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Test: PreSonus StudioLive Series III SE 16R, Rack-Mischpult

Digitalmixer ohne Bedienelemente: Wie gut funktioniert das Konzept?

28. Mai 2026
Test: PreSonus StudioLive Series III SE 16R, Rackmischpult (Foto: PreSonus)

Test: PreSonus StudioLive Series III SE 16R, Rack-Mischpult (Foto: PreSonus)

Kleine digitale Rack-Mischer gibt es inzwischen einige, doch das PreSonus StudioLive Series III SE 16R will mehr sein als nur eine platzsparende Lösung. Das Gerät verbindet Mischpult und Audiointerface in einem kompakten Format, das sich sowohl für mobile Anwendungen als auch für Festinstallationen eignet. Interessant ist dabei vor allem der Ansatz, auf eine klassische Bedienoberfläche am Gerät selbst zu verzichten und alle Funktionen nach außen zu verlagern. Im Test muss das Rack-Mischpult zeigen, wie gut dieses Konzept tatsächlich funktioniert.

Kurz & knapp

Was ist es? PreSonus StudioLive Series III SE 16R, kompakter digitaler Rack-Mischer mit Audiointerface und externer Steuerung.

  • Kompakt: 19-Zoll-Rack-Gerät mit nur einer Höheneinheit
  • Steuerung: Bedienung vollständig über Tablet, Computer oder App
  • Flexibel: 16 Kanäle und vielseitige FlexMix-Busse
  • Praxis: Zuverlässig im Live-Betrieb und bei Recordings
  • Integration: Gut in Netzwerke und größere Systeme einbindbar
Bewertung

PreSonus StudioLive Series III SE 16R

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Äußeres des PreSonus StudioLive Series III SE 16R

Rack-Format und Verarbeitung

Das PreSonus StudioLive Series III SE 16R ist ein 19-Zoll-Rack-Gerät mit einer Höheneinheit. Es ist also für den Rack-Einbau gedacht und eignet sich für mobile, aber auch fest installierte Anwendungen. Das Metallgehäuse wirkt auf mich recht stabil und robust, was für den Live-Alltag unverzichtbar ist. Es gibt keine optischen Spielereien und auf den ersten Blick wirkt alles gut übersichtlich.

Front des Rack-Mischpults

Auf der Vorderseite befinden sich 12 der 16 Mic- und Line-Eingänge in Form von Kombibuchsen für XLR- und Klinkenkabel. Das erleichtert den schnellen Zugriff im Betrieb deutlich. Außerdem befindet sich auf der Front ein Kopfhörerausgang mit Pegelregler, eine Mute-all-Taste, mit der sich alle Ein- und Ausgänge gleichzeitig stummschalten lassen und ein SD-Karten-Slot mit mehreren LEDs, die den Betriebszustand anzeigen.

Vorderseite des PreSonus StudioLive SE 16R.

Vorderseite des PreSonus StudioLive SE 16R

Rückseite

Die Rückseite ist eher für die feste Verkabelung vorgesehen, da sie im Rack-Einbau schwerer zugänglich ist. Hier sitzen die restlichen vier Kombibuchsen-Eingänge, sodass insgesamt 16 analoge Eingänge zur Verfügung stehen. Zusätzlich gibt es zwei Cinch-Eingänge für Zuspieler.

Bei den Ausgängen bietet das PreSonus StudioLive Series III SE 16R sechs frei nutzbare Mix-Ausgänge im Klinkenformat sowie zwei XLR-Hauptausgänge. Hinzu kommen ein verriegelbarer und ein nicht verriegelbarer Netzwerkanschluss für die Steuerung, ein USB-Port für die Computeranbindung sowie der Netzanschluss.

Rückseite des PreSonus StudioLive SE 16R.

