Kompakter Digitalmixer mit Motorfadern
Mit dem PROEL DIGIPAD 8 kommt ein neuer, kompakter Digitalmixer auf den Markt, der vor allem viele sinnvolle Features bietet. Schon beim ersten Blick zeigt sich, dass man es hier nicht mit einem weiteren gewöhnlichen Mischpult zu tun hat. Ob sich der Spagat zwischen Touchdisplay, motorisierten Fadern und mobiler Arbeitsweise in der Praxis bewährt, soll dieser Testbericht zeigen.
- Bedienkonzept: Kombination aus Touchdisplay, Drehregler und motorisierten Fadern ermöglicht schnellen Direktzugriff.
- Ausstattung: EQ, Kompressor, Gate und interner Reverb pro Kanal praxisgerecht integriert.
- Flexibilität: Szenenspeicherung, USB-Audio, Bluetooth und WLAN-Fernsteuerung erweitern die Einsatzmöglichkeiten.
- Zielgruppe: Besonders geeignet für kleine Bands, Duos, Keyboarder und Bildungseinrichtungen.
Inhaltsverzeichnis
Das PROEL DIGIPAD 8 im Detail
Kompaktes Design
Das Pult fällt durch seine sehr kompakte Bauform direkt auf, wirkt aber trotz der geringen Abmessungen weder wie ein Spielzeug noch überladen. Das Metallgehäuse macht einen sehr stabilen Eindruck. Alle Bedienelemente sind übersichtlich angeordnet. Gerade bei wenig Platz auf dem Tisch oder im Live-Betrieb ist das bereits ein nicht zu unterschätzender Vorteil.
Motorisierte Fader
Im Zentrum der Oberfläche des PROEL DIGIPAD 8 sitzen die sieben motorisierten Fader für die einzelnen Kanäle und die Summe. Das macht nicht nur einen professionellen Eindruck, sondern ist auch im praktischen Einsatz sehr hilfreich. Ergänzt werden die Fader durch Select-Tasten zur Auswahl und weiteren Bearbeitung des jeweiligen Kanals.
Touchdisplay und Bedienelemente
Das integrierte Farbdisplay übernimmt die Rolle der zentralen Schaltstelle. Hier werden einzelne Kanalparameter, Effekte und Systemeinstellungen bearbeitet. Die Darstellung ist sehr übersichtlich und die Menüs sind logisch aufgebaut. Dank der Kombination aus einem zentralen Drehregler und voreingestellten Shortcut-Tasten, beispielsweise für den Hall-Effekt oder die Audioausgänge, bleibt die Bedienung nachvollziehbar.
Flexible Anschlüsse
Fast alle Anschlüsse befinden sich auf der Oberseite des Geräts. Für Mikrofone und Line-Signale stehen vier Multipin-Buchsen zur Verfügung. Zwei dieser Kanäle bieten zusätzlich hochohmige Eingänge, die sich besonders gut für E-Gitarren und E-Bässe eignen. Zwei Stereo-Line-Kanäle mit je zwei 6,35-mm-Klinkenbuchsen sind hingegen optimal für Keyboards oder E-Drums im Stereoformat geeignet. Auf der Ausgangsseite finden sich zwei symmetrische XLR-Ausgänge für die Summe, zwei Aux-Ausgänge im 6,35-mm-Klinkenformat für Monitore und zwei Kopfhörerausgänge im 3,5-mm-Klinkenformat.
Technische Details zum PROEL DIGIPAD 8
Digitale Signalverarbeitung
Das PROEL DIGIPAD 8 arbeitet vollständig digital. Jeder Eingangskanal verfügt über einen Equalizer mit vier durchstimmbaren Bändern sowie ein Low- und Highcut-Filter. Außerdem stehen ein Kompressor und ein Gate bereit. Dadurch lassen sich typische Mixing-Aufgaben wie Pegelkontrolle, Klangformung und das Reduzieren von Nebengeräuschen direkt im Mischpult erledigen, ohne auf externe Geräte angewiesen zu sein.
Effektsektion und Bearbeitung der Ausgänge
Für räumliche Effekte steht ein interner Reverb zur Verfügung, der sich in Raumgröße und Intensität einstellen lässt. Anschließend kann er über die „REV SEND“-Taste den einzelnen Input-Kanälen hinzugemischt werden. Auch die Ausgänge sind nicht auf die reine Lautstärkeregelung beschränkt. Sowohl die Main-Summe als auch die beiden Aux-Wege verfügen über einen Equalizer und einen Limiter. Mit einem auf der Rückseite anschließbaren Fußschalter kann der Effekt ein- und ausgeschaltet werden.
