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Test: PreSonus StudioLive Series III SE 16, Digitalmischpult

Kompakter Alleskönner? Das neue PreSonus StudioLive Pult im Test.

4. September 2025
PreSonus StudioLive Series III SE 16 Digitalmixer Vorschau

Test: PreSonus StudioLive Series III SE 16, Digitalmischpult

Digitale Mischpulte werden immer leistungsfähiger und kompakter, ohne dabei an Bedienkomfort einzubüßen. Mit dem PreSonus StudioLive Series III SE 16 Digitalmixer ist nun ein Modell auf den Markt gekommen, das viel Technik in ein sehr kompaktes Gehäuse packt und auf einen schnellen Workflow sowie flexible Funktionen setzt. Ob das gelingt und auch anspruchsvollere Nutzer zufriedengestellt werden, schauen wir uns nun gemeinsam an.

Kurz & knapp
Was ist es? PreSonus StudioLive Series III SE 16, kompaktes Digitalmischpult für Live und Studio.
  • Ausstattung: 32 Kanäle, 64×64 USB-Audiointerface, AVB-Schnittstelle, 16 XMAX-Vorverstärker, 26 Busse, On-Board-SD-Recorder für bis zu 34 Spuren
  • Übersicht: Klare Bedienoberfläche, direkte „Send to Faders“-Ansicht und gute Struktur erleichtern den Workflow.
  • Klang & Effekte: Fat Channel, grafischer EQ und flexible Effekte sorgen für solide Ergebnisse.
  • Schwächen: Träge Fader, schwergängiges Touch-Display und nur vier Bänder beim Kanal-EQ.
  • Preis/Leistung: Viel Ausstattung und Flexibilität für 2.099,- Euro, besonders geeignet für Live-Setups.


Bewertung

PreSonus StudioLive Series III SE 16

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PreSonus StudioLive Series III SE 16 Digitalmixer

Bevor wir in die praktischen Erfahrungen einsteigen, lohnt sich ein genauer Blick auf das äußere Erscheinungsbild und technischen Daten des PreSonus StudioLive Series III SE 16. Im Folgenden betrachten wir zunächst das Gehäuse und die Anschlüsse, bevor wir uns den technischen Möglichkeiten widmen.

Äußere Merkmale

Maße und Gewicht

Das PreSonus StudioLive Series III SE 16 ist auf maximale Kompaktheit ausgelegt, ohne dabei auf eine vollwertige Ausstattung zu verzichten. Es misst in der Breite gerade einmal 45 cm, in der Tiefe etwa 59 cm und in der Höhe 16 cm. Mit einem Gewicht von 10,5 kg lässt sich das Pult sowohl bequem transportieren als auch fest in ein Rack einbauen. Damit ist es sowohl für den mobilen Einsatz als auch für feste Installationen optimal geeignet.

Bedienoberfläche

Die Frontseite des PreSonus StudioLive Series III SE 16 wirkt sehr aufgeräumt und gut strukturiert. Insgesamt stehen 17 motorisierte Fader zur Verfügung, wobei 16 Kanäle jeweils ihren eigenen Fader besitzen und ein weiterer für die Master-Summe zuständig ist. Die Anordnung der Bedienelemente ist durch schwarze Abhebungen klar gegliedert, während farbige Knöpfe sowie übersichtliche Pegel- und Kompressionsanzeigen die Arbeit zusätzlich erleichtern. Das Design hebt sich durch ein etwas dunkleres Farbkonzept und eine hochwertige Verarbeitung ab, was dem Pult einen edlen und modernen Look verleiht.

