartungshaltungen sind manchmal ziemlich überzogen.

          Und natürlich gibt es keine halben Bits,
          rein mathematisch entspricht der Verlust aber einem halben.
          Ich hätte auch sagen können 4 Spuren, 1 Bit Verlust, was so aber auch nicht ganz korrekt ist. ;)

          Deinen VST Ausführungen kann ich insofern nicht völlig zustimmen, da „EFFEKTE“ ja darauf abzielen, den Klang zu „verfälschen“. Die Frage ist nur, ob das Ergebnis einem im Kontext gefällt oder nicht. Und einige Plug-ins (z.B. EQs) arbeiten intern eh mit Upsampling und eigenen Bittiefen, unabhängig von den Eigenschaften des Hosts.

          Deinem Schlussatz ist aber vorbehaltlos zuzustimmen!

          Bei den aktuell verfügbaren (+/-) 23 DAWs sollte man sich wirklich mehr Gedanken darüber machen welcher Workflow einem liegt.

          greetz :)
          M.

  2. Profilbild
    actionjaxon

    Vielerorts ist über eine „nur“ rudimentäre Midi-Abteilung zu lesen…Aber Details habe ich nicht gefunden. Ist genaueres bekannt, was da alles fehlt? Ist der Midi Editor mit Cubase vergleichbar??

    Was kann man denn über die VST(i) Performance sagen?

    Kann die Demo leider noch nicht nutzen, da mir noch ein Firewirekabel zum Anschluss meines Interfaces an meinen neuen Imac fehlt, dummerweise von M-Audio nicht mitgeliefert…

    Danke vorab!

    • Profilbild
      Michael Strauch  AHU

      Hi actionjaxon, auf Seite 4 unter Leistungshunger habe ich einen konkreten Vergleich zwischen C5 und Studio One mit VSTi’s vorgenommen. Die MIDI-Abteilung kann seit Version 1.5 nicht mehr als rudimentär bezeichnet werden und der MIDI-Editor ist bis auf wenige Ausnahmen mit Cubase vergleichbar, wenn Du den Event-Editor damit meinst.
      Gruß
      Michael

      • Profilbild
        actionjaxon

        Vielen Dank, Michael.
        Mittlerweile konnte/kann ich die Demo testen und bin sehr angetan. Das Drag&Drop System ist sehr intuitiv und die Möglichkeit, komplette Spuren & Chains einfach in den gewünschten Ordner zu ziehen ist genial. Gerade wenn man auf etwas leistungsärmeren Systemen arbeitet (Intel i3 3 Ghz hier) kann man die liebevoll erstellten VSTi-Instrumentenspuren sehr einfach komplett sichern und dann in als Audiospur bouncen, alles bleibt so stets reproduzierbar!

        Die Hardware Controller Einbindung und die MidiLearn-Funktion für VSTi’s hat mir auch sehr gefallen.

        Bleibt nur die Frage ,ob gerade der richtige Zeitpunkt ist für einen Kauf…1.5, die nächste Zahl vor dem Komma könnte ja wieder eine kostenpflichtige sein. Leider habe ich die SOUNDCLOUD Promoaktion verpasst, da gab es ja einen grossen Preisnachlass.

        Grüße, Carsten

      • Profilbild
        Florian Scholz  RED

        Also rudimentär kann man die MIDI-Abteilung nicht wirklich bezeichnen, aber von Augenhöhe zu C5 oder C6 kann definitiv nicht gesprochen werden! (Logical-Editor, Ausgefuchste Transpose-Optionen, VST-Expression, Step-Eingabe, Note-Expression…)

  3. Profilbild
    vaikl  

    Was den von Presonus erwarteten HW-Controller zum StudioOne angeht – de guude alde Faderport tut’s erstmal prima. Inklusive völlig unkomplizierter Plugin-Kontrolle, für die er ja zunächst garnicht berühmt war.

    Zusammen mit der wirklich konsequent auf Bedienbarkeit und Workflow ausgelegten Oberfläche macht das für SO-Neueinsteiger absolut Spaß:-)))

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