Hals & Griffbrett der PRS SE Custom 22 VSB 2017
Wie bisher gewohnt, so wurde auch bei der neuen SE Custom 22 VSB 2017 der Hals zusammen mit dem Korpus verleimt. Er besteht aus Ahorn und trägt ein Griffbrett aus Rosewood, in das 22 Jumbo Bundstäbchen perfekt eingesetzt und an den Kanten unspürbar abgerichtet wurden. Selbstverständlich finden auch die klassischen PRS Bird Inlays zur Orientierung hier ihre Verwendung, allerdings nicht ganz so schön, wie man sie von den USA-Instrumenten her kennt.
Das Halsprofil ist „Wide Thin“ – und damit das schlankere von den zwei erhältlichen aus dem Hause PRS Guitars. Diese Bezeichnung des Profils könnte natürlich den einen oder anderen zu der Annahme führen, es handele sich hierbei um ein „Flachbrett“ im Stil einer Ibanez RG und Konsorten. Doch keine Sorge, auch bei der SE Custom 22 VSB 2017 bleibt selbst bei diesem dünneren Shaping noch jede Menge „Fleisch“ zum Greifen übrig.
Zum Glück ist bei der neuen Serie der schmale Halsfuß erhalten geblieben, somit sind die Bünde in den oberen Lagen mühelos zu erreichen.
Geringfügige Änderungen hat auch die Kopfplatte erfahren, diese sind aber rein optischer Natur. So prangt nun, wie bei den USA-Modellen, der komplette Paul Reed Smith Schriftzug am Headstock. Die Typenbezeichnung wanderte auf die Abdeckplatte für den Halseinstellstab, die sich mit einer Schraube schnell lösen lässt. Die Mechaniken sind voll verchromt und stammen aus eigener (asiatischer) Fertigung. Überraschend ist hier, dass es sich um gewöhnliche Tuner und nicht etwa um Klemmmechaniken handelt, was der Stimmstabilität beim Benutzen des Vibratos natürlich zugutekäme.
Doch damit hat unsere PRS SE Custom 22 VSB 2017 so gut wie keine Probleme, was wiederum genau so überrascht. Denn die Mechaniken besitzen doch ein merkliches Spiel auf ihren Achsen, was das präzise und schnelle Stimmen nicht gerade erleichtert. Dafür erweisen sie sich aber im Halten der Stimmung erstaunlich zuverlässig!



























