Test: QSC TouchMix-16, Digitalmixer

Was besonders aufgefallen ist

Die Mikrofonvorstufen sind sehr rauscharm und können sich durchaus mit einem teuren Einzelgerät messen. Auch die EQs arbeiten bis zu einer Anhebung von ca. 6 dB sehr überzeugend, darüber hinaus fangen sie an, etwas unnatürlich zu klingen, hier ist ein guter analoger EQ gutmütiger. Allerdings muss man dazu zwei Dinge feststellen: Wenn man erstens den EQ schon um 6 dB anheben muss, damit es vernünftig klingt, hat man bei der Mikrofonwahl und/oder Mikrofonaufstellung so ziemlich alles falsch gemacht, was möglich ist. Zum zweiten gibt es ja auch die Möglichkeit der Absenkung störender Frequenzen, was grundsätzlich der erste Schritt sein sollte. Insgesamt ist der EQ im QSC TouchMix-16 als professionelles Werkzeug anzusehen, mit dessen Hilfe man fast jede Audio-Situation meistern kann.

Das Netzteil ist extern und wer meine Tests kennt weiß, dass ich diese nicht gerne habe. Dieses hier ist allerdings sehr groß und vernünftig dimensioniert und hätte als Einbauversion kaum noch diese kompakten Maße des Mischpultes ermöglicht. Zudem sitzt der massive Stecker äußerst fest in der zugehörigen Buchse am TouchMix, da löst sich so schnell nichts.

Das Mischpult besitzt 6 Aux-Wege, das haben meist nur größere Konsolen zu bieten. Zudem sind die dazu korrespondierenden Analogausgänge durchgehend als XLR-Buchsen ausgeführt.

Es gibt im Netz eine Bedienungsanleitung auch in Deutsch, sehr schön!

Das Mischpult wird in einer hübschen und praktischen Tasche ausgeliefert. Na, das ist doch mal eine wirklich gute Idee.

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Was gibt es zu meckern?

Der TouchMix-16 besitzt keinen Netzschalter, sobald man das Netzteil ansteckt, fährt das Mischpult hoch. Gefällt dem Onkel Sigi nicht wirklich.

Forum
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    Atarkid  AHU

    Das Teil hab ich schon länger im Auge. Tolles Konzept! Leider reicht mir die Anzahl der Eingangskanäle nicht. Bei einem QSC Touchmix 24 würde ich ganz schnell schwach werden.
    BTW: Danke für den Test, speziell für die Einschätzung der Qualität der EQs…

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      Markus Galla  RED

      Dann schau Dir doch mal X32 Producer und X-Air X18 an.

      Das X32 Producer bietet nicht nur eine (fast) analog anmutende Oberfläche und erstklassige Qualität, sondern eben auch sehr gute Portabilität (ich transportiere es in einer PreSonus-Tasche, die zum PreSonus StudioLive 16.4.2 VSL gehört) und günstige Erweiterbarkeit auf bis zu 40 Kanäle.

      Wenn Dir 18 Kanäle reichen, könnte auch das X-Air XR18 Pult etwas sein. Das funktioniert nicht nur mit dem iPad, sondern auch mit günstigen Android-Geräten bis hin zum Rhasperry Pi. Da nun auch die neuen Controller von Behringer (X-Touch) endlich lieferbar sind, kann man das XR18 komplett darüber fernsteuern, während es wie eine Stagebox auf der Bühne steht. Einen Test gab es ja auch hier auf der Website.

      Ich besitze beide Pulte und bin rundum zufrieden damit. Wenn nicht Behringer drauf stehen würde, könnte man einen erheblich hochpreisigeren Hersteller erwarten.

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        Atarkid  AHU

        Danke für die Auflistung, die Geräte hatte ich auch alle schon auf dem Zettel. Ursprünglich war auch Behringer X32 Compact das Objekt meiner Begierde. Als ich es kaufen wollte wurde der Preis erhöht… Das war Pech :).. Als ich dann wieder zuschlagen wollte wurde der Preis nochmal angehoben… Und der Unterschied ist nicht ausschließlich mit dem Wechselkurs zu begründen. Wie auch immer, ich bin der Meinung, dass die Behringer-Teile immer noch die Besten sind, auch für die neuen Preise. Aber irgendwie bekomm ich das kopfmäßig nicht hin mich jetzt noch für den Kauf eines solchen zu entscheiden. Nüchtern betrachtet ist das dumm, das weiß ich. Das X18 fand ich auch sehr interessant, mit dem QSC Touchmix ist eben ein anderer Hersteller im Rennen. Ich habe die Behringer-Produkte übrigens nie am Namen gemessen, mein Markenfetisch hält sich da in Grenzen :)
        Kannst mir ja noch ein bißchen gut zureden, dann werd ich vielleicht wieder schwach ;)… Gruß, Atari

  2. Profilbild
    Markus Galla  RED

    Das mit den Behringer-Preisen ist tatsächlich ärgerlich.

    Das X32 Producer habe ich noch für 1349€ gekauft. Jetzt kostet es 400€ mehr.

    Aber: ich würde täglich bei Thomann und MusicStore nach B-Stock Angeboten schauen. Ich habe mein XR18 als B-Stock gekauft und richtig Geld gespart. Es war nichts dran, kein Kratzer, nichts. Bei voller Garantie. Die haben fast täglich Angebote drin, man muss nur schnell sein. Außerdem haben Thomann und MusicStore – gerade bei Behringer – tagesaktuelle Preise. Da muss man auch täglich schauen. Die sind die größten europäischen Behringer-Abnehmer und bekommen gute Konditionen. Eine andere Alternative sind die teils sehr günstigen Anbieter in GB. Dort bekommst Du über Ebay bei einem Händler ein generalüberholtes X32 Producer zu einem Kurs unterhalb des alten Preises. Da GB (noch) zur EU gehört, fallen keine Zölle an. Das lohnt sich also: http://www.....Swv0tVEHUp

  3. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Das x32 sieht leider wirklich hässlich aus, ansonsten ist nichts daran auszusetzen.

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