Rückseite des PreSonus StudioLive SE 16R

Bedienkonzept

Das PreSonus StudioLive Series III SE 16R verzichtet komplett auf klassische Bedienelemente. Es gibt also keine Fader oder Kanalzüge. Die Steuerung erfolgt ausschließlich extern. Wer eine kompakte, platzsparende Lösung sucht, wird hier fündig. Wer eine direkte Bedienung am Gerät erwartet, wird mit diesem Rack-Mischpult nicht glücklich.

Technische Details

Mixer und Routing

Das Mischpult arbeitet vollständig digital mit 16 Kanälen und einer kompakten Busstruktur. Insgesamt stehen zehn Busse zur Verfügung, darunter sechs flexibel nutzbare FlexMixes. Diese lassen sich als Aux-Wege, Subgruppen oder Matrix-Ausgänge konfigurieren und machen das Gerät deutlich vielseitiger, als es die Größe vermuten lässt.

Preamps

Zum Einsatz kommen auch die bekannten XMAX-Vorverstärker auf allen 12 Eingangskanälen, die ausreichend Gain liefern sollen. Für Live-Anwendungen und Recording-Zwecke ist deren Qualität absolut praxisgerecht. Die Wandlung erfolgt mit 24 Bit bei 44,1 oder 48 kHz. Line-Signale umgehen bei Bedarf die Vorverstärker, was zusätzlichen Headroom ermöglicht.

Kanalbearbeitung und Effekte

Jeder Kanal verfügt über eine vollständige Bearbeitung mit Gate, Kompressor, Equalizer und Limiter, wodurch sich Signale ohne externe Geräte direkt im Mischpult formen lassen. Zusätzlich stehen interne Effekte wie Reverb und Delay zur Verfügung, die sich unkompliziert einbinden lassen.

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Auswahl der Effekte des PreSonus StudioLive SE 16R.

Auswahl der Effekte des PreSonus StudioLive SE 16R

Audiointerface

Das PreSonus StudioLive Series III SE 16R dient gleichzeitig als Audiointerface mit bis zu 18 Ein- und Ausgängen über den USB-Anschluss. Mit dem Mischpult lassen sich also Mehrspuraufnahmen direkt in eine DAW übertragen. Für unkomplizierte Mitschnitte steht zusätzlich eine Stereoaufnahme auf SD-Karte zur Verfügung, was sich auch gut als Backup für Recordings eignet.

Steuerung per Netzwerk

Die Steuerung erfolgt vollständig über externe Geräte mithilfe der Software PreSonus Universal Control. Über die Anwendung können mehrere Geräte gleichzeitig auf das PreSonus StudioLive Series III SE 16R zugreifen. Über Ethernet wird das Mischpult in ein bestehendes Netzwerk eingebunden, während AVB für Audioverbindungen innerhalb größerer Systeme genutzt werden kann.

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Dadurch lässt sich das PreSonus StudioLive Series III SE 16R auch als Teil eines erweiterten Systems einsetzen. Zudem steht eine Smartphone-App zur Verfügung, über die sich ausschließlich Monitor-Einstellungen anpassen lassen, was besonders für Musiker im Live-Kontext praktisch ist.

Vorbereitung für den Praxistest des PreSonus StudioLive SE 16R.

Vorbereitung für den Praxistest des PreSonus StudioLive SE 16R

Mischpult-Serie von PreSonus

Die gesamte Serie PreSonus StudioLive Series III SE series umfasst drei Rackm-Mischer mit einem identischen Grundkonzept. Die Unterschiede liegen vor allem in der Größe und der Anzahl der Ein- und Ausgänge. Das PreSonus StudioLive Series III SE 16R ist die kompakte Variante für kleinere Anwendungen.

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PreSonus StudioLive Series III SE 24R

Das PreSonus StudioLive Series III SE 24R bietet 24 Eingänge und deutlich mehr Ausgänge, weshalb es sich eher für größere Bands oder ein komplexeres Monitoring eignet. Zusätzlich stehen mehr Busse und Subgruppen zur Verfügung, was die Flexibilität bei der Signalverteilung erhöht.

