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Test: Rane MP4

27. Juni 2005

Rane MP4

Die Firma Rane/Serato hatte letztes Jahr mit ihrem digitalen DJ System Serato Scratch Live auf sich aufmerksam gemacht – ein ausführlicher Test findet sich hier bei AMAZONA unter (LINK zum Scratch Live Test). Das nun frisch in unserem Studio eingetroffene Testobjekt Rane MP4 ist eine Kombination aus externer USB Soundkarte und einem einfachen analogen Mixer. Es bietet ein weit reichendes Einsatzpotenzial, da sich damit zahlreiche Equipment-Kombinationen auf analoger und digitaler Basis realisieren lassen. Neben dem zunächst unscheinbaren 19’ Einbaugerät gehört auch die Software Serato Scratch Live zum Lieferumfang.

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Ausstattung

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Vorderseite des MP4
Neben dem Mikrofon-Eingangspegelregler ganz links nehmen die beiden Kanäle mit der Bezeichnung Program A und B den meisten Platz auf der Vorderseite ein. Bei beiden Kanälen kann man aus jeweils 4 Quellen wählen und den Eingangspegel sowie die Anhebung/Absenkung zweier Frequenzbänder einstellen. Eine Anzeige informiert über den Pegel und reicht von -24 bis +12 dB. Zwischen den beiden Kanälen befindet sich der Crossfader zum Überblenden der Signale, weiter rechts ein Lautstärke-Regler mit der witzigen Bezeichnung „House“. Dieser dient zur Regelung der Ausgangslautstärke an einem angeschlossenen Verstärker o.ä.. Die sich anschließenden Knöpfe und Regler dienen allesamt der Kopfhörer-Vorhör-Sektion. Hier kann ausgewählt werden, welches Signal vorgehört werden soll. Auch ein Überblenden ist möglich.

Rückseite
Sämtliche Anschlüsse (ausgenommen des Kopfhörer-Eingangs) des MP4 befinden sich auf der Rückseite des Geräts. Werfen wir an dieser Stelle doch einmal einen Blick auf diese:

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Auch hier wieder der Reihe nach eine Betrachtung von links nach rechts. Neben dem obligatorischen Netzanschluss, der automatisch die anliegende Spannung erkennt, findet man einen USB-Anschluss, der zum Transfer von zwei digitalen Stereo-Eingangs-Signalen und einem digitalen Stereo-Ausgangs-Signal in Verbindung mit einem angeschlossenen Computer dient.

In der Mitte findet man zwei Stereo-Analog-Ausgänge. Der House-Ausgang liegt in den Ausführungen symmetrisch mit XLR-Buchsen und unsymmetrisch mit Klinkenbuchsen vor. Die Einstellung des Ausgangspegels erfolgt – wie beschrieben – auf der Vorderseite des Mixers. Der zweite Ausgang mit der Bezeichnung AUX kommt ausschließlich als symmetrische Ausführung mit Klinkenbuchsen, seine Lautstärke kann ausschließlich auf der Geräterückseite mit einem Schraubendreher justiert werden.
Die analogen Eingänge befinden sich auf der rechten Seite des Mixers, wobei IN 1 und IN 2 alternativ mit Line- oder Phono-Signalen gespeist werden können. Für die Phono-Anschlüsse muss auf eine korrekte Erdung geachtet werden, da es sonst zu einem Brummen kommt.

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Ganz rechts gibt es außerdem noch einen symmetrischen Mikrofon-Eingang. Dessen Signal wird direkt an die beiden Ausgänge des Mixers geschickt und nicht durch die beiden Kanäle oder den Crossfader beeinflusst.

Die Software Steuerzentrale: Scratch Live
Die mitgelieferte Software Scratch Live entspricht weitestgehend der Version, die auch mit dem Scratch Live System ausgeliefert wird. Allerdings werden keine Timecode-Vinyls oder CDs beigelegt, so dass die komplette Steuerung der Software mit dem Rechner respektiv mit der Maus oder Tastatur erfolgen muss. Um die Steuerung etwas zu erleichtern, kann man sich der vorgegebenen Tastaturkommandos bedienen. Eine Übersicht aller Kommandos ist als ausgedruckte DIN A4 Seite beigelegt. Bei der Software handelt es sich um ein amerikanisches Programm und man hat leider auf Herstellerseiten vergessen, die Tastaturkommandos für andere Tastaturlayouts anzupassen. Daraus ergibt sich das Problem, dass die Steuerung für das linke Deck bei einer deutschen Tastaturbelegung einen „Sprung“ hat. Die dafür vorgesehenen Tasten „QWERTY“ liegen bei einer englischen Tastatur nebeneinander – nicht aber bei einer deutschen, hier hätte man statt des Y ein Z belegen müssen. Schade, aber nicht dramatisch, zumal an einer Lösung für dieses Problem bereits gearbeitet wird.

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Die Software verfügt über zwei Decks, die jeweils mit einem Track bestückt werden können. Es werden MP3-, AIFF- und WAV-Files mit festen und variablen Bitraten unterstützt. Auch eine iTunes-Bibliothek kann problemlos eingelesen werden. Um den Überblick zu behalten, gibt es zahlreiche Möglichkeiten zum Packen von virtuellen Plattenkoffern, zum Sortieren von Files etc.. Des Weiteren können die Tracks temporär und dauerhaft gepitcht (allerdings ohne Tonhöhenkorrektur) und rückwärts wiedergegeben werden. Bis zu 5 Cue-Punkte, können gesetzt und angesprungen werden. Außerdem gibt es grafische Hilfestellungen in Form von farblich gestalteten Wellenformen, die nebeneinander liegen und das optische Angleichen der Tracks erleichtern.

Leider verfügt die Software weder über einen BPM-Counter noch über eine Sync-Funktion. Das „Anhalten“ der Tracks nach dem Stopp-Drücken (wie man es vom analogen Vorbild her kennt) kann bezüglich der Dauer stufenlos justiert werden. Eine Faderstartfunktion ist auch vorhanden, die mit dem Crossfader des MP4 bedient wird. Neben den Files von der Festplatte kann man auch Audio-CDs abspielen, die sich im PC-CD-Rom-Laufwerk befinden, sogar das gleichzeitige Abspielen zweier Songs von einer CD funktioniert.

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