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Test: PSI Audio A21-M Modell 2022, Studiomonitore

5. August 2022

Hochwertige Studiomonitore für Profis

psi audio a21m test

PSI Audio A21-M Modell 2022, Studiomonitore

Kein Recording, kein Mix, kein Mastering funktioniert ohne sie: Studiomonitore. Ihre Aufgabe ist es, möglichst neutral über das zu berichten, was klangtechnisch vor sich geht. Hier wird nicht beschönigt und auch nicht Partei für ein Instrument vergriffen. Studiomonitore sind die Presse unter allen am Recording, Mixing und Mastering beteiligten Studiogerätschaften. Die PSI A21-M Modell 2022 Studiomonitore sollen in dieser Hinsicht einen besonders guten Job erledigen.

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PSI Audio

PSI Audio gehören zu Relec SA Switzerland und haben ihren Firmensitz in Yverdon-les-Bains in der Schweiz. Der Mutterkonzern produziert High-End-Audioprodukte für diverse Marken und Hersteller, unter anderem fertigte man früher für Studer.

Der komplette Herstellungsprozess der Studiomonitore findet bei PSI Audio in der Schweiz statt. Begonnen hat alles im Jahr 1975 in Lausanne, als Alain Roux noch während seines Studiums mit der Produktion von Lautsprechern begonnen hat. Schon früh fasste er Fuß im Hifi-Markt und 1988 wurde aus Roux Electroacoustique schließlich die Relec SA GmbH mit Sitz in Yverdon-les-Bains. Das Anwendungsfeld wurde von Hifi-Speakern auf die Bereiche PA und Studio ausgeweitet. Relec SA produzierten OEM-Produkte für namhafte Hersteller. Von 1992 bis 2003 fertigte man Highend-Studiomonitore für Studer. Mit dem Verkauf von Studer im Jahr 2004 endete zwar leider die Zusammenarbeit, doch war dies auch der Startpunkt für die Marke PSI Audio.

Nearfield- vs. Midfield-Monitore

Bei Studiomonitoren spricht man im Allgemeinen von Nahfeld-Monitoren (Nearfield) und Mittelfeld-Monitoren (Midfield). Was hat es damit auf sich?

Wird eine Schallquelle in einem Raum kurz eingeschaltet und sofort wieder ausgeschaltet, kann man je nach Raumgröße und Position des Hörers zwei Dinge wahrnehmen:

  1. den Direktschall der Schallquelle
  2. den durch Begrenzungsflächen reflektierten Schall der Schallquelle

Je näher man sich an der Schallquelle befindet, desto mehr Direktschall hört man. Bewegt sich der Hörer weiter von der Schallquelle weg, nimmt der reflektierte Schall zu und ab einem gewissen Radius rund um die Schallquelle überwiegt der reflektierte Schall. Diesen Radius, an dem Direktschall und reflektierter Schall gleich groß sind, nennt man Hallradius. Außerhalb des Hallradius überwiegt der reflektierte Schall, innerhalb des Hallradius der Direktschall.

Für die Beurteilung von Schallquellen ist ein hoher Direktschallanteil von Vorteil. Reflektierter Schall klingt nämlich je nach Struktur und Material der Begrenzungsfläche anders als Direktschall und durch unterschiedliche Laufzeiten zwischen Direktschall und reflektierten Schall kommt es zudem zu mehr oder weniger starken Anhebungen und Einbrüchen im Frequenzgang. Deshalb ist es für die Beurteilung wichtig, sich möglichst nah an der Schallquelle zu befinden.