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PreSonus StudioLive Series III SE 32R

Das PreSonus StudioLive Series III SE 32R ist die größte Variante und richtet sich an umfangreiche Anwendungen mit vielen Kanälen und Monitorwegen. Hier stehen deutlich mehr Ressourcen für Routing, Monitoring und Recording zur Verfügung.

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Praxistest

Erste Einrichtung zu Hause

Die Einrichtung des PreSonus StudioLive Series III SE 16R lief bei mir recht schnell ab. Nach der direkten Verbindung mit einem Netzwerkkabel war der Zugriff über meinen Laptop mit der Anwendung PreSonus Universal Control problemlos möglich. Für meinen Test habe ich zunächst eine Moderationsstimme, eine Gesangsstimme und eine Akustikgitarre auf den ersten drei Kanälen eingerichtet.

Kanalzug und Mixer-Übersicht des PreSonus StudioLive SE 16R.

Kanalzug und Mixer-Übersicht des PreSonus StudioLive SE 16R

Sowohl die Benennung der Kanäle als auch das grobe Einstellen von Equalizer und Kompression verlief dabei sehr intuitiv. Praktisch finde ich auch, dass in den Kompressor- und Equalizer-Sektionen jeweils 11 Varianten zur Auswahl stehen. Beispielsweise stehen hier Emulationen eines LA-2A-, 1176- oder Fairchild-Kompressors zur Auswahl.

Kompressoren des PreSonus StudioLive SE 16R.

Kompressoren des PreSonus StudioLive SE 16R

 

Equalizer des PreSonus StudioLive SE 16R.

Equalizer des PreSonus StudioLive SE 16R

Schon bei diesem ersten Schritten fiel mir positiv auf, dass das Presonus StudioLive Series III SE 16R sehr direkt auf Eingaben reagiert und keine unnötigen Umwege in der Bedienung entstehen. Der Signalfluss ist optisch nachvollziehbar und auch Effekte lassen sich ohne große Suche einbinden. Gerade für den Kanal der Gesangsstimme war relativ schnell ein brauchbarer Hall eingestellt.

Einer der Hall-Effekte des PreSonus StudioLive SE 16R.

Einer der Hall-Effekte des PreSonus StudioLive SE 16R

Arbeiten mit dem Tablet

Die Steuerung über das Tablet funktioniert ähnlich direkt und übersichtlich. Wichtige Funktionen sind auch hier schnell erreichbar, auch während des Mischens. Nach kurzer Eingewöhnung fühlt sich die Bedienung für mich sehr natürlich an, weil mehrere Parameter gleichzeitig im Blick bleiben und man nicht ständig nach einzelnen Funktionen suchen muss. Auch Änderungen am Equalizer, Kompressor oder an einem der beiden Effektbusse lassen sich flüssig umsetzen.

Live-Einsatz

Bei einer kleinen Outdoor-Veranstaltung konnte das PreSonus StudioLive Series III SE 16R seine Stärken dann auch unter realen Bedingungen zeigen. Durch die Vorarbeit zu Hause waren die wichtigsten Kanäle bereits vorbereitet, sodass vor Ort nur noch die Feinabstimmung nötig war.

Das sparte vor allem Zeit und sorgte dafür, dass der Einstieg in die Veranstaltung recht unkompliziert verlief. Die Steuerung über das Tablet lief auch hier stabil, und es kam zu keinem Verbindungsabbruch. Es waren also auch spontane Anpassungen im laufenden Betrieb problemlos möglich.

Das PreSonus StudioLive SE 16R im Betrieb mit der herstellereigenen Software.

Das PreSonus StudioLive SE 16R im Betrieb mit der herstellereigenen Software

Eindruck im Betrieb

Die Kombination aus kompakter Rack-Bauweise und externer Steuerung erwies sich meiner Meinung nach beim Praxistest als sehr praktisch. Das PreSonus StudioLive Series III SE 16R konnte unauffällig im Bühnenbereich bleiben, während die Mischung bequem über das Tablet erfolgte.

