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Test: Rane MP2014, DJ-Mixer

Haptik

In einem Punkt kann der Mixer überzeugen, bevor er auch nur angeschaltet ist: im Design. Die Kombination von rauem Schwarz an der Faceplate, die Potis mit silberner Kappe, die Holzverkleidung an der Seite. Alles wirklich nicht nur edel, sondern auch qualitativ überzeugend.

Insgesamt präsentiert sich der Rane MP2014 als Mixer, der sehr intuitiv spielbar ist und sein soll. Es ist mehr Haptik als Kontrolle durch Werte – so sind zwar Werte aufgedruckt, aber dünn und in Grau, statt gut lesbar mit großem weißen Aufdruck. Alles in allem sehr aufgeräumt, durchdacht, übersichtlich. Die großen Potis bringen eine gewisse Ruhe in den Mixer, irgendwie passend zur Art und Weise, wie man ihn bedienen wird.

Verdammt sieht der schön aus...

Verdammt, sieht der schön aus

Drehen ist ein schönes Stichwort, Rotary halt. Die Potis sind allesamt nicht nur schick, sondern durch Riffeln an den Seiten sehr griffig, dazu haben sie einen sehr angenehmen Widerstand: Drehen wird hier wirklich sexy. Pluspunkt: Die Potis finden sich auf Metallstiften.

Die Tasten mögen auf den ersten Blick ungewöhnlich klein erscheinen und sehr weit herausstehend, erstaunen aber im Gebrauch sofort. Sie sind nicht nur gut sichtbar, ohne zu blenden, sondern auch sehr angenehm zu drücken – sowohl hinsichtlich der Größe als auch hinsichtlich des Druckgefühls. Sie müssen nicht ganz gedrückt werden – der Druckpunkt ist kurz hinter der Mitte, so dass der Taster in jedem Fall noch aus dem Mixer herausschaut. Sie sind sicher nicht so leicht zu treffen wie andere, größere oder flachere Tasten von anderen Mixern, aber die hier vorhandenen Tasten würde man vermutlich auch weniger „schnell schlagen“. Sollte es aber einmal so sein, möchte am beispielsweise das Filter punktgenau ausschalten, so ist das trotz der kleinen Größe gut machbar. Halbwegs nüchtern sollte man sein, gebe ich zu. Irgendwie ist der weiche Druckpunkt sehr angenehm, gerade bei einem Filter würde mich eine harte Taste mit einem sofortigen Druckpunkt, so ein sofortiger „Klick,“ irritieren.
Nein, ich gebe zu, es ändert sich nichts, ich mag die Tasten weiterhin – klein wie sie sind.

Forum
  1. Profilbild
    Danny Who  AHU

    Was kaum wem aufgefallen ist: auch die optionale Phantomspeisung im Mikrofonweg wurde weggelassen.

    Und noch fehlt, sehr gravierend, die Serato-Zertifizierung, die der große Bruder auch nach nem halben Jahr bekommen hat. Rane zufolge läge es an Serato, ob das Ding mit aufgenommen wird.

    Ich finde den Preis mit 2500 gegenüber dem Bruder bei 3100 immer noch zu hoch. 2000 wären relativ fair.

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      Bolle  RED

      Hey Danny, gut aufgepasst. Das ist mir gar nicht aufgefallen.

      Bez. Serato: Ich denke, der wird bald zertifiziert – warum das diesmal so lange dauert (was ja eigentlich typisch für Native wäre :) ), weiß ich gar nicht. Kommt sicher.
      Wäre auch mal interessant, ob der DJM-900NXS2 Serato zertifiziert werden wird..Spannend, Spannend :)

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      olafmol

      rotary mixers are more aimed at house/disco DJ’s that do longer „blends“ and don’t use crossfaders like „cutting“ turntablists/hiphop DJ’s do use

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        dilux  AHU

        langsame übergänge kann man auch mit einem crossfader machen…ist das so etwas esoterisches mit diesen rotaries? günstiger sollen die mixer durch das weglassen ja anscheinend nicht werden ;)

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          Bolle  RED

          Kann man mit einem Line-Fader noch besser als mit einem in der Regel ja kurzem Crossfader aber ja, etwas „esoterisches“ hat es schon.
          Aber auch etwas praktisches: Drehen ist feiner als Schieben — zumindest vom Handling her und verleitet nicht so zu schnellen Bewegungen.
          Viel Haptik in jedem Fall..also, eigentlich nur sogar.

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            dilux  AHU

            ok, mir waren rotaries einfach nicht bekannt und weil ich früher sehr viel mit dj’s zu tun hatte, war ich ein wenig verwundert ob des konzepts…allerdings finde ich, dass ein isolator nicht so richtig mit „langsam“ harmoniert :D
            preislich scheint man sich den mythos aber gut bezahlen zu lassen, denn bei studiomischpulten ist man bei kanalzügen jenseits der 800,-€ schon im absoluten high end und das bei deutlich erweiterter funktionalität.

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              Bolle  RED

              Verwunderlich, ist doch das Rotary-Konzept gerade am „wiederkommen“ – statt ein wirklich Neues.
              Harmoniert nicht? Ausprobieren, dann wirst du deine Meinung ändern. Mythos? Nein, Fakt, wenn auch es nicht mit jedem Auflege-Stil harmonieren wird.

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