width=

Test: Rane MP2014, DJ-Mixer

Isolator

Den Isolater habe ich bereits beim MP2015 wirklich lieb gewonnen. Die großen Potis fassen sich super an und sorgen dafür, dass man tolle Filterfahrten produzieren kann. Die einstellbaren Crossover-Frequenzen sind nicht nur statisch gewählt nützlich, sondern auch variabel eingesetzt ein tolles Tool. Drei Bänder, Low, Mid und High, gibt es.

Isolator: Das Ding macht richtig Spaß

Isolator: Das Ding macht richtig Spaß

Die Crossover-Frequenzen zwischen diesen sind wählbar von 89 Hz bis 640 Hz für den Übergang von Low/Mid und 1 bis 8 kHz für den Übergänge Mid/High. Eingegriffen werden kann in einem Bereich von +10 dB bis Full Kill.

Akkurat ist ein gutes Stichwort für den Isolator. Man könnte aber auch sagen „verdammt weich, warm und sauber“ – insgesamt einfach wirklich wundervoll. Bei Nutzung vergisst man vollkommen, dass hinter dem Isolator gerechnet wird, es fühlt sich eher an, als würde man butterweich analog, fast eher mechanisch Filter durch den Sound schieben.

Anhebungen sind natürlich immer mit Vorsicht zu genießen, weniger ist manchmal mehr, alles in allem aber lädt der Isolator zum Spielen auf dem Master-Kanal ein und bietet Möglichkeiten, die auch der wirklich gute Filter im Kanalzug oder im Sub-Mix so nicht bieten könnte.

Klanglich einfach umwerfend gut ist er auch eine gute Möglichkeit, um fein zur Not beißende Frequenzen im Track ein wenig abzuschwächen – durch die einstellbaren Crossover-Frequenzen feiner bestimmbar als mit dem EQ.

Integriertes Interface / MIDI

Zwei USB-Ports und das doppelte Interface wurden zu Beginn kurz erwähnt. Hier steht der MP2014 dem großen Bruder in nichts nach.

Zwei Rechner können parallel angeschlossen werden und von zwei Rechnern kann ebenso parallel gespielt werden. Gerade für b2b-Sets, aber auch für fließende Übergänge zwischen zwei DJs, die beide den MP2014 als Interface nutzen wollen, eine schöne Geschichte. SL4 mitschleppen gehört damit zur Vergangenheit an.

Das Interface ist class compliant mit Apple Mac, eine Installation von Treibern ist daher nicht notwenig. Für die Nutzer von Windows finden sich entsprechende Treiber auf CD anbei.

Jedoch nicht nur für das reine DJ-Setup ist das Interface interessant, auch vielleicht für das Recording. Jeder Port unterstützt 6 Playback- und vierzehn Aufnahmekanäle – mono wohlgemerkt.
So kann man ohne Probleme beide Kanäle, den Session In, den Mic In und den Main-Mix separat aufnehmen – wohlgemerkt Pre- oder Post-Fader. Eine Einstellmöglichkeit dazu findet sich im Control Panel des MP2014 – das vom Rechner Zugriff auf Einstellungen am Mixer erlaubt – angeschlossen über USB natürlich vorausgesetzt. Das Control Panel selbst ist zum Download erhältlich, eingestellt werden hierüber z. B. In- und Outputs, Sound- und MIDI-Einstellungen oder Puffer-Size.

Das Interface arbeitet auf 24-bit PCM und wahlweise 44,1, 48 oder 96 kHz Sample-Rate. Auch dieses ist im Control Panel einstellbar.

Fast schon nebenbei könnte man erwähnen, dass der MP2014 komplett MIDI-kompatibel ist.

Ich weiß zugegebenermaßen nicht, wer das nutzen sollte, denn das wäre doch komplett unsinnig – aber er ist es. Wer es nutzen möchte, finden in der ausführlichen Bedienungsanleitung eine Übersicht über alle Parameter und entsprechende Control-Nummern, dezimal wie auch hexadezimal. Funktion und Wertbereich sind ebenso vorhanden, perfekter kann das Angebot gar nicht sein.

Forum
  1. Profilbild
    Danny Who  AHU

    Was kaum wem aufgefallen ist: auch die optionale Phantomspeisung im Mikrofonweg wurde weggelassen.

    Und noch fehlt, sehr gravierend, die Serato-Zertifizierung, die der große Bruder auch nach nem halben Jahr bekommen hat. Rane zufolge läge es an Serato, ob das Ding mit aufgenommen wird.

    Ich finde den Preis mit 2500 gegenüber dem Bruder bei 3100 immer noch zu hoch. 2000 wären relativ fair.

    • Profilbild
      Bolle  RED

      Hey Danny, gut aufgepasst. Das ist mir gar nicht aufgefallen.

      Bez. Serato: Ich denke, der wird bald zertifiziert – warum das diesmal so lange dauert (was ja eigentlich typisch für Native wäre :) ), weiß ich gar nicht. Kommt sicher.
      Wäre auch mal interessant, ob der DJM-900NXS2 Serato zertifiziert werden wird..Spannend, Spannend :)

    • Profilbild
      olafmol

      rotary mixers are more aimed at house/disco DJ’s that do longer „blends“ and don’t use crossfaders like „cutting“ turntablists/hiphop DJ’s do use

      • Profilbild
        dilux  AHU

        langsame übergänge kann man auch mit einem crossfader machen…ist das so etwas esoterisches mit diesen rotaries? günstiger sollen die mixer durch das weglassen ja anscheinend nicht werden ;)

        • Profilbild
          Bolle  RED

          Kann man mit einem Line-Fader noch besser als mit einem in der Regel ja kurzem Crossfader aber ja, etwas „esoterisches“ hat es schon.
          Aber auch etwas praktisches: Drehen ist feiner als Schieben — zumindest vom Handling her und verleitet nicht so zu schnellen Bewegungen.
          Viel Haptik in jedem Fall..also, eigentlich nur sogar.

          • Profilbild
            dilux  AHU

            ok, mir waren rotaries einfach nicht bekannt und weil ich früher sehr viel mit dj’s zu tun hatte, war ich ein wenig verwundert ob des konzepts…allerdings finde ich, dass ein isolator nicht so richtig mit „langsam“ harmoniert :D
            preislich scheint man sich den mythos aber gut bezahlen zu lassen, denn bei studiomischpulten ist man bei kanalzügen jenseits der 800,-€ schon im absoluten high end und das bei deutlich erweiterter funktionalität.

            • Profilbild
              Bolle  RED

              Verwunderlich, ist doch das Rotary-Konzept gerade am „wiederkommen“ – statt ein wirklich Neues.
              Harmoniert nicht? Ausprobieren, dann wirst du deine Meinung ändern. Mythos? Nein, Fakt, wenn auch es nicht mit jedem Auflege-Stil harmonieren wird.

Kommentar erstellen

Die AMAZONA.de-Kommentarfunktion ist Ihr Forum um sich persönlich zu den Inhalten der Artikel auszutauschen. Sich daraus ergebende Diskussionen sollten höflich und sachlich geführt werden. Haben Sie eigene Erfahrungen mit einem Produkt gemacht, stellen Sie diese bitte über die Funktion Leser-Story erstellen ein. Für persönliche Nachrichten verwenden Sie bitte die Nachrichtenfunktion im Profil.