Wahlweise hätten sich die Musiker noch über eine herstellereigene App für ihre Monitormischung in das Netzwerk einklinken können und diese über ihre Smartphones selbst anpassen können.

Mögliche Anwendungsbereiche für das Mischpult

Live-Anwendungen

Das PreSonus StudioLive Series III SE 16R eignet sich, wie im Praxistest bewiesen, sehr gut für kleinere Bands und kompakte Live-Setups. Die 16 Eingänge reichen zudem für typische Besetzungen mehr als aus. Die Steuerung per Tablet ist besonders praktisch, wenn kein fester FoH-Platz vorhanden ist.

Durch das kleine Format lässt sich das PreSonus StudioLive Series III SE 16R auch gut in mobile Racks integrieren. Das gesamte System bleibt also transportabel und schnell einsatzbereit.

Monitoring

Die FlexMix-Ausgänge ermöglichen mehrere Monitorwege. Die Musiker können ihre Monitormischungen selbst anpassen, was das PreSonus StudioLive Series III SE 16R besonders für In-Ear-Systeme interessant macht.

Hier geht es zum AMAZONA-Ratgeber: In-Ear-Monitoring für Einsteiger.

Recording

Über die USB-Schnittstelle lassen sich Mehrspuraufnahmen direkt umsetzen, wodurch sich das PreSonus StudioLive Series III SE 16R auch für Proberäume und kleinere Recording-Anwendungen eignet.

Installationen

Auch für feste Installationen ist das PreSonus StudioLive Series III SE 16R wegen seiner geringen Größe und unkomplizierten Steuerung geeignet. Es kann unauffällig im Rack betrieben und über ein Netzwerk gesteuert werden.

Erweiterung im System

Das PreSonus StudioLive Series III SE 16R lässt sich auch als Teil eines größeren Systems nutzen, etwa als Stagebox bei Live- oder Studioanwendungen oder als Unterverteilung. Dadurch bleibt es auch bei wachsenden Anforderungen interessant, da weitere Rack-Mischpulte der Serie eingebunden werden können.

Alternative Rack-Mischpulte

Behringer X AIR XR18

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Behringer X Air XR18
Behringer X Air XR18
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(1908)

Das Behringer X AIR XR18 ist seit Jahren eine feste Größe unter den kompakten Rack-Mischern. Es arbeitet ebenfalls vollständig per Tablet oder Computer und richtet sich vor allem an Anwender, die für vergleichsweise wenig Geld viele Funktionen suchen.

Im direkten Vergleich zum PreSonus StudioLive Series III SE 16R ist das Behringer-Modell die günstigere Lösung, ist bei Punkten wie beispielsweise der Integration in ein größeres System allerdings weniger umfassend.

Hier geht es zum AMAZONA-Testbericht.

Soundcraft Ui16

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Soundcraft Ui16
Soundcraft Ui16
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(486)

Das Soundcraft Ui16 gehört zu den stärksten Alternativen im Bereich der Rack-Mischpulte. Es bietet ebenfalls 16 Eingänge, setzt bei der Steuerung allerdings auf eine browserbasierte Oberfläche, wodurch keine vorgeschriebene App notwendig ist. Dafür benötigt es statt einer Höheneinheit gleich vier.

Hier geht es zum AMAZONA-Testbericht.

Allen & Heath CQ-20B

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Allen & Heath CQ20B
Allen & Heath CQ20B
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(70)

Das Allen & Heath CQ-20B richtet sich ebenfalls an Anwender, die eine kompakte Lösung suchen. Im Direktvergleich wirkt es allerdings etwas stärker auf eine einfache und schnelle Bedienung ausgelegt, während PreSonus seine Stärken eher bei der Netzwerkintegration und der Einbindung in ein größeres Umfeld ausspielt.