Aber: Das Hören im Direktschallfeld (kurz Direktfeld) stellt keinesfalls das natürliche Hören dar, denn wir sind die meiste Zeit von Reflexionen umgeben und befinden uns häufig eher im Fernfeld, also außerhalb des Hallradius. Unser Gehör nutzt sogar diese Reflexionen gezielt, um zum Beispiel Richtungen und Entfernungen zu bestimmen. Das Direktfeld ist im Vergleich zum Fernfeld zudem sehr klein. Wer im Wohnzimmer auf der Couch sitzt und Musik hört, sitzt also in der Regel im Fernfeld. Im Auto hingegen befindet man sich als Fahrer und Beifahrer meistens sehr nah an den Speakern im Direktfeld, was übrigens auch das stereophone Hören unmöglich macht. Der Fahrer hört die linke Seite, der Beifahrer eher die rechte Seite, während die Fahrgäste auf der Rücksitzbank stereophon hören könnten, würden sie in der Mitte der Rücksitzbank sitzen. Manche Autohersteller versuchen, durch das gezielte Nutzen von Reflexionsflächen wie Scheiben den Klang natürlicher erscheinen zu lassen, indem die Reflexionen auf den Hörer umgelenkt werden.

Nahfeld- (Nierfield) Monitore sind also für das Abhören im Direktfeld gedacht. Sie sind meistens etwas kleiner und die Entfernung vom Hörer liegt optimalerweise irgendwo zwischen 1 und 2 m. Ursprünglich waren sie so konstruiert, dass sie auf der Meterbridge eines analogen Studiopults (oder auf Stativen direkt dahinter) Platz fanden. Allein die Ausmaße der Konsole haben dafür gesorgt, dass der Abstand optimal war und die Mitte der Konsole ungefähr die Spitze des Stereodreiecks darstellte. Heutige DAW-Arbeitsplätze haben das Problem, dass die Monitorposition häufig viel zu nah am Hörer ist und zudem die Monitore enger zusammenstehen als früher auf dem breiten Studiopult. Günstiger ist es deshalb, Stative zu verwenden und den Abstand nach Möglichkeit wieder zu vergrößern und zu verbreitern. In vielen kleineren Regieräumen ist aber genau das nicht möglich.

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Midfield-Monitore sollen das Hörverhalten in größeren Räumen abbilden und sind nur für große Hörabstände geeignet. In Tonstudios findet man sie häufig eingelassen in die Kopfwand. Der Abstand zum Hörer sollte mehrere Meter betragen. Midfield-Monitore eignen sich also sehr gut, sofern der Raum und die Abhörposition es zulassen, um den Gesamtmix im Raum zu beurteilen und sich einen Eindruck davon zu verschaffen, wie er vielleicht später beim Musikhören im Wohnzimmer klingt. Leider haben Midfield-Monitore in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung verloren, weil große Regien kaum noch existent sind und darüber hinaus sich das Musikhören grundlegend verändert hat: Kleine Multimedia-Speaker, smarte Mono-Lautsprecher und In-Ear-Kopfhörerwiedergabe dominieren den Alltag. Aus diesem Grund befinden sich in vielen Studios eher Nahfeld-Monitore und kleine Mono-Breitbandlautsprecher, um die Wiedergabe auf den heute üblichen Lautsprechern zu testen.

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PSI Audio A21-M Modell 2022

Der PSI Audio A21-M ist ein Midfield-Lautsprecher in aktiver Bauweise. Anders als sonst üblich, haben PSI Audio aber keine Class-D-Endstufe mit DSP verbaut, sondern eine Class-G/H -Endstufe. Es findet keinerlei digitale Bearbeitung statt, der Signalweg bleibt komplett analog. Das klassische Class-AB-Verstärker-Design, das in den meisten aktiven Studiomonitoren ohne DSP zu finden ist, besitzt zwar einen besseren Wirkungsgrad als ein Class-A-Verstärker, ist aber dennoch ein Kompromiss. Class-G/H-Endstufen nutzen ein aufwändiges Netzteil-Design, um die Versorgungsspannung in Abhängigkeit des Eingangssignals zu regeln und zwischen einer niedrigen und einer hohen Versorgungsspannung hin und her zu springen, die sich um einen Threshold herum bewegen. Laut PSI Audio ist das kostenintensiver, jedoch effizienter, was die Wärmeentwicklung und den Stromverbrauch angeht.