Szenenspeicherung
Ein wichtiger Bestandteil des Konzepts des PROEL DIGIPAD 8 ist die Szenenverwaltung, denn alle relevanten Einstellungen lassen sich in einer der zehn umbenennbaren Szenen speichern und jederzeit wieder aufrufen. Gerade bei wechselnden Anwendungen oder wiederkehrenden Konfigurationen spart das enorm viel Zeit.
USB-Audio, Bluetooth und Fernsteuerung
Über den USB-C-Anschluss kann das PROEL DIGIPAD 8 als Audiointerface genutzt werden. Es erlaubt sowohl die Wiedergabe von Audiosignalen vom Rechner als auch die Aufnahme der Stereo-Summe. Bluetooth ermöglicht das kabellose Zuspielen von Musik, was im Alltag oft praktischer als ein zusätzliches Kabel ist. Zusätzlich lässt sich das Mischpult per WLAN entweder über ein bestehendes Netzwerk oder über den internen Hotspot fernsteuern. Dafür stehen kostenlose Apps für verschiedene Betriebssysteme zur Verfügung.

Eine Audioeingabe und -ausgabe ist über den USB-C-Anschluss auf der Rückseite des PROEL DIGIPAD 8 möglich
Das PROEL DIGIPAD 8 in der Praxis
Erste Inbetriebnahme
Das Starten des Mischpults lief im Praxistest sehr schnell. Nach wenigen Sekunden war alles einsatzbereit und das Display zeigt eine übersichtliche Startseite an, die sofort einen guten Überblick über die Input-Kanäle liefert.
E-Piano im Stereobetrieb
Als Erstes habe ich mein Nord Stage mit zwei 6,35-mm-Klinkensteckern an den Stereo-Eingang 7/8 angeschlossen. Der Gain ließ sich mit ausreichend Headroom einstellen. Auch der Equalizer war schnell angepasst. Sowohl die Bedienung über das Touchdisplay als auch die Kombination aus Touchdisplay und Drehregler funktionierten dabei intuitiv.
Gesangsmikrofon
Für den Gesang habe ich ein dynamisches Mikrofon an den ersten XLR-Eingang angeschlossen. Auch hier war der Gain schnell eingestellt. Hilfreich war hierbei vor allem die farbliche Pegelanzeige im Kanal.
Im nächsten Schritt ging es in die Equalizer-Sektion. Dort konnte ich zügig eine klassische Bearbeitung für ein Gesangsmikrofon einstellen: Lowcut, untere Mitten absenken, obere Mitten leicht anheben. Zum Schluss habe ich den Kompressor aktiviert. Dank der visuellen Darstellung der Komprimierung lässt er sich meiner Meinung nach insgesamt gut bedienen.
Monitormix und Reverb-Einsatz
Für den Monitormix habe ich den ersten Aux-Ausgang genutzt. Dank der „AUX SEND“-Taste ließen sich das E-Piano und der Gesang schnell auf den Monitor senden. Ähnlich verhält es sich mit dem internen Reverb. Er ist ab Werk aktiviert, die Kanäle müssen nur noch per Send auf den Effekt-Bus geschickt werden. Der Reverb ist klanglich eher neutral gehalten. Dadurch eignet er sich aber sehr gut für dezenten Hall auf Stimmen oder für akustische Instrumente, die klanglich mehr Raum einnehmen sollen.
App-Steuerung
Obwohl alle Einstellungen direkt am Pult vorgenommen werden können, habe ich zum Schluss die Steuerung über die herstellereigene App ausprobiert. Sie lässt sich entweder über das interne WLAN oder über ein bestehendes Netzwerk verbinden. Die App ist übersichtlich aufgebaut und intuitiv steuerbar. Auch die Echtzeitübertragung der in der App vorgenommenen Anpassungen auf das Mischpult, beispielsweise von Fader-Positionen oder Equalizer-Einstellungen, funktioniert einwandfrei. Wer beim Mischen mobil bleiben möchte, erhält mit der App-Steuerung eine sinnvolle Ergänzung.