PreSonus StudioLive Series III SE 16, graphischer Equalizer

Gute Übersicht, auch beim Einstellen des grafischen Equalizers über die Fader

Anschlüsse

Auf der Rückseite des PreSonus StudioLive Series III SE 16 befinden sich acht XLR-Eingänge und acht Combo-Buchsen für XLR- oder Klinkenstecker. Zusätzlich gibt es zwei Stereo-Line-Eingänge (jeweils zwei große Monoklinken) sowie einen Stereo-Tape-Eingang mit Cinch-Buchsen. Für den Main-Ausgang stehen zwei XLR-Ausgänge zur Verfügung, ergänzt durch sechs Mix-Ausgänge im XLR-Format, vier im Klinken-Format und einen XLR-Ausgang für die Mono-Summe. Hinzu kommen ein USB-Anschluss, ein AES/EBU-Ausgang und ein Netzwerkanschluss. Auf der Vorderseite befindet sich der Kopfhöreranschluss.

PreSonus StudioLive Series III SE 16, Anschlüsse

Die Anschlüsse des Mischpultes auf der Rückseite

Modelle in der Serie

Das PreSonus StudioLive Series III SE 16 ist das kleinste Modell innerhalb der neuen StudioLive Series III SE. Die beiden größeren Varianten SE 24 und SE 32 sind in Aufbau und Funktionsumfang vergleichbar, bieten jedoch jeweils mehr physische Kanäle und Fader. Alle Modelle der Serie besitzen gleichzeitig ein USB-Interface mit 64 Ein- und Ausgängen.


Technische Daten

Das PreSonus StudioLive Series III SE 16 arbeitet mit 32 Bit und einem sogenannten Quad-Core-FLEX-DSP. Dieser sorgt für eine geringe Latenz und bietet einen Dynamikumfang von 115 dB. Die Audioqualität soll dadurch auch bei komplexeren Setups auf hohem Niveau bleiben.

Routing

Das Mischpult kann bis zu 40 Eingangskanäle verwalten, darunter 16 analoge Eingänge, zusätzliche Line- und Tape-Eingänge, digitale Signale über USB oder AVB sowie interne Effekt-Returns. Über AVB können zusätzliche Mono-Eingänge eingebunden werden. Außerdem stehen bis zu 26 Busse, 24 DCA-Gruppen, vier Subgruppen und vier Effekt-Mixe jeweils mit Stereo-Rückführung zur Verfügung. Das Routing ist so flexibel gestaltet, dass es sich sowohl für Live- als auch für Studioanwendungen eignet.

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PreSonus StudioLive Series III SE 16, Routing

Das Routing kann ganz unkompliziert direkt im jeweiligen Kanal angepasst werden

Effekte und Signalbearbeitung

Jeder Kanal kann mit dem Fat Channel bearbeitet werden, der eine Auswahl an Vintage-Equalizern und klassischen Kompressoren bietet. Insgesamt stehen sieben Equalizer und acht Kompressoren zur Verfügung. Über die vier integrierten Effektprozessoren können Hall- und Delay-Effekte individuell angewählt werden.

Aufnahme und Wiedergabe

Über den USB-Anschluss mit 64 Eingangs- und 64 Ausgangskanälen lässt sich das PreSonus StudioLive Series III SE 16 direkt mit einem Computer verbinden. Zusätzlich gibt es einen SD-Karten-Slot mit 34 Ein- und Ausgängen, über den Aufnahmen auch ohne Computer möglich sind. Zudem lässt sich hierüber ein virtueller Soundcheck durchführen – also ein Soundcheck, bei dem mit Multitrack-Aufnahmen gearbeitet wird, statt mit Live-Musikern.

PreSonus StudioLive Series III SE 16, SD-Slot für virtuellen Soundcheck

Dank SD-Karten-Slot kann der Soundcheck auch ohne die Musiker mit Aufnahmen durchgeführt werden

Digitale Schnittstellen

(Netzwerk-) Integration

Das PreSonus StudioLive Series III SE 16 kann über AVB mit anderen Geräten von PreSonus verbunden werden, darunter die NSB-Stageboxen, die EarMix-Personalmonitore oder die AVB-D1-Dante-Bridge.