So findet beim PSI Audio A21-M Studiomonitor die Kühlung passiv statt und große Kühlkörper, wie man sie oft bei Class-AB-Endstufen findet, sucht man vergebens. Vergebens sucht man auch irgendwelche Korrekturmöglichkeiten per DSP, denn bei PSI Audio setzt man ausschließlich auf Konstruktion, gepaart mit einigen analogen Bauteilen, zum Beispiel für die Filterung des Basses und die Realisation des Limiters.

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Keine Kühlrippen, kein Schnickschnack: Die Rückseite der PSI Audio A21-M Modell 2022

Das Gehäuse besteht bis auf die metallene Rückseite aus MDF. Die Monitore sind in drei verschiedenen Farben erhältlich (Studio Red, Metal Black, Pure White). Abgerundete Kanten und Ecken sowie ein Waveguide für den Hochtöner sollen für ein gleichmäßiges Abstrahlverhalten (90° x 90°) und die Unterdrückung von Gehäusereflexionen sorgen. Das Stereobild soll durch das Waveguide ebenfalls verbessert werden und die CPR (Compensated Phase Response) Technologie von PSI Audio für eine phasentreue Wiedergabe sorgen.

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Das Waveguide für den Tweeter ist besonders tief. Die Status-LED gibt Rückschlüsse über den Betriebszustand, den Limiter-Einsatz sowie Überhitzung.

Der Durchmesser des Woofers beträgt 210 mm, was circa 8,27“ entspricht. Unter dem Woofer ist der rechteckige und recht breite Bassreflex-Port zu finden. Der Hochtöner hat einen Durchmesser von 25 mm, was umgerechnet etwas weniger als 1“ ist. Angetrieben werden der Woofer mit 120 Watt, der Hochtöner mit 50 Watt. Laut Datenblatt beträgt der Signal-Rauschabstand 96 dBA, während der maximale Schallpegel für einen einzelnen Lautsprecher bei 108 dB SPL, für ein Paar bei 119 dB SPL liegt. Der Frequenzgang wird mit 38 Hz bis 23 kHz angegeben mit einer Trennfrequenz bei 2,4 kHz. Das Gewicht eines Lautsprechers liegt laut Datenblatt bei satten 13,2 kg. Entsprechend stabile Lautsprecherstative sollten genutzt werden.

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Die PSI Audio A21-M Modell 2022 bringen ein beachtliches Gewicht auf die Waage, sehen aber schick aus

Auf der Rückseite finden wir unten den Netzanschluss samt Sicherungshalter und Netzschalter, oben den XLR-Eingang. Unter dem Eingang liegen der Level-Regler sowie der Regler für den Bass-Roll-off. Dieser beträgt maximal -10 dB und scheint laut Frequenzschrieb des Datenblatts irgendwo zwischen 200 und 250 Hz einzusetzen.

Der Bass-Roll-off ist wichtig, wenn der Monitor vor einer Wand oder in einer Raumecke aufgestellt wird. Das gut gestaltete Benutzerhandbuch gibt zahlreiche Hinweise zur Kalibrierung der Monitore, auch in Verbindung mit dem optional erhältlichen Subwoofer. Es lohnt sich in jedem Fall, das Benutzerhandbuch zu lesen.

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Woofer und Bassreflex-Port

Praxis

Wurde der Monitor aufgestellt und verkabelt, leuchtet nach dem Einschalten eine LED über dem Tweeter grün. Setzt der Limiter ein, sollte sie bei den Signalspitzen kurz rot leuchten. In diesem Falle sollte der Eingangspegel etwas reduziert werden. Ein dauerhaftes rotes Leuchten dieser LED signalisiert eine Überhitzung und der Lautsprecher sollte sofort ausgeschaltet werden, um Beschädigungen zu vermeiden. Dies geschieht einerseits bei dauerhaft zu hohen Eingangspegeln (Limiter arbeitet dauerhaft) und einer zu geringen Luftzirkulation an der Lautsprecherrückwand. Der Abstand zu einer Wand sollte in diesem Fall dringend vergrößert werden.