Gesamteindruck im praktischen Einsatz
Im Praxistest zeigt sich das PROEL DIGIPAD 8 als ein durchdachtes Werkzeug mit vielen Details, das sich gut für kleine Konfigurationen eignet. Die Kombination aus Touchdisplay, zentralem Drehregler und Motorfadern funktioniert erstaunlich gut. Ein großer Pluspunkt ist, dass man sich nicht von Menüs überfordert fühlt. Besonders für Musiker, die ihr eigenes Monitoring kontrollieren möchten oder ein kompaktes Digitalpult suchen, ist das PROEL DIGIPAD 8 interessant.
Anwendungsbeispiele für das PROEL DIGIPAD 8
Kompaktes Mischpult für kleine Bands
Für kleine Bands, Duos oder auch Solo-Künstler ist das PROEL DIGIPAD 8 eine passende Lösung. Hiermit lassen sich Gesang, ein oder zwei Instrumente und ein Stereo-Playback problemlos verwalten. Die motorisierten Fader und die Szenenspeicherung erleichtern den Wechsel zwischen Songs oder unterschiedlichen Konfigurationen. Ist ein FoH-Tontechniker dabei, kann er über die App vom Publikum aus mischen. Das Mischpult selbst steht bei der Band und ermöglicht kurze Kabelwege.
Zentrale Schaltstelle für Keyboarder
Keyboarder, die mehrere Klangquellen gleichzeitig nutzen, profitieren besonders vom PROEL DIGIPAD 8. Sämtliche Hardware wie Keyboards und Synthesizer, aber auch Software-Instrumente vom Laptop sowie zusätzliche Zuspieler lassen sich hier unkompliziert bündeln und vorab mischen. Der fertige Stereomix kann anschließend an das FoH weitergegeben werden. Gleichzeitig behält der Keyboarder die volle Kontrolle über die Lautstärken seiner einzelnen Instrumente und die grundlegende Klangbearbeitung. Auch ein eigener Monitormix lässt sich bequem über die Aux-Ausgänge erstellen.
Schulen und Bildungseinrichtungen
Auch für Schulen ist das Pult wegen seiner übersichtlichen Bedienung und des kompakten Aufbaus interessant. Szenen können für unterschiedliche Anwendungen wie Aula-Veranstaltungen, Bandproben oder Präsentationen gespeichert werden. Lehrkräfte müssen sich nicht jedes Mal neu in die Technik einarbeiten, sondern können einfach die passende Szene aufrufen. Die Möglichkeit, das Pult auch per Tablet zu steuern und Musik per Bluetooth einzuspielen, erhöht die Flexibilität zusätzlich.
Alternativen zum PROEL DIGIPAD 8
Behringer Flow 8
Das Behringer Flow 8 ist ebenfalls ein kompakter Digitalmixer, das im Vergleich zum PROEL DIGIPAD 8 jedoch auf motorisierte Fader und ein integriertes Display verzichtet. Dafür punktet es mit einer sehr einfachen Bedienung und einem attraktiven Preis. Besonders für Solo-Musiker, kleine Bands oder einfache Streaming-Anwendungen ist das Pult eine interessante Option.
Hier geht es zum AMAZONA-Testbericht des Behringer Flow 8.
Soundcraft Ui12
Das Soundcraft Ui12 ist eine Stagebox, die als reiner WLAN-Mischer ausgeführt ist. Es bietet mehr Eingänge als das PROEL DIGIPAD 8, verzichtet wegen seiner komplett browserbasierten Steuerung jedoch vollständig auf physische Fader. Aufgrund seines Formats eignet es sich gut für feste Installationen und Proberäume.
Hier geht es zum ersten Teil des AMAZONA-Workshops zum Soundcraft Ui12.









































Vielen Dank für den schönen Überblick!
An sich ist das PROEL DIGIPAD 8 wirklich eine interessante Alternative zum Behringer Flow 8. Vor allem die Menüführung am Gerät selbst ist auf den ersten Blick sehr übersichtlich und gut strukturiert gestaltet.
Was mir zum „perfekten Kleinmischpult“ aber fehlt: Warum wurde darauf verzichtet, alle Ein- und Ausgänge über das integrierte Audiointerface zugänglich zu machen? Das würde den Anwendungsbereich massiv vergrößert – ggf. wird das ja noch als Firmware-Update nachgeliefert.
