Test: PRS Angelus Custom Koa Artist Package, Westerngitarre

12. November 2013

Darf's a bisserl exklusiver sein?

Nachdem wir bereits die SE-Version, also die koreanische Ausgabe der PRS Angelus testen durften, war es nur eine Frage der Zeit, bis uns auch die US-Version zu einem Test erreichen würde. Dass Instrumente von Paul Reed Smith immer ein Hauch Exklusivität umweht, ist keine Frage, hier darf es aber durchaus noch ein bisschen mehr davon sein. Und das betrifft sowohl die verwendeten Materialien als auch die in liebevoller Handarbeit hergestellte Qualität, welches sich zu einem Verkaufspreis von rund 7000,- Euro (!) summiert. In derartigen Preisregionen sollte an einer Western Steelstring alles stimmen, das sollte klar sein. Die Frage ist nun: Kann die PRS Angelus Custom Koa Artist Package ihren fast zehnfachen Preis gegenüber ihrer koreanischen SE-Schwester rechtfertigen? Und wenn ja, wie und wo? Und überhaupt, eine Westerngitarre für fast 7000,- Euro, muss das überhaupt sein?

Foto 1

— PRS Angelus Custom Koa Artist Package —

Aufbau / Hölzer und Verarbeitung

Selbstverständlich erscheint die PRS Angelus Custom Koa Artist Package in einem hochwertigen Formcase. Nach dessen Öffnen erscheint das Bild auf den ersten Blick recht unspektakulär, erst bei genauerem Betrachten des Instruments offenbaren sich dem Auge die vielen hochwertigen Details. Obwohl die einteilige Decke von ihrer Maserung her eher schlicht erscheint, besteht sie doch aus „Adirondack Spruce“ – einer sehr teuren Fichtenart, welche im Hochgebirge des US-Bundesstaates New York wächst und von der nur die ältesten Exemplare für den Musikinstrumentenbau verwendet werden. Dazu gibt es auch eine interessante Website mit vielen weiteren Informationen. Den Link dazu findet ihr am Ende des Artikels.

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— Curly Maple Binding und feinstes Abalone Perlmutt —

Eingerahmt wird die Decke von einem Maple-Binding, was auch für den Boden und den Halsfuß zutrifft. Zusätzlich sorgt eine Umrandung aus wunderschönem Perlmutt auf der Decke für ein dezentes, aber edles Ambiente. Auch das Schallloch bzw. die Rosette bekommt etwas von diesem Abalone-Perlmutt ab und bei der Gelegenheit nutzen wir auch gleich mal den Blick in das Innere des Korpus. Wie zu erwarten ist die Verarbeitung auf allerhöchstem Niveau, es zeigen sich keinerlei Unsauberkeiten in Form von Leimresten oder etwas abgesplitterten Bracings.

Auffällig ist der sich am Halsfuß befindliche Batteriepack, welcher aus gleich zwei 9-Volt-Blöcken besteht und mittels Klettverschluss gesichert wird. Denn die PRS Angelus Custom Koa Artist Package besitzt ein Piezo-Pickupsystem, von dem aber erst einmal gar nichts zu sehen ist. Kein Preamp wie sonst üblich in der oberen Zarge, lediglich ein unauffällig angebrachter Volume-Regler im oberen Teil des Schalllochs weist auf dieses Feature hin. Und wenn man es weiß, dann erklärt sich der Gurthalteknopf mit der integrierten Klinkenbuchse von selbst.

Bei dem Pickupsystem handelt es sich übrigens um eine PRS Eigenentwicklung.

-- Volume-Regler für den Piezo-Pickup aus PRS-eigener Fertigung --

— Gut versteckt: Volume-Regler für den Piezo-Pickup aus PRS eigener Fertigung —

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