PSI Audio gibt für die PSI A21-M Modell 2022 Studiomonitore einen Hörabstand von 1 bis 3 m an. Ich habe sie deshalb auf dem Studiotisch in meinem Arbeitszimmer anstelle der dort sonst verwendeten passiven Event 20/20 und im erheblich größeren Wohnzimmer mit größerem Hörabstand ausprobiert. Wie immer erfordert ein neuer Studiomonitor intensives Einhören, eigentlich über viele Stunden und Tage. Diese Zeit ist für einen Testbericht in der Regel nicht gegeben, sodass ein direkter Vergleich mit anderen Lautsprechern und das Hören vieler unterschiedlicher Musiktitel sowie von mit anderen Lautsprechern erstellter Mixes sinnvoll ist. Für Interessenten sei empfohlen, neue Studiolautsprecher immer über längere Zeit im eigenen Studio zu testen. Heutige Rückgabebedingungen bei Online-Bestellungen machen das möglich und sollten, wann immer möglich, auch genutzt werden.

Interessant ist immer, den Frequenzgang vor Ort selbst zu ermitteln und mit dem, was der Hersteller im Messraum gemessen hat, zu vergleichen. Gemessen habe ich in unserem Wohnzimmer, da der Raum schön groß ist. Hier der Vergleich zwischen den Angaben des Herstellers und meiner eigenen Messung:

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Der Frequenzgang, wie er vom Hersteller im Messraum ermittelt wurde

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Der Frequenzgang, mit einfachen Mitteln im Wohnzimmer gemessen, ist beeindruckend linear

Interessant ist, wie sehr sich der professionell im Messraum ermittelte Frequenzgang und der von mir im Wohnzimmer mit einfachen Mitteln gemessene gleichen. Unterschiede gibt es im Bassbereich, was in einem nicht optimierten Raum aufgrund der Raummoden zu erwarten ist. Doch auch in meiner Messung zeigen sich die PSI Audio A21-M Modell 2022 Monitore erstaunlich linear. Besser geht’s nicht.

Auffallend ist sofort das schöne Stereobild. Percussion- und Drum-Loops mit auf voller Stereobreite verteilten Instrumenten klingen sehr eindrucksvoll. Ich empfehle den Titel „Calling Elvis“ des Dire Straits Live-Albums „On the Night“. Auch die Tiefenstaffelung bei diesem Titel ist unglaublich und wird von den PSI A21-M Modell 2022 Studiomonitoren hervorragend transportiert.

Sehr eindrucksvoll ist die Abbildung von Bässen. Zum Testen empfiehlt sich hier stets die Live-Aufnahme von „Field of Gold“ von Sting vom Album „All this time“. Auch der Titel „River of Tears“ von Eric Clapton ist für viele Lautsprecher mit seinem extrem tiefen Bass ein Härtetest. Die PSI A21-M Modell 2022 Studiomonitore glänzen in dieser Disziplin besonders.

Weiter geht es mit dem Album „Brothers in Arms“ und dem gleichnamigen Titel, um die Dynamik der Monitore zu testen. Auch Titel aus dem Bereich Hard & Heavy sind kein Problem für diese Monitore. Der Klang ist stets transparent und druckvoll. Und laut.

Auf der Website wird als Zielgruppe natürlich hauptsächlich der Profi aus Recording, Mixing und Mastering angegeben. Doch auch für Broadcast und Post-Production empfiehlt sich der Monitor. Besonders stolz ist der Hersteller auf seine manuelle Abstimmung aller Lautsprecher, sodass sie sich für Mehrkanal-Anwendungen besonders gut eignen sollen und auch der spätere Nachkauf von weiteren Lautsprechern möglich ist. Dass mit „Home Listening“ auch der Hifi-Bereich als Zielgruppe mit angegeben ist, dürfte der Vergangenheit des Herstellers geschuldet sein. Doch gerade auch in dieser Disziplin machen die PSI A21-M 2022 eine sehr gute Figur, wenn da nur der Preis nicht wäre. Hier sind sicherlich gut betuchte Hifi-Liebhaber eher angesprochen als der „normale“ Musikhörer.