Und ein zweiter Punkt, der mich wundert: Wenn das Gerät schon Motor-Fader besitzt, wieso gibt es keine Möglichkeit für Sends on Faders? Das könnte man mit den sechs Pads unten rechts wunderbar realisieren (für AUX2 bspw. einfach zweimal auf Aux drücken)…
@Dizzy Je nach Anwendungsbereich wäre eine Multitrack-Funktion beim Audiointerface praktisch, da ist was dran. Ein separater Vergleichstest mit dem Flow 8 erscheint hier übrigens bald.
@Gereon Gwosdek Danke für den Hinweis! Ein Vergleichstest DIGIPAD 8 vs. Flow 8 klingt richtig gut, da bin ich schon sehr gespannt 🙂
Sehr guter und detaillierter Testbericht über dieses Novum auf dem digitalen Kleinmixer-Markt!
Für mich als älterer Analog-Gewohnter mit Erfahrungen auch an 32-Kanal-Mischpulten sicher nicht mehr sehr interessant … aber für Jüngere mit Affinität zu Digitalgeräten ein recht gutes Gerät … ja, und eine Alternative zum Flow, den ich aber auch nur von Testberichten her kenne.
Ich denke, ich werde solche Flows oder diese PROELs für meine Jungs als Weihnachtsgeschenk andenken, die würden sich als Bewohner überschaubar großer WG-Zimmer sehr über ein solch kompaktes aber auch für viele Anwendungen nützliches Mischpult sehr freuen.
Wobei ich als Mischer allerdings immer wieder etwas Bauchgrimmen bekomme: Submixer (wie hier beschrieben für Keyboarder) direkt auf der Bühne, auf die (und insbesondere deren einzelne Quellen) man am zentralen Saalmixer dann keinen Zugriff mehr hat – und der entsprechende Musiker (auf welcher Basis denn, wenn er den gesamten Saalmix nicht aus einer zentralen Position abhören kann ?!?) SEINE Lautstärke- und Klangvorstellungen quasi (buchstäblich) in den Veranstaltungsraum abstrahlt ?
Wie geht’s denn Anderen damit ?
@Nvelope Bei sehr sehr kleinen Events kann es natürlich praktisch sein, seine Quellen vorab grob zu mischen, bzw. einfach zu summieren, wenn das Hauptpult am FoH klein ist und nicht genügend Eingänge vorhanden wären. Gerade für Hochzeits- oder Kneipenbands etc. kann das interessant sein. Ich dachte bei dem Beispiel nicht an mittelgroße bis große Konzerte, sondern nur an die ganz kleinen Sachen.
@Nvelope Moin,
Gerade beim submix könnte das Teil interessant werden.
Das Keyboardbeispiel aufgreifend wäre es doch super. Der Keyboarder bereitet seinen mix vor und der FOH könnte den ja über die Fernwartung anpassen. Der Motorfader zeigt dem Keyboarder den aktuellen mix an.
Der fehlende MF beim flow8 und der hier gute Workshop zum ui12 haben mich letzten Endes zum ui12 gebracht.
(Vielleicht ein an den Haaren herbeigezogenes Beispiel. )
@Nvelope Ich habe das immer ganz einfach gelöst:
Von den Keyboards zunächst in die DI-Box, dann vom Link-Ausgang der DI-Box zum Behringer Flow 8, vom XLR-Ausgang der DI-Box zum FoH. So hat man einen sauberen Split. Vom FoH-Pult habe ich mir dann vier AUX-Signale schicken lassen: Drums, Gitarre, Bass und Gesang. Die habe ich mir auf den Flow 8 gelegt und dann meine zwei Keyboards mit diesen Signalen gemischt und auf mein IEM-System gegeben. Perfekt!
Bei allen Ehre an welchen Anwender wurde da gedacht? An den Proberaum und an kleine Bands?
Man kann es per App steuern und Audio hinschicken aber aufnehmen nur die Stereosumme? Ausgangsbusse konnte ich auch nicht bis auf den Aux auch nicht erkennen.
Klar könnte man diese dafür nutzen aber Hallo es ist ein Digitalpult da würde ich wenigstens die Eingänge gern simultan aufnehmen können. Das kann ich ja sogar mit meiner Presonus Klapperkiste.
@Ashatur Ja, das mit dem fehlenden Multitrack USB-Audiointerface ist wohl die Hauptkritik am DIGIPAD 8.
Wo ich allerdings widersprechen würde: Die Zielgruppe für solche kleinen Digitalpulte ist schon recht groß, das zeigt das Behringer Flow 8. Ich denke da vor allem an die vielen kleineren Band (Akustik-Combos, Einzelkünstler etc.), kleine Beschallungsaufgaben (z. B. nur Rednerpult und Einspieler) sowie an die Anwendung als Submixer (Keyboarder etc.).