Über Universal Control lässt sich das Mischpult vollständig über einen Computer bedienen. Mit der QMix-UC-App können Musiker ihren eigenen Monitor-Mix per Handy oder Tablet anpassen, und PreSonus Metro ermöglicht eine Fernsteuerung über das Internet in Echtzeit.

Einbindung für Studios

Das PreSonus StudioLive Series III SE 16 lässt sich über seine 64×64-USB-Schnittstelle nahtlos mit gängigen DAWs verbinden. Im Lieferumfang enthalten ist eine Vollversion von Studio One Professional, wodurch sich Mehrspuraufnahmen, Mixing und Mastering direkt umsetzen lassen. Jeder Kanal des Mischpults kann unkompliziert zwischen analogem Eingang, USB-Signalen, SD-Karten-Wiedergabe oder AVB-Stream umgeschaltet werden, was vor allem den Einsatz in hybriden Setups besonders flexibel macht.

Praxis

Erster Eindruck

Das PreSonus StudioLive Series III SE 16 überzeugt mich direkt von Anfang an mit seiner aufgeräumten Oberfläche und der übersichtlichen Menüführung. Besonders praktisch ist die direkte „Send to Faders“-Ansicht, mit der sich die 16 Mix-Busse und die vier Effektwege sehr einfach ansteuern lassen. Auch die Bedienung von Dynamik-Effekten und Equalizer funktioniert dank der Kombination aus den entsprechenden Menütasten und dem großen „Touch & Turn“-Regler unterhalb des Displays sehr gut.

PreSonus StudioLive Series III SE 16, Touch & Turn

Der präsente „Touch & Turn-Knopf am PreSonus StudioLive Series III SE 16

Das Touch-Display und die Displays an den Fadern sind hell und kontrastreich, das Touch-Display reagiert für meinen Geschmack allerdings etwas schwergängig, was aber sicher Geschmackssache ist. Hinderlich finde ich vor allem die Zeit zwischen dem Drücken eines Knopfes und dem Ausführen der Aktion, was den Workflow leider enorm verlangsamt. Dies betrifft sowohl das Umschalten zwischen den Fader-Bänken als auch das Anwählen eines Kanals. Wer nur schnell eine störende Frequenz aus dem Basskanal herausdrehen möchte und dafür die Fader-Bank wechseln, den Bass auswählen, den Equalizer öffnen und anschließend die gewünschte Frequenz anwählen und absenken muss, wird durch die Verzögerungen schnell an seine Grenzen stoßen.

Insgesamt wirkt das Pult sehr übersichtlich und fast alle wichtigen Funktionen sind direkt erreichbar. Gut gefallen hat mir dabei vor allem die gute Sichtbarkeit relevanter Knöpfe, beispielsweise für Talkback, Tap-Tempo und die Ansicht des Main-Mixes. Weniger überzeugend finde ich, dass der Equalizer eines Inputs nur vier Bänder plus Low-Cut bietet – bei den Mixbussen sind es immerhin sechs plus Low-Cut. Sehr gelungen ist dagegen der grafische Equalizer, der sich beispielsweise für den Master, Subgruppen und Mixbusse in acht Instanzen anwenden lässt. Er kann über die Fader bedient werden und ermöglicht so eine sehr präzise Anpassung der Frequenzen.

Einrichtung und Routing

Die Einrichtung des PreSonus StudioLive Series III SE 16 ist unkompliziert und funktioniert für grundlegende Schritte auch ohne einen Blick ins Handbuch. Die Zuweisung der Eingänge erfolgt per Soft-Patch im jeweiligen Kanal über das Touch-Display, auf dem analoge oder digitale Quellen über AVB, USB oder SD-Karte gewählt werden können. Das Routing ist dadurch sehr flexibel und unterstützt unterschiedliche Arbeitsweisen – egal ob für den Live-Einsatz oder für Studioaufnahmen. Genauso simpel ist die Zuweisung der Ausgänge sowie der Send-Effekte für Monitor- oder Effektwege, inklusive der Benennung und farblichen Markierung. Für einen schnellen Workflow sorgt außerdem die Copy-and-Paste-Funktion, mit der sich Einstellungen ganzer Kanalzüge auf einen weiteren Kanal kopieren lassen.