Der Test auf dem Studiotisch zeigt, dass sie auch im Nearfield eine gute Figur machen. Hier sollten sie allerdings besser mit Lautsprecherstativen hinter den Tisch gestellt werden, um einen Abstand von mindestens 1 m zu erhalten. Eine etwas breitere Aufstellung hilft zudem der Stereowirkung.

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Fazit

PSI Audio haben sich nicht umsonst einen Namen für hochwertige Studiomonitore gemacht. Die PSI Audio A21-M Modell 2022 Studiomonitore sind keine Ausnahme und verhelfen größeren Studios zu einem erstklassigen Midfield-Sound. Doch auch als Nahfeldmonitor können sie verwendet werden, wenn man einen Abstand von circa 1 m oder mehr einrichten kann. Die gute Tiefenwiedergabe macht einen Subwoofer dann schon fast überflüssig, denn auch die tiefen Frequenzen werden sauber und verzerrungsfrei wiedergegeben. Einen DSP habe ich beim Test nicht vermisst. Der Verkaufspreis 3.000,- Euro pro Stück ist allerdings doch ein großer Batzen Geld und muss erst einmal erwirtschaftet werden. Die Zielgruppe ist also eher das rentabel arbeitende Studio als das Musiker-Heimstudio.

Plus

  • erstklassiger Klang
  • Stereobild
  • Tiefenstaffelung
  • Design

Minus

  • -

Preis

  • 2.949,- Euro (Stückpreis)
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Forum
  1. Profilbild
    Trance-Ference

    Schön das hier ein paar Worte zum Thema Near vs. Midfield verloren wurden.
    Diesbezüglich muss ich interessehalber mal nachfrage: woran mach ich fest ob ein Monitor Near oder Midfield ist? Rein von den Werten her (Woofergröße, Leistung, Pegel, etc.) gibt es andere Monitore die sich ebenfalls in den Regionen bewegen aber Nearfield sind.

    • Profilbild
      Markus Galla RED

      Die Grenze ist tatsächlich fließend. Meine Event 20/20 sind auch eher am Übergang zum Midfield. Das Problem ist halt, dass ab einer gewissen physikalischen Größe Monitore nicht mehr optimal im Nahfeld positioniert werden können. Das Klangbild baut sich dann nicht richtig auf und auch das Stereobild bereitet Probleme. Rückt man dann einen halben oder ganzen Meter zurück, hat man das Gefühl von Weite und großem Klang. Das ist immer ein deutliches Zeichen dafür, dass der Monitor besser für‘s Midfield geeignet ist Kleinere Monitore für die Meterbridge oder den Studiotisch hingegen entfalten ihr Klangbild schon in einem Meter Entfernung und lassen sich perfekt auf den Hörer dort ausrichten.

      • Profilbild
        Filterpad AHU

        Diese Tatsache stört mich z.B. als einzigstes bei den KSD C8. Ich bin immer wieder überrascht von dieser schon bald „unverschämt“ ehrlichen und neutralen Klangwiedergabe. Diese stehen bei mir etwa 1.20 Meter entfernt (Kopf) und durch die „röhrenartige“ Abstrahlung ertappe ich mich immer wieder darin, wie man den Kopf nach vorne neigt, weil kleinste Bewegungen des Kopfes den Klang sehr stark beeinflusst. Das heißt quasi, die C8 sind so sehr für’s Nahfeld geeignet, man müsste sie schon an die Ohren „kleben“, um den besten Klang zu erhalten, trotz der großen Membrane. Wie erwähnt von der Ehrlichkeit möchte ich sie nicht missen. Aber das Wort „Nahfeld“ kann man schon fast wörtlich bezeichnen, trotz meines kleinen Raumes. Da sind die hier vorgestellten vermutlich besser geeignet in Sachen Midfeld. Kosten auch das dreifache.