Interessantes Teil. Konntest Du testen, ob es beim Einschalten knackst oder ploppt, wenn Aktivboxen (ohne oder mit voll aufgedrehtem Lautstärkeregler) dranhängen? Wenn nicht, wäre es auch als superkomfortabler Monitorcontroller geeignet.
@bluebell Sowohl über Kopfhörer als auch über Lautsprecher habe ich nicht mehr störende Geräusche beim Einschalten gehört, als es bei anderen Mischpulten der Fall ist. Als kompakter Monitor-Mischer kommt das Pult auf jeden Fall infrage.
@bluebell Erste Regel der Veranstaltungstechnik: Erst das Mischpult einschalten, dann nachgeschaltete Verstärker oder Aktivlautsprecher 🙂
@Markus Galla Ich habe zu Hause eine Mehrfachsteckdose, die die Steckdosen nacheinander mit ca. 1s Verzögerung einschaltet. Insofern könnte ich mir behelfen. Grund dafür ist, dass ich die Stromleitungen im Altbau nicht mit hohen Einschaltströmen der Aktivboxen und des aktiven Subwoofers gleichzeitig belasten will. Das war anfangs echt übel und das Licht wurde dunkel. Ich habe zwar den Energieversorger dazu veranlasst, der Sache nachzugehen, und er hat eine halb vermoderte Sicherung im Panzerkasten ausgewechselt. Nun ist es besser. Trotzdem habe ich mir die Steckdose angeschafft, um die betagte Infrastruktur zu schonen.
Gute Geräte knacksen und ploppen nicht beim EInschalten, und sei es nur durch ein verzögert geschaltetes Ausgangsrelais. Sogar der preisgünstige Behringer DEQ2496 hat sowas.
Ich muss aufpassen, dass ich nicht wieder losschwärme. Ich nutze den einen DEQ2496 zur Raumanpassung der Lautsprecher und den anderen zum Mastering. Der wird maßlos unterschätzt.
@bluebell Ah, ok. Dennoch ist es immer ratsam, Die Lautsprecher als letztes Gerät einzuschalten. Ich hätte die deshalb auch an einer gesonderten Steckdose. Nicht jeden Impuls hört man. Ich hatte mal eine Endstufe, da war der Impuls so tief, dass man ihn nicht gehört hat. Du konntest aber anhand der Lautsprechermembran sehen, wie sie sich im Prinzip einmal fast nach außen gestülpt hat, weil das echt heftig war. Das war noch vor Limitern 😃 Im Hochtonbereich ist das ähnlich, du hörst nichts, siehst aber den Ausschlag deutlich im Meter. Deshalb sollte man die Einschaltreihenfolge immer einhalten.
@bluebell Ich freue mich jedes Mal über jemanden, der ein Gerät von BEHRNGER “ohne Wenn und/oder Aber“ lobt … es für sich und seinen Bedarf sehr schätzt und differenziert seine Einschätzung von sich gibt – und sich somit von den Berufskritikern & -hatern aller B-Geräte abhebt.
Ich habe den DEQ2496 zwar nicht … dafür aber an die 50 andere (und wohl nochmals 20 weitere schon mal irgendwo benutzt …) und bin mit den aller-allermeisten davon wirklich sehr zufrieden.
Ich kann nicht klagen . . .
@Nvelope wenn man Glück hat…
hab zwar das Midaspult, den dual Phase, 4er Kopfhörerverstärker& den 1003b Mixer.
der blue Marvin war kaputt.
musste ich zurück schicken.
Mir würde auch die Multitrack-Recording Funktion fehlen. Wäre für mich Ausschlußkriterium. Geht beim Flow. Der Rest stimmt
@Tai Wirklich nachvollziehen kann ich das auch nicht. Gut für Behringer, die bestimmt bald mit einem kompakten Flow 8-Nachfolger nachziehen werden.