Testszenario: Live-Einsatz mit kleiner Band

Für einen realistischen Testlauf wurde ein Live-Auftritt einer kleinen Akustikband vorbereitet. Zum Einsatz kamen ein Klavier auf zwei Mono-Kanälen, ein Gesangsmikrofon, eine mikrofonierte Cajon und eine Akustikgitarre. Die Benennung der Kanäle war schnell erledigt und die Preamps lieferten bereits ohne Bearbeitung einen klaren Klang. In der Hauptansicht des Gesangskanals lassen sich die einzelnen Instanzen gut erkennen, wie beispielsweise Gain, Equalizer und Kompressor.

PreSonus StudioLive Series III SE 16, Fat Channel Control

Fat-Channel-Control mit geöffnetem Gesangskanal

Nach dem schnellen Einstellen der Gains und des Gates folgt die Anpassung des Kompressors. Aus dem Drop-Down-Menü wähle ich die Emulation eines Urei 1176, die sich über den „Touch & Turn“-Regler gut bedienen lässt. Auch der Equalizer kann mit seinen vier Bändern schnell eingestellt werden – und schon klingt der Gesang sauber. Zum Abrunden schicke ich ihn noch auf drei Effekt-Busse, die sich mit einem Klick auf die jeweilige Taste in der unteren linken Ecke des Mischpults öffnen lassen: ein kurzer Raumhall, ein längerer Plattenhall und ein Stereo-Delay.

PreSonus StudioLive Series III SE 16, Halleffekte

Die Effekte können aus einem Menü ausgewählt werden

Ähnlich verfahre ich mit den Instrumenten, wobei das Klavier eine Besonderheit mit sich bringt, die bei einigen Mischpulten schnell Fragen aufwirft: das Verbinden zweier Kanäle zu einem Stereo-Kanal. Glücklicherweise ist diese Funktion beim PreSonus StudioLive Series III SE 16 sofort im Hauptfenster des jeweiligen Kanals zu finden und mit nur einem Knopfdruck sind Kanal 3 und 4 miteinander verbunden.

Monitore zuweisen

Nach dem Einrichten aller Kanäle inklusive Kompression und Effekten per Send wähle ich die ersten Mixbusse für die Monitore aus. Per Klick auf „Mix 1“ öffnet sich direkt die entsprechende „Sends on Faders“-Ansicht, in der ich die gewünschten Kanäle über die Fader dem Monitor zuweisen kann. Über das Display lässt sich Mix 1 unkompliziert in „Monitor Vocals“ umbenennen, mit den weiteren benötigten Monitoren verfahre ich ebenso.

PreSonus StudioLive Series III SE 16, Sends

Zur Überprüfung: Übersichtliche Darstellung der jeweiligen Sends pro Kanal

Mögliche Einsatzbereiche

Das PreSonus StudioLive Series III SE 16 ist zwar sowohl im Studio- als auch im Live-Betrieb nutzbar, zeigt seine Stärken jedoch besonders bei Live-Anwendungen. Die kompakte Bauweise, die große Flexibilität im Routing und die schnelle Erreichbarkeit wichtiger Funktionen machen es zu einer sehr guten Wahl für Bands, kleine und mittlere Veranstaltungsorte, Theater, Kirchen und Schulen. Gleichzeitig sorgen einige Features dafür, dass es auch für Hybrid-Setups aus Live-Mix und Studioaufnahme interessant bleibt. Dank der insgesamt guten Übersicht sollten sich auch Einsteiger schnell zurechtfinden und auch für Profis hält das Mischpult einige nützliche weiterführende Funktionen bereit.