  2. Profilbild
    Ulepa

    Super Test, Danke. Ich unterschreibe gerne alle positiven Merkmale, die aufgelistet wurden.
    Wir haben hier 2 Räume mit PSI und die 21 er sind Referenz-Near to Midfields Monitore, die an Knackigkeit , Schnelligkeit, Präzision und musikalischem Spaß nicht mal eben zu überbieten sind. Man weiß von PSI, dass die viele Kernkomponenten inklusive der verwendeten Farbmischungen (!) in-house entwickeln und fertigen. Die Hochtöner und Mitteltöner werden meines Wissens von PSI selbst gebaut. Die Qualität der Endprodukte sind im besten Klischee Sinne Schweizer Präzisisionsprodukte. Der Unterschied zum Klang von non-DSP Systemen fand ich nach einem Wechsel von Genelec 8351 ziemlich krass. Nicht missverstehen , gerade die 8351 sind keine schlechteren Systeme, schon gar nicht im Zusammenspiel mit der ziemlich genialen GLM Kalibrierung. Aber das der Grundklang bei gleichzeitig neutralem Hören (auf beiden Systemen) so unterschiedlich ausfällt, das war für mich das eigentlich überraschende.
    Der Gegenwert zum verlangten Preis ist sehr gut. Zumal vor dem Hintergrund, dass die PSI Monitore von Menschen erdacht und gebaut werden , die einen Schweizer Arbeitsvertrag haben ;) .

    • Profilbild
      zirkuskind

      Der Vergleich zu den Genelecs ist wahrscheinlich der sinnvollste. Hast du auch einen Eindruck des Vergleichs bei den „rohen“ 8050er oder 8040er von Genelec (die ja ebenfalls ohne Schnickschnack auskommen und pur Class-AB sind)?

      • Profilbild
        Ulepa

        Die 8050 kenne ich gar nicht, die 8040 habe ich allerdings vor ca 2 Jahren mit PSI 17 verglichen. Und die 17er waren dann auch schnell meine ersten PSI überhaupt. Die 2 Wege von Gen fand ich aber noch nie gut. Insofern bin ich hier vorurteilsbehaftet. Ich habe allerdings die 8330, für die Seiten und Rückspeaker für ein Gen GLM-Surround Setup Up. Vorne stehen dann aber 3 Wege (8260) von Gen.

        Für mich sind die ONEs die besten Konkurrenten zu den PSIs. Gerade auch 8361 vs PSI 25, da wird es dann richtig interessant. Und klar, man muss dann lange und genau hinhören, bevor man eine Wahl trifft- aber das ist ja eine Binsenweisheit .

        • Profilbild
          mar beso

          Habe auch die 8351B. Inwiefern würdest du den Klangunterschied beschreiben?
          Bin ziemlich begeistert von den 3-Wege koaxial mit glm.

          • Profilbild
            Ulepa

            Die Unterschiede kann ich nicht gut beschreiben, sorry. Es sind schlichtweg zwei sehr unterschiedliche Klangcharakter/ Konzepte in der Monitor Oberliga. Die 8351 und die 8361 machen ja vom Klangbild immer etwas süchtig finde ich. Obwohl neutral, ist da eine Art Signature Sound, der zumal im Gesamtpaket mit GLM nur schwer zu übertreffen ist. Da stimmt soviel, plus diesem präzisen , straffen Klangbild, das einen auch unterhalb 1 m Hörabstand- direkt reinbeamt ins Geschehen.

            Ich bevorzuge zum Aufnehmen und direktem Hören aber eine PSI Kombi von 2x A 17 + je einen Sub 125 . Da ist dann aber auch keine Wand näher als 3 m. Das „klingt“ für mich dann schon so wie m.E. ein Studio Monitor ohne DSP im Near/ MIdfield Bereich kling
            en sollte. Und auch messtechnisch ist das alles wunderbar.

            In einem anderen nicht so großzügigen Raum werkeln aber nach wie vor SAM Genelecs.
            Insofern sehe ich keine „objektiven“ qualitativen Unterschiede, sondern die typischen individuellen Auswahlverfahren für Monitore anhand von Anwendugsbereich plus zur Verfügung stehender räumlicher Gegebenheiten. Als Gesampaket mit GLM würde ich ein Paar 8351 eh nach wie vor an die Spitze aller aktiven Nearfields setzen.

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