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Fazit

Das PreSonus StudioLive Series III SE 16R überzeugt mich im Test vor allem durch seine kompakte Bauweise und die übersichtliche externe Steuerung. Die Bedienung über ein Tablet oder einen Laptop funktioniert sehr zuverlässig und geht, wie ich finde, gut von der Hand. Das Gerät liefert eine solide Leistung, die sowohl für Live-Anwendungen als auch für Recording-Zwecke absolut ausreicht. Besonders im Zusammenspiel mit bestehenden Netzwerken und größeren Systemen zeigt das Rack-Mischpult seine Stärken.

Einschränkungen ergeben sich vor allem für Anwender, die eine direkte Bedienung am Gerät bevorzugen. Da man dies von einem Rack-Mischer mit einer Höheneinheit allerdings auch nicht erwarten kann, wird es nicht als Negativpunkt angeführt. Insgesamt ist das Konzept meiner Meinung nach sehr schlüssig umgesetzt und erweist sich auch im Praxistest als sinnvoll.

Plus

  • kompakte Bauweise
  • zuverlässige Steuerung per Fernzugriff
  • gute Klangqualität für Live und Recording
  • flexible FlexMix-Busse für vielseitige Anwendungen
  • einfache Integration in Netzwerke und größere Systeme
  • Mehrspuraufnahme über USB und Stereo-Backup per SD-Karte

Preis

  • 16er-Variante: 989,- Euro
  • 24er-Variante: 1.489,- Euro
  • 32er-Variante: 1.789,- Euro
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Über den Autor
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Gereon Gwosdek RED

Leidenschaft für Tasten und Technik, Musikschulinhaber und Bandleader im Bereich von christlicher Musik.

Forum
  1. Profilbild
    DasIch&DerEr

    Vielleicht bin ich ja zu blöd, aber das ist doch in jedem modernen Audiointerface heute eh gegeben und ob ich das Audio Interface nund Digitalmixer mit Audiointerface oder andersrum nenne, ich erkenne den Wert darin nicht.
    Auch die Einbindung von PlugIns passiert ja meist in der DAW oder wenn man ohne DAW in Live Scenarien mixt, dann würde ich doch mit sowas mit LiveProfessor machen…

    • Profilbild
      Mac Abre AHU

      @DasIch&DerEr Genau das habe ich mir auch gedacht. Ein ganz normales Audiointerface wie jedes andere. Das als Mixer ohne Bedienelemente zu bezeichnen ist seltsam aber nicht wirklich falsch, zumal es als Interface mit nur 24/48 doch eher schwach auf der Brust ist. Auf integrierte Effekte verzichte ich lieber.

    • Profilbild
      dAS hEIKO AHU

      @DasIch&DerEr war auch mein Gedankengang. Derweil ich noch mit „richtigen“ Mixern groß geworden bin, ist es ab dem Zeitpunkt, wo ich dem Ding seine haptischen Bedienteile nehme ja einfach nur ein Audiointerface. Vielleicht noch, dass das Bussystem und die Dynamics intern per DSP bewerkstelligt würde – glaub ich aber nicht.
      Und in der Preislage um 1000 und 1800 Euro wird man auch bei den üppigeren RME oder MotU Adaptern fündig. Ich weiß nicht. Ich bin zu alt für den Sch… ihr wißt schon.

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      Markus Galla RED

      @DasIch&DerEr Der Unterschied zwischen einem Audio-Interface mit Software und einem Rackmischpult ohne Bedienelemente ist, dass das Mischpult einen DSP hat, der sämtliche Kanäle, EQs, Kompressoren, Effekte berechnet. Gut, den gibt es bei einigen teuren Audio-Interfaces auch. Außerdem hat der Mischer eine ausgeklügelte Bus-Struktur, die für Live-Zwecke optimiert ist. Das haben nur wenige Audio-Interfaces integriert, z.B. von MOTU und die sind oft teurer als das Digitalpult.