Alternativen

Allen & Heath Qu-5

Das Allen & Heath Qu-5 ist ebenfalls ein kompaktes Digitalpult mit 16 Mono-Eingängen. Es verfügt über einen 7-Zoll-Touchscreen, eine USB-C-Schnittstelle und ist ähnlich übersichtlich aufgebaut. Im Vergleich zum PreSonus StudioLive Series III SE 16 legt das Qu-5 einen größeren Schwerpunkt auf klassische Live-Beschallung, bietet dafür aber eine etwas reduzierte Effektsektion.

Yamaha DM3S

Das Yamaha DM3S ist ein besonders kompaktes Digitalmischpult mit 16 Vorverstärkern, motorisierten Fadern und einem großen 9-Zoll-Touchscreen. Es bietet hochwertige Effekte aus der Yamaha- und Steinberg-Welt und ist sowohl für Live-Anwendungen als auch für Studioaufnahmen gedacht. Im Direktvergleich wirkt die Bedienoberfläche etwas moderner, ist für Einsteiger aber weniger übersichtlich.

Behringer WING Compact

Die Behringer WING Compact ist die kleinere Version des WING-Mischpults und bietet eine sehr flexible Kanalstruktur, die sich unabhängig von den physischen Eingängen frei routen lässt. Mit großem Touchscreen, 48 Stereo-Kanälen und frei belegbaren Bedienelementen richtet es sich an Anwender, die Wert auf maximale Anpassbarkeit legen. Im Vergleich zum PreSonus StudioLive Series III SE 16 ist dieses Mischpult stärker auf individuelle Workflows ausgelegt.

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Fazit

Das PreSonus StudioLive Series III SE 16 hinterlässt insgesamt einen soliden Eindruck. Besonders die übersichtliche Oberfläche, die direkte „Send to Faders“-Ansicht und die einfache Bedienung von Dynamiksektion und Equalizer sorgen dafür, dass man effizient arbeiten kann. Der grafische EQ für Master und Busse ist ein echtes Highlight, wenn es um Feinanpassungen geht. Weniger überzeugen konnten mich das etwas schwergängige Touch-Display, die träge Reaktion der Fader beim Umschalten sowie der auf vier Bänder beschränkte Kanal-Equalizer. Mit einem Preis von 2.099,- Euro ist es zwar keine Anschaffung, die man nebenbei tätigt, dafür erhält man jedoch viel Ausstattung und Flexibilität – vor allem für die parallele Nutzung im Live- und Studioeinsatz.

Plus

  • übersichtliche Oberfläche
  • helles und kontrastreiches Display
  • intuitive Bedienung über „Touch & Turn“
  • direkte „Send to Faders“-Ansicht für Mixbusse und Effekte
  • gut platzierte Tasten für Talkback und Tap-Tempo
  • präziser grafischer EQ für Master und Busse, über Fader steuerbar
  • simple Kanalverlinkung

Minus

  • Fader und Knöpfe reagieren träge und bremsen den Workflow
  • nur vier Bänder beim Kanal-Equalizer

Preis

  • 2.099,- Euro
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Über den Autor
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Gereon Gwosdek RED

Leidenschaft für Tasten und Technik, Musikschulinhaber und Bandleader im Bereich von christlicher Musik.

Forum
  1. Profilbild
    ozzardofwhizz

    wie ist das bei diesem punkt mit der Kanaltrennung? ich habe ein presonus ar16c und da ist die Kanaltrennung so schlecht, dass die kanäle nicht nur in die direkt benachbarten kanäle einstreuen sondern sogar in die übernächsten also zb Kanal 5 ist auch in Kanal 6 und 7 zu hören. Ist das bei diesem Pult ähnlich schlecht?

    • Profilbild
      Mac Abre AHU

      @ozzardofwhizz Wow, Übersprechung bei einem Mischpult, das hatte ich ja nicht mal mit den allerbilligsten Teilen, die ich je unter den Fingern hatte.