@Markus Galla So gesehen hat Behringer hier eine absolute Pole-Position: Einerseits haben sie mit dem Flow 8 schon ein starkes Produkt mit ähnlichen Features. Andererseits können die Behringer-Entwickler jetzt in Ruhe mitlesen, was es für Kritiken am DIGIPAD 8 gibt, und dann ein umso besseres Flow 8 2.0 auf den Markt bringen – vermutlich sogar weiterhin zu einem „Behringer-Preis“…
@Tai Ich habe null Ahnung, wie genau die Signalverarbeitung innerhalb eines digital Pults läuft. Aber eines ist klar: wenn ich acht Kanalzüge habe, müssen innerhalb des Puls acht getrennte Streams laufen. Ich stelle mir den Aufwand, diese an den USB Port weiterzugeben, nicht allzu groß vor. Aber was weiß ich schon?
@Tai Ich gehe auch davon aus, dass sich die Multitrack-Funktion des USB-Audiointerfaces per Firmware-Update nachziehen lässt – mal sehen, ob PROEL das auch möchte…
Beim Flow 8 wurde auch einige Zeit nach dem Release ein zweiter USB Modus (Streaming) per Update bereitgestellt.
@Markus: danke für deinen Kommentar zur Frage ‚Submixer VOR dem Saalmixer‘, das gefällt mir sehr gut; allerdings hatte ich in meinen Jahren in Afrika leider keine einzige DI-Box zur Verfügung, die ich für so etwas einsetzen konnte.
Doch das ist eine sehr elegante Lösung, die das Problem verhindert, dass ein Vormix quasi direkt in den Saalmix eingeht, ohne dass er dort dann nochmals ‚aufgebrochen‘ und seine einzelnen Quellen individuell verändert werden können.
Allerdings hatte ich in Ruanda genau solche Power-Sequencer gefunden, wie dies @Bluebell beschreibt: 19-Geräte mit sequentieller Einschaltung der acht Steckdosen – etwa alle 2 Sekunden pro Steckdosen (chinesische Marke, knapp 100 €); eine habe ich mitgebracht, sie hat aber ‚Worldwide‘-Steckdosen hauptsächlich für britische (‚BS-13‘-)Stecker, die ich mit kurzen Adapterkabeln auf ‚Schuko‘ ausgestattet habe …
Es verhindern, dass die hohen Einschaltströme (insbesondere von Endstufen mit klassischem Eisenkern-Trafo) die Sicherungen auslösen.
Die Bewegung einer Lautsprechermembran deutlich nach vorne (oder hinten) kann durch einen beachtlichen Gleichspannungssprung am LS-Ausgang ausgelöst werden; es wäre für die angeschlossenen Lautsprecher problematisch (für Magnete schädlich), wenn diese Gleichspannung permanent anlegt!
Jeder Kondensator im Signalweg (also bei passiven Weichen im Mittel- wie auch im Hochtonweg, z.B. bei Dreiwegkombinationen) verhindert dies allerdings wirksam (Tieftöner haben aber NUR vorgeschaltete Spulen – eine längerfristige Schwächung der Magnete durch DC wäre aber verheerend !).
wie sind denn so die erfahrungen mit motorfader?
welche merkmale der quality sind da zu beachten.
ist für mich noch kein thema aber der weg führt hin.🙂
Danke!
Wenn es Multitrack-Recording könnte, wäre es für den Preis für viele Leute sicher ein No-Brainer.
Die Zoom Live-Trak Pulte dürften neben Behringer wohl die größten Konkurrenten sein.
Das dies ein Mischpult für Live ist, für kleine Bands Duo usw. , sehe ich überhaupt nicht. Ich spiele auch noch in so einer kleinen Formation und muß neben den Bass auch das Mischpult bedienen. Wir haben es auch schon mit dem Flow probiert, klappte leider nicht so toll weil halt zwei Geräte benötigt werden. Tablet und Flow. Aber dieses Pult hat ja nun gar keine spontanen Bedienelemente außer die Fader.
Keinen Fußschalter für FX oder andere Zuweisung.
Wo tippe ich Tape Tempo ein ?
Keine Generalmute und Kanalmute Tasten.
BT ohne Regler ??
Ich denke es ist eher für ein kleines Studio und Homerecording gedacht, wo man Zeit hat und auch mal in die Menüs kann. Wir bleiben deshalb beim Mackie ProfFx.
Grüße von Vati
@Vati Ein Fußschalter zum FX-Mute kann auf der Rückseite angeschlossen werden. Sowohl die Anpassung der Bluetooth-Lautstärke als auch der Master Mute sind über den Touchscreen möglich. Es wird also bei solchen Anforderungen nur das Mischpult benötigt, die Bedienung ist aber eventuell ungewöhnlich, wenn man für einen Master Mute über den Touchscreen gehen muss.