      Zudem sind die Latenzen, weil nichts über die Software und den Computer geroutet werden muss, minimal. Oft unter 1ms. Die Software bei den Rackmixern verarbeitet kein Audio, sondern sendet nur Steuerbefehle, ähnlich wie MIDI. Oft ist es sogar MIDI. Die Software läuft deshalb meistens auch auf älteren Rechnern und wenig leistungsfähigen Tablets, weil sie eben nicht viel leisten muss.

      Optisch besteht also kein Unterschied, unter der Haube schon. Aber mit einem leistungsfähigen Interface mit DSP, einem guten Rechner und einer stabilen Software könnte man auch mischen. Das machen auch einige. Die Waves LiveBox ist nichts anderes als ein Windows-Computer im Rack mit Dante.

  2. Profilbild
    Tai AHU

    Der Schwerpunkt dürfte mMn. eher der Liveeinsatz sein. Habe ich sowas, kann ich das auch mal im Sudio einsetzen. Nur dort, dafür wäre das nicht meine Wahl, das können andere besser. Live kann darüber ein Hauptmischpult realisiert werden, bei Bedarf auch mal nur Monitormixing. Zudem ist es über die Ethernetbuchse erweiterbar, wie Gereon im Fazit ja auch herausgestellt hat. Und zusammen mit den anderen Modellen 24 und 32 lässt sich das Ganze für alle möglichen Szenarien gut skalieren.

    • Profilbild
      dAS hEIKO AHU

      @Tai Ja, das verstehje ich… aber ist nicht gerade im Livebetrieb der schnelle griff zum Regler essentiell wichtig?

      • Profilbild
        Tai AHU

        @dAS hEIKO Ich habe in der letzten Zeit einige FOH beobachtet, wie schnell die auftretendes Feedback in den Griff bekamen. Scheint eine Frage der Übung zu sein. Dafür bieten dann ja die selben Firmen das gleiche Gerät mit Screen und Fadern zum doppelten Preis an

  3. Profilbild
    NONAME

    Ich finds ganz gut schön teuer für dass da nix dran ist. Da hat die Konkurrenz deutlichst mehr zu bieten. Zb Behringers Wing Rack Version ist mir da vertrauenswürdiger und kann wesentlich mehr. Für Livemusik gibt es durchaus Freunde die gerne mit dem Tablet frei bewegen und die Kontrolle übernehmen. Da hat Behringer inzwischen ziemlich die Nase vorn. Und im Studio wenns groß über mehrere Räume oder Stockwerke geht auch. Wer trotzdem was noch viel besseres will, naja, der muss das Geld übrig haben.

  4. Profilbild
    dr noetigenfallz

    Also ich hatte bis vor kurzem den Vorgänger im Einsatz. Ich schätze mal, dass das so ziemlich dasselbe Gerät ist. Dadurch, dass gar nichts am Gerät einzustellen ist, ist man komplett aufgeschmissen, wenn irgendwas mit dem WLAN hängt.

    Man kann den Studiolive-Rackmixer auch als Stagebox konfigurieren, so dass man einen „echten“ Studiolive-Mixer (mit Fader) damit verbindet. Damit hatte ich aber ständig Probleme. Mehr als einmal ist die Verbindung abgebrochen. Das war nervlich echt schwer.

    Inzwischen nutze ich einen Behringer Wing. Der große Vorteil ist nun, dass man beim Wing immer am Gerät selbst per Touch-Screen arbeiten kann. Auch die Synchronisation mit Stageboxen etc. ist immer stabil.
    (Und der Hall ist auch viel besser)

    Allein um meine Nerven zu schonen, war es wichtig, umzusteigen.

    • Profilbild
      NONAME

      @dr noetigenfallz Nicht nur Nerven gespart sondern sogar Geld. Eben auch ein inzwischen etabliertes System weil es eben funktioniert. Denn gutes muss nicht teuer sein.