      • Profilbild
        ollo AHU

        @Mac Abre Das passiert schon, man muss aber schon genau hinhören, das war nichts, was live irgendwie stören würde (ich meine es war ein uraltes Behringer Mischpult, bei dem ich das gehört hatte, ohne das jetzt auf den Hersteller zu schieben). Und auch im Studio hätte man es nur gehört, wenn der eine Kanal ordentlich was zu tun hat, der andere stumm war. Sobald da auch was drauf war, war das Nutzsignal so viel lauter, dass das Übersprechen egal war.

        • Profilbild
          Mac Abre AHU

          @ollo Dass es das gibt, glaube ich gerne. Wenn das aber bei einem angeblich höherwertigen Mischpult passiert, obwohl die meisten Billigstpulte das Problem nicht haben, dann ist das ein „Wow“ wert. Wenn ich ein Pult teste, drehe ich schon ordentlich auf, um den tatsächlichen Signal-Rausch-Abstand ermitteln zu können, der sich bei Billigmixern durchaus von Kanal zu Kanal ändern kann.

    • Profilbild
      Flowwater AHU

      @ozzardofwhizz Sehr spannende Frage! Ich interessiere mich im Moment zwar nicht für ein großes Studio-Möbel, will aber eine Anschaffung auch nicht gänzlich ausschließen. Das wäre für mich ein KO-Kriterium.

      Nur mal als Vergleich von einer ganz anderen Baustelle: RME gibt für das Audio-Interface »Fireface 802 FS« für dessen eingebaute Audio-In-Kanäle eine Übersprechdämpfung von > 110 dB … was für mich jenseits von gut und böse ist; sprich: Das nimmt man kurz zur Kenntnis und hakt es ab als »irrelevant«. Mackie gibt für das gute alte analoge »1642VLZ4« (Anwendungsgebiet und Funktionsumfang sicherlich nicht vergleichbar, aber nur mal so als Hinweis) als Übersprechdämpfung 84 dBu an (wenn Kanal gemutet oder komplett runter gezogen). Für mich auch wunderbar.

    • Profilbild
      Markus Galla RED

      @ozzardofwhizz Das klingt aber sehr nach einem Defekt. Ich hatte das Pult vor langer Zeit zum Testen hier und da gab es kein Übersprechen. Bei allen analogen Pulten, die ich kenne, musste man schon einen Kanal sehr heiß fahren, damit auf einem benachbarten Kanal sehr leise was zu hören war. Bei einem digitalen Mischpult müsste das Übersprechen dann vor dem A/D-Wandler stattfinden. Ich kenne nur die älteren StudioLive Mischpulte und aus den neueren Serien das Rack-Mischpult. Da war das nie ein Thema.

      • Profilbild
        ozzardofwhizz

        @Markus Galla Das ar16c ist ein analoger mixer mit 18 Kanal Audio interface – (müsste parallel zu den Kanalzügen liegen). Da das Gerät bei mir benutzt wird um mit diversen analogen und digitalen synthies live-techno zu spielen und zu mischen werden die gains teilweise sehr weit aufgemacht – mein blofeld und mein korg arp odyssey haben nunmal leider ziemlich wenig Ausgangspegel. Da wollte ich es halt mal wissen und musste feststellen bei sehr hohen gains überspricht die kiste bis zu zwei kanäle weit.

        @mac abre: da hast du wohl nicht besonders weit aufgedreht – ein übersprechen ließe sich rein von der Physik her nur vollständig verhindern indem jeder Kanal einzeln in einem faradayschen käfig eingehaust wird ansonsten gibt es eigentlich immer induktionsströme die mindestens messbar, meistens aber bei hohen pegeln höhrbar sind selbst wenn du an einer midas pro2 oder einer neve konsole stehst. Wie aus der Antwort von flowwater rauslesbar ist geben gute hersteller werte zur übersprechdämpfung an.
        😉

        • Profilbild
          Markus Galla RED

          @ozzardofwhizz Der Blofeld hat einen geringen Ausgangspegel? Der war bei mir so hoch, dass ich meine Gains früher immer fast komplett zugedreht hatte. Ich konnte das damals sogar im Musikgeschäft verifizieren, dass der Pegel im Vergleich zu anderen Geräten beim Blofeld irre hoch war. Ich habe deshalb irgendwann einige der Presets bearbeitet und direkt im Preset den Pegel abgesenkt. Seltsam.

  2. Profilbild
    Spartakus

    Ich möchte mir fürs Homerecording auch ein Mischpult kaufen. Die meisten Geräte haben bereits ein Audio-Interface eingebaut. Heißt das, ich kann auf ein Audio-Interface verzichten, oder sollte man zusätzlich den Kauf eines RME Fireface mit einkalkulieren ?

    • Profilbild
      Metaphistopheles AHU

      @Spartakus Ich denke das kommt auf Deinen gewünschten Workflow an.

      Wenn Du grundsätzlich immer „out of the Box“ mischen möchtest – also immer mit den Fadern, EQ, Compressoren etc. des Pultes, dann kann das Mischpult als Interface ausreichen. Man kann sich dann auf eine Mixer-Bedienlogik konzentrieren und den PC quasi nur als „dumme“ Bandmaschine nutzen. Es gibt auch Kombinationen, wo Pult und DAW besonders eng integriert sind, und die Bedienlogik noch einheitlicher wird. Oder Du bist Fan von Analogtechnik, dann willst Du ohnehin soviel wie möglich auf dem analogen Pult „summieren“.

      Für ein Interface spricht, daß man dafür quasi die Signalquellen näher an den Computer bringt, weil sie auf dem Weg zum PC nicht erst alle Mischpult-Komponenten durchlaufen müssen. kompliziert wird’s, wenn man sowohl die EQs und Effekte des Pults und gleichtig die von DAW und Plugins nutzt – da muß man dann gut mitdenken, was wo passiert.
      Um ein Pult mit der Qualität der RME Wandler – und der geringen Latenz – zu finden, muß man wohl in den höchsten Preisklassen suchen. Auch sind Pulte bzgl. Samplefrequenz meist weniger flexibel (wenn überhaupt), und komplexe Routings und Bouncings sind komplizierter.

      Mir wäre allein schon die Stromrechnung zu hoch, wenn ich allein für das Abhören des Materials immer auch das große Pult einschalten muß ;-) Daher nutze ich zu Hause mein Pult für Bandproben, aber für’s Recording, Producing und Abhören nur mein Interface.

      • Profilbild
        Mac Abre AHU

        @Metaphistopheles Mit einem Digitalmixer geht man eher direkt in den Rechner. Aus dem Mixer raus und wieder in ein Interface wäre nicht wirklich sinnvoll. Einen Digitalmixer nutzt man i. d. R. nicht alternativ zum Mixen im PC, sondern zum Premix, bevor es in den PC geht.

        • Profilbild
          Metaphistopheles AHU

          @Mac Abre Hi, ich denke wir sind uns da völlig einig.

          Der erste Teil meiner Antwort beschreibt ja das, was Spartakus fragt und Du sagst: „[…] dann kann das Mischpult als Interface ausreichen.“

          Die ganzen Fragen,
          – ob man den Digitalmixer für den Premix nutzen will
          – ob und wie man ihn mit einem Interface koppelt
          – wo hängen die Studio-Abhören und Hauptinstrumente dran
          – gibt es weitere PA/Monitore/IEM im Raum z.B. für eine Band
          – möchte man bei der Aufnahme schon Effekte „imprinten“…
          – …oder clean aufnehmen und später mischen…
          all dies sind wie gesagt Fragen des persönlichen Workflows, bzw, was man tatsächlich beim Home-Recording machen möchte.

          Ich denke gerade für Leute, die sich die Frage „Interface versus Pult“ stellen, ist es wichtig, sich über die eigenen Anforderungen und absehbaren Zukunftswünsche klar zu werden, weil ansonsten die Balance „Möglichkeiten versus Komplexität“ oder „Geld versus Nutzen“ nicht gut gelingt.

    • Profilbild
      m-ex AHU

      @Spartakus Pragmatischer Vorschlag (wenn denn wirklich ein Mischpult angeschafft werden will/soll):
      1.) Es erst einmal mit dem internen Audio-Interface versuchen, ob es den Erwartungen und Anforderungen entspricht.
      2.) Falls ja: Glücklich sein über das eingesparte Geld
      3.) Falls nein: Im Internet recherchieren, ob die Nichterfüllung evtl. auf fehlerhafte Einstellungen/Bedienungen zurückgeführt werden kann.
      4.) Falls 3 zur Lösung führt -> Gehe zu 2.
      5.) Falls 3 nicht zur Lösung führt, über ein zusätzliches Audio-Interface Gedanken machen.

      ABER: Für reines Homerecording vielleicht erst einmal überlegen, ob es überhaupt ein Mischpult sein muss/soll oder ob evtl. ein Audio-Interface mit genügend Ein-/Ausgängen nicht besser investiertes Geld ist?!

    • Profilbild
      Markus Galla RED

      @Spartakus Um es kurz zu machen:

      Wenn das Mischpult bereits ein Audio-Interface eingebaut hat (haben alle digitalen Mischpulte und viele analoge Mischpulte), dann kannst du in der Tat auf ein Audio-Interface verzichten.

      Unterschiede gibt es vor allem bei der Sampling Rate:

      Die meisten digitalen Mischpulte arbeiten mit 48 kHz Sampling Rate und 24 oder 32 Bit. Einige Mischpulte (z. B. von Allen & Heath) können auch 96 kHz. Viele Audio-Interfaces wandeln mittlerweile sogar mit 192 kHz und 24 oder 32 Bit. Wirkliche hörbare Unterschiede gibt es durch die höhere Sampling Rate nicht. Wenn dir das aber wichtig ist, solltest du das bedenken.

      Was bringt ein Digitalpult im Tonstudio?

      1. Fader Automation für den Mix
      2. integrierte Effekte, die du entweder mit aufnehmen kannst oder für den Mix einsetzen
      3. deutlich mehr Anschlussmöglichkeiten als bei einem Interface
      4. eine bessere Haptik als ein Audio-Interface, wenn du nicht nur mit der Maus arbeiten möchtest

      Eine Alternative kann ein Audio-Interface plus DAW-Controller sein.

      Für die Auswahl des Digitalmixers wichtig ist noch die Schnittstellenausstattung:

      Das PreSonus StudioLive hat z. B. AVB und USB. Wenn du einen Mac benutzt, kannst du direkt per AVB die Signale vom Pult abgreifen und ins Pult streamen. Das ist vor allem dann interessant, wenn du parallel mit mehreren Computern arbeiten möchtest. Andere Pulte bieten Dante, dann benötigt dein Computer auch Dante. USB haben eigentlich alle.

  3. Profilbild
    Kobi Kobsen

    Ich dachte ich kann mich schwer zwischen Wing und QU6 entscheiden, aber jetzt hab ich das auch noch gefunden. Mir gefällt vor allem die UX und auch wie die Dinge auf dem Display gestaltet sind. Das sieht für mich modern und aufgeräumt aus, wo andere mit unnötigen Schattierungen und rundem quatsch ablenken.

    Aber hier sieht es so aus, als wären die ersten 8 Inputs wirklich nur Mic-Ins – ist das wirklich so oder sine es einfach nur XLR-Eingänge die man aber auch für Line-Pegel nutzen kann? Ich hab kein einziges MIcro in Verwendung – alles nur Synths und ähnliches. Das wäre nämlich schon echt schade, denn sonst sieht das alles super aus.

    • Profilbild
      Gereon Gwosdek RED

      @Kobi Kobsen Per DI-Box wirst du die ersten acht Inputs auch regulär als Line-Eingang benutzen können. Die Beschriftung auf der Rückseite bezieht sich da denke ich tatsächlich nur auf den Unterschied zwischen XLR und Kombibuchse als Eingang.

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