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Test: Rane MP2014, DJ-Mixer

Das Wesentliche: Der Klang

Stellung zu nehmen zum Klang, ist wirklich nicht so einfach. Einfacher wäre es, jeder könnte sich jetzt selbst vor den Mixer stellen und spielen, dann wären alle nicht technisch belegbaren Aussagen hier einfacher nachzuvollziehen.

Doch fangen wir mit ein paar technischen Infos und den In- und Outpus an. Verbaut wurden lediglich Bauteile in, wie man so schön sagt, Studioqualität.
Rein geht es über vergoldete RCA-Stecker, raus geht es über hochwertige XLR-Buchsen von Neutrik, sowohl der Main- als auch der Booth-Out.

Ein- wie auch Ausgänge sind speziell abgeschirmt gegen elektromagnetische Interferenzen (EMI) oder Funkstörungen (RFI) wie auch gegen Überspannungen.

Der gesamte interne Signalfluss bietet geringste Verzerrung, folglich höchsten Signal-Rausch-Abstand, die Phono RIAA Filter bieten, so Rane selbst, eine Toleranz von nur 0,3 dB (+0,1/-0,2 dB).

Verbaut ist ein Butterworth-Filter im Bereich von 18 Hz mit 18 dB/Oktave Flankensteilheit als Infrasonic Filter, ebenso ein Low-Pass-Filter 2. Ordnung.

Zwischen dem Phono- und dem Line- Eingangssignal schaltet ein verzerrungsfreies Relais.
Die Wandler (A/D oder D/A) arbeiten auf 24 Bit bei 44,1, 48 oder 96 kHz, der interne Signalfluss verläuft auf 32 Bit Floating Point. Die Dynamic Range intern beträgt dabei zwischen 116 dB(A) ( Digital/USB In zu Line Out und Line In zu Digital/USB Out) und 113 dB(A) (Line In zu Line Out) bei einem THD (Total Harmonic Distortion) von 0,001%.

Der Frequenzumfang der Line-Ausgänge (Main, Booth, Session, FX-Loop) beträgt 20 Hz bis 20 kHz (+/-0,25 dB).

Das klingt nach viel komplexen Daten, das Resultat ist am Ende allerdings eines: Der Mixer klingt wirklich sehr gut.

Ebenso verhält es sich mit den EQs und dem Filter.

Das Filter ein 24 dB/Oktave Filter, folglich ein Filter vierter Ordnung. Der Frequenzbereich der Filter liegt bei 20 Hz bis 20 kHz beim Low-Pass wie auch beim High-Pass Filter. Die mittlere Potiposition ist bei beiden 635 Hz.
Das bipolare Filter liegt im Bereich 20 Hz bis 18 kHz, die mittlere Position ist entsprechend natürlich eine Bypass-Position ohne klanglichen Einfluss.

Die Filter sind, fast selbstverständlich, hochauflösend und Artefakt-frei, noch dazu der Wirkungsgrad exakt berechnet entsprechend der gewählten Sample-Rate.

Klingen tun die Filter wirklich sehr gut, erst recht mit Hinblick auf die Tatsache und ich wiederhole mich wie schon beim Isolator genannt, dass hier der Prozess digital ist.
Die Filter klingen butterweich, nicht kratzend, nicht zerrend wie einige digitale Kollegen. Ein warmes, sauberes Filter, das wirklich angenehm klingt, egal ob mit hoher oder geringer Resonanz. Hier zeigt sich, wofür man viel Geld auf den Tisch legt, wenn man diesen Mixer erwerben möchte.

Die EQs stehen dem Filter klanglich in nichts nach. Die Range reicht hier von Full Kill bis +6 dB mit 12 dB/Oktave. Die Crossover-Frequenzen können über das Control-Panel eingestellt werden. Wahlweise kann man wählen zwischen 300 Hz und 3 kHz oder 150 Hz und 6 kHz.

Forum
  1. Profilbild
    Danny Who  AHU

    Was kaum wem aufgefallen ist: auch die optionale Phantomspeisung im Mikrofonweg wurde weggelassen.

    Und noch fehlt, sehr gravierend, die Serato-Zertifizierung, die der große Bruder auch nach nem halben Jahr bekommen hat. Rane zufolge läge es an Serato, ob das Ding mit aufgenommen wird.

    Ich finde den Preis mit 2500 gegenüber dem Bruder bei 3100 immer noch zu hoch. 2000 wären relativ fair.

    • Profilbild
      Bolle  RED

      Hey Danny, gut aufgepasst. Das ist mir gar nicht aufgefallen.

      Bez. Serato: Ich denke, der wird bald zertifiziert – warum das diesmal so lange dauert (was ja eigentlich typisch für Native wäre :) ), weiß ich gar nicht. Kommt sicher.
      Wäre auch mal interessant, ob der DJM-900NXS2 Serato zertifiziert werden wird..Spannend, Spannend :)

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      olafmol

      rotary mixers are more aimed at house/disco DJ’s that do longer „blends“ and don’t use crossfaders like „cutting“ turntablists/hiphop DJ’s do use

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        dilux  AHU

        langsame übergänge kann man auch mit einem crossfader machen…ist das so etwas esoterisches mit diesen rotaries? günstiger sollen die mixer durch das weglassen ja anscheinend nicht werden ;)

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          Bolle  RED

          Kann man mit einem Line-Fader noch besser als mit einem in der Regel ja kurzem Crossfader aber ja, etwas „esoterisches“ hat es schon.
          Aber auch etwas praktisches: Drehen ist feiner als Schieben — zumindest vom Handling her und verleitet nicht so zu schnellen Bewegungen.
          Viel Haptik in jedem Fall..also, eigentlich nur sogar.

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            dilux  AHU

            ok, mir waren rotaries einfach nicht bekannt und weil ich früher sehr viel mit dj’s zu tun hatte, war ich ein wenig verwundert ob des konzepts…allerdings finde ich, dass ein isolator nicht so richtig mit „langsam“ harmoniert :D
            preislich scheint man sich den mythos aber gut bezahlen zu lassen, denn bei studiomischpulten ist man bei kanalzügen jenseits der 800,-€ schon im absoluten high end und das bei deutlich erweiterter funktionalität.

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              Bolle  RED

              Verwunderlich, ist doch das Rotary-Konzept gerade am „wiederkommen“ – statt ein wirklich Neues.
              Harmoniert nicht? Ausprobieren, dann wirst du deine Meinung ändern. Mythos? Nein, Fakt, wenn auch es nicht mit jedem Auflege-Stil harmonieren wird.

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