  5. Profilbild
    john stein

    Tatsächlich ist das nun „neue“ Modell mit der Zusatzbezeichnung „SE“ absolut identisch mit dem seit 2018 gebauten Vorgänger. Ahh … nicht ganz … Die Rackohren wurden schwarz eingefärbt. Das war’s. Und genau: Es ist leider einfach viel zu teuer. Mit einem Preis von rund 500 Euro wäre es tatsächlich ein bisschen interessant. Aber in der 1000 Euro-Klasse gibt es inzwischen deutlich bessere und leistungsfähigere Alternativen. Was noch wichtig ist: Das 16R arbeitet mit einer Single-CPU, die schnell an ihre Grenzen kommt. Bei den Effektbussen können gerade einmal 2 (!) Effekte gleichzeitig benutzt werden. Mehr geht nicht. Die 24R und 32R haben immerhin eine Dual-CPU und dementsprechend die doppelte Rechenleistung mit 4 Effektbussen. Das ist dann schon attraktiver. Aber auch diese Geräte sind mit rund 1500 bzw. 1800 Euro einfach viel zu teuer. Schade.

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      gs06

      @john stein Also ich finde durch ihren kompakten Formfaktor, den flexibel auch ohne Adapter verwendbaren Kombibuchsen und der AVB-Umterstützung besetzen diese Interfaces/Mixer doch eine interessante Nische. Wer einfach viele Synths etc. an seinen Rechner koppeln will, ist insbesondere mit der 32er Variante nicht schlecht bedient. Zusammen mit einem RME USB AVB Interface kann man sehr platzsparend bis zu 128 Eingänge realisieren.

      Behringer ist in dieser Hinsicht durch seine überwiegende Fixierung auf XLR deutlich umständlicher und benötigt deutlich mehr Platz. Sollten sie einmal eine Stagebox o.ä. mit Kombi- oder Klinkenbuchen anbieten, wäre das natürlich auch sehr interessant.

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        Mac Abre AHU

        @gs06 19 Zoll, Kombobuchsen, AVB – ich sehe da keine Nische, die nicht schon längst geschlossen wurde.

        Alle vergleichbaren Rackmodelle von Behringer haben Kombobuchsen, sowohl X Air als auch Wing.

        • Profilbild
          gs06

          @Mac Abre Also eine Möglichkeit für 128 Eingangskanäle auf 8 HE in einem 19 ZollRack sehe ich bei der Konkurrenz nicht. Mit welchen Geräten würdest Du das realisieren wollen?

            • Profilbild
              gs06

              @Mac Abre Genau an die Kombination mit dem Digiface AVB habe ich dabei gedacht. Aus den analogen Line-Signalen der Synths etc. muss man zuvor aber noch einen AVB-Stream machen, und genau das können die Presonus StudioLive-Geräte mit meines Wissens nach konkurrenzlos geringem Platzbedarf.

              Dass man auf einer HE mit halber Breite nicht Anschlüsse für 128 Klinkenstecker unterbringen kann, sollte klar sein – daher suche ich nach Alternativvorschlägen, die den Gesamtplatzbedarf berücksichtigen.

              • Profilbild
                Mac Abre AHU

                @gs06 Wenn Du die A/D-Wandlung im Rack durchführen willst, gibt es von RME Wandler mit Sub-D. Damit kann man auf einer zuzätzlichen HE alle Kanäle unterbringen.

                Wenn Du jedoch die Analogeingänge im Rack haben willst, wird Dir nichts anderes übrigbleiben als den Platzbedarf in Kauf zu nehmen.

                • Profilbild
                  gs06

                  @Mac Abre 128 Kanäle mit RME-Wandlern konvertieren – das wird teuer. Außerdem brauchst du zusätzlich zu den eigentlichen Wandlern noch die Patchbays mit D-Sub-Ausgängen. Das kostet zusätzlich Geld und